15.10.2020

Diese Contact Tracing Tools sollen Gastro-Betriebe unterstützen

Sie sprießen aus dem Boden: Startups, Unternehmen und auch die Stadt Wien möchten in Sachen Contact Tracing Gastro-Betrieben unter die Arme greifen und stellen ihre Tools vor.
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Contact Tracing, QR-Codes, gastro, Gastrobetrieb, App, Plattform, Eyepin, gastrotracker, Gast-CheckIn, Corona, Covid-19, Registrierungspflicht
(c) Stock.Adobe/ThamKC - Viele Unternehmen und Startups arbeiten an digitalen Lösungen für Gastrobetriebe beim Contact Tracing.

Es ist das Thema schlechthin zum nahenden Jahresende: Seit 28. September herrscht in Wiener Lokalen eine Registrierungspflicht für Besucher. Damit das ganze nicht zur Zettelwirtschaft ausartet, bieten diverse Unternehmen, Startups und auch die Stadt Wien Tools an, um den Wirten Contact Tracing zu erleichtern und auf Kundenseite die Registrierung zu vereinfachen.

Datenschutz und Datenspeicherung

Dabei gilt es einige Punkte zu beachten. Egal für welchen Anbieter eines Contact Tracing-Tools man sich entscheidet, Wirte und B2B-Kunden sollten sich genau über die Sachlage des jeweiligen Anbieters zum Thema Datenschutz und Datenspeicherung informieren. Auch die Stadt Wien stellt hierbei Informationen zur Gästeregistrierung für Wirte und Gäste bereit.

Daten werden vier Wochen gespeichert

Kurz gesagt geht es darum, dass Betriebe gemäß Verordnung Namen, Telefonnummer und E-Mail-Adressen der Gäste erheben müssen. Die Stadt stellt dafür Musterformulare zur Verfügung – die Kontaktadressen müssen vier Wochen lang gespeichert und im Anlassfall an die Gesundheitsbehörden weitergegeben werden.

Stadt Wien Wirtschaftskammer bald mit digitaler Lösung

Während einzelne Lokale bereits darauf setzen, so möchte die Stadt Wien in Kooperation mit der Wiener Wirtschaftskammer ab November den ganzen Registrierungsprozess kostenlos per QR-Code digital gestalten. So funktionierts: Gäste scannen beim Kommen einen QR-Code und geben am Smartphone erforderliche Daten ein. Lokal, Tischnummer und Uhrzeit werden folglich vom System automatisch registriert. Besucher haben die Möglichkeit, ihre Daten freiwillig und permanent im eigenen Smartphone zu hinterlegen, sodass beim nächsten Lokalbesuch nur der QR-Code gescannt werden muss. Die Daten sind mehrfach verschlüsselt und werden automatisch nach 28 Tagen gelöscht.

Auch andere Unternehmen sind bereits auf den Tracing-Zug aufgesprungen und bieten ihren Kunden die Möglichkeit an, ihre Daten digital zu hinterlassen. So etwa Magenta.

Gast-CheckIn fürs Contact Tracing

Gemeinsam mit „Gast-CheckIn“ von der Figlmüller Group und DIAMIR Holding*, bietet das Telco-Unternehmen seinen Geschäftskunden eine digitale Registrierungslösung. Die ersten drei Monate bleiben kostenlos, danach gilt für Magenta-Kunden der Preis von zehn anstelle von 29 Euro. Die Vereinbarung ist monatlich kündbar.

QR-Code-Vorlagemuster

Nach dem Login in der App werden die Gastronomen über einen eigenen Banner auf die Landingpage von Gast-CheckIn weitergeleitet, wo sie sich registrieren können. Anschließend erhalten Kunden eine QR-Code-Vorlage, die sie gut sichtbar für Gäste platzieren können, sowie einen Link zur Gästeliste.

Excel-Datei bei Bedarf für Gesundheitsbehörde

Die Gäste wiederum scannen den QR-Code, der sich auf den Tischen befindet und geben ihre Daten ein. Sobald ein Gast das Formular abschickt, kann der Gastronom die Daten in dem Portal von Gast-CheckIn abrufen und bei Bedarf der Gesundheitsbehörde mit einem Klick als Excel-Datei zur Verfügung stellen. Sollte kein Verdachtsfall aufkommen, werden die Daten gemäß der EU-Datenschutzgrundverordnung auf europäischen Servern gespeichert und nach 28 Tagen automatisch gelöscht. Durch die Eingabe auf dem Handy sind die Daten nur für den Gast einsehbar, nicht für die Mitarbeiter.

„Unser Team hat innerhalb weniger Tage eine schnelle digitale Lösung auf die Beine gestellt: sofort einsatzbereit, umweltfreundlich, entlastend, schützt, ist diskret und sicher. Und das gratis für alle Magenta Business Kunden bis Jahresende“, sagt Maria Zesch, Geschäftsführerin Business und Digitalisierung, Magenta.

Daten nicht immer neu anlegen

„Gäste und Gastronomen profitieren gleichermaßen, wenn es ein sinnvolles Tool gibt, mit dem die Registrierung einfach erledigt werden kann und die Daten nicht jedes Mal neu angelegt werden müssen“, erzählten Lorenz Edtmayer und Maximilian Nimmervoll von Diamir Holding dem brutkasten Ende September.

Ottakringer und das Contact Tracing

Einen ähnlichen Zugang bieten auch Ottakringer und Del Fabro Kolarik ihren Gastro-Partnern an. Unter [email protected] beziehungsweise [email protected] müssen Name und Anschrift des Betriebes, sowie Name, Telefonnummer und E-Mailadresse einer Kontaktperson im Betrieb angegeben werden.

Ohne Software-Installation

Nach der Anmeldung wird ein individueller QR-Code übermittelt, der wiederum an die Gäste weitergeben werden muss, indem man auf den Tischen platziert. Über den
QR-Code gelangen die Gäste zu einer Eingabemaske, in die sie alle behördlich geforderten
Daten eingeben – ohne Software-Installation oder App.

Die eingegebenen Daten werden ausschließlich für eine mögliche Rückverfolgung einer COVID-19 Infektionskette gespeichert und nur auf Behördenanfrage weitergegeben. Nach Ablauf von 30 Tagen werden sämtliche Daten DSGVO-gerecht gelöscht, so die Kooperationspartner.

SafeGuest von eyepin

Auch das Marketingunternehmen eyepin bietet mit SafeGuest ein Tool fürs Contact Tracing an. Das Prinzip ist das gleiche wie bei den vorher genannten Beispielen: Mit SafeGuest können Gäste mit ihrem Mobiltelefon einen QR-Code am Tisch abscannen, ihre Kontaktdaten eingeben und sich somit registrieren.

„Weniger als eine Minute“

Franz Kolostori, Geschäftsführer von eyepin, dazu: „Der Gast braucht in der Regel weniger als eine Minute, um seine Daten einzugeben und für den Lokalbetreiber bietet SafeGuest eine Übersicht, welcher Tisch bereits seine Daten bekanntgegeben hat. Dazu braucht es weder die Installation einer Software noch einer App. Einfacher geht es nicht.“

Contact Tracing DSGVO-konform

Lokalbetreiber würden sich dadurch zusätzliche Zettelwirtschaft ersparen und wären damit sicher vor teilweise drakonischen Strafen, wie Kolostori sagt, denn die Informationen der Gäste werden je nach gesetzlicher Vorgabe DSGVO-konform im Datenzentrum von eyepin gespeichert und seien im Falle eines notwendigen Contact Tracings sofort verfügbar.

Anpassbar an regionale Regelungen

Im Unterschied zu den meisten verfügbaren Tools sei, so der Geschäftsführer weiter, SafeGuest an regional unterschiedliche Vorgaben der Gesundheitsbehörden anpassbar. „Wir haben in jedem Land und in beinahe jedem Bundesland in der DACH-Region andere gesetzliche Regelungen, die wir über den Standort des Betriebes jederzeit adaptieren können“, so Kolostori.

QR-Code und Kurz-URL

Im Detail: Der Gastronom meldet sich online bei SafeGuest an und erhält einen Account mit Druckvorlagen für Tischaufsteller und Aushängen. Diese enthalten einen QR-Code sowie eine Kurz-URL, welche die SafeGuest Registrierungs-Site des Betriebes öffnet. Der Gast gibt dann seine Daten ein und bekommt eine Bestätigung dafür. Binnen zwei Minuten sind Betriebe online registriert und können SafeGuest einen Monat kostenfrei nutzen, danach wird eine Monatsgebühr von 9,90 Euro verrechnet. Das Service kann monatlich gekündigt werden.

Gastrotracker: Kostenloses Tool für Lokale

Auch Stefan Bödenauer und Michael Springsits möchten den Gastronomen helfen, die, wie sie sagen, „mehr als genug Probleme dieses Jahr hatten“. Deswegen haben sie mit Gastrotracker ein kostenloses Tool zur Kontakt-Verfolgung entwickelt.

Für Tische und prominente Plätze

Auch diese Gastro-Registrierungsplattform nutzt QR-Codes, die sie auf ihrer Plattform registrierten Gastrobetrieben verschickt. Und die auf Tischen oder sonst prominent sichtbar platziert werden können. Gäste scannen infolge den Code und werden auf die Check-In-Seite weitergeleitet, wo sie Kontaktdaten ausfüllen und dann absenden. Nach 28 Tagen werden die Daten gelöscht.

Daten verbleiben in der EU

Im Transparenzbericht der Plattform ist ersichtlich, dass die Seite gastrotracker.com durch eine virtuelle Maschine, gehostet bei der netcup GmbH, bereitgestellt wird. Sämtliche Daten würden daher in einem Datencenter in Deutschland liegen – innerhalb der Europäischen Union.

Löschung durch Datenbankprozedur

Das Löschen der Daten geschieht durch eine Datenbankprozedur, die täglich um 02:00 Uhr nachts aufgerufen wird. Dabei werden die Felder „name, phone, email und address“ zurückgesetzt. Dieser Prozess ist irreversibel.

Contact Tracing-Tool bleibt kostenlos

Da die monatlichen Ausgaben für die Serverinfrastruktur des Gastrotrackers aktuell in etwa zehn Euro im Monat betragen, bleibt die Webanwendung aktuell ohne monatliche Gebühr oder fixe Bindungsdauer

Österreichische Gastronomie ein einzigartiges Kulturgut

„Wir stellen das Service vollkommen kostenlos zur Verfügung, da wir zutiefst davon überzeugt sind, dass die österreichische Gastronomie, in all ihren Facetten, ein einzigartiges Kulturgut ist. In ohnehin wirtschaftlich schwierigen Zeiten glauben wir daran, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, um sich durch das zur Verfügung stellen dieses Services zu bereichern“, heißt es auf der Website.

Weitere Wiener Lösung

Auch das Wiener Unternehmen qr1°at hat eine kostenlose digitale Lösung für Gastrobetriebe entwickelt. Es gilt das selbe Prinzip: Scannt der Gast den QR Code auf seinem Tisch, kann er seinen Namen, Telefon und E-Mail-Adresse hinterlassen, um bei einem COVID-Verdacht benachrichtigt zu werden. Ein Gast muss sich nur einmal registrieren und kann seine Daten für weitere Lokal-Besuche freiwillig abspeichern.

QR auf den Tisch

Der Gastronom kann die QR Codes auf seinen Tischen aufstellen und im System eine Tischkennzeichnung vornehmen. Durch Auswertungen der Scans sieht er, wie die Tische ausgelastet sind. Sollte ein Corona-Fall bekannt werden, kann er der Behörde die relevanten Daten per Excel-Datei aushändigen.

Daten im Rechenzentrum Wien

Alle Daten werden laut Gründer Peter Hlavac im firmeneigenem Rechenzentrum in Wien gespeichert. Sie verlassen niemals den europäischen Raum. Ist ein Kontakt älter als 28 Tage wird dieser automatisch gelöscht.

Der Artikel wird laufend aktualisiert.

*Disclaimer: Lorenz Edtmayer und Maximilian Nimmervoll sind zu je 5,6095 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

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Das Helferline-Führungsteam (vl.) Janko Glavić (CTO) und die beiden Gründer Clemens Schmidgruber (CEO) und Alexander Niederhofer (COO) | (c) Helferline
Das Helferline-Führungsteam (vl.) Janko Glavić (CTO) und die beiden Gründer Clemens Schmidgruber (CEO) und Alexander Niederhofer (COO) | (c) Helferline

Wer zuhause technischen Support, etwa mit Internet, TV oder Smartphone braucht, bekommt vom Wiener Startup Helferline innerhalb weniger Stunden eine:n Techniker:in aus seinem flächendeckenden Netzwerk vermittelt. Das ist bereits seit der Gründung vor etwas mehr als zehn Jahren so, in denen mehr als 100.000 Personen das Service nutzten.

Zu diesem B2C-Angebot kam schon bald nach dem Start eine B2B2C-Schiene dazu. Mit A1, Magenta und Drei setzen die drei großen heimischen Mobilfunker ebenso bereits seit Jahren im Service auf Helferline, wie etwa MediaMarkt, Emporia, die Uniqa oder Assa Abloy.

„Wir hatten viele harte Jahre. Jahre, in denen wir uns kein Gehalt ausgezahlt haben“

Doch die betriebswirtschaftliche Realität hinter den großen Namen und beachtlichen Zahlen war über lange Zeit hinweg weniger rosig, wie die beiden Gründer, Clemens Schmidgruber und Alexander Niederhofer, im Gespräch mit brutkasten im Büro im 9. Wiener Bezirk erzählen. „Wir hatten viele harte Jahre. Jahre, in denen wir uns kein Gehalt ausgezahlt haben und in denen wir das Glück hatten, dass auch unsere Mitarbeiter so sehr an die Idee geglaubt haben, dass sie mehrmals längeren Verzögerungen beim Gehalt zugestimmt haben“, sagt Schmidgruber.

„Wir konnten auch nicht, wie andere Tech-Unternehmen, Corona mitnehmen. Auf uns hat sich das negativ ausgewirkt, die Nachfrage nach Vor-Ort-Service ist zurückgegangen“, ergänzt Niederhofer. Und Jahre der Dauerkrise hätten ihre Spuren hinterlassen. „Die Belastung ging bei mir bis zum Burnout. Und irgendwann sind wir an den Punkt gekommen, an dem wir gesagt haben: Wenn es zu Weihnachten immer noch so aussichtslos ist, hören wir auf.“

Das war vor rund zwei Jahren. Mittlerweile schreibt das Unternehmen monatlich sechsstellige Gewinne. Was ist also in der Zwischenzeit passiert?

Eine Reihe von Gamechangern

„Wir haben damals bei einem Event Hansi [Anm. Hansmann] getroffen und sehr offen mit ihm über die schwierige Situation gesprochen. Ihm hat die Idee immer noch gefallen, er hat Potenzial gesehen und meinte, man kann immer noch was machen“, erzählt Schmidgruber. Schließlich stieg das Hansmann Family Office über einen Secondary in das Unternehmen ein. „Wir haben davor oft versucht, Kapital zu raisen, sind aber gescheitert. Die Zahlen haben nie entsprechend ausgesehen, wir hatten kein Hockeystick-Wachstum. Aber Hansi ist jemand, der Chancen erkennt und einfach anpackt, und hatte damit – wie so oft – den richtigen Riecher. Das hat uns den Atem gegeben, doch noch weiterzumachen“, sagt Niederhofer.

Doch das war nicht der einzige Gamechanger für Helferline. „In den letzten Jahren haben alle direkten Konkurrenten in Mitteleuropa aufgegeben bzw. ihr Geschäftsmodell geändert, dadurch mussten alle Firmen mit Bedarf an Vor-Ort-Service zu uns“, so Niederhofer. Und dieser Bedarf bestehe durchaus. „Über Jahre hinweg haben die Anbieter immer mehr auf Plug & Play und do it yourself gesetzt und den Field Service abgebaut. Das hat sich als nicht richtig herausgestellt. Der Bedarf ist weiterhin da – auch in der Telekom-Branche. Auch 2026 kennen sich immer noch nicht alle mit Technik aus“, sagt der Gründer.

O2 wird zum großen Hebel

Und ein Großauftrag in genau diesem Bereich war es schließlich auch, der bei Helferline zum großen Hebel wurde. „Ende vergangenen Jahres haben wir mit einem riesigen Projekt für O2 begonnen. Der Anbieter schenkt jedem Neukunden einen Helferline-Einsatz – und das bei zehntausenden Neukunden im Monat“, erzählt Schmidgruber. Niederhofer ergänzt: „Mit diesem Angebot will O2 sich vom Wettbewerb absetzen und die Nummer 1 im Bereich Kundenzufriedenheit werden.“

Helferline habe die Aktion unter anderem einen Auftritt in deutschlandweiten TV-Spots und indirekte Werbung auf der Titelseite der Bild-Zeitung gebracht. Die Kapazitäten in kurzer Zeit für einen derartigen deutschlandweiten Auftrag auszubauen, sei aber alles andere als einfach gewesen, erzählt Schmidgruber und zeigt auf den „Schlachtplan“, der zur Erinnerung noch immer an der Bürotür im 9. Bezirk hängt: „Wir haben ja ein Freelancer-Modell. Wir mussten innerhalb weniger Wochen hunderte neue Techniker rekrutieren, onboarden und auf die Plattform bringen, um das Projekt abbilden zu können.“

Niederhofer führt aus: „Es war letztlich ein großer Team-Effort: Wir haben jede Menge Growth Hacks genutzt, haben Techniker als Promotoren an technische Unis geschickt, jedes schwarze Brett genutzt, Flyer verteilt und sogar Bierflaschen beklebt.“ Die teuerste Maßnahme sei das Engagement der größten deutschen Tech-Influencer gewesen. „Die haben uns dann auch über Nacht tausende Bewerbungen gebracht“, erklärt Niederhofer.

Doch bei diesem einen Großauftrag sollte es nicht lange bleiben. Gerade als das O2-Projekt in trockenen Tüchern war, sei bereits der nächste gekommen, erzählen die Gründer – und zwar auf ungewöhnliche Weise. „Es kam eine Mail an Alex [Anm. Niederhofer] herein, die auf den ersten Blick extrem nach Spam aussah“, erzählt Schmidgruber. Niederhofer führt aus: „Da schreibt jemand, der meint, er arbeitet bei Starlink und sie suchen jemanden, der die Installation für die Starlink-Satellitenschüsseln in ganz Europa übernimmt.“

Entgegen des ersten Impulses habe man die Mail ernstgenommen. „Wir haben uns gefragt: Ist es realistisch, dass unsere Techniker in Zukunft Sat-Schüsseln installieren, obwohl wir zu dem Zeitpunkt noch niemanden hatten, der das machen konnte? Sollen wir uns das trauen?“, erzählt Schmidgruber. Die beiden haben die Frage mit Ja beantwortet – ohne zu ahnen, was auf sie zukommen wird. Die Kooperation mit dem Musk-Unternehmen war von Anfang an nicht mit den europäischen Kooperationspartnern vergleichbar.

Niederhofer bringt ein Beispiel: „In einem Call wurde kurz darüber gesprochen, ob wir theoretisch die Logistik für Ersatzteile übernehmen könnten und wer unser Logistikpartner sei. Ein paar Tage später ruft mich unser Logistiker aus Deutschland an: Drei LKWs von Starlink stehen vor der Halle und wollen jetzt tonnenweise Hardware ausladen. Ohne jede Vorankündigung. Es gab zu dem Zeitpunkt weder einen Vertrag noch sonst etwas Schriftliches. Wir haben das dann mit den Amerikanern geklärt, die Ware übernommen und ein paar Tage später die erste Installation durchgeführt.“

Kurios sei auch gewesen, wie Helferline zu dem Auftrag kam: „Die amerikanischen Mitarbeiter haben einfach bei Claude eingegeben, welches Unternehmen im DACH-Raum diese Montagen am besten durchführen könne – und Claude hat geantwortet: Helferline“, erzählt Niederhofer. Das Service lief an. „Mittlerweile installieren wir in Deutschland und Österreich vierstellig Starlink-Schüsseln pro Monat – und es könnte bald fünfstellig werden“, sagt Schmidgruber. Und inzwischen installiert man schon erste Starlink-Antennen in Frankreich und den Niederlanden.

„Das war noch lange nicht alles“

Und die Welle an neuen Aufträgen reiße seitdem nicht ab. Weitere, teilweise noch größere Projekte seien bereits in der Pipeline oder unterschrieben und werden gerade vom mittlerweile 40-köpfigen Team umgesetzt. „Wir mussten so viele Hürden überwinden und sind einfach nur dankbar, dass wir jetzt eine so positive und spannende Zeit erleben dürfen“, sagt Niederhofer. Und Schmidgruber verspricht: „Aber das war noch lange nicht alles.“

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AI Summaries

Diese Contact Tracing Tools sollen Gastro-Betriebe unterstützen

  • Seit 28. September herrscht in der Gastro-Szene eine Registrierungspflicht für Besucher.
  • Damit das ganze nicht zur Zettelwirtschaft ausartet, bieten diverse Unternehmen, Startups und auch die Stadt Wien Tools an, um den Wirten Contact Tracing zu erleichtern und die auf Kundenseite die Registrierung zu vereinfachen.
  • Die Stadt Wien stellt hierbei Informationen zur Gästeregistrierung für Wirte und Gäste bereit.
  • Die Gäste wiederum scannen den QR-Code, der sich auf den Tischen befindet und geben ihre Daten ein.
  • Nach Ablauf von 30 Tagen werden sämtliche Daten DSGVO-gerecht gelöscht.

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