20.03.2022

60 Mio. Dollar-Runde: Paris Hilton will mit Klon-Mammut-Startup das Klima retten

Das US-Startup Colossal will bereits 2027 Mammuts züchten, um den Permafrost-Boden der Arktis zu schützen. Das überzeugt zahlreiche prominente Investor:innen.
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Paris Hilton beteiligt sich an einer 60 Millionen US-Dollar Kapitalrunde für das Mammut-Startup Colossal
Paris Hilton beteiligt sich an einer 60 Millionen US-Dollar Kapitalrunde für das Mammut-Startup Colossal | Foto Paris Hilton (c) Eva Rinaldi via Wikimedia Commons; Hintergrund (c) Adobe Stock - Jayce

Nein, das ist kein verfrühter April-Scherz und auch kein Tagespresse- oder Postillion-Artikel. Das US-Startup Colossal will wirklich Mammuts wiedererschaffen, um das Klima zu retten – der brutkasten berichtete bereits ausführlich. Und Paris Hilton ist tatsächlich unter den Investor:innen einer 60 Millionen-US-Dollar-Finanzierungsrunde.

Renommierter Harvard-Professor steht hinter Projekt

Was zunächst nach Satire klingt, hat auf den zweiten Blick durchaus Hand und Fuß. Hinter Colossal steht der renommierte MIT- und Harvard-Molekularbiologe George Church, der in seiner Arbeit wesentlich zur Genom-Forschung beitrug und auch schon als Nobelpreis-Kandidat gehandelt wurde. Sein Mitgründer ist der Serial Entrepreneur Ben Lamm.

Sie wollen die gentechnischen Erkenntnisse der vergangenen Jahre einsetzen, um mit Genetic Engineering Mammuts aus asiatischen Elefanten zu züchten – und zwar schon 2027. Diese sollen dann in der Arktis ausgesiedelt werden und dort dabei helfen, den durch die Klimakrise gefährdeten Permafrostboden zu schützen. Das wiederum soll die Freisetzung von darin gebundenen Methangasen verhindern – ein potenzieller Multiplikator des Klimawandels.

Paris Hilton unter zahlreichen Promi-Investor:innen für Colossal

Das Projekt überzeugte bereits einige überaus namhafte Investor:innen. Gleich zum Start im vergangenen Jahr stieg Peter Thiel, der neue Chef von Österreichs Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz, mit 100.000 US-Dollar beim Startup ein. Im September 2021 folgte bereits eine 15 Millionen US-Dollar Seed-Runde, an der sich unter anderem Tim Draper und die Winklevoss-Brüder beteiligten.

Nun gab es bereits die nächste Finanzierungsrunde über 60 Millionen Euro. Den Lead übernahm, wie schon in der vorigen Kapitalrunde, Thomas Tull, CEO von Legendary Entertainment und seines Zeichens Produzent von Jurassic World. Neben Paris Hilton stieg auch Cardano-Gründer Charles Hoskinson in dieser Runde neu ein. Auch die Winklevoss-Brüder waren wieder dabei.

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© Phil Lihotzky - (vorne v.r.n.l.): Niklas Lorber CTO, Moritz Hiebl CEO Hinten v.r.n.l.: Wolfgang Bartelme Designer, Gunther Marktl Ideengeber.

Das im vergangenen Jahr gegründete EdTech-Startup Digidoo digitalisiert Kompetenzen, Lernfortschritte und Leistungen von Schüler:innen und ermöglicht es Lehrer:innen, daraus transparente und rechtssichere Notenempfehlungen abzuleiten (brutkasten berichtete). Mittlerweile nutzen über 10.000 Lehrer:innen im DACH-Raum die Plattform, die Leistungen von mehr als 150.000 Schüler:innen werden so dokumentiert, heißt es zum Schulstart vom Startup. Laut Digidoo sparen Lehrer:innen dadurch Zeit, die sie vor der Klasse nutzen können.

„Wir sehen, wie dringend Lehrpersonen gerade in Zeiten des Lehrermangels nach digitalen Werkzeugen suchen, die sie im Schulalltag tatsächlich entlasten“, sagt Digidoo-Geschäftsführer Moritz Hiebl.

„Unser Ziel ist, dass die Dokumentation so schnell und unkompliziert wie möglich gelingt“

Die Anwendungen seien seit dem Launch intuitiver und einfacher geworden. Mit einer Notiz-Funktion können allgemeine Beobachtungen und Lernfortschritte während des Unterrichts unkompliziert erfasst werden. „Unser Ziel ist, dass die Dokumentation so schnell und unkompliziert wie möglich gelingt. Mit dem neuen Tool bleibt mehr Zeit für das, worum es eigentlich geht: das Unterrichten“, erklärt Hiebl.

Fokus auf individuelle Förderung

Noch in diesem Schuljahr soll es möglich sein, über die Plattform zu dokumentieren, welches Kind in welchem Bereich mit welcher konkreten Maßnahme gefördert wurde. Besonders in Bezug auf Nachhilfe ist diese Dokumentation laut Digidoo wichtig. Durch diese neue Erfassung wird es einfacher, Leistungen und Kompetenzen der Schüler:innen im Schulalltag festzustellen. Damit möchte das EdTech-Startup einen Schwerpunkt auf die individuelle Förderung setzen.

Die Weiterentwicklung der Plattform erfolgt in Abstimmung mit Lehrer:innen. „Wir hören sehr genau hin, was Lehrpersonen im Schulalltag brauchen, und entwickeln Digidoo laufend weiter“, sagt Hiebl. 

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