17.03.2020

Coronavirus-Härtefonds für Selbständige und KMU in Arbeit

In einer Sonderausgabe der ZIB kündigete Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck einen weiteren Fonds in Zeiten der Coronakrise an.
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Coronavirus Fonds für Selbständige
(c) Adobe Stock / cherryandbees

Das Wirtschaftsministerium rund um Ministerin Margarete Schramböck (ÖVP) arbeitet an einem Coronavirus-Härtefonds für KMU und Selbständige. Das teilte Schramböck am Montagabend in einer Sonderausgabe der ZIB mit. Unter anderem soll dieser Fonds der Gruppe der Neuen Selbständigen, sowie Familienunternehmen zugute kommen.

+++News und Fakten zum Coronavirus+++

Die Höhe des gesamten Fonds und die Höhe der Unterstützung einzelner Betroffener seien noch offen und würden „in den nächsten Tagen“ bekanntgegeben. heißt es dazu auch in einer Zusammenfassung von orf.at.

+++Coronavirus: 35-Millionen-Euro-Hilfspaket für Betriebe in Wien+++

Der Fonds sei eine Unterstützung vom Staat, um das Überleben der Unternehmen zu sichern. Es soll Bargeld auf die Hand geben, welches nicht zurückgezahlt werden muss. Dabei geht es darum, dass die wichtigsten Ausgaben getätigt werden können, es soll also die Liquidität der Unternehmen gesichert werden. Die Hilfe ist für jene gedacht, bei denen Steuerstundungen, Garantien und Kurzarbeit rund um den vier Milliarden Euro schweren Fonds der Regierung nicht greifen. Ähnliche Mechanismen habe man in der Wirtschaftskrise 2008 eingesetzt, diese werden nun wieder aktiviert.

Kurzarbeit und Betriebsurlaub wegen Coronavirus

Es ist laut Schramböck wichtig, dass notwendige Produktionsprozesse in allen Industriezweige weiter gehen, zugleich aber auch die Sicherheit der Arbeitnehmer gewährleistet ist. Die Arbeitgeber sollen daher Maßnahmen setzen, um zum Beispiel die Arbeitsplätze mehrmals am Tag zu desinfizieren und die notwendigen Mindestabstände einzuhalten.

+++EU-Kommission vergibt Startup-Förderung gegen den Coronavirus+++

Die negative Wirtschaftslage verschlechtert sich aufgrund des Coronavirus immer weiter, weil immer mehr Produktionsprozesse ausfallen. Betriebsurlaube aus dem Sommer werden nun vorgezogen, Mitarbeiter in die Kurzarbeit entsandt. „Uns ist außerdem ganz wichtig, dass jeder, der von zuhause arbeiten kann, von zuhause arbeitet“, sagt die Ministerin.

+++Alle Details zu Kurzarbeit, Liquidität und Kinderbetreuung in der Coronakrise+++

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Dynatrace Engineering Headquarters in Linz © Dynatrace

Dynatrace wurde 2005 in Linz von Bernd Greifeneder, Sok-Kheng Taing und Hubert Gerstmayr gegründet und betreibt dort bis heute sein globales Engineering Headquarter. Nach dem ersten Exit an Compuware 2011 verlegte das Unternehmen seinen offiziellen Sitz in die USA, ging 2019 an die New Yorker Börse (NYSE: DT) und zählt mittlerweile zu den Weltmarktführern im Bereich KI-basierter Observability. Rund 28 Prozent der weltweit knapp 5.600 Mitarbeiter:innen arbeiten nach wie vor in Österreich, an Standorten in Linz, Wien, Graz, Klagenfurt, Hagenberg und Innsbruck.

Nun erweitert der Konzern sein Portfolio per Zukauf: Wie Dynatrace heute bekanntgab, hat man eine definitive Vereinbarung zur Übernahme des AI-Observability-Spezialisten Arize unterzeichnet.

915 Millionen Dollar Bewertung

Dynatrace bewertet Arize mit insgesamt 915 Millionen Dollar. Der Großteil davon, rund 815 Millionen, wird in bar bezahlt, den Rest erhalten Arize-Mitarbeiter:innen in Form von Ersatz-Aktienprogrammen, sobald sie zu Dynatrace wechseln, heißt es in der Aussendung. Finanzieren will Dynatrace den Kauf aus eigenen Mitteln oder über die bestehende Kreditlinie, frisches Fremdkapital ist dafür nicht nötig.

Laut Unternehmensangaben soll der Deal noch im laufenden oder im frühen dritten Quartal des Geschäftsjahres abgeschlossen werden, vorausgesetzt die zuständigen Behörden stimmen zu.

Finanziell dürfte sich der Zukauf zunächst gemischt auswirken: Er soll das Wachstum der wiederkehrenden Umsätze (ARR) um rund 200 Basispunkte, also 2 Prozentpunkte, beschleunigen, gleichzeitig aber die Non-GAAP-Operating-Marge im Geschäftsjahr 2027 um etwa 175 Basispunkte (1,75 Prozentpunkte) drücken. Kurz gesagt: Arize soll das Umsatzwachstum ankurbeln, geht kurzfristig aber auf Kosten der Profitabilität, ein bei Übernahmen wachstumsstarker, aber margenschwächerer Startups übliches Muster.

Was Arize baut und wie es zu Dynatrace passt

Arize, ansässig in San Francisco, hat sich auf die Bewertung der Ergebnisse von KI-Modellen und -Agents spezialisiert: Die Plattform erkennt etwa Halluzinationen, misst die Qualität von KI-Ausgaben und überwacht laufend, ob Sprachmodelle und Agents wie vorgesehen funktionieren. Arize Co-Founder Jason Lopatecki erklärt: „Wir haben Arize gegründet, weil KI-Teams eine Möglichkeit brauchten zu wissen, ob ihre Agenten tatsächlich richtig arbeiten und nicht nur laufen.“

Für Dynatrace schließt die Übernahme eine Lücke: Bislang überwachen viele Unternehmen die Qualität ihrer KI-Anwendungen, etwa ob ein Chatbot korrekt antwortet, getrennt von der klassischen IT-Infrastruktur wie Serverlast oder Anwendungsleistung. Fällt dann ein Kund:innen-Prozess aus, lässt sich oft nur schwer feststellen, ob die Ursache im KI-Modell, im Prompt oder in der darunterliegenden Infrastruktur liegt. Mit Arize will Dynatrace beide Ebenen – KI-Bewertung und klassische Observability – in einem durchgängigen System zusammenführen.

Arize-Gründer:innen wechseln zu Dynatrace

Die beiden Arize-Gründer:innen Jason Lopatecki und Aparna Dhinakaran wechseln mit Abschluss der Transaktion zu Dynatrace, heißt es in der Aussendung. Lopatecki bleibt Leiter des Arize-Teams und berichtet künftig direkt an Dynatrace-CEO Rick McConnell.

„Die Übernahme von Arize stärkt unsere Führungsposition im Bereich AI-Observability, beschleunigt unsere Roadmap und erweitert unsere Reichweite in der Entwickler:innen-Community“, wird McConnell in der Aussendung zitiert.

Der Markt für AI-Observability soll laut Dynatrace bis 2030 auf über 10 Milliarden Dollar wachsen. Im Mai hatte das Unternehmen die 2-Milliarden-Dollar-ARR-Marke geknackt.

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AI Summaries

Coronavirus-Härtefonds für Selbständige und KMU in Arbeit

  • Das Wirtschaftsministerium rund um Ministerin Margarete Schramböck (ÖVP) arbeitet an einem Coronavirus-Härtefonds für KMU und Selbständige.
  • Unter anderem soll dieser Fonds der Gruppe der Neuen Selbständigen, sowie Familienunternehmen zugute kommen.
  • Es ist laut Schramböck wichtig, dass notwendige Produktionsprozesse in allen Industriezweige weiter gehen, zugleich aber auch die Sicherheit der Arbeitnehmer gewährleistet ist.
  • Die Arbeitgeber sollen daher Maßnahmen setzen, um zum Beispiel die Arbeitsplätze mehrmals am Tag zu desinfizieren und die notwendigen Mindestabstände einzuhalten.
  • Die negative Wirtschaftslage verschlechtert sich aufgrund des Coronavirus immer weiter, weil immer mehr Produktionsprozesse ausfallen.

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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

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