27.09.2018

Cointed: Zu wenig Geld, um Konkursantrag zu bezahlen (ca. 1000 Euro)?

Wie die Tageszeitung der Standard berichtet, hat das Tiroler Kryptounternehmen Cointed den mehr oder weniger angekündigten Konkursantrag nun eingebracht - und kann die Kosten dafür nicht bezahlen.
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cointed - zu wenig Geld für Konkursantrag - Insolvenzen
(c) fotolia.com - Taras_Muroslavovuch

Ja, diese Meldung ist so skurril, wie der Titel vermuten lässt. Wie die Tageszeitung der Standard berichtet, hat das Tiroler Kryptounternehmen Cointed nun beim Landesgericht Innsbruck einen Konkursantrag eingebracht – schon im Juli war über einen Insolvenzantrag berichtet worden. Der aktuelle Antrag sei wegen fehlender Unterlagen sowie mangels „Geld für den Kostenvorschuss“ noch nicht bearbeitet worden, sagt Andreas Stutter, Vizepräsident und Sprecher des Landesgerichts Innsbruck gegenüber dem Standard. Der besagte „Kostenvorschuss“ dient dazu, zumindest die Anlaufkosten des Konkursverfahrens abzudecken. Er könne zwischen 100 und 1000 Euro betragen, heißt es auf help.gv.at. Es geht also nicht um viel Geld.

+++ Coínted: “Wurde von meinen Partnern im Stich gelassen” +++

Optioment-Ermittlungen führten zu Cointed

Tatsächlich um viel Geld, nämlich um rund 100 Millionen Euro, geht es dagegen bei einer Causa, die von der Staatsanwaltschaft mit Cointed in Zusammenhang gebracht wird. In den vergangenen Monaten führten die Ermittlungen im Fall Optioment auch mehrmals zum Tiroler Unternehmen – es gab Razzien an den Standorten in Kufstein und Wien. Es ging dabei laut Standard um den Verdacht des gewerbsmäßigen schweren Betrugs, Kettenbrief- und Pyramidenspiels, des Verstoßes gegen die Prospektpflicht sowie später auch der Veruntreuung. Ermittlungsergebnisse dazu sind noch nicht publik. Cointed-Gründer Wolfgang Thaler wies eine Verbindung zu Optioment mehrmals scharf zurück, räumte aber ein, dass es bei den Hausdurchsuchungen tatsächlich um diesen Verdacht ging.

Muttergesellschaft sitzt in Hong Kong

Thaler hatte bereits in einer Video-Botschaft im Juli diesen Jahres davon gesprochen, „eine drohende Insolvenz“ abwenden zu wollen – Zahlungen an KundInnen waren bereits längere Zeit ausgefallen. Zu diesem Zweck habe er sich zu dem Zeitpunkt in China aufgehalten, um mit potenziellen Investoren zu sprechen. Zur Erinnerung: Die nun vom Konkurs betroffene Cointed GmbH in Kufstein ist eine hundertprozentige Tochter der Cointed Ltd. mit Sitz in Hong Kong, über deren finanzielle Lage sich anhand öffentlich einsehbarer Daten nichts sagen lässt. Auch sind die Besitzverhältnisse der Muttergesellschaft nicht klar. Thaler hatte im Video davon gesprochen, von seinen Partnern „im Stich gelassen“ worden zu sein. Zumindest bei der Cointed GmbH scheint öffentlich einsehbar nur mehr Thaler selbst als handelnde Person auf.

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Neue Studie zum Daten- und KI-Arbeitsmarkt in Österreich. (c) AdobeStock

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Für den Report wurden knapp 25.000 im Mai 2026 ausgeschriebene Jobs auf Basis der DAISY-Ontologie (Data & AI Skills Ontology) analysiert. Die Zahlen zeigen auch: Österreich treibt den Wandel mit einem KI-Stellenanteil von 4,5 Prozent zwar etwas schneller voran als Deutschland (4,0 Prozent) – verdeutlicht aber in besonders extremer Form, wie schwer der Karrierestart für Berufseinsteiger derzeit ist.

„Müssen die nächste Generation importieren“

Die KI-Branche bleibt paradox. Zwar reichen oft praxisnahe Ausbildungen wie eine HTL, HAK oder eine Lehre formal völlig aus, um die Anforderungen der Unternehmen zu erfüllen – doch die Türen bleiben für Einsteiger trotzdem meist verschlossen. Aufgaben, die früher von Berufseinsteigern übernommen wurden, erledigt die KI heute selbst. Die Zahlen sprechen für sich: Nur 72 von 1113 Daten- und KI-Stellen richten sich an Berufseinsteiger, ein Anteil von 7,7 Prozent. Das Verhältnis von Junior zu Senior-Stellen liegt damit bei eins zu sechs.

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(c) Daisy Report 2026.

Der versteckte KI-Arbeitsmarkt

Nur rund 10 Prozent (110 von 1113) der untersuchten Daten- und KI-Stellen tragen einen expliziten Titel wie beispielsweise AI Engineer. Die übrigen Stellen verbleiben klassisch: Controller:in, Berater:in oder Software Engineer. Inhaltlich werden aber Kompetenzen gefordert, die vor wenigen Jahren spezialisierten Daten- und KI-Rollen vorbehalten waren.

„Wer ausschließlich nach ‚Data Scientist’ oder ‚AI Engineer’ filtert, übersieht 90 Prozent des KI-Arbeitsmarktes“, sagt Aloisious Caraet, Principal Data Scientist bei Nejo und Hauptautor der Studie. „Die KI-Karriere beginnt heute selten mit einem Titelwechsel – sie entsteht durch die Anreicherung des bestehenden Berufsbildes.“

Mehr als die Hälfte der Stellen in Wien

Die offenen Daten- und KI-Stellen stammen zumeist nicht von reinen Tech-Unternehmen. Insgesamt verteilen sich die Inserate auf 495 Unternehmen. Hinter der IT-Branche (354 Stellen) suchen vor allem der Finanzsektor (88) und die Unternehmensberatung (83) nach KI-Personal. Geografisch konzentriert sich der Markt mit 63 Prozent aller Ausschreibungen deutlich auf Wien. Graz verzeichnet hingegen die technisch anspruchsvollsten Profile: Hier werden im Schnitt 5,4 spezifische Daten- und KI-Skills pro Position gefordert.

Werkzeuge sind zweitrangig: Der Fokus liegt auf KI-Verständnis

Bei den Programmiersprachen dominiert Python und wird in fast jeder dritten Stelle gefordert – knapp doppelt so häufig wie Java. Bei den Cloud-Plattformen führt Microsoft Azure vor AWS. Auch bei generativer KI liegt Microsoft mit GitHub Copilot als meistgenanntem Werkzeug vorn. Der größte fachliche Schwerpunkt des Marktes liegt mit 39,7 Prozent auf dem Data Engineering, was den aktuellen Fokus auf den Aufbau von Dateninfrastruktur zeigt.

Dennoch ist das konzeptionelle Verständnis oft wichtiger als die Beherrschung einzelner Programme: Fast die Hälfte aller geforderten Kompetenzen entfällt auf allgemeine Wissensgebiete und Methoden, wobei „Künstliche Intelligenz“ zu den fünf meistgenannten Begriffen zählt.

Das unterstreicht auch Simona Hübl, Geschäftsführerin von Nejo: „Unternehmen suchen aktuell vor allem konzeptionelle Fähigkeiten, und erst zweitrangig nach spezifischen Tool-Kenntnissen. Gefragt ist, wer Daten- und KI-Konzepte im Grundsatz versteht und tool-unabhängig sicher anwenden kann.

(c) Daisy Report 2026.

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