29.11.2021

Busuu: 385 Millionen Euro-Exit für Hansi Hansmanns erstes Startup

Das Sprachlern-Startup Busuu des österreichischen Gründers Bernhard Niesner wird vom US-EduTech-Riesen Chegg übernommen.
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Bernhard Niesner | (c) Busuu
Bernhard Niesner | (c) Busuu

Seit 13 Jahren ist Busuu mit seiner Sprachlern-Lösung am Markt. In Madrid von den Österreicher Bernhard Niesner und Adrian Hilti (der wenige Jahre nach Gründung ausstieg) gegründet, war das in London ansässige Startup das erste Investment von Österreichs bekanntestem Business Angel Hansi Hansmann. Nun wird es aufgekauft. Das an der New Yorker Börse gelistete kalifornische EduTech-Unternehmen Chegg will Busuu im Frühjahr für 436 Millionen US-Dollar (385 Millionen Euro) übernehmen – das wurde der US-Börsenaufsicht gemeldet.

Busuu: Dieses Jahr 45 Mio. US-Dollar Umsatz

„Diese Partnerschaft gibt uns die Möglichkeit, die enorme Reichweite von Chegg zu nutzen, um unsere Expansion, insbesondere in den USA, voranzutreiben“, kommentiert CEO Niesner in einer Aussendung. Für Chegg ist die Übernahme der Einstieg in den digitalen Sprachlern-Markt. Auch Dan Rosensweig, CEO des Unternehmens, betont das Expansions-Potenzial, das sich durch die Akquisition ergibt: „Es wird uns ermöglichen, weiter in internationale Märkte vorzudringen. Das Team von Busuu, das wir schon seit vielen Jahren kennen, passt kulturell hervorragend zu uns“.

Überzeugt haben das US-Unternehmen gewiss auch die Geschäftszahlen von Busuu, das mehr als eine halbe Million zahlende Abonent:innen für seine Kurse in zwölf Sprachen hat. Dieses Jahr werden 45 Millionen US-Dollar Umsatz erwartet – zuletzt gab es ein jährliches Wachstum von mehr als 20 Prozent. Insgesamt habe der digitale Sprachlern-Markt ein Volumen von weltweit 17 Milliarden US-Dollar, wobei er sich in den kommenden fünf Jahren verdreifachen soll, heißt es von Chegg.

Hansmann: „Es war eine unglaubliche Performance“

Auch von Hansi Hansmann gibt es ein erstes Statement zur Übernahme gegenüber dem brutkasten: „Ich bin natürlich sehr happy, weil Busuu mein erstes Startup-Baby war, das mich zum Business Angel gemacht hat. Es war eine unglaubliche Performance von Berni [Anm. Niesner] über die Jahre hinweg und erst recht in den letzten Monaten“. Erst Anfang 2020 hatte Busuu selbst mit Verbling ein anderes Unternehmen übernommen.

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Instahelp, Mental Health
© Instahelp/Leaders 21 - Bernadette Frech, CEO Instahelp und Florian Gschwandtner, Mitgründer von Runtastic und Foxyfitness.

Hoher Druck, lange Arbeitstage, finanzielle Unsicherheit und große Verantwortung: Die psychische Belastung in Startups ist hoch. Gleichzeitig nehmen viele Gründer:innen und Mitarbeitende professionelle Unterstützung gar nicht oder erst sehr spät in Anspruch.

Instahelp adressiert Startups

„Als Gründer redest du nicht über Erschöpfung, du funktionierst. Dabei ist mentale Gesundheit eine der wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg – darüber wird in der Startup-Welt noch immer viel zu wenig offen gesprochen“, mahnt Florian Gschwandtner, Mitgründer von Runtastic und Foxyfitness.

Deshalb richtet sich das Grazer Mental-Health-Unternehmen Instahelp mit einem neuen Konzept konkret an Startups, für die klassische betriebliche Gesundheitsangebote oft zu aufwändig oder zu teuer sind. Als Alternative bietet die Plattform eine psychologische Online-Beratung an, die sich eigenständig buchen lässt und kein traditionelles Onboarding erfordert. Im Jahr 2026 fällt dafür keine Grundgebühr an. Stattdessen funktioniert das Modell über ein Guthabensystem mit einer Mindestabnahme von zehn Beratungseinheiten. Mitarbeitende können die vertraulichen Termine ortsunabhängig wahrnehmen, was auch Randzeiten wie Abende und Wochenenden einschließt.

Enorme Arbeitsdichte als massives Gesundheitsrisiko

Die Belastung in jungen österreichischen Unternehmen ist häufig strukturell bedingt. Was stellvertretend für den gesamten DACH-Raum in einer Studie des deutschen Startup-Bundesverbands und der Techniker Krankenkasse in Zahlen gegossen wurde, lässt sich nahezu eins zu eins auf die heimische Szene umlegen: 68 % der Gründer:innen sehen die enorme Arbeitsdichte als massives Gesundheitsrisiko, 62 % nennen die ständige berufliche Unsicherheit als wesentlichen Stressfaktor.

Auch im heimischen Ökosystem kommen eine Kultur der ständigen Erreichbarkeit, der oftmals zermürbende Finanzierungsdruck und die Tatsache hinzu, dass in den meist kleinen Teams österreichischer Startups der Ausfall einer einzigen Person oft direkte und weitreichende Konsequenzen für das gesamte Unternehmen hat.

Instahelp-CEO: „Gesundheit kein Luxus“

„Mentale Gesundheitsförderung darf kein Luxus sein, den sich nur große, etablierte Unternehmen leisten können. Gerade in der Gründungsphase, wo viel auf dem Spiel steht und Ressourcen knapp sind, brauchen Menschen Unterstützung“, sagt Bernadette Frech, CEO von Instahelp. „Genau hier wollen wir mit einem Angebot ansetzen, das sich an die Realität junger Unternehmen anpasst und nicht umgekehrt.“

Neben Startups richtet sich das Angebot auch an Vereine, NGOs und KMUs. „In der Startup-Welt reden wir viel über Resilienz, aber noch zu wenig darüber, was Menschen wirklich brauchen, um langfristig leistungsfähig zu bleiben“, sagt René Berger, Mercedes AMG Board Member, Investor und Co-Founder von Instahelp. „Niedrigschwellige psychologische Unterstützung ist ein essenzielles Investment in die wichtigste Ressource jedes Unternehmens: die Menschen dahinter.“

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