04.10.2021

Business Angel einfach erklärt: Female Founders Gründerin Lisa Fassl und CEO von aaia Laura Egg

Lisa Fassl und Laura Egg erzählen in der achten Folge des Podcasts "Rika gründet" von Business Angels, VCs und vom Frauenmangel in der Technologiebranche.
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Co-Gründerin von Female Founders, Lisa Fassl, und CEO von aaia, Laura Egg im Gespräch mit Rika Mader (c) Max Pointinger/brutkasten

Was macht ein Business Angel überhaupt und was passiert in einem Venture Capital Fonds? Bin ich überhaupt Investment-Ready? Was sind die ersten Schritte? Wer passt zu mir und meinem Unternehmen? Was gehört in meinen Pitch? Diesen und weiteren Fragen durchleuchten die beiden Frauen im Podcast.

„Es gibt zu wenige Frauen in der Technologiewelt“

Doch, das sind nicht die einzigen Themen, die Relevanz haben. Wie aus dem Gespräch mit Egg und Fassl ersichtlich wird, gibt es nicht nur zu wenige weibliche Business Angels, sondern auch einen Mangel an Gründerinnen und Frauen in der Technologiebranche.

Daher hat sich besonders Female Founders zum Ziel gemacht, Frauen Möglichkeiten und Chancen im technologischen und innovativen Bereich zu bieten. Aus diesem Anlass heraus wird in der zehnten Folge von „Rika gründet“ diesem Dilemma auf den Zahn gefühlt. Mit dabei: Geschäftsführerin von WoMentor, Desiree Jonek.


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Der Podcast des brutkasten „Rika gründet“ kann über die folgenden Plattformen gehört und abonniert werden.

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Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz
Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz

Schon seit mehr als einem Jahr ist Reploid nun an der Wiener Börse (und plant bereits den Wechsel in den prime market, wie brutkasten berichtete). Eine große Aktienemission gab es bislang aber nicht. Stattdessen nutzte das Welser Insektenzucht-Scaleup auch nach dem Listing andere Finanzierungsformen, wie eine umsatzbasierte Finanzierung, Crowdinvesting und einen großen Wachstumskredit.

Darlehen werden 2027 verpflichtend in Aktien umgewandelt

Nun kündigte Reploid in einer verpflichtenden Meldung an, bis 31. 12. bis zu 30 Millionen Euro aufnehmen zu wollen und macht dies abermals nicht via Aktienemission, aber mit einem Instrument, das dieser schon recht nahe kommt: Das Scaleup emittiert eine Wandelschuldverschreibung. Dabei wird das nun aufgenommene Kapital verpflichtend zwischen 15. August und 9. September 2027 in Aktien umgewandelt.

Das passiert zum dann aktuellen Aktienkurs bzw. zu einem Durchschnittskurs, allerdings mit einem Discount von 20 Prozent. Bis dahin bekommen die Zeichner:innen auf das formell unbesicherte und nachrangige Darlehen zudem einen Zinssatz von 2,5 Prozent p.a.. Das Angebot richtet sich allerdings nur an einen geschlossenen Kreis. Die Mindestzeichnungssumme beträgt 100.000 Euro.

Vorteile im Vergleich zu Aktienemission

Die Vorteile für Reploid bei dieser Vorgehensweise liegen indessen auf der Hand. Erstens ist die Wandelschuldverschreibung, im geschlossenen Kreis platziert, regulatorisch deutlich einfacher handzuhaben als eine Aktienemission. So muss etwa kein öffentlicher Prospekt erstellt werden und es gibt keinen aufwändigen Zulassungsprozess. Zweitens hat das Scaleup die Chance, die Unternehmensbewertung bis zur Wandlung so weit zu steigern, dass das aufgenommene Kapital vergleichsweise günstiger wird.

Zweiteres könnte wiederum durch die erfolgreiche Aufnahme des Kapitals als Erfolgsmeldung begünstigt werden. Generell muss sich Reploid nach wie vor beweisen: Der zuletzt veröffentlichte Jahresabschluss 2025 weist zwar an der Oberfläche beachtliche Gewinne aus, bei genauerer Betrachtung zeigt sich aber eine durchaus komplexe Situation, wie brutkasten analysierte.

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