13.12.2019

cncMonster erhält für intelligenten Snackautomaten sechsstellige NÖ-Landesförderung

Das in Oed bei Amstetten ansässige Unternehmen CNCMonster hat sich auf Industrie 4.0-Lösungen sowie Robotik und Automatisierungstechnik spezialisiert. Dazu zählt unter anderem eine Lösung für Snackautomaten, bei dem die Nutzer über ein Smartphone bezahlen können und die Abholung des Produktes über Gesichtserkennung bestätigen.
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SnackFrog
(c) Snackfrog
Das niederösterreichische Unternehmen cncMonster wurde vor fünf Jahren gegründet und hat sich auf Industrie 4.0 Lösungen spezialisiert. Dazu zählt unter anderem ein Snackautomat, bei dem die Nutzer über ihr Smartphone bezahlen können und die Abholung der Ware mit einer automatisierten Gesichtserkennung bestätigen. Laut cncMonster kann so eine Altersverifizierung gewährleistet werden, um Produkte wie CBD künftig rechtskonform anbieten zu können. Die Technologie hierfür baut auf einer Robotik-Lösung mit 3D Scan auf. Für die Entwicklung der Lösung hat das Unternehmen eine sechsstellige Förderung des Landes Niederösterreich erhalten. Konkret handelt es sich um die Förderung im Rahmen der Initiative Wirtschaft 4.0.

Die Vorteile des System

Der erste Automat soll laut cncMonster in einem Einkaufszentrum in Amstetten aufgestellt und in Betrieb genommen werden. Der Vorteil des Systems ist, dass sich kein Bargeld mehr im Automaten befindet und daher nicht mehr entleert werden muss.
Zudem erfolgt die Abrechnung für die Betreiber automatisch über ein Onlineportal. Rechnungen und Statistiken können so jederzeit abgerufen werden. Der Automat kann über eine App geöffnet und über eine Händler-Plattform konfiguriert werden. Dadurch soll ein leichter Zugang zu Verkaufsplätzen gewährleistet und das Verkaufsgebiet von regionalen Anbietern erweitert werden.
Seit kurzem ist das Unternehmen mit der FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH in Vorbereitung für eine Förderprojekt, bei dem eine KI entwickelt wird, die automatisiert Produktvorschläge für Automatenstandplätze erstellt sowie das Mindesthaltbarkeitsdatum von verderblichen Produkten analysiert und Rabatte vergibt.

Kooperation mit Vertriebspartnern

Laut cncMonster sei man für die weitere Umsetzung der Lösung bereits mit SandenVendo im Gespräch. Das Unternehmen zählt zu den europäischen Marktführern in der Automatenindustrie und bietet unterschiedlichste Verkaufsautomaten für heiße und kalte Getränke, Snacks und Speiseeis an, aber auch verwandte Produkte wie moderne Zahlungssysteme und Vitrinen. Zudem hätten auch REWE und BIPA Interesse bekundet, so cncMonster in einer Aussendung.

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v. l. n. r. Stefan Kampusch (AURIMOD GmbH), Leonardo Peikoff (KPMG), Daniela Haunstein, Nikolaus Futter (beide invest.austria), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus), Christian Tauber (NEOALP), André Felker (backbone.one), Lea Krebs (fibionic GmbH), Michael Reip (openmaind) und Benjamin Behr (KPMG) | Foto beigestellt von KPMG

Der Austrian Tech Innovator wird von KPMG veranstaltet und soll österreichischen Startups und Scaleups eine Bühne vor Publikum aus Wirtschaft und Investor:innen bieten. Heuer ging der Sieg an die Aurimod GmbH. Das Unternehmen entwickelt ein tragbares Gerät zur Vagusnerv-Stimulation am Ohr, mit dem Schmerzen ohne Medikamente behandelt werden sollen.

„Unser Ziel ist, Betroffenen eine wirksame Ergänzung zu herkömmlichen Schmerzbehandlungen anzubieten. Mittels Vagusnerv-Stimulation am Ohr können Schmerzen wie beispielsweise chronische Rückenschmerzen, Migräne oder akute postoperative Schmerzen nachhaltig behandelt werden“, erklärt Stefan Kampusch, CEO von Aurimod.

Seit Herbst letzten Jahres tritt das Unternehmen unter einer Doppelspitze auf: Manuel Leal Garcia, seit Mitte 2024 Head of Business Development, wurde zum Chief Commercial Officer und Co-Geschäftsführer neben Kampusch bestellt. Er verantwortet Vertrieb, Marketing und das internationale Geschäft, mit Fokus auf Deutschland, die Schweiz, Großbritannien sowie weitere europäische und nordamerikanische Märkte.

Ticket für den Global Tech Innovator

Mit dem Sieg hat sich Aurimod auch die Teilnahme am Global Tech Innovator gesichert. Dort tritt das Unternehmen gegen die Gewinner:innen der anderen teilnehmenden Länder an. Das internationale Finale findet zum sechsten Mal im Rahmen des Web Summit in Lissabon statt.

„Sichtbarkeit, ein starkes Netzwerk, professionelle Begleitung und ein klarer Blick auf den Markt können den entscheidenden Unterschied machen, um als Startup auch globale Reichweite zu erlangen“, sagt Benjamin Behr, Director im Bereich Advisory bei KPMG und Host des Abends.

Neoalp, fibionic und openmaind unter den Finalisten

Neben Aurimod standen vier weitere Unternehmen im Finale. Drei davon sind brutkasten-Leser:innen bereits bekannt:

Das Wiener Startup Neoalp entwickelt eine vendor-neutrale Operations-Plattform für industrielle humanoide Robotik. Anfang des Jahres berichtete brutkasten, wie das Startup Semperit bei der Einführung humanoider Roboter in der Fertigung unterstützt, gemeinsam mit Projektpartner Cancom.

Das Tiroler Startup fibionic aus Götzens setzt mit seinem patentierten Verfahren „fibionic fiber placement“ auf bionisch inspirierten Leichtbau: Fasern werden gezielt entlang realer Lastpfade ausgerichtet, das Vorbild sind Strukturen wie die Flügel einer Libelle. Im März holte sich das 2021 gegründete DeepTech-Startup drei Millionen Euro, angeführt von Redstone und Euregio+.

Das Grazer Startup openmaind arbeitet an einer KI-basierten Intelligence-Layer für industrielle Robotikprozesse. Die Software vernetzt autonome Transportroboter unterschiedlicher Hersteller in Produktionshallen und lässt sich per natürlicher Sprache steuern. Im Herbst 2025 stieg KaPa Ventures mit einem mittleren sechsstelligen Betrag ein. Die Mitgründer Michael Reip und Christoph Zehentner hatten 2021 bereits ihr Unternehmen Incubed IT an Verizon verkauft.

Vierter Finalist war die backbone.one GmbH, die eine digitale Infrastruktur für erneuerbare Energie entwickelt und das Konzept „Energy-as-a-Currency“ verfolgt.

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