11.12.2019

Business Angels/Devils – Wie Business Angels wirklich ticken

Florian Kandler hat in seinem neuen Buch "Business Angels/Devils" beschrieben, wie Business Angels wirklich ticken und worauf Gründer bei der Auswahl achten müssen. Für den brutkasten liefert der Autor in einem Gastbeitrag einen ersten Einblick in die Thematik des Buches.
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Business Angels/Devils
Bis zum 24.12. kann das Buch "Business Angels/Devils" zum halben Preis vorbestellt werden

Ein Muster, das ich immer wieder sehe, ist folgendes: Unerfahrene Gründer denken: Ich habe eine Idee, ich habe ein paar Freunde, mit denen ich sie umsetzen möchte, nächster Schritt: ich hol mir einen Business Angel!

Die Erwartungen der Gründer sind – zum Teil aus jugendlicher Naivität, zum Teil beeinflusst durch die schönmalerische Startup-Folklore – unerreichbar hoch. Der Business Angel soll nicht nur das nötige Geld zuschießen, sondern auch der Coach, Mentor, Branchen-Insider, Tür‑Öffner, Vertriebsprofi und der Opa, den man nie hatte, sein. Und das alles schön verpackt. Und noch ein Mascherl oben drauf.

In vielen Fällen gibt es wenige Monate nach Vertragsabschluss aber schon erste Brösel. „Mühsamer Angel“, sagen die Gründer. „Beratungsresistente Gründer“, klagen die Angels. Die Flitterwochen sind vorbei. Der erste Ehekrach ist da. Oder zumindest beginnt zügig eine gewisse Entfremdung.

+++ Markus Ertler ist Business Angel of the Year 2019 +++

Was ist seit dem Kuss am Notariats-Altar geschehen?

Das Kind ist schon vor dem Notartermin in den Brunnen gefallen. Wenn unerfahrene Gründer auf (unerfahrene) Business Angels treffen, dann fehlt das gegenseitige Verständnis für den jeweils anderen.

„Wenn du deinen Geschäftspartner nicht verstehst, wirst du schlechte Deals machen“, lernte ich vor vielen Jahren von einem meiner Mentoren. Bei Deals, die einen so langfristigen und nachhaltigen Einfluss haben wie Investments in eine Firma, sollten Gründer sehr genau verstehen, wie Business Angels ticken, was sie motiviert, was sie von den Gründer und von der Firma, in die sie investieren, erwarten.

Das Besondere an Business Angels: Keiner tickt wie der andere! Und das Besondere an Startups (und ihren Gründern) in der frühen Phase ihrer Entwicklung: Jedes benötigt etwas anderes, nicht jedes Startup sollte (oder kann) Investoren aufnehmen, und nicht jeder Gründer ist „kompatibel“ mit neuen Co‑Eigentümern.

The good, the bad, and the ugly…

Als Gründer habe ich es in zwei meiner drei Firmen selbst erlebt, welchen Wert – aber auch welche zerstörerische Kraft – Investoren entfalten können. Daher gilt bei der Auswahl deines Business Angels: „Wähle weise!“, wie schon Startup-Coach Yoda so schön sagte.

Wie du deine Business Angels auswählst, aber auch wie du mit ihnen die Verhandlungen führst und wie du sie danach im laufenden Betrieb einbindest sind ganz entscheidende Erfolgsfaktoren. Ein Business Angel, der sich übergangen und ausgegrenzt fühlt, kann schnell zum „Problembären“ werden. Ein unerfahrener Business Angel, der zu Mikromanagement neigt, kann mit professioneller Kommunikation und klaren Regel von dir und deinen Co-Foundern sehr produktiv und hilfreich werden.

Es liegt in deiner Hand! Ich schreibe in meinem Buch nicht nur auf was du achten musst, sondern auch wie du es konkret machen kannst.

So sehen es erfahrenen Angels, Gründer und Insider

Wie ticken erfolgreiche Business Angels wie Niki Futter, Martin Ertler, Hansi Hansmann, Nathalie Karré, Johannes Cech, Karin Kreutzer und Michael Ströck? Wie unterscheiden sich jüngere, weniger erfahrene Angels von diesen Veteranen? Was erwarten Angels von Gründer? Und was können Gründer von guten Business Angels erwarten?

Das habe ich 100 der erfahrensten Business Angels, Gründer und Szene-Insider gefragt und ihre besten Tipps, Stories und Zitate im Buch zusammengefasst. Bis 24.12. kannst du das Business Angels/Devils Buch zum halben Preis hier vorbestellen.


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Das Forschungskonsortium von Focus:lfm. | (c) Jacomo Schlumberger

Ein Elektroauto muss nicht unmittelbar nach dem Anstecken mit voller Leistung laden. Auch Wärmepumpen und Batteriespeicher können ihren Stromverbrauch zeitlich anpassen. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien wird diese Flexibilität zunehmend wichtiger. Photovoltaikanlagen erzeugen beispielsweise vor allem tagsüber Strom, während viele Elektroautos erst am Abend geladen werden. Werden viele solcher Geräte intelligent gesteuert und zu sogenannten Flexibilitätspools gebündelt, könnten sie Stromnetze entlasten und erneuerbare Energie besser nutzbar machen.

Wie groß das Potenzial ist, verdeutlichen Zahlen, auf die das Forschungskonsortium verweist: Einer EU-Analyse zufolge könnte die nachfrageseitige Flexibilität bis 2030 rund 120 Gigawatt erreichen. Momentan sind in der EU rund 44 Gigawatt Pumpspeicherleistung installiert. Zwar können flexible Stromverbraucher große Pumpspeicher nicht vollständig ersetzen, die Zahlen zeigen jedoch, welches Potenzial in Haushalten, Unternehmen und Energiegemeinschaften bislang ungenutzt bleibt.

Genau hier setzt das Forschungsprojekt Focus:lfm (From Open Coexistence to Unified Systems for Local Flexibility Management) an. Unter der Koordination von e7 energy innovation & engineering entwickeln 18 österreichische Partnerorganisationen eine offene digitale Infrastruktur. Beteiligt sind unter anderem die Technologieunternehmen Keba und AVL, der Netzbetreiber Energienetze Steiermark sowie Salzburg Research und Reisenbauer Solutions.

Offene Software soll Geräte miteinander verbinden

Die intelligente Steuerung von Stromverbrauchern ist grundsätzlich nicht neu. Eine zentrale Herausforderung liegt jedoch darin, dass Geräte unterschiedlicher Hersteller häufig eigene Kommunikationssysteme nutzen. Viele bestehende Lösungen sind zudem geschlossen, wodurch die gemeinsame Steuerung aufwendig und kostspielig sein kann.

Focus:lfm entwickelt deshalb ein sogenanntes Open-Source-Framework. Die Software soll unterschiedliche Geräte, Energiemanagementsysteme, Stromhändler und Netzbetreiber über gemeinsame Schnittstellen miteinander verbinden. Bestehende Systeme sollen dabei nicht ersetzt, sondern vernetzt werden.

Auch der Zeitpunkt des Forschungsprojekts ist laut Projektkoordinator Guntram Preßmair günstig. Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) schafft die Grundlage für einen Markt, auf dem Netzbetreiber flexible Stromverbraucher gezielt zur Entlastung ihrer Netze einsetzen können. Anders als auf bisherigen Strommärkten spielt dabei eine entscheidende Rolle, wo sich die Anlagen befinden. So könnten beispielsweise Elektroautos oder Batteriespeicher in einem bestimmten Netzgebiet helfen, lokale Engpässe zu beheben.

Startups sollen eigene Geschäftsmodelle entwickeln können

Besonders für kleinere Technologieunternehmen soll die offene Software neue Möglichkeiten schaffen. Denn die gesamte technische Verbindung vom einzelnen Gerät bis zur Vermarktung der Flexibilität selbst aufzubauen, ist laut Preßmair für kleine Unternehmen kaum machbar. „Deswegen wollen wir denen ein Open-Source-Werkzeug in die Hand geben“, erklärt er.

Mit Focus:lfm sollen Startups eine kostenlos verfügbare technische Grundlage erhalten, auf der sie eigene Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickeln können. Ein Unternehmen, das beispielsweise Prognosen zum Energieverbrauch erstellt, könnte seine Lösung mit der Infrastruktur verknüpfen, ohne selbst sämtliche technischen Schnittstellen entwickeln zu müssen.

Ein begleitendes Accelerator-Programm soll Unternehmen bei der Integration unterstützen. Sobald erste Prototypen verfügbar sind, sollen interessierte Betriebe die Software erproben und Rückmeldungen zur Weiterentwicklung geben. Dadurch will das Projekt bereits während seiner Laufzeit eine möglichst breite Nutzerbasis aufbauen.

Praxistests bis 2030 geplant

Die entwickelte Infrastruktur soll zunächst in Simulationen und Laborumgebungen getestet werden. Anschließend sind Feldtests mit Elektroauto-Ladeinfrastruktur, Elektroboilern und Energiemanagementsystemen geplant. Auch Energiegemeinschaften und das Reallabor Waldviertel sollen eingebunden werden.

Das Projekt ist im Juni 2026 gestartet und läuft über 48 Monate. Gefördert wird es aus Mitteln des Klima- und Energiefonds sowie des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur.

Langfristig soll ein Konsortium aus Industriepartnern die Weiterentwicklung der Software tragen. Für Preßmair wäre das optimale Ergebnis, wenn bis zum Projektende 2030 rund zehn Unternehmen die Infrastruktur aktiv nutzen und damit eigene Geschäftsmodelle betreiben.

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Business Angels/Devils – Wie Business Angels wirklich ticken

Ein Muster, das ich immer wieder sehe, ist folgendes: Unerfahrene Gründer denken: Ich habe eine Idee, ich habe ein paar Freunde, mit denen ich sie umsetzen möchte, nächster Schritt: ich hol mir einen Business Angel! Die Erwartungen der Gründer sind – zum Teil aus jugendlicher Naivität, zum Teil beeinflusst durch die schönmalerische Startup-Folklore – unerreichbar hoch. Wenn unerfahrene Gründer auf Business Angels treffen, dann fehlt das gegenseitige Verständnis für den jeweils anderen. Ein Business Angel, der sich übergangen und ausgegrenzt fühlt, kann schnell zum „Problembären“ werden. Das habe ich 100 der erfahrensten Business Angels, Gründer und Szene-Insider gefragt und ihre besten Tipps, Stories und Zitate im Buch zusammengefasst.

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