01.09.2020

Charity Heroes Austria: Superhelden bei „2 Minuten 2 Mentoren“

Die Charity Heroes Austria sind Cosplayer, die kranke Kinder gratis besuchen und ihnen so Mut machen.
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Charity Heroes
(c) Charity Heroes Austria

Was bei Vox „Die Höhle der Löwen“ ist, das ist bei Puls4 „2 Minuten 2 Millionen“ – und während sich Fans der Austro-Gründershow noch bis zur Ausstrahlung der nächsten Staffel gedulden müssen, überbrückt Puls4 die Wartezeit mit einem Spin-off: In zwei Folgen am 1. und 8. September pitchen Unternehmen im Ableger „2 Minuten 2 Mentoren“ um die Gunst von Matthias Strolz, Erich Falkensteiner, Armin Strbac, Ali Mahlodji und Marie Ringler. Allerdings unterstützt die Jury die jungen Gründer diesmal nicht mit Geld, sondern mit Coaching und Kontakten. Neben dem in der brutkasten-Community bereites bekannten Wiener Neustädter Space-Startup Tumbleweed wird am 1. September auch ein Projkt namens „Charity Heroes Austria“ zum Pitch antreten.

Charity Heroes Austria helfen kranken Kindern

Ganz im Stil von Patch Adams handelt es sich bei Charity Heroes Austria um engagierte Erwachsene, die kranke Kinder zuhause oder im Spital besuchen. So soll den Kindern Hoffnung gegeben werden. Diverse Details sind unter anderem der Website des Projekts zu entnehmen. Dabei wird auch explizit betont, dass die verkleideten Superhelden „kein Party-Entertainment-Programm“ sind: Bevorzugt werden die Kinder im kleinen Kreis besucht, Besuche bei großen Feiern sind die Ausnahme. so soll gewährleistet werden, dass man sich auf die einzelnen Kinder gezielt einlassen kann.

Mary, die Gründerin der Charity Heroes

Obfrau und Gründerin der Charity Heroes Austria ist Marlene „Mary“ Mayrhofer. Zum Start des Projekts war sie selbst erst 14 Jahre alt, wie es auf der Website heißt. Sie selbst verbrachte damals Feiertage im Krankenhaus. Und zwar wusste sie, dass sie selbst bald wieder nach hause zurückkehren würde – jedoch war ihr auch bewusst, dass andere Kinder sich in weniger glücklichen Situationen befinden.

Daher beschloss sie, gemeinsam mit verkleidungsfreudigen Freunden kranke Kinder zu besuchen. Dies war ursprünglich als einmaliges Event geplant gewesen. Das Feedback war jedoch so positiv, dass sie beschloss, das Projekt langfristig zu betreiben.

Besuch der Charity Heroes ist gratis

Auf der Website heißt es, dass der Besuch der Superhelden, Märchenfiguren und Kuscheltiere bei den Kindern gratis ist. Dies ist möglich, weil die Freiwilligen nicht bloß für ihre Zeit kein Geld verrechnen, sondern obendrein auch die Kosten für Anreise und Kostüme tragen. Wenn die Charity Heroes Spenden erhalten, so fließen diese Gelder zum Beispiel in Bastelmaterialien oder Gesichtsfarben – also Betriebsmittel, die den Kindern zugute kommen.

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(v.l.) John Brady von poptop, Fußballprofi Thomas Müller als Star-Investor sowie Christian Bezdeka und Marcus Ihlenfeld von woom. (c) poptop

„Niederösterreich, es war schön. Aber ihr habt einfach zu wenige gute Leute.“ Mit diesem Satz, versehen mit einem Herz-Emoji, hat John Brady auf LinkedIn den Umzug seines Startups kommentiert. poptop hat den Mietvertrag für ein Büro in 1050 Wien unterschrieben, ab September 2026 arbeitet das Team dort. In dasselbe Büro zieht soundslikeaplan, das Programm der beiden poptop-Mitgründer Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka.

poptop wurde 2023 von Ihlenfeld, Bezdeka und Brady gegründet und entwickelt Kindermöbel, darunter einen mechanisch höhenverstellbaren Kinderschreibtisch, der ohne Strom auskommt. Im zweiten vollen Geschäftsjahr lag der Umsatz bei mehr als zwei Millionen Euro, für 2026 peilt das Unternehmen sechs Millionen Euro und erstmals Profitabilität an. Seit 2025 ist Fußballprofi Thomas Müller, über eine siebenstellige Finanzierungsrunde, als Investor an Bord. Das Tagesgeschäft liegt von Beginn an bei Brady als CEO, Ihlenfeld und Bezdeka verantworten Produktvision und Design.

Bekannt sind die beiden vor allem durch woom: 2013 in einer Wiener Garage gegründet, ab 2015 von Klosterneuburg aus gewachsen und im Geschäftsjahr 2025 bei rund 149 Millionen Euro Umsatz. Aus der operativen Führung des Kinderfahrradherstellers haben sie sich 2022 zurückgezogen, seither sind sie dort Miteigentümer und im Beirat. Seit 2025 geben sie mit soundslikeaplan ihr Wissen an andere Gründer:innen weiter. Es ist das einzige der drei Unternehmen, das sie selbst operativ betreiben, und der Grund, warum sie beim Wiener Büro mit an Bord sind.

„Wenn du schnell sein willst, musst du im selben Raum sitzen“

Bisher waren die Teams auf zwei Standorte verteilt: Operations und Marketing von poptop in Traiskirchen, die Produktentwicklung gemeinsam mit dem soundslikeaplan-Team im 19. Wiener Gemeindebezirk. Was nach Arbeitsteilung aussah, sei in Wahrheit ein Effizienzproblem gewesen, heißt es in einer Aussendung: Meetings über zwei Standorte hinweg, Wege, die niemand fahren wollte, Entscheidungen, die zu lange dauerten. „Wenn du schnell sein willst, musst du im selben Raum sitzen. Punkt“, sagt Brady. Es sei der vierte Umzug in drei Jahren.

Zwölf Mitarbeiter:innen, doppelt so viele bis 2028

Den Wechsel nach Wien begründet Brady mit dem Personalbedarf. poptop wachse und brauche qualifizierte Leute, in Niederösterreich sei das schwieriger als nötig. „Niederösterreich hat uns gut behandelt. Aber der Talentpool in Wien ist um ein Vielfaches größer. Wenn wir das Team aufbauen wollen, das poptop in den nächsten Jahren braucht, führt kein Weg an einem zentralen Wiener Standort vorbei“, so der CEO.

Konkret zählt poptop nach eigenen Angaben aktuell zwölf Mitarbeiter:innen. Bis 2028 soll sich das Team verdoppeln, Schwerpunkte sind laut Brady Produktentwicklung sowie Marketing und Sales.

Auch woom hat Niederösterreich verlassen: Das Unternehmen übersiedelte im Februar 2024 von Klosterneuburg in den 19. Wiener Gemeindebezirk, 155 der 162 Beschäftigten wechselten mit. Der Grund war damals allerdings ein anderer, die Geschäftsführung führte Platzmangel an. Ihlenfeld und Bezdeka waren zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr operativ tätig.

Ausgelagert wird die Endmontage, nicht die Produktion

In der Aussendung heißt es, Produktion und Fulfilment würden komplett ausgelagert. Auf Nachfrage von brutkasten präzisiert Brady das: Die Kernproduktion sei immer extern gelaufen, mit den bestehenden Zulieferern arbeite poptop schon bisher zusammen. In Traiskirchen habe das Unternehmen lediglich die Endmontage einzelner Produkte selbst gemacht, und die übernehmen künftig ebenfalls die Zulieferer. „Es geht also nicht um eine Verlagerung eigener Produktion, sondern um die Bündelung von Arbeitsschritten“, sagt der CEO.

Bis Ende Oktober sollen alle Produkte verkaufsfertig an den neuen Fulfilment-Partner Quivo gehen und von dort direkt zu den Kund:innen. Hinter Quivo steht die Wiener LOGSTA GmbH, deren Fulfilment-Center beim Flughafen Schwechat liegt. Die Logistik bleibt damit in Österreich. Parallel baut poptop laut Brady einen zusätzlichen Produktionspartner in Serbien auf, der bereits im Herbst starten soll. Damit stehe die Fertigung künftig auf zwei Beinen – Asien und Europa – und das Unternehmen werde lieferfähiger und flexibler.

Marcus Ihlenfeld begründet den Schritt in der Aussendung so: „Unsere Stärke liegt in Produktentwicklung und Marketing. Das [Anm. Fertigung] können andere besser. Und je früher man das akzeptiert, desto besser.“

Eine Stelle fällt weg

In Produktion und Fulfilment arbeiten nach Angaben von Brady aktuell zwei Personen, im Operations-Team zwei weitere. Eine Stelle im Fulfilment fällt bis Jahresende weg. Eine Person betreut künftig von einem externen Standort aus das gesamte Retourenmanagement und bleibt an Bord. Das zweiköpfige Operations-Team wechselt nach Wien und soll verstärkt werden, weil die Steuerung der externen Produktions- und Fulfilment-Partner mehr Gewicht bekommt. Den Standort Traiskirchen gibt poptop bis Ende Oktober vollständig auf.

Werkstatt und Schauraum ziehen mit

Die Produktentwicklungswerkstatt zieht mit und soll am neuen Standort mehr Platz bekommen. Prototypen sollen künftig direkt neben dem Büro gebaut, getestet, verworfen und neu gemacht werden. Dazu kommt laut Aussendung ein Schauraum, in dem Eltern und der Fachhandel die Produkte direkt am Standort testen können.

Für soundslikeaplan entsteht am neuen Standort außerdem ein eigener Schulungsraum. „Wir haben zehn Jahre lang jede Lektion selbst durchgemacht, mit allen Umwegen und Schmerzen“, sagt Christian Bezdeka. „Wenn wir anderen Gründern ein paar dieser Umwege ersparen können, ist schon viel gewonnen. Dafür brauchen wir einen Raum, in dem das persönlich passiert. Und den haben wir jetzt.“

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AI Summaries

Charity Heroes Austria: Superhelden bei „2 Minuten 2 Mentoren“

  • Was bei Vox „Die Höhle der Löwen“ ist, das ist bei Puls4 „2 Minuten 2 Millionen“ – und während sich Fans der Austro-Gründershow noch bis zur Ausstrahlung der nächsten Staffel gedulden müssen, überbrückt Puls4 die Wartezeit mit einem Spin-off: In zwei Folgen am 1. und 8. September pitchen Unternehmen im Ableger „2 Minuten 2 Mentoren“ um die Gunst von Matthias Strolz, Erich Falkensteiner, Armin Strbac, Ali Mahlodji und Marie Ringler.
  • Allerdings unterstützt die Jury die jungen Gründer diesmal nicht mit Geld, sondern mit Coaching und Kontakten.
  • Neben dem in der brutkasten-Community bereites bekannten Wiener Neustädter Space-Startup Tumbleweed wird am 1. September auch ein Projkt namens „Charity Heroes Austria“ zum Pitch antreten.
  • Ganz im Stil von Patch Adams handelt es sich bei Charity Heroes Austria um engagierte Erwachsene, die kranke Kinder zuhause oder im Spital besuchen.
  • Obfrau und Gründerin der Charity Heroes Austria ist Marlene „Mary“ Mayrhofer.
  • Wenn die Charity Heroes Spenden erhalten, so fließen diese Gelder zum Beispiel in Bastelmaterialien oder Gesichtsfarben – also Betriebsmittel, die den Kindern zugute kommen.

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Charity Heroes Austria: Superhelden bei „2 Minuten 2 Mentoren“

  • Was bei Vox „Die Höhle der Löwen“ ist, das ist bei Puls4 „2 Minuten 2 Millionen“ – und während sich Fans der Austro-Gründershow noch bis zur Ausstrahlung der nächsten Staffel gedulden müssen, überbrückt Puls4 die Wartezeit mit einem Spin-off: In zwei Folgen am 1. und 8. September pitchen Unternehmen im Ableger „2 Minuten 2 Mentoren“ um die Gunst von Matthias Strolz, Erich Falkensteiner, Armin Strbac, Ali Mahlodji und Marie Ringler.
  • Allerdings unterstützt die Jury die jungen Gründer diesmal nicht mit Geld, sondern mit Coaching und Kontakten.
  • Neben dem in der brutkasten-Community bereites bekannten Wiener Neustädter Space-Startup Tumbleweed wird am 1. September auch ein Projkt namens „Charity Heroes Austria“ zum Pitch antreten.
  • Ganz im Stil von Patch Adams handelt es sich bei Charity Heroes Austria um engagierte Erwachsene, die kranke Kinder zuhause oder im Spital besuchen.
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  • Wenn die Charity Heroes Spenden erhalten, so fließen diese Gelder zum Beispiel in Bastelmaterialien oder Gesichtsfarben – also Betriebsmittel, die den Kindern zugute kommen.

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