Coronavirus: Stichprobentests und Tests in Berufsgruppen starten heute
Gezielte Coronavirus-Tests in Berufsgruppen, die entweder in direktem Kontakt mit Erkrankten sind, oder generell viel Menschenkontakt haben, sowie Stichprobentests werden ab heute in Österreich durchgeführt. Sie sollen Klarheit über die Zahl an symptomlos Infizierten im Land schaffen.
Bislang wurde in Österreich bei Verdacht, bei direktem Kontakt zu nachweislich Infizierten oder in stark betroffenen Gebieten auf Covid-19 getestet. Ab heute kommen zusätzlich, und über eine eigene Infrastruktur (die laufenden Testungen werden also nicht dadurch beeinflusst), gezielte Coronavirus-Tests in Berufsgruppen sowie Stichprobentests dazu. Mit diesen will man herausfinden, wie hoch die Zahl an unentdeckten Infektionen in definierten „Schlüsselgruppen“ ist und eine Einschätzung bekommen, wie hoch die Dunkelziffer in der Bevölkerung ist – das berichtet der ORF. Ein Zeithorizont für die mögliche Auflockerung der geltenden Maßnahmen wird auch von diesen Ergebnissen abhängig sein.
Konkret sollen die gezielten Tests zunächst bei Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachkräften in Krankenhäusern, Pflegerinnen und Pflegern in Betreuungseinrichtungen und bei Beschäftigten im Lebensmittelhandel durchgeführt werden. Je nachdem, wie das Ergebnis ausfällt, sollen weitere Handlungen gesetzt werden. Nach und nach sollen zudem weitere Berufsgruppen folgen, etwa die Polizei. In dieser Gruppe gibt es bereits mehr als 100 Infizierte, wie Innenminister Karl Nehammer gestern bekanntgab. Insgesamt 933 befinden sich derzeit in Isolation.
Stichprobentests: 2000 Personen noch diese Woche
Zwischen heute und Freitag wird zudem eine Stichprobe von 2000 Personen in der Bevölkerung auf das Coronavirus getestet. Anfang kommender Woche soll die Auswertung vorliegen, sagte der zuständige Wissenschaftsminister Heinz Faßmann. Sie soll einen besseren Rückschluss auf die Dunkelziffer in Österreich zulassen. Nach Island ist Österreich der zweite europäische Staat, der solche Stichprobentests durchführt. Faßmann will dies im zwei- bis dreiwöchigen Intervall fortführen.
Die zusätzlichen Tests werden vom Sozialforschungsinstitut SORA in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und der MedUni Wien durchgeführt.
Innovation & Unternehmertum: Jetzt für den Brigitte-Bierlein-Frauenpreis 2026 nominieren oder bewerben
Der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis 2026 zeichnet Frauen unter 35 Jahren für Leistungen im Bereich von Innovation und Unternehmertum in Österreich aus. Einreichungen sind in drei Kategorien bis zum 17. August 2026 möglich. Die Auszeichnung ist mit jeweils 5.000 Euro Preisgeld dotiert.
Innovation & Unternehmertum: Jetzt für den Brigitte-Bierlein-Frauenpreis 2026 nominieren oder bewerben
Der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis 2026 zeichnet Frauen unter 35 Jahren für Leistungen im Bereich von Innovation und Unternehmertum in Österreich aus. Einreichungen sind in drei Kategorien bis zum 17. August 2026 möglich. Die Auszeichnung ist mit jeweils 5.000 Euro Preisgeld dotiert.
Impression von der Preisverleihung im Vorjahr | (c) BMWET/Noisternig
Auch dieses Jahr wird der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) vergeben. Erstmalig erfolgt die Ausschreibung in Kooperation mit der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Mit dem Preis soll die Sichtbarkeit von Frauen erhöht werden, die in den Bereichen Innovation, Unternehmertum und gesellschaftliches Engagement in Österreich tätig sind. Die Auszeichnung erinnert an die Namensgeberin Brigitte Bierlein, die erste Bundeskanzlerin in der Geschichte Österreichs, und würdigt zugleich das Lebenswerk der Schirmherrin des Preises, der ehemaligen Bundesministerin Maria Rauch-Kallat.
Ziel der Initiative ist es, Frauen im unternehmerischen und wirtschaftlichen Umfeld sichtbar zu machen und deren Leistungen durch öffentliche Aufmerksamkeit sowie politische Anerkennung zu unterstützen. Die Veranstalter:innen wollen damit erfolgreiche Frauen als Vorbilder für nachfolgende Generationen positionieren, um junge Talente zur Verfolgung von Laufbahnen in Wirtschaft, Forschung und Innovation zu motivieren. Das soll auch langfristig zum Abbau von Geschlechterungleichheiten in Führungspositionen beitragen.
Die Voraussetzungen für den Brigitte-Bierlein-Frauenpreis 2026
Konkret richtet sich die Ausschreibung an Frauen unter 35 Jahren, die in Führungspositionen oder mit Verantwortung in Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Organisationen tätig sind. Schwerpunkte liegen dabei auf den Bereichen Entrepreneurship, Innovation und Technologie, angewandte wirtschaftlich-technische Forschung und Wissenschaft, Familienunternehmen sowie Startups.
Für eine Nominierung müssen die Leistungen der Bewerberinnen einen Bezug zu Österreich aufweisen. Das kann durch eine Wirkung auf den Wirtschafts- oder Innovationsstandort, eine entsprechende Tätigkeit im Land oder relevante Projekte mit Österreich-Fokus passieren. Die Staatsbürgerschaft und der aktuelle Wohnsitz der Kandidatinnen sind für die Vergabe hingegen kein Kriterium.
Die Vergabe des Preises erfolgt dieses Jahr in drei Kategorien, die mit jeweils 5.000 Euro dotiert sind:
Entrepreneurship, Führungskräfte & Nachfolge: Diese vom BMWET vergebene Kategorie richtet sich an Frauen, die als Gründerinnen, Unternehmensübernehmerinnen oder Managerinnen mit Ergebnisverantwortung zur Entwicklung eines Unternehmens beitragen. Berücksichtigt werden laut Ausschreibung Leistungen in Bereichen wie Betriebsübernahmen, Generationenwechseln, Internationalisierung, Wachstum aus bestehenden Strukturen, Social Entrepreneurship sowie bei der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle.
Forschung, Innovation & Transfer: In dieser von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) gestifteten Kategorie werden Frauen ausgezeichnet, die wissenschaftliche Arbeit mit wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Wirkung verbinden. Der Fokus liegt auf der Überführung von Forschungsergebnissen in marktfähige Anwendungen – wie etwa Spinoffs, technologiegetriebene Startups oder Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – sowie auf Lösungen mit wirtschaftlicher Relevanz oder Skalierbarkeit.
Ehrenpreis Maria Rauch-Kallat: Gesellschaftlicher Impact & Role Model: Diese vom BMWET vergebene Auszeichnung würdigt Frauen, die durch eine Vorbildfunktion und einen gesellschaftlichen Beitrag über Branchengrenzen hinweg wirken. Preisträgerinnen sollen beispielhaft für gesellschaftlichen Wandel und Empowerment stehen. Die Ausgezeichnete erhält neben dem Preisgeld einen Platz im WoMentoring-Programm des club alpha.
Zeitplan und Nominierungsverfahren
Die Einreichfrist für Nominierungen hat bereits begonnen und läuft bis zum 17. August 2026. Für Mitte September ist die Veröffentlichung der Liste „35 under 35“ mit den nominierten Frauen vorgesehen. Anfang November tritt eine achtköpfige Fachjury aus den Bereichen Unternehmertum, Wissenschaft und Startups zusammen, um die Preisträgerinnen auszuwählen. Die feierliche Preisverleihung findet am 7. Dezember 2026 statt.
Nominierungen können sowohl als Selbstnominierung der Bewerberinnen als auch als Fremdnominierung durch Dritte eingereicht werden.
Jetzt Nominieren oder Bewerben!
Die Einreichung von Nominierungen und Bewerbungen ist über die Online-Formulare des Bundesministeriums möglich.
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