24.04.2026
PERSONALIE

Commercial Director Martin Beranek verlässt Bitpanda

Fast drei Jahre lang war Martin Beranek Commercial Director bei Bitpanda in Österreich und der Schweiz. Nun kehrt der gebürtige Wiener zu seiner eigenen Marketing-Agentur zurück.
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Martin Beranek war 2,5 Jahre lang Commercial Director Österreich & Schweiz bei Bitpanda. | © Bitpanda

Im August 2023 holte Bitpanda Martin Beranek als Commercial Director Österreich & Schweiz an Bord (brutkasten berichtete). Sein Timing war kein schlechtes: Das Wiener Fintech-Unicorn verdoppelte im Rekordjahr 2024 seinen Umsatz auf 393 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA verfünffachte sich (brutkasten berichtete).

Vor seinem Wechsel zu Bitpanda hatte der Manager über fünf Jahre beim internationalen Online-Glücksspielanbieter Kindred Group/Unibet verbracht, wo er als General Manager die DACH-Region verantwortete. Den Sprung in die Kryptobranche bei BItpanda wagte er mit klaren Zielen: Österreichs Marktführerschaft festigen, die Schweiz ausbauen.

Sportmarketing als Stärke

Was Beraneks Handschrift bei Bitpanda am deutlichsten prägte, war die Ausrichtung auf Sportmarketing. Zu Beginn seiner Zeit bei Bitpanda schloss das Wiener Unicorn eine „strategische Platin Partnerschaft“ mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München (brutkasten berichtete).

Tennisstar Dominic Thiem wurde zum Markenbotschafter, die Generali Open in Kitzbühel zum ersten ATP-Turnier auf österreichischem Boden, das Bitpanda sponserte. Und in der Schweiz gelang ein weiterer strategischer Meilenstein: Mit der Saison 2025/26 wurde Bitpanda erstmals Haupt- und Trikotsponsor des FC Basel 1893 (brutkasten berichtete).

Marktanteil und regulatorischer Rückenwind

Die Zahlen geben Beraneks Ansatz recht: Laut einer EY-Befragung von 2025 konnte Bitpanda seinen Marktanteil in Österreich auf 59,6 Prozent ausbauen. Bis Ende 2025 stieg die Zahl der registrierten Nutzer:innen laut eigenen Angaben auf über 7,4 Millionen. Im April 2025 erteilte zudem die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) dem Unternehmen eine MiCAR-Lizenz – nach den Behörden in Deutschland und Malta. Damit ist der Zugang zu einem Gesamtmarkt mit über 500 Millionen Menschen rechtlich abgesichert (brutkasten berichtete).

Beranek selbst beschreibt seine Zeit bei Bitpanda so: „Bitpanda war für mich ein Paradebeispiel dafür, wie gezielte Marketing-Investitionen in Kombination mit Produktlokalisierung und einer klar positionierten Marke wirken können. Wir haben in Österreich und der Schweiz nicht nur Wachstum beschleunigt, sondern Bitpanda als führende Krypto- und Trading-Plattform nachhaltig verankert.“

Rückkehr zur eigenen Agentur

Mit Ende April verlässt Beranek Bitpanda „auf eigenen Wunsch“, wie es in einer Presseaussendung heißt. Er kehrt zu Forca Marketing zurück, einer Agentur, die er 2022 gegründet hatte. Die Wiener Agentur ist auf Growth-, Performance- und Sportmarketing spezialisiert. Den Ansatz, den er bei Bitpanda erprobt hat – datengetriebenes Wachstum kombiniert mit Markenstrategie – will er nun bei anderen Unternehmen anwenden. Laut seiner Aussage soll dabei verstärkt in Künstliche Intelligenz investiert werden, um „Wachstum noch präziser, messbarer und skalierbarer“ zu machen.

Wer die Rolle des Commercial Director Österreich & Schweiz bei Bitpanda künftig übernimmt, wurde bislang nicht kommuniziert.

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Bitpanda
Bitpanda Headquarter in Wien (c) Bitpanda GmbH

Mit Tirol wird ein weiteres Bundesland innerhalb der Raiffeisen Bankengruppe an die Bitpanda-Infrastruktur angeschlossen. Nach den Landesbanken Niederösterreich-Wien und Burgenland kooperiert nun auch jene in Tirol mit Bitpanda Enterprise, der Infrastruktur des Wiener Krypto-Unicorns Bitpanda für institutionelle Kunden.

„Digitale Assets als fester Bestandteil von Portfolios“

Das Angebot richtet sich laut Bitpanda zunächst an Nutzer:innen, die in die zehn größten Krypto-Assets investieren möchten. In einer nächsten Phase wird es auf alle von Bitpanda unterstützten digitalen Assets ausgeweitet. Die Einführung von Sparplänen ist ebenfalls geplant.

Digitale Assets würden sich laut Lukas Enzersdorfer-Konrad, CEO von Bitpanda, zunehmend zu einem festen Bestandteil moderner, breit diversifizierter Portfolios entwickeln. „Unsere Zusammenarbeit mit der Raiffeisen Bankengruppe zeigt, wie Banken ihren Kundinnen und Kunden genau diesen Zugang sicher und unkompliziert ermöglichen können. Wir sind stolz, die Raiffeisen Bankengruppe auf diesem Weg als verlässlicher Partner zu begleiten und freuen uns, das Angebot nun auch in Tirol weiter auszubauen“, ergänzt Enzersdorfer-Konrad.

Zwischen Banking und Krypto-Investment

„Mit dieser erweiterten Partnerschaft festigt Raiffeisen seine Pionierrolle und stärkt die Bedeutung Österreichs als innovativer Hub für digitale Assets“, heißt es in einer Aussendung dazu. Die Bankengruppe untermauere damit ihren Status als EU-weiter Vorreiter, der die Brücke zwischen traditionellem Banking und modernen Krypto-Investments erfolgreich schlage.

Thomas Wass, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen-Landesbank Tirol, kommentiert: „Investieren in Krypto-Assets ist ein Thema mit viel Zukunftspotenzial, wobei allerdings auch auf die damit einhergehenden Risiken zu achten ist. Ich freue mich, dass wir unseren Kunden durch diese Kooperation den Zugang zum Krypto-Angebot von Bitpanda ermöglichen können.“

Kooperation mit Banken Teil von B2B-Schiene Bitpanda Enterprise

Mit Bitpanda Enterprise will Bitpanda einen weiteren Ausbau des B2B-Bereichs vorantreiben, wie brutkasten bereits berichtete. Bereits 2023 wurde die Zusammenarbeit mit Raiffeisen ertmals angekündigt. Die Plattform bietet eine einheitliche Technologie, die es Banken, Fintechs, Brokern, Handelsfirmen, Family Offices und Unternehmenskunden ermöglicht, in großem Umfang auf digitale Assets zuzugreifen.

Zu den Partnern zählen neben den Raiffeisenbanken unter anderem N26, Société Générale, Deutsche Börse Group, RAKBANK und Onda Finance.

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