31.07.2023

Coinbase-CEO: Börsenaufsicht wollte, dass wir nur mehr Bitcoin anbieten

Die Kryptobörse Coinbase hat im Juni eine Klage der US-Börsenaufsicht erhalten. Im Vorfeld hatte sie jedoch eine Forderung an die Börse gestellt, die das "Ende der Kryptobranche in den USA" bedeutet hätte, sagte Coinbase-CEO Brain Armstrong der "Financial Times".
/artikel/coinbase-sec-wollte-nur-mehr-bitcoin
The logo of coinbase on a computer screen
Foto: Adobe Stock

Das Verhältnis zwischen der größten US-Kryptobörse Coinbase und der Börsenaufsicht, der United States Securities and Exchange Commission (SEC), ist schon lange ziemlich schwierig. Schon im Spätsommer 2021 musste Coinbase ein geplantes Produkt zum Verleih von Kryptowährungen am US-Markt auf Druck der Behörde zurückziehen.

Dieses Jahr spitzte sich die Situation weiter zu: Im März übermittelte die Börsenaufsicht Coinbase eine sogenannte Wells Notice – eine Art Vorwarnung, dass es bald zu rechtlichen Schritten kommen könnte. Und im Juni folgte dann tatsächlich eine Klage der Behörde gegen Coinbase.

Der Vorwurf der SEC: Die Börse würde Krypto-Assets anbieten, die gemäß US-Recht als Werpapiere einzustufen seien. Womit Coinbase am US-Markt als unregistrierte Wertpapierbörse agiere. Welche Krypto-Assets genau die Behörde als Wertpapiere einstuft und welche nicht, ist nicht ganz klar.

Coinbase-CEO: Börsenaufsicht verlangte Delisting von sämtlichen Krypto-Assets außer Bitcoin

Außer Streit steht, dass Bitcoin jedenfalls nicht als Wertpapier einzustufen ist. Dann gibt es eine ganze Reihe an Krypto-Assets, von denen bereits bekannt ist, dass die SEC sie für Wertpapiere hält. Neben vielen kleineren Krypto-Assets werden in der Klage gegen Coinbase auch einige auch äußerst prominente Namen genannt: Solanas SOL-Token, Cardanos ADA-Token und MATIC von Polygon. Nicht so eindeutig ist aber beispielsweise die Einschätzung der SEC zu Ethereums Ether-Token. SEC-Chef Gary Gensler hat bisher vermieden, direkte Fragen dazu eindeutig zu beantworten.

Nun lässt Coinbase-CEO Brian Armstrong mit einer Aussage gegenüber der Financial Times aufhorchen: Bevor die Behörde die Klage eingebracht habe, hätte sie von Coinbase verlangt, den Handel mit sämtlichen Kryptowährungen außer Bitcoin auszusetzen, sagte Armtstrong der Zeitung. Coinbase hat in den USA über 200 Token gelistet. 13 davon wurden in der dann folgenden Klage explizit als in Konflikt mit dem US-Wertpapierrecht bezeichnet.

Coinbase-CEO: Wäre „Ende der Kryptobranche in den USA gewesen“

Mitarbeiter:innen der SEC hätten Coinbase gesagt, dass ihrer Einschätzung zufolge jedes Asset außer Bitcoin ein Wertpapier sei, erzählt Armstrong im Gespräch mit der Financial Times. „Und wir sagten, wie kommt ihr zu diesem Schluss, denn das ist nicht unsere Auslegung des Gesetzes. Und sie sagten, wir werden es euch nicht erklären, ihr müsst jedes Assets außer Bitcoin von der Börse nehmen.“

Dies hätte aber „im Grunde das Ende der Kryptobranche in den USA bedeutet“, führte Armstrong weiter aus. Daher sei die Entscheidung einfach gewesen. Coinbase habe zu diesem Zeitpunkt keine andere andere Wahl gehabt, als auf die Forderungen der Behöde nicht einzugehen. Daraufhin folgte die Klage – und der Fall wird nun vor Gericht gehen.

Börsenaufsicht: Delisting von Krypto-Assets nicht formell verlangt

Coinbase-Konkurrent Kraken war Anfang des Jahres nicht bereit, diesen Schritt zu gehen und hatte einem Vergleich mit der Börsenaufsicht zugestimmt. Dieser sah eine 30 Mio. US-Dollar schwere Strafzahlung vor – und das Einstellen des Staking-Angebots der Börse in den USA.

Auf Anfrage der Financial Times teilte die Börsenaufsicht zu Armstrongs Aussagen mit, dass sie nicht formell verlangt habe, dass Coinbase Krypto-Assets von der Börse nehme. Allerdings: „Im Laufe einer Untersuchung können Mitarbeiter:innen ihre eigene Meinung dazu äußern, welches Verhalten Fragen für die Behörde im Rahmen der Wertpapiergesetze aufwerfen könnte“.

XRP-Urteil im Juli von Kryptobranche überwiegend positiv aufgenommen

Die Börsenaufsicht kann selbst nicht entscheiden, ob ein Asset tatsächlich als Wertpapier einzustufen ist oder nicht. Wenn ein Unternehmen die Einschätzung der Behörde nicht akzeptiert, geht der Fall vor Gericht. Einer der bekanntesten dieser Fälle ist jener von Ripple und der Kryptowährung XRP.

Hier gab es im Juli ein erstes Urteil, das teils der Börsenaufsicht und teils Ripple Recht gab. In der Kryptobranche wurde das Urteil überwiegend positiv aufgenommen. Geklärt ist die Frage, ob XRP in den USA als Wertpapier einzustufen ist oder nicht, aber noch nicht abschließend. Die möglichen Implikationen für andere Kryptowährungen sind ohnedies völlig unklar.

Deine ungelesenen Artikel:
04.09.2026

Lebensmittelrettung: Österreichische afreshed Group übernimmt Geschäft von Motatos in Deutschland und Österreich

Die in Linz gegründete afreshed Group, bestehend aus afreshed und etepetete, wird nun durch Retterbox erweitert. Retterbox soll das Geschäft der schwedischen Firma Motatos übernehmen, die sich aus Deutschland und Österreich zurückzieht.
/artikel/lebensmittelrettung-oesterreichische-afreshed-group-uebernimmt-geschaeft-von-motatos-in-deutschland-und-oesterreich
04.09.2026

Lebensmittelrettung: Österreichische afreshed Group übernimmt Geschäft von Motatos in Deutschland und Österreich

Die in Linz gegründete afreshed Group, bestehend aus afreshed und etepetete, wird nun durch Retterbox erweitert. Retterbox soll das Geschäft der schwedischen Firma Motatos übernehmen, die sich aus Deutschland und Österreich zurückzieht.
/artikel/lebensmittelrettung-oesterreichische-afreshed-group-uebernimmt-geschaeft-von-motatos-in-deutschland-und-oesterreich
Das Retterbox-Team mit den Gründern der afreshed Group. (hinten v. l.) Lukas Forsthuber, Maximilian Welzenbach, Ben Hulme, Bernhard Bocksrucker. (vorne v. l.): Jens Pöhnisch, Ina Schahin. | © Retterbox / afreshed Group

Gute Nachrichten für alle Lebensmittelretter. Die schwedische Firma Motatos zieht sich zwar aus dem österreichischen und deutschen Markt zurück, wird aber von der österreichischen afreshed Group mit der neuen Marke Retterbox ersetzt. Motatos und die afreshed Group schlossen eine Übergangs- und Kooperationsvereinbarung, im Zuge derer Retterbox die Marktkenntnis und die Kundenkommunikationskanäle von Motatos zum Start nutzt. Mit Retterbox bietet die afreshed Group erstmals neben Bio-Obst und -Gemüse auch haltbare Artikel an. Retterbox möchte mit dem neuen Angebot „einwandfreie Markenlebensmittel, die im regulären Handel keinen Platz mehr finden, zu deutlich günstigeren Preisen“ verkaufen.

500 Artikel aus dem Trockensortiment

Zur afreshed Group gehören neben Retterbox und afreshed in Österreich auch etepetete in Deutschland. „Vor knapp sechs Jahren haben wir mit dem Ziel gestartet, gute Lebensmittel vor der Tonne zu retten. Die letzten Jahre konnten wir mehrere tausend Tonnen Obst und Gemüse retten, nun geht es mit dem weiter, was einen noch viel größeren Teil des täglichen Gebrauchs ausmacht: dem Trockensortiment“, heißt es von der afreshed Group. Retterbox bietet rund 500 Artikel aus dem Trockensortiment in acht Kategorien an, die Auswahl reicht vom Süßem bis Salzigem. Bestellt werden kann im Onlineshop oder in der App.

In puncto Führung kann sich Retterbox auf erfahrenes Personal verlassen. Ben Hulme, Ina Schahin und Jens Pöhnisch leiteten das Motatos-Geschäft in Deutschland und Österreich, nun führen sie Retterbox.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Coinbase-CEO: Börsenaufsicht wollte, dass wir nur mehr Bitcoin anbieten

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Coinbase-CEO: Börsenaufsicht wollte, dass wir nur mehr Bitcoin anbieten

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Coinbase-CEO: Börsenaufsicht wollte, dass wir nur mehr Bitcoin anbieten

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Coinbase-CEO: Börsenaufsicht wollte, dass wir nur mehr Bitcoin anbieten

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Coinbase-CEO: Börsenaufsicht wollte, dass wir nur mehr Bitcoin anbieten

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Coinbase-CEO: Börsenaufsicht wollte, dass wir nur mehr Bitcoin anbieten

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Coinbase-CEO: Börsenaufsicht wollte, dass wir nur mehr Bitcoin anbieten

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Coinbase-CEO: Börsenaufsicht wollte, dass wir nur mehr Bitcoin anbieten

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Coinbase-CEO: Börsenaufsicht wollte, dass wir nur mehr Bitcoin anbieten