25.06.2025
SERIES A

chatlyn: Wiener KI-Startup holt 8 Mio. Euro Investment

Zusätzlich zur Series-A-Finanzierung unter dem Lead von Smedvig Ventures aus London, sicherte sich chatlyn auch eine FFG-Förderung.
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vl.: Die chatlyn-Gründer Matthias Haubner, Michael Urbanek und Nicolas Vorsteher | (c) chatlyn
v.l.: Die chatlyn-Gründer Matthias Haubner, Michael Urbanek und Nicolas Vorsteher | (c) chatlyn

Anfang 2024 berichtete brutkasten erstmals über chatlyn. Co-Founder und CEO ist Nicolas Vorsteher, der spätestens mit dem Exit seines Startups prescreen.io an Xing im Jahr 2017 Bekanntheit in der heimischen Startup-Szene erlangte. Er startete das neue Unternehmen bereits 2022 gemeinsam mit Matthias Haubner (CPO) und Michael Urbanek (CTO), mit dem Ziel, alle Kommunikationskanäle in der Hotellerie in einer Anwendung zusammenzufassen.

„Das KI-Gehirn für Hotels“

Mit dem KI-Boom kam ein übergeordnetes KI-System mit Chatbot hinzu – brutkasten berichtete. Inzwischen formuliert man die Vision beim Startup so: Man wolle „das KI-Gehirn für Hotels“ werden. Denn die globale Hotelbranche verliere jährlich schätzungsweise mehr als zehn Milliarden Euro durch nicht integrierte Kommunikationskanäle, verpasste Buchungen und ineffiziente Prozesse. Hotels müssten durchschnittlich acht bis zwölf Plattformen parallel managen – von E-Mail über WhatsApp bis Booking.com. Das System von chatlyn beantwortet Anfragen automatisiert. „Unsere KI spricht fließend über 35 Sprachen, versteht den Kontext und passt sich der individuellen Stimme jedes Hauses an. So entstehen Erlebnisse, die persönlich und zugleich skalierbar sind“, verspricht Nicolas Vorsteher.

chatlyn-KI kommuniziert aktiv mit Gästen

Chatlyn biete die einzige Lösung am Markt, die nicht nur allgemeine Kommunikationskanäle wie E-Mail, SMS, WhatsApp und Soziale Medien, sondern auch branchenspezifische wie booking.com abdecke, heißt es vom Startup. Zudem ist das System mit den gängigen Property-Management-Systemen integriert. Dabei agiert die KI auf Wunsch auch aktiv in der Kommunikation. Beim WhatsApp-basierten „Journey-Messaging“ komme man auf Öffnungsraten von 98 Prozent – im Vergleich zu 20 Prozent bei klassischer E-Mail-Kommunikation. Die Suite an KI-Assistenten bietet aber etwa auch Sprachanrufe, Angebotsanfragen und Bewertungsanfragen. „Unsere KI versteht nicht nur Inhalte – sie erkennt Absicht, antizipiert Wünsche und schafft emotionale Gästemomente“, meint CTO Michael Urbanek.

Mehr als 1.000 Unterkünfte in über 30 Ländern als Kunden

Damit ist das Startup bereits erfolgreich im Markt. Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 1.000 Unterkünfte in über 30 Ländern die Plattform. Als Referenzen nennt chatlyn etwa die InterContinental-Hotelgruppe oder renommierte Hotels wie das St. Regis Mauritius oder das Singer Palace in Rom.

Smedvig Ventures aus London führt Series-A-Runde für chatlyn an

Damit überzeugte das Startup nun auch eine Reihe von Investoren. Wie chatlyn bekanntgab schloss es eine Series-A-Finanzierungsrunde über acht Millionen Euro ab. Angeführt wird die Runde von Smedvig Ventures mit Sitz in London. Hinzu kommen Investoren, wie Andreas Burike (AnyDesk), das österreichische Transportunternehmen Blaguss, Business-Angel Mathias Hiebeler sowie nicht genau benannte „strategische Hospitality-Angels“. Zusätzlich verkündete das Unternehmen den Erhalt einer Förderung von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) für das Produkt.

„Finanzierung validiert unsere Vision“

„Diese Finanzierung validiert unsere Vision und bringt uns auf das nächste Level“, kommentiert Co-Founder Urbanek. Und Freddie Kalfayan, Principal bei Smedvig Ventures, meint: „Die Hospitality-Branche erlebt ihre größte technologische Transformation seit der Online-Buchung, und chatlyn hat sich im Epizentrum dieser KI-Revolution positioniert.“ Die schnelle Akzeptanz durch Premium-Hotelmarken, branchenweit erste KI-Usecases und das „außergewöhnliche Gründerteam“ hätten den Investor überzeugt, „dass sie die Plattform aufbauen, die die Zukunft der Gästekommunikation definieren wird“.

Fokus auf drei strategische Bereiche mit frischem Kapital

Mit dem frischen Kapital wolle man nun den nächsten Wachstumsschritt setzen und fokussiere dabei auf drei strategische Bereiche, heißt es vom Startup. Erstens werde die Produktentwicklung weiter beschleunigt – im Fokus stehe der Ausbau KI-gestützter Telefonagenten sowie die Einführung eines kanalübergreifenden KI-Buchungsassistenten, der direkt über WhatsApp, Webchat und andere Kanäle mehr Direktbuchungen ermögliche.

Zweitens treibe das Unternehmen seine internationale Expansion gezielt voran: „Während die Marktführerschaft im DACH-Raum weiter gestärkt wird, richtet sich der Blick verstärkt auf europäische Kernmärkte, den asiatisch-pazifischen Raum und die Vereinigten Arabischen Emirate – Regionen, in denen die Nachfrage nach intelligenter, mehrsprachiger Gästekommunikation rapide wächst“, so das Startup.

Drittens investiere chatlyn konsequent in den Ausbau seines Teams mit Fokus auf KI-Talente, „um sich nicht nur als Softwareanbieter, sondern als strategischer KI-Partner in der Hotellerie zu positionieren“.

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(c) Adobe Stock

OwnerChip wurde 2022 von Michael Schramm, Julian Kainz und Lukas Götz gegründet, der bekannte Business Angel Niki Futter war als Founding Angel an Bord. Das Startup verknüpfte manipulationssichere NFC-Chips in physischen Objekten mit digitalen Zwillingen auf der Blockchain – als Echtheits- und Eigentumsnachweis für den Onlinehandel mit hochpreisigen Kunst- und Luxusgütern. Als Showcase stattete das Unternehmen unter anderem die teuerste neu gebaute Geige der Welt mit seiner Technologie aus. Nach Unternehmensangaben vom Frühjahr 2025 waren zuletzt über 1.100 Objekte im Wert von mehr als fünf Millionen US-Dollar gechippt.

Konkursverfahren am Handelsgericht Wien

Nun ist das Unternehmen insolvent: Über das Vermögen der OwnerChip GmbH wurde am 3. Juli 2026 am Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren eröffnet. Das geht aus einer Aussendung des Kreditschutzverbands KSV1870 hervor. Der Antrag wurde vom Unternehmen selbst gestellt. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Georg Mitteregger bestellt, Gläubigerforderungen können bis 3. September angemeldet werden. Die erste Gläubigerversammlung samt Prüfungs- und Berichtstagsatzung ist für den 17. September angesetzt. Angaben zu Passiva und Insolvenzursachen liegen noch nicht vor.

Series A kam offenbar nicht zustande

Erst im Mai 2025 hatte sich OwnerChip rund 500.000 Euro frisches Kapital gesichert – brutkasten berichtete. Das Investment in Form eines Convertible Loan wurde vom Business-Angel-Pool Angels United angeführt, dessen Ticket über das Programm aws Start-up-Invest der Austria Wirtschaftsservice (aws) verdoppelt wurde. Ebenfalls beteiligt: Kapa Ventures rund um Gerhard Pail und Frank Kappe sowie US-Angel Ryan Quinn. Das Darlehen sollte im Rahmen einer für 2026 geplanten Series-A-Runde in Eigenkapital konvertieren, mit der die Expansion in die USA und nach Asien finanziert werden sollte. Dazu kam es offenbar nicht mehr.


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