30.11.2015

ChillBill: Steuercoaching von Startup für Startups

"ChillBill " - ein Startup, das Firmen die Buchhaltung erleichtert, coacht die Kollegen aus der Startupszene in Steuerfragen. Interessierte sollten sich den 9. Dezember freihalten.
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Wer gründet steckt meist voller Tatendrang. Aber nur in den seltensten Fällen geht die Motvation in Richtung Einnahmen-Ausgabenrechnung oder ähnlichen Buchhaltungs-Fragen. Nichtsdestotrotz ist die Buchhaltung ein Eckpfeiler eines funktionierenden Unternehmens.

ChillBill veranstaltet mit Christoph Rath vom Wirtschaftsberatungsunternehmen Pilz & Rath ein kostenloses Coaching für GründerInnen, UnternehmerInnen und alle, die es werden wollen. Besprochen wird das konkrete Fallbeispiel: „Ich entschließe mich ein Unternehmer zu werden“. Christoph Rat steht auch für individuelle Fragen zu Verfügung.

Stattfinden wird das Event am 9. Dezember im Talent-Flow-Coworking-Space im 2. Bezirk. Die Teilnehmeranzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

Wer ist ChillBill

„Buchhaltung vereinfachen und kosteneffizienter machen“, so lautet das Kredo von ChillBill-Gründer Wendelin Amtmann. Das Startup hat eine Software entwickelt, die Belege erkennt, analysiert und ausarbeitet. Firmen müssen lediglich ihre Belege einscannen und an das Unternehmen mailen. Mit einem Steuerberater wird ebenfalls kooperiert, um den Unternehmen weitere Arbeit anzunehmen. 50 Cent werden pro Beleg verrechnet, damit liegt ChillBill durchschnittlich 1,7 € unter einem klassischen Steuerberater.

Laut eigenen Angaben hat das Wiener Startup am Markt aktuell keine ernstzunehmenden Konkurrenten. „Die besten Kunden sind Startups selbst, da mit Buchhaltung oft sehr viel wertvolle Zeit verloren geht“, erklärt Amtmann. Auf lange Sicht erhofft sich Amtmann, auch bei Unternehmen mit hohen Spesesabrechnungen punkten zu können. Spesenabrechnungen tippen sei doch etwas wirklich mühsames, so Amtmann.

Hier geht’s zu ChillBill: klick

Mehr zum Thema: ChillBill beim 7 Ventures Pitch Day.

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Christoph Schmidt (dritter v. l.) wird Präsident des neu gegründeten Bundesverbandes Energiespeicher Österreich. (c) BMWET

Österreich erzeugt zunehmend mehr erneuerbaren Strom, als das System in Echtzeit aufnehmen kann, heißt es von Seiten des neu gegründeten Bundesverbandes Energiespeicher Österreich. Das Problem: Überschussstrom werde zu Niedrigstpreisen exportiert, während man in anderen Phasen auf Importstrom angewiesen ist. Energiespeicher, wie jener in Nickelsdorf im Burgenland, sollen eine Lösung sein, indem sie Energieüberschüsse speichern und das Netz bei Bedarf stabilisieren.

Um die Energiespeicher in ihrer Entwicklung voranzutreiben, wurde mit dem Bundesverband Energiespeicher Österreich eine eigenständige Interessenvertretung geschaffen, die als Partner von Politik und Regulierungsbehörden auftreten soll.

Geschäftsführer von Bloch3 S als Präsident

Die Funktion des Präsidenten nimmt Christoph Schmidt ein. Als Geschäftsführer von Bloch3 S, der Speichersparte der Blochberger Gruppe, bringt er mehr als 15 Jahre Erfahrung in Energie- und Infrastrukturunternehmen mit. Schmidt ist unter anderem auch als ehemaliger Geschäftsführer des Vienna Airport Conference & Innovation Center bekannt.

Der Verband repräsentiert mehr als 35 Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Speicherbetrieb, Projektentwicklung, Energiewirtschaft, Technologie, Infrastruktur, Finanzierung und Vermarktung. Darunter fallen: EVN Naturkraft, BE Energy GmbH, Blackvolt Energy, Bloch3, Püspök, Electrify, Enspired, Contour Global, Enrail, Metaplan, Amarenco, Impeto und Hello Energy.

Ziel: Überwindung von Hemmnissen

Von Seiten des Verbands wird kritisiert, dass Energiespeicher in Österreich aktuell wie „Endverbraucher“, wie beispielsweise Haushalte oder Industriebetriebe, behandelt werden und dadurch doppelte Netzentgelte anfallen. Obwohl sie den Strom nicht selbst verbrauchen, sondern ihn für das Stromnetz zwischenspeichern und bei Bedarf wieder abgeben, blockiert diese finanzielle Doppelbelastung laut Verband aktuell geplante Investitionen von bis zu fünf Milliarden Euro.

Um diesen Investitionsstau aufzulösen, fordert der Bundesverband die rechtliche Anerkennung von Speichern als essenzielle Netzinfrastruktur und will nun darauf drängen, dass auf Basis des neuen Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes (EABG) diese regulatorischen Hürden in der Praxis endgültig abgebaut werden.

„Wir fordern keine Förderungen – wir fordern faire Spielregeln. Wenn Österreich die regulatorischen Hürden beseitigt, werden private Unternehmen die nötigen Milliarden investieren. Das Ergebnis: niedrigere Energiekosten, mehr Versorgungssicherheit und ein stärkerer Wirtschaftsstandort“, so Christoph Schmidt.

Österreich als Energiestandort

Als potenzieller Vorreiter für erneuerbare Energien in Mitteleuropa bringe Österreich beste Voraussetzungen mit. Der Bundesverband setzt sich dafür ein, dieses Potenzial durch einen einheitlichen nationalen Plan nutzbar zu machen. So sollen langfristig eine verlässliche Energieversorgung, wirtschaftliche Stärke und nationale Unabhängigkeit im Energiesektor gesichert werden.

Eine aktuelle Ausarbeitung belege laut Verband das Potenzial: Ein konsequenter Speicherausbau könne Österreich jährlich bis zu 4,1 Milliarden Euro an vermeidbaren Systemkosten einsparen. Haushalte würden von einer Entlastung von rund 200 Euro pro Jahr profitieren.

„Jede Kilowattstunde, die wir intelligent speichern, ist eine Kilowattstunde weniger Abhängigkeit von Gaslieferungen und geopolitischen Risiken. Energiespeicher sind keine Technologiefrage – sie sind eine wirtschaftspolitische Notwendigkeit und eine nationale Chance“, appelliert Schmidt.

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