29.03.2020

Diese Startups bieten gratis Hilfe gegen das Coranavirus an

Von Kinderbetreuung über Software für Schulen bis zu Unterstützung bei Teleworking: Diese Startups bieten in Zeiten des Coronavirus ihre Hilfe an.
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Coronavirus E-learning und Teleworking
Von E-Learning mit Teleworking: Der Coronavirus verändert unser Leben. (c) Adobe Stock / Antonioguillem

Laut den aktuellen Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung des Coronavirus ist unter anderem vorgesehen, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern Teleworking ermöglichen sollen, wo dies möglich ist. Schon  zuvor wurden Universitäten, Fachhochschulen und teilweise Schulen geschlossen, um die sozialen Kontakte zu reduzieren und somit die Gefahr einer weiteren Verbreitung des Virus einzuschränken. Das Bildungs- und Arbeitsleben verlagert sich also nach Hause, was wiederum die Nutzung diverser technologischer Mittel nötig macht.

+++Ein Guide für Startups zum Umgang mit dem Coronavirus+++

Diverse Startups stellen diese Tools für Teleworking und Telelearning bereits zur Verfügung. Und einige von ihnen stellen ihre Apps und Plattformen nun vergünstigt oder kostenlos zur Verfügung, um den Menschen während der Coronakrise das Leben zu erleichtern. Der brutkasten hat – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – eine entsprechende Zusammenfassung erstellt. Zwecks einfacherer Lesbarkeit sind die Vergünstigungen fett markiert. Der Artikel wird laufend aktualisiert.


Ihr habt selbst ein Projekt, das zur Eindämmung des Coronavirus beitragen kann? Dann meldet uns diese über diesen Link.


Fretello: App für Musikausbildung jetzt gratis

Fretello unterstützt heimische Musikschulen und private Musiklehrer, damit die Musikschüler auch zu Hause weiter lernen können. „Dafür gibt’s uns für alle Musikschulen vorerst 3 Monate gratis„, schreibt Co-Founder Florian Lettner dem brutkasten. Die Initiative wird vom Bildungsministerium unterstützt. Ein erstes Pilotprojekt läuft mit der LMS Puchenau in Oberösterreich und wird derzeit auf weitere Schulen ausgerollt. „Auch international melden sich immer mehr Musikschulen und Lehrer bei uns“, schreibt Lettner.

Längerfristig ist geplant (sofern der Bedarf weiter steigt) Fretello als virtuellen Klassenraum anzudenken und für die Schulen zu öffnen, sodass sie ihre eigenen Lerninhalte anbieten und zielgerichtet von zu Hause aus unterrichten zu können.

==> Kostenlose Freischaltung unter [email protected].

Instahelp und Instadoc: Online-Sprechstunden für Ärzte

Die Psychologie-Plattform Instahelp ist nun unter dem Namen Instadoc auch für Ärzte verfügbar – und zwar vorläufig kostenlos für drei Monate. Das System ist innerhalb von 24 Stunden aufgesetzt. Die Beratungen können per Videotelefonie, Audiotelefonie oder Textchat durchgeführt werden. Dabei liegt ein starker Fokus auf dem Thema Datensicherheit.

==> mehr über das Angebot

YoInvoice: Gratis Rechnungen erstellen

YoInvoice ist ein Rechnungslegungsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen. Das Tool kann kostenlos und ohne Registrierung verwendet werden.

==> mehr dazu unter diesem Link

Finditoo: Kostenlose Videokonferenzen

Das Rechtsportalnetzwerk Finditoo will Anwälten in Österreich während der COVID-19 Krise helfen, mit Ihren Klienten rasch und einfach in Kontakt zu bleiben. Aus diesem Grund bietet das Netzwerk Anwälten in Österreich ein Videokonferenz Tool kostenlos zur Nutzung an, damit diese in dieser schweren Zeit weiterhin mit Ihren Klienten von Zuhause aus per Video in Kontakt bleiben können.

WeAreDevelopers: Kostenlose Job-Ads für Startups

Da auch Startups von der aktuellen Situation betroffen sind, bietet WeAreDevelopers Startups bis Ende März die Möglichkeit, kostenfrei eine Premium Employer Brand Page sowie drei Premium Job Ads mit einer Laufzeit von 60 Tagen auf der WeAreDevelopers Job-Plattform zu inserieren: wearedevelopers.com/ngos-startups. Das Kriterium für teilnehmende Startups: Das Gründungsdatum darf nicht länger als drei Jahre zurückliegen.

Commitly: Liquiditätsplanung jetzt gratis

COMMITLY steht laut Eigenangabe für „einfach bessere Liquiditätsplanung“ für kleine und mittlere Unternehmen. Mit dem Tool soll es leichter sein, die eigene Liquidität zu planen und zu überwachen. Dabei wird eine Verknüpfung mit dem Bankkonto des Unternehmens hergestellt. Vor allem für die zukünftige Planung und die Ermittlung des Liquiditätsbedarfs für etwaige Förderungen, Hilfen, etc. wird die Liquiditätsplanung in den nächsten Monaten wohl eine zentrale Rolle einnehmen.
Gerne bieten wir auch die Leistungen von COMMITLY im Rahmen dieser Initiative OHNE Kosten für 3 Monate (nach dem kostenlosen Test von 14 Tagen) an“, heißt es vom Unternehmen. Das monatliche Abo startet nach Ablauf des 14-tägigen kostenlosen Tests. Technisch ist die Eingabe einer Zahlungsmethode und Rechnungsadresse inkl. ATU Nummer erforderlich. Das Abo ist jederzeit kündbar.

Conda: Unterstützung bei Überbrückungsfinanzierung

Mit „Conda Hilft“ bietet die Crowdinvesting-Plattform in Zeiten des Coronavirus die Möglichkeit zu Überbrückungsfinanzierung via Nachrangdarlehen. Die Initiative bietet die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, um relativ rasch  finanzielle Unterstützung zu erhalten. Conda gibt im Rahmen des Projektes lediglich Drittkosten (etwa für den Payment-Provider, die rechtliche Prüfung der AltFG Unterlagen, die Erstellung der Kampagnen-Unterlagen und den technischen Setup) sowie die eigenen Kosten (etwa Mitarbeiterkosten) weiter, verzichtet aber auf die eigene Marge.

==> mehr zu „Conda Hilft“

 

Storyclash bietet kostenloses Social-Media-Krisenmonitoring für NGOs

Ab sofort bietet das Linzer Software-Unternehmen Storyclash sozialen Einrichtungen, NGOs und NPOs einen zweimonatigen kostenlosen Zugriff auf seine Social-Media-Monitoring Lösung an. Neben den Lizenzen wird laut Storyclash auch Social-Media-Support und Hilfe bei der Erstellung von Analysen sowie Reports geboten. Hier die Leistungen zusammengefasst:

  • Eine kostenlose Lizenz für NGOs, NPOs und soziale Einrichtungen – für die nächsten zwei Monate.
  • Social Media Support: In einer kostenlosen Videosession hilft Storyclash Social-Media-Fragestellungen zu beantworten.
  • Social Media Report: Storyclash liefert einen Social Media Report mit Echtzeit-Daten, um Zielgruppen gezielt ansprechen zu können.

=> mehr Informationen findet ihr hier

 

A1 Digital und eyeson: Click & Talk Videokonferenzen bis 30. Juni 2020 gratis

Exoscale, die europäische Cloud von A1 Digital, und das Startup eyeson, ein österreichischer Anbieter für Videokonferenzen, bündeln ihre Kräfte, um eine schnelle, sichere und unkomplizierte Videokonferenzlösung per Click & Talk anzubieten. Bis 30. Juni 2020 können interessierte Kunden mittels einer Promotion-Aktion gratis digitale Meetings für ihr Unternehmen realisieren.

Die gemeinsame Lösung von eyeson und Exoscale setzt auf Nutzerfreundlichkeit, DSGVO-Konformität (dank lokalem Hosting ausschließlich in europäischen Datenzentren) und unkompliziertem, webbasiertem Zugang. All eyes (on) Exoscale läuft auf der europäischen Cloud-Plattform Exoscale je nach Kunden-Standort in einem Rechenzentrum in Deutschland (München / Frankfurt), Österreich (Wien) oder der Schweiz (Genf / Zürich).

==> mehr Informationen zur Promotion

 

Swat.io: Social Media Management für NGOs, NPOs und Charities

Swat.io stellt sein Social Media Management Tool in Zeiten des Coronavirus jenen gemeinnützig und sozial orientierten NGOs, NPOs und Charities, die sich in in der aktuellen Coronakrise besonderen Herausforderungen in der Kommunikation auf Social Media stellen, für vier Wochen kostenlos zur Verfügung.

Das Tool kann für Social Media Management, Social Media Content Planung, Social Media Content Publishing, Community Management, Social Customer Service, Social Media Analyse, sowie Monitoring & Listening genutzt werden. Inkludiert ist außerdem eine Starthilfe für den Umgang mit Swat.io.

Die Anmeldung ist über diesem Link möglich.

 

Content Creation School: Kostenloser Kurs zu Videoerstellung

Um den Schul- und Hochschulbetrieb weiterführen zu können, ist die Erstellung von neuem e-Learning-Content wichtig. Die Content Creation School stellt daher jetzt die wichtigsten 10 Video-Lektionen des Bestseller-Online-Kurses „Filmen mit dem Smartphone – Basics“ kostenlos zur Verfügung. Damit können Lehrer/innen, Vortragende und alle Personen, die gerade remote Video-Content erstellen müssen, zuhause effektive Videos mit ihrem Handy aufnehmen.

==> zum Angebot

 

Hokify: Kinderbetreuung während der Coronakrise finden

Eines dieser Startups ist die Jobplattform Hokify , welche sich einer der zentralen Fragen für Eltern widmet: Woher kommt die Kinderbetreuung, wenn die Eltern trotz Coronavirus in der Arbeit präsent sein müssen und die Großeltern wegen der hohen Ansteckungsgefahr nicht in Frage kommen?

Mit der hokify Nachbarschaftshilfe können kostenlos Inserate für Kinderbetreuung erstellt werden, wodurch Eltern rasch Hilfe in ihrer Nähe finden können. Die neue Jobkategorie wurde von dem Startup rasch aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um Covid-19 erstellt.

+++Coronavirus/COVID-19: Wirtschaftsministerium startet „Emergency Call“+++

„Wir werden dieses Inserat via hokify und Social Media an Studentinnen und sonstige Home-Office Worker ausspielen, damit Eltern schnell und einfach eine passende Kinderbetreuung finden“, heißt es seitens Hokify: „In diesen schwierigen Zeiten, möchten wir hokify öffnen und allen zur Verfügung stellen, die dringend Unterstützung bei der Suche nach Kinderbetreuung benötigen. Wir sind bemüht mit der Öffnung unserer Plattform und dem kostenlosen Inserat alles mögliche zu tun, Eltern zu unterstützen, damit Sie weiterhin ihren wichtigen (teilweise systemkritischen) Berufen nachgehen können und gleichzeitig ihre Kinder bestmöglich betreut werden.“

==> zum Angebot von hokify

 

Meetfox: Tool für Online-Beratung angesichts Coronavirus gratis

Das Tool MeetFox richtet sich wiederum an professionelle Dienstleister (Ärzte, Coaches, Anwälte, Berater, etc.) zur Abwicklung von Online Kundenterminen – von der Terminvereinbarung, über integrierte Videogespräche bis hin zur direkten Bezahlung. Dienstleister erhalten über MeetFox die gesamte Infrastruktur, die das Anbieten von Online Beratungsdienstleistungen ermöglicht.

+++Das Coronavirus als unternehmerische Chance+++

Die gesamte Kundeninteraktion findet in einer einzigen Lösung statt, ohne dass weitere Integrationen notwendig sind. Der gesamte Buchungsprozess und das Videogespräch lassen sich auch in die eigene Website integrieren. Im Moment arbeiten über 6000 individuelle Dienstleister mit MeetFox. Allein in den letzten zwei  Wochen ist durch den Ausbruch des Coronavirus die Kundenbasis um 18 Prozent (900 Neukunden) gestiegen.

„Wir möchten Experten dabei unterstützen, Dienstleistungen in dieser Zeit vermehrt digital anzubieten um persönliche Kontakte so gut es geht zu meiden“, heißt es von Susanne Klepsch, CEO und Co-Founder von MeetFox: „Deshalb haben wir den Entschluss gefasst, unsere Lösung bis Juli mit dem Code „Brutkasten“ komplett kostenlos an alle Interessenten (individuelle Dienstleister, beratende Organisationen, Schulen, Universitäten, etc.) zu vergeben.

TeamEcho: Feedback-Tool in Corona-Krise kostenlos

Unter dem vermehrten Teleworking kann unter anderem auch das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Betriebsklima leiden, wenn die Kollegen sich nicht mehr physisch gemeinsam an dem gleichen Ort befinden. Hier möchte das Linzer HR-Tech-Startup TeamEcho in Zeiten des Coronavirus entgegensteuern: Bei Neuanmeldung wird das smarte Mitarbeiterfeedbacktool zwei Monate lang kostenlos zur Verfügung gestellt.

+++Home Office: Sechs Tipps zum Arbeiten in Zeiten der Coronakrise+++

Die Funktionen von TeamEcho in wenigen Worten zusammengefasst: Intelligente Kurzbefragungen bilden die Stimmung im Unternehmen in Echtzeit ab, zeigen Handlungsbedarf auf und erleichtern so das Führen über Distanz. Gleichzeitig schafft ein interaktives Dashboard Raum für das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen und Diskussionen, um Herausforderungen auch über räumliche Entfernung hinweg gemeinsam zu meistern.

==> zur Website von TeamEcho

 

Cloudinho: Cloud-Tool für Schulen in Zeiten des Coronavirus

Cloudinho ist eine All-in-One-Cloud für Dokumentenverwaltung, Projektmanagement und Kommunikation. Im Herbst 2019 launchte Cloudinho sein „School Tool“: Ein virtueller Treffpunkt für Lehrer, Schüler und Eltern. Hier können in intuitiv zu bedienender Struktur Aufgaben, Daten, Dokumente oder Termine vergeben, geteilt und eingesehen werden. 

+++So geht die heimische Startup-Szene mit der Coronakrise um+++

Ein Datenschutz-Vorteil gegenüber anderen Lösungen ist hier definitiv, dass die Server in Österreich stehen. Zu den Features gehören unter anderem ein Farbleitsystem für leichtere Orientierung, die Möglichkeit zum Sharen von Dokumenten, spezielle Speicherbereiche für Foto-, Video- und Audio-Dateien und ein digitales Whiteboard, über das Themen in der Gruppe diskutiert werden können. Auch einen zentralen Kalender, ein Umfragetool und einen digitalen Safe für besonders heikle Dokumente gibt es.

Angesichts der aktuellen Situation bietet Cloudinho sein Schulpaket derzeit für 12 Monate kostenlos an (Regulärer Preis: ab  7,99 Euro pro Monat). 

==> zur Website von Cloudinho

 

Grape: Team-Tool mit kostenlosem Teleworking-Checkliste

Eine starke Nutzung verzeichnet derzeit auch das aus Österreich stammende Team-Tool Grape, eine Alternative zu Slack. In Zeiten des Coronavirus wird vor allem der Messenger stark nachgefragt: Über 100 Schulen zu je 1000 Schülern nutzen das Tool pro Tag, verrät Gründer Felix Häusler dem brutkasten.

Das Startup Grape hat Gratis-Angebote für bestimmte Bereiche eingerichtet, für Schulen wurden die Trials zum Beispiel bis Juli verlängert. „Und wir bieten Großunternehmen fertige Remote-Arbeitsplätze innerhalb von 24 Stunden in der Cloud an, die sie dann dort halten können oder – wenn wieder Zeit ist – on premises (im eigenen Rechenzentren) aufsetzen können“, sagt Häusler. Grape stellt außerdem für die Schulsoftware Untis den Untis Messenger bereit. Auch dies ist bis Juli gratis.

Auch hat Grape eine Remote-Work-Checkliste erstellt, die bereits mehrere tausend Male heruntergeladen wurde.

==> zur Remote-Work-Checkliste von Grape

 

eSquirrel: Digitale Kurse ab sofort für 2 Monate kostenlos

In der Smartphone-App von eSquirrel können Kurse zu verschiedenen Schulbüchern oder ein Maturatraining gebucht werden, Lehrer können die Anwendung in den Unterricht integrieren und für Hausübungen oder Tests verwenden.

Die Kurse folgen streng dem österreichischen Lehrplan und sind zum Teil auch als E-Book erhältlich und ministeriell approbiert. Für die Volksschule werden Kurse in Deutsch, Mathematik und Englisch zur Verfügung gestellt.

Für AHS und NMS werden neben allen Hauptfächern viele Sprachen und Nebenfächer wie Geschichte, Physik, Chemie, Geographie etc. angeboten. Für die Oberstufe bzw. BHS gibt es zusätzlich ein digitales Maturatraining mit Erklärvideo zur jeder einzelnen Aufgabe.

  • Um Lernen und Unterrichten auch in dieser heiklen Phase der Schulschließungen zu gewährleisten, bietet eSquirrel alle seine digitalen Kurse für die Volksschule, Sekundarstufe 1 und Sekundarstufe 2 ab sofort jedenfalls 2 Monate kostenlos an.
  • Lehrer, die dieses Angebot mit ihren Klassen nutzen möchten können sich im Lehrer-Portal auf www.eSquirrel.at anmelden. Es entstehen nach Ablauf der 2 Monate keinerlei Kosten, weder für Schüler noch für Lehrer.
  • Alle Kurse unter www.eSquirrel.at/katalog

 

MatheHero: Vorbereitung auf die Zentralmatura

Das EduTech MatheHero bildet alle bisherigen original Zentral-Matura Fragen zum Fach „Mathematik“ in einer App ab. Im Trainingsmodus können die Schüler auf über 1.000 Fragen zugreifen und erhalten unmittelbar Feedback, ob eine Aufgabe richtig oder falsch gelöst worden ist, sowie eine persönliche Statistik über Stärken und Schwächen in den Stoffgebieten.

Dabei wird nicht nur das Ergebnis angezeigt, sondern auch der Lösungsweg inklusive detaillierter Erklärung. MatheHero speichert diese Ergebnisse und weist die Schüler so lange auf die ausbaufähigen Fachgebiete hin, bis diese beherrscht werden.

  • Die App von Mathe Hero ist als Vollversion bis inkl. den Osterferien bzw. bis die Schulen wieder öffnen zum Spezialpreis von 19,90 Euro statt 50 Euro erhältlich
  • Alle Infos unter www.mathehero.at

 

Schoolfox stellt seinen Schulmessenger bis Schuljahresende kostenlos zur Verfügung.

Das Wiener Startup SchoolFox, das seinen Sitz am A1 Startup Campus hat, digitalisiert mittels App die Kommunikation zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Über die App und einen Messenger können Informationen rasch und unkompliziert geteilt werden. Darunter fällt auch die Verteilung von Lernstoff. Zudem können sich Schüler in von Lehrern moderierten Gruppen themenspezifisch austauschen.

  • Aufgrund der Coronakrise stellt Schoolfox gemeinsam mit A1 Digital ab sofort die Premiumvariante bis zum Schuljahresende 2019/20 kostenlos zur Verfügung.
  • Es kann laut A1 in wenigen Minuten aktiviert werden, indem Klassen mittels CSV-Import hochgeladen und Einladungscodes an die Eltern verteilt werden.
  • Um kostenlos Zugang zu Schoolfox zu erhalten, ist einfach der Referenzcode „A1ExoscaleAT“ auf www.schoolfox.com/a1exoscale anzugeben. Alle Infos unter www.schoolfox.com

 

Audvice: Kostenlose EduTech App Audvice für Distant Learning

Audvice ist eine App in der Lerninhalte als Audio Playlisten und Tracks aufgenommen, geteilt und on-demand angehört werden können. Mit einer integrierten Aufnahmefunktion werden diese Inhalte von Lehrenden oder Studierenden selbst erstellt und geteilt.

Die App kann im App Store für iOS Geräte und im Play Store für Android-Geräte heruntergeladen werden. Besonders in Bereichen wie Geschichte, Rechtswissenschaften und Wirtschaft findet sich eine Vielzahl an Tracks zum Einsteigen in die jeweilige Thematik.

==> zum Angebot von Audvice

YAB: Kostenlose Fitness-Kurse im Internet

Spezielle Fitness-Kurse, die YAB.WORKOUTs, stellt Erfinder Christian Polenz jetzt für alle ins Netz. In den fünf- bis zehnminütigen Clips zeigen Polenz und YAB Programm-Direktor Michael de la Cruz, wie man (mit YABs) Brust, Beine, Bizeps und Rücken trainieren kann. 35 Videos von Level 1 bis 3 sind online, weitere werden folgen.

„Eigentlich wollten wir unsere Programme nur Abonnenten von Fitness-Portalen sowie zertifizierten Kursleitern – den YAB.COACHES – zugänglich machen“, sagt Christian Polenz. „Aber in dieser besonderen Situation wollen wir möglichst viele Menschen dabei unterstützen, auch daheim gesund und effektiv zu trainieren – ohne dafür extra zahlen zu müssen“.

==> Zu den Kursen

 

Mediawerk: Tiroler Startup mit Hilfe für EPUs durch Erstellung von Webshops

Die Webdesign- und Softwareschmiede mediawerk aus Volders (Bezirk Innsbruck-Land) unterstützt Ein-Personen-Unternehmen und Kleinbetriebe in der Covid-19-Krise. Mit der Soforthilfe bietet mediawerk eine Direkthilfe – vorrangig für kleine Tiroler Betriebe, deren Produktverkauf jetzt stillsteht, weil sie ihr Geschäft geschlossen halten müssen.

Wer sich für die Corona-Soforthilfe von mediawerk entscheidet, erhält einen eigenen Webshop, der alles könne, was für den schnellen Start notwendig sei. Es sind keine Einrichtungskosten zu bezahlen, sondern nur eine geringe kostendeckende Miete für Server & Co, heißt es laut Aussendung.

„Es gibt ein einheitliches Design, bei dem wir Logo und Farben anpassen, um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten und um in kurzer Zeit vielen Menschen helfen zu können. Zeitlich aufwändige Anpassungen sind möglich, diese verschieben wir aber auf etwas später“, sagt Geschäftsführer Matthias Harb. Das Ziel dabei: Mit dem Webshop sollen Unternehmerinnen und Unternehmer die Zeit überbrücken, in der ihr Laden geschlossen ist. Die Kunden können Produkte weiterhin online bestellen.

==> Zur Soforthilfe

 

Willhaben: ab sofort kostenlose Job-Anzeigen

Im Job-Bereich von willhaben ist es ab sofort möglich, kostenlose Anzeigen zu schalten. „Egal ob im Handel, rund um Betreuung oder andere Dienstleistungen, jetzt ist proaktive Mithilfe gefragt. Da wollen wir willhaben-Know-how, die bekannt unkomplizierte Nutzungsmöglichkeit und die große Reichweite unserer Plattform einbringen und einen Beitrag leisten“, erklärt willhaben-Geschäftsführerin Sylvia Dellantonio die Hintergründe der Initiative.

==> Zur Initiative

 

Studyly: Kostenloses Angebot der Studyly Teach Fassung zur Unterstützung der Schulen

Studyly bieten die komplette Studyly Teach Fassung für Lehrer für die Dauer der Schulschließungen kostenlos an. Lehrkräfte können damit ohne Vorbereitungs- und Kopier- und Formatieraufwand direkt auf über 2500 Beispiele – inkl. sämtlicher Matura-Beispiele und die des Aufgabenpools – zugreifen. Das decke den gesamten Stoff der Oberstufe ab.

==> Zum Angebot von Studyly

 

fanation: Linzer IT-Firma mit kostenloser Mitarbeiter-App uplink

„Als Linzer IT-Startup wollen wir die heimischen Unternehmen in der aktuellen schwierigen Lage unterstützen. Aus diesem Grund stellen wir unser internes Kommunikations-Tool uplink den österreichischen Unternehmen in der derzeitigen Krise kostenlos zur Verfügung“, sagt Geschäftsführer Mario Kraml, dessen Unternehmen fanation die Mitarbeiter-App uplink seit 2018 anbietet.

Das kostenlose Angebot richtet sich vor allem an Unternehmen zwischen 50 und 500 Mitarbeitenden, denen aktuell die notwendige Infrastruktur für die einfache dezentrale Kommunikation nicht zur Verfügung steht.

Uplink ist eine Mitarbeiter-App für Android und iOS sowie einer Browser-Version, mit der Mitarbeitende via segmentierter News informiert und auf dem Laufenden gehalten werden können. Und sich direkt untereinander in Chats austauschen können.

„Um den Unternehmen die Einführung von uplink in der derzeitigen Lage so einfach wie möglich zu machen, haben wir in den vergangenen Tagen eine abgeänderte und vereinfachte Version unseres Basis-Systems entwickelt, welches ganz leicht und ohne Einschulung zu bedienen ist“, sagt Gerald Schoiber, technischer Leiter von uplink.

Die oberösterreichische IT-Firma bietet Ihre Lösung in der Krisenzeit auch als Cloud-Lösung an, auf denen die separaten Systeme der Unternehmen in eigenen Bereichen laufen. „Später können die Firmen dann das System dann auch auf die firmeneigenen Server umziehen, sowie die individuelle Mitarbeiter-App im unternehmenseigenen Design bereitgestellt werden“, sagt Kraml.

App via Google Play Store

• Apple App Store

==> Zu uplink

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Fedor Holz | (c) Haris Dervisevic / brutkasten
Fedor Holz | (c) Haris Dervisevic / brutkasten

Mit Anfang 20 führte er die Poker-Weltrangliste an und erspielte insgesamt Preisgelder im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Doch nach nur wenigen Jahren widmete sich Fedor Holz anderen Herausforderungen. Seine zwei Startups gründete der deutsche Wahl-Wiener in der österreichischen Hauptstadt. Als Investor stieg er bei rund 30 Startups und 20 Fonds ein. Die daraus gewonnene Expertise setzt er nun gemeinsam mit seinem Freund und Geschäftspartner Christoph Zöller im Fund of Funds „Drafted Ventures“ mit Sitz im deutschen Heidelberg um. Im Interview erzählte uns Holz mehr über seine Beweggründe und seine Strategie.


brutkasten: Du hast als Poker-Spieler internationale Bekanntheit erlangt . Vor zehn Jahren hast du dann zum ersten Mal ein Unternehmen gegründet. Wie war das damals?

Fedor Holz: Genau, da war ich sehr unerfahren. Ich war Anfang 20 und wir hatten eine ganz typische Startup-Reise. Ich habe mit dem Pokern aufgehört und meine erste Firma gegründet: Primed Mind. Das war sehr ähnlich zu Headspace [Anm. bekannte Meditations-App], die eine starke Konkurrenz waren. Wir hatten eine sehr gute Anfangs-Traction. Dann haben wir die Series A nicht bekommen, das Blatt aber noch gedreht und die Firma profitabel gemacht, bevor ich den Großteil meiner Anteile verkauft habe.

Die zweite Gründung, Pokercode, folgte 2019. Das war ein ganz anderer Hintergrund und rund um meine eigene Brand aufgebaut. Aus dem anfänglichen Masterclass-Kurs wurde ein breiteres Produkt und schließlich eine Mitgliedschaft. Kurzfristig hat uns das Umsatz gekostet, langfristig hat es das Produkt deutlich besser gemacht. Das Team führt das heute komplett eigenständig und ich bin seit zwei Jahren operativ nicht mehr involviert.

Du hast in dieser Zeit aber auch Einzel-Business-Angel-Investments in Startups gemacht, oder?

Ich habe mittlerweile wirklich viele Investments gemacht. Ich schätze es sind etwa 30 Direktinvestments und 20 Fondsinvestments über die letzten zehn Jahre.

Und nun gründest du selbst einen VC-Fonds, genauer gesagt einen Fund of Funds. Was kannst du uns dazu erzählen?

Das ist aus meiner eigenen Investmentstrategie heraus gewachsen. Als ich mit Anfang 20 sehr viel Geld beim Pokern verdiente, verspürte ich einen großen Druck, dieses Vermögen sinnvoll anzulegen. Aktien und Private Equity wirkten auf mich etwas altbacken, Venture Capital schien mir dagegen viel näher an den Gründern zu sein – in deren Rolle ich mich potenziell auch selbst sah.

Über die letzten zehn Jahre habe ich als Investor und Gründer viel gelernt. Beim Pokern ist es sehr wichtig, Vergleichswerte zu kalibrieren: Was ist gut, was ist herausragend? Genau diese Vergleichswerte fehlten mir anfangs. Erst mit der Zeit habe ich besser einschätzen können, wie ein wirklich guter Founder oder Investor aussieht. Heute liegt meine Messlatte hoch. Ich möchte viele gute potenzielle Investments sehen und nur die besten daraus auswählen.

Dabei habe ich gemerkt, dass für mich Fondsinvestments sinnvoller sind. Mit einzelnen Direktinvestments bin ich weit weg von einer statistisch relevanten Strategie. Deshalb habe ich gemeinsam mit meinem guten Freund Christoph Zöller unseren Dach-Fonds Drafted Ventures gestartet. Wir haben gerade unser First Closing mit 15 Millionen gezeichnet; das Hardcap liegt bei 25 Millionen. Wir werden jeweils rund eine Million Euro in etwa 20 der besten frühphasigen Venture-Capital-Fonds investieren. Wenn diese wiederum in je 20 Companies investieren, haben wir ein Portfolio von 400 Startups. Das bringt eine hervorragende Streuung und ermöglicht es, eine deutlich diversifiziertere VC-Allokation zu haben.

Heißt das, du wirst keine Direct Investments in Startups mehr machen?

Teilweise ja, wir schließen es nicht komplett aus. Wir machen über unseren Fonds gezielte Co-Investments in Portfolio-Companies unserer Fondsmanager. Ein Beispiel ist unsere Beteiligung an Conduct AI, die für alte SAP-Systeme einen „Explainable Layer“ mit KI bauen. Da ein uns sehr naher Fonds dort der erste Investor war, hatten wir früh tiefe Einblicke und Vertrauen auf beiden Seiten. Wir investieren hier nicht in der Pre-Seed-Phase, sondern in wachstumsstarke Firmen mit Millionenumsätzen.

Private Ausnahmen, die nicht in dieses Profil passen, mache ich weiterhin über eigene Vehikel. Das ist aber nur noch ein kleiner Teil, da mein Fokus auf dem Fonds liegt.

Wie bist du als Privatinvestor? 30 Portfolio-Companies können ja extrem viel Arbeit sein. Wie aktiv bist du da involviert?

Man muss bedenken, dass sich das über einen langen Zeitraum aufgebaut hat und manches auch schon abgeschrieben ist. Ich pflege zu zwei oder drei Gründern eine sehr enge Beziehung mit regelmäßigem Austausch. Bei den restlichen bin ich eher passiv und bringe mich nur ein, wenn konkrete Themen oder Probleme aufkommen.

Wird euer Fund of Funds in Europa oder global investieren?

Wir zielen auf 50 Prozent Europa und 50 Prozent USA ab, mit einer kleinen Allokation für spannende Märkte wie Lateinamerika, Israel oder Indien. Da wir extrem return-getrieben sind, suchen wir weltweit nach den absolut besten Early-Stage-Investoren.

Ein wichtiges Kriterium: Wir investieren nur in Fonds unter 100 Millionen Dollar Volumen. Außerdem schließen wir Fonds mit einem Investmentkomitee (IC) aus. Unsere These basiert auf der herausragenden Qualität einzelner Manager. In Komitees entsteht oft Bias; häufig setzt sich einfach die lauteste Person durch oder es werden nur „sichere“, konsensfähige Deals durchgewunken. Bridgewater analysiert nicht umsonst seine Meetings mit KI, um diesen Bias zu vermeiden. Deshalb fokussieren wir uns auf Solo-GPs oder Zweier-Teams, wo die finale Entscheidung direkt bei den Managern liegt. Strukturell bedeutet das, dass diese Fonds meistens zwischen 10 und 50 Millionen groß sind, mit wenigen größeren Ausnahmen.

Sind da viele First-Time Fund Manager dabei?

Ja, von unseren bisherigen neun Commitments sind drei First-Time Manager. Wir investieren grundsätzlich in keine Fonds, die älter als die dritte Generation sind. Über 10 bis 15 Jahre einen absoluten Top-Dealflow aufrechtzuerhalten, ist ein ziemlicher Grind. Zudem ist Venture Capital auch eine Altersfrage: Der Zugang zur jeweils nächsten Founder-Generation ist ein eigener Skill, den nicht jeder über 15 Jahre hält. 

Was ist dabei euer eigener Wettbewerbsvorteil, eure Edge?

Unsere Edge ist, dass wir einen starken Dealflow haben und oft den Aufwand betreiben, den andere scheuen. Ich kenne nicht viele europäische Investoren mit exzellenten US-Connections, weil das ständige Präsenz vor Ort erfordert. In Amerika sind die Intensität und die „Capital Velocity“ – die Geschwindigkeit, mit der sich Geld bewegt – viel höher. 

Wenn beispielsweise ein 24-Jähriger aus dem OpenAI-Umfeld einen 10-Millionen-Fonds auflegt und Top-Leute investieren, wollen wegen des Signaling-Effekts plötzlich viele andere rein. In solchen stark umkämpften Situationen geht es nur über echte Beziehungen und Schnelligkeit. Diesen extremen Wettbewerb auf der LP-Seite gibt es in Europa selten.

Gehen andere LPs das Ganze vielleicht manchmal zu unprofessionell an?

Viele Investoren machen Investments nicht in Vollzeit und investieren in vereinzelte Startups oder Fonds aus ihrem nahen Umfeld. Dementsprechend fehlt es oft an Dealqualität und Diversifikation. Wenn dann nicht ein glücklicher Treffer dabei ist, dann geht die Motivation weiter zu investieren leider oft verloren. Das ist völlig verständlich, niemand macht das nebenbei gut – genau die Lücke wollen wir schließen.

In dieser Größenordnung, wo wirklich alles am GP liegt, kann man das wahrscheinlich mit der Seed-Phase eines Startups vergleichen…

Der Vergleich passt sehr gut. Das Durchschnittsalter unserer Manager liegt zwischen 28 und 35 Jahren. Sie brauchen den Biss eines Gründers, aber eben auch schon echte Erfahrung und Kompetenz. Wir mögen Ex-Founder, die zehn Jahre operativ gearbeitet haben und jetzt zum Beispiel Biotech-Startups in Boston scouten. Aber auch ehemalige Investoren von Top-Fonds wie Sequoia, die sich selbstständig machen, passen in unser Profil.

Sind auch Leute mit Domänenexpertise, zum Beispiel ein ehemaliger Top-Manager in der Pharmaindustrie, gute Fund Manager?

Ein bestimmtes Profil garantiert noch keinen Erfolg. Das Wichtigste ist, dass der Manager einen sehr hohen Qualitätsanspruch hat, mit den Foundern connecten kann und ihre Sprache spricht. Ein Investor, der frische MIT-Absolventen sucht, braucht einen anderen Zugang als jemand, der in etablierte „Second Time Founder“ Mitte 30 investiert.

Das zeigt, dass es ein extremes „People Business“ ist…

Absolut, aber Soft Skills sind am Ende nur Multiplikatoren. Die Basis ist opportunistisches Denken und die Fähigkeit, Qualität schnell zu erkennen. Die Qualitäten eines guten Investors unterscheiden sich von denen eines guten Gründers.

Hummingbird Ventures, die über mehrere Fondsgenerationen fantastische Returns erzielen, suchen zum Beispiel ganz gezielt nach „unbequemen“, edgy Gründern, mit denen man vielleicht nicht unbedingt ein Bier trinken gehen möchte, die aber sofort zur Sache kommen. Als Investor musst du nicht unbedingt 70 Stunden arbeiten, sondern kannst in 40 fokussierten Stunden viel Wert für dein Portfolio liefern. Die einzelnen Investmententscheidungen sind ausschlaggebend. Außerdem ist es ein hartes Signaling- und Reputations-Spiel, bei dem du im Wettbewerb mit anderen Investoren die besten Deals gewinnen musst.

Beurteilst du die Fondsinvestments ausschließlich nach dem potenziellen Return, oder gibt es technologische Spezifikationen, etwa dass ihr nur in KI oder Quantencomputer investiert?

Wir investieren hauptsächlich in Frontier-Technologie-Fonds und achten dabei primär auf zwei Säulen: die Investmentfähigkeit des Managers und strukturelle Vorteile.

Erstens brauchen wir Manager, die dank eines großen Erfahrungsschatzes Qualität sofort erkennen, sich aber nicht blind in Startups verlieben, sondern gleichzeitig das Pricing im Blick behalten. Wenn du 500 Optionen siehst, macht es einen enormen Unterschied, ob du auf einer Bewertung von 15 oder 30 Millionen investierst. Zudem müssen die Manager in der Lage sein, mit wenig Zeiteinsatz großen Wert zu stiften, etwa durch hochkarätige Introductions für neue Mitarbeiter oder zu guten Funds für Follow-on-Runden.

Zweitens suchen wir immer nach strukturellen Marktvorteilen. Das kann ein geografischer Vorteil sein, wie etwa in Boston: Dort gibt es Top-Talente, aber einige der großen Tier-1-VCs haben ihren Fokus auf San Francisco gelegt, wodurch die Bewertungen im direkten Vergleich niedriger sind. Ähnliches gilt für Indien, wo exzellent ausgebildete Tech-Talente günstig zu finden sind. Bringst du so einen Founder in die USA, hast du sofort einen potenziellen Bewertungs-Uplift. Solche strukturellen asymmetrischen Vorteile wollen wir sehen – so wie Y Combinator extrem günstig an gute Assets kommt, weil ihre Finanzierungsstruktur ihnen einen riesigen Wettbewerbsvorteil bietet.

Wie macht ihr bei kleineren Fonds, die kaum Marketingbudgets haben, überhaupt das Sourcing? Wie findet ihr die global?

Marketing spielt bei uns keine relevante Rolle. Zu 70 Prozent läuft das über direkte Relationships. Die Incentives sind perfekt aligned: Wenn unsere GPs einen anderen brillanten Fondsmanager treffen, stellen sie ihn uns vor. Auf der LP-Ebene sind sie ja keine Konkurrenten. Wir bekommen durch unser Netzwerk von mehreren Dutzend Leuten so viele gute Intros, dass wir unsere Pipeline straff managen und den Großteil absagen müssen.

Ist das eine aktuelle Dynamik, dass es mehr spezialisierte kleine Fonds geben wird und nicht mehr so große Strukturen?

Zum Teil schon, aber kleine Fonds haben es aktuell auch sehr schwer beim Fundraising, weil die Qualität heute viel härter hinterfragt wird. Wer heute in Deutschland einen 100- bis 200-Millionen-Fonds für Series-A-Runden auflegt, konkurriert bei Top-Startups direkt mit amerikanischem Geld.

Da stellt sich schnell die Frage nach der echten Edge. Generalistische Fonds haben oft kein starkes Signal mehr im Markt und Investoren werden skeptisch, wenn nach zehn Jahren die Rendite ausbleibt. Venture Capital verzeiht Mittelmäßigkeit nicht: Ein durchschnittlicher Fonds liefert am Ende nur die Rendite des Aktienmarkts oder weniger, allerdings mit deutlich höherem Risiko. Nur die echten Outlier bringen die Performance, für die sich das Risiko lohnt. Genau deshalb ist Selektion alles und genau das ist unser Fokus.

Wer sind die LPs bei euch?

Ohne Namen zu nennen: Es ist ein Mix aus erfahrenen Unternehmern – Leuten, die selbst Firmen aufgebaut und verkauft haben –, Family Offices und Menschen aus unserem langjährigen Umfeld, die unsere Entwicklung von Anfang an verfolgt haben. 

Zum Abschluss: Was hast du als Ziele definiert?

Mein Ziel ist es, mittelfristig einen zweiten größeren Fonds aufzulegen. Ich möchte das aber nicht künstlich aufblähen; wir wollen die Entscheidungen so lange wie möglich zu zweit oder maximal zu dritt treffen und dafür einfach größere Tickets schreiben und uns stetig weiterentwickeln.

Für unsere Investoren wollen wir das Maximum herausholen. Wir als GPs haben 1,5 Millionen Euro eigenes Geld investiert und haben eine Hurdle Rate von 8 Prozent eingebaut. Das heißt, erst wenn unsere Investoren mehr als 8 Prozent jährliche Rendite machen, greift unsere Gewinnbeteiligung überhaupt. Mich würde selbst kein Vehikel interessieren, bei dem den Leuten nur Gebühren aus der Tasche gezogen werden. Es ist absolut leistungsorientiert: Wenn wir einen guten Fonds bauen, haben alle Spaß – wenn nicht, dann eben nicht.

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AI Summaries

Diese Startups bieten gratis Hilfe gegen das Coranavirus an

  • Soeben wurden von Sebastian Kurz weitere Schritte zur Eindämmung des Coronavirus/Covid-19 vorgestellt. Dabei ist unter anderem vorgesehen, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern Teleworking ermöglichen sollen, wo dies möglich ist. Schon  zuvor wurden Universitäten, Fachhochschulen und teilweise Schulen geschlossen, um die sozialen Kontakte zu reduzieren und somit die Gefahr einer weiteren Verbreitung des Virus einzuschränken.
  • Mit der hokify Nachbarschaftshilfe können kostenlos Inserate für Kinderbetreuung erstellt werden, wodurch Eltern rasch Hilfe in ihrer Nähe finden können.
  • Das Linzer HR-Tech-Startup TeamEcho in Zeiten des Coronavirus entgegensteuern: Bei Neuanmeldung wird das smarte Mitarbeiterfeedbacktool zwei Monate lang kostenlos zur Verfügung gestellt.
  • Das Startup grape hat Gratis-Angebote für bestimmte Bereiche eingerichtet, für Schulen wurden die Trials zum Beispiel bis Juli verlängert.
  • Angesichts der aktuellen Situation bietet Cloudinho sein Schulpaket derzeit für 12 Monate kostenlos an (Regulärer Preis: ab  7,99 Euro pro Monat).
  • Meetfox ist bis Juli mit dem Code „Brutkasten“ komplett kostenlos.

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Diese Startups bieten gratis Hilfe gegen das Coranavirus an

  • Soeben wurden von Sebastian Kurz weitere Schritte zur Eindämmung des Coronavirus/Covid-19 vorgestellt. Dabei ist unter anderem vorgesehen, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern Teleworking ermöglichen sollen, wo dies möglich ist. Schon  zuvor wurden Universitäten, Fachhochschulen und teilweise Schulen geschlossen, um die sozialen Kontakte zu reduzieren und somit die Gefahr einer weiteren Verbreitung des Virus einzuschränken.
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  • Das Linzer HR-Tech-Startup TeamEcho in Zeiten des Coronavirus entgegensteuern: Bei Neuanmeldung wird das smarte Mitarbeiterfeedbacktool zwei Monate lang kostenlos zur Verfügung gestellt.
  • Das Startup grape hat Gratis-Angebote für bestimmte Bereiche eingerichtet, für Schulen wurden die Trials zum Beispiel bis Juli verlängert.
  • Angesichts der aktuellen Situation bietet Cloudinho sein Schulpaket derzeit für 12 Monate kostenlos an (Regulärer Preis: ab  7,99 Euro pro Monat).
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