21.01.2021

Conda startet Crowdinvesting-Kampagne für angeschlagene Tourismusbetriebe

Die österreichische Crowdinvesting-Plattform Conda hat eine neue Crowdinvesting-Kampagne namens "CONDA hilft: Tourismus" ins Leben gerufen. Mit der Kampagne sollen Hotel- und Gastronomiebetriebe unterstützt werden, die finanziell unter der Coronakrise leiden.
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Conda
Daniel Horak, Gründer von Conda | (c) Conda

Der unlängst verlängerte Lockdown setzt die österreichischen Tourismusbetriebe gehörig unter Druck. Neben der Liquidität sind die sehr niedrigen Eigenkapitalquoten vieler Betriebe das größte Problem.

Die Crowdinvesting-Plattform Conda hat nun eine eigene Kampagne namens „CONDA hilft: Tourismus“ ins Leben gerufen, damit Tourismusbetriebe ihre Liquidität und Eigenkapitalquote stärken können. Mit der Kampagne sollen so Tourismusbetriebe, wie etwa ein Hotel, Kapital von der Crowd einsammeln. Aktuell verfügt Conda laut eigenen Angaben über 17.000 Crowd-Investoren.

Tourismusbetriebe zahlen Zinsen mit Gutscheinen

Das Besondere an „CONDA hilft: Tourismus“ ist, dass die Zinszahlungen für das bereitgestellte Kapital auf Naturalbasis in Form von Gutscheinen erfolgen, die nur im Betrieb eingelöst werden können. Das soll die Auslastung des Hotels in der Post-Corona-Phase ankurbeln.

„Hoteliers haben oft eine sehr gute Beziehung zu ihren Kunden. Das ist die perfekte Basis für erfolgreiches Crowd-Investing“, sagt Daniel Horak, Gründer von Conda. „Irgendwann ist Corona Geschichte, und für die Tourismus-Betriebe, die es jetzt nutzen, ist „CONDA hilft: Tourismus“ dann nicht nur eine finanzielle Hilfe, sondern ein Umsatz-Booster.“

In einer Aussendung der Crowdinvesting-Plattform heißt es weiters, dass CONDA im Rahmen der Kampagne auf einen Großteil der Gebühren verzichtet. Nur wenn genügend Kapital von Investorinnen und Investoren eingesammelt wird, ist eine kleine Provision im „niedrigen einstelligen Prozentbereich“ für CONDA fällig. Unterstützt wird die Kampagne vom Österreichischen Hotelierverband (ÖHV) sowie von der Erste Bank und Sparkassen.


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v.l. Jakob Zenz und Paul Nimmerfall | Foto: EcoNetix

Econetix begründet den Schritt mit der Bedeutung der britischen Hauptstadt für den CO2-Handel. London sei das weltweit bedeutendste Zentrum der CO2-Märkte und neben Genf Heimat der größten Rohstoffhändler und Finanzinstitute. Mit dem neuen Büro positioniere man sich unmittelbar im Ökosystem des wichtigsten Kundensegments, heißt es in der Aussendung.

„London ist der Ort, an dem CO₂-Zertifikate gehandelt, bewertet und strukturiert werden. Wer im regulierten Emissionshandel ernsthaft mitspielen will, muss hier präsent sein. Dieses Büro ist ein konsequenter nächster Schritt, um unsere Beziehungen zur Trading-Community auszubauen und unsere Position als Marktführer weiter zu festigen“, wird Gründer Jakob Zenz zitiert.

Umsatzplus von mehr als 700 Prozent

Laut Econetix folgt die Eröffnung auf ein starkes Wachstumsjahr. Der Umsatz sei im Jahresvergleich um mehr als 700 Prozent gestiegen, absolute Zahlen nennt das Unternehmen in der Aussendung allerdings nicht. Als Treiber führt Econetix drei regulatorische Entwicklungen an, die voneinander zu unterscheiden sind.

  • Erstens CORSIA, das Kompensationssystem der internationalen Luftfahrt: Airlines müssen dort Emissionen oberhalb eines festgelegten Basiswerts mit zugelassenen CO2-Zertifikaten ausgleichen. Das erzeuge laut Econetix eine wachsende, compliance-getriebene Nachfrage.
  • Zweitens das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS), der regulierte CO2-Markt der Europäischen Union. Die Europäische Kommission habe bekräftigt, dass sie CO2-Märkte als zentrales Instrument einer kosteneffizienten Dekarbonisierung betrachte, heißt es in der Aussendung.
  • Drittens internationale Zertifikate nach Artikel 6 des Pariser Abkommens. Hier habe die Kommission Offenheit gegenüber hochwertigen internationalen Zertifikaten auf dem Weg zum Klimaziel 2040 signalisiert. Ob und in welchem Umfang solche Zertifikate in den EU-ETS selbst einfließen sollen, dazu macht die Aussendung keine Angaben.
Die EcoNetix-Gründer in London | (c) EcoNetix

„Wir haben Econetix genau für diesen Moment aufgebaut und unser Wachstum spricht für sich. London verschafft uns die Nähe zu unseren Kunden, die unser Geschäft jetzt erfordert“, so Mitgründer Paul Nimmerfall.

ESC und SK Rapid als Referenzen

Econetix entwickelt und verwaltet nach eigenen Angaben Kohlenstoffprojekte in Afrika, Europa und dem Nahen Osten. Im Vorjahr hatte das Unternehmen seine Seed-Finanzierung auf insgesamt 4,5 Millionen Euro erweitert (brutkasten berichtete). Im März 2026 übernahm Econetix im Auftrag des ORF die CO₂-Bilanzierung und Kompensation beim Eurovision Song Contest (brutkasten berichtete). Seit der Saison 2026/27 ist das Unternehmen zudem offizieller Sustainability Partner von SK Rapid Wien, die Partnerschaft läuft bis 2029/30 (brutkasten berichtete).

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