04.10.2021

Business Angel einfach erklärt: Female Founders Gründerin Lisa Fassl und CEO von aaia Laura Egg

Lisa Fassl und Laura Egg erzählen in der achten Folge des Podcasts "Rika gründet" von Business Angels, VCs und vom Frauenmangel in der Technologiebranche.
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Co-Gründerin von Female Founders, Lisa Fassl, und CEO von aaia, Laura Egg im Gespräch mit Rika Mader (c) Max Pointinger/brutkasten

Was macht ein Business Angel überhaupt und was passiert in einem Venture Capital Fonds? Bin ich überhaupt Investment-Ready? Was sind die ersten Schritte? Wer passt zu mir und meinem Unternehmen? Was gehört in meinen Pitch? Diesen und weiteren Fragen durchleuchten die beiden Frauen im Podcast.

„Es gibt zu wenige Frauen in der Technologiewelt“

Doch, das sind nicht die einzigen Themen, die Relevanz haben. Wie aus dem Gespräch mit Egg und Fassl ersichtlich wird, gibt es nicht nur zu wenige weibliche Business Angels, sondern auch einen Mangel an Gründerinnen und Frauen in der Technologiebranche.

Daher hat sich besonders Female Founders zum Ziel gemacht, Frauen Möglichkeiten und Chancen im technologischen und innovativen Bereich zu bieten. Aus diesem Anlass heraus wird in der zehnten Folge von „Rika gründet“ diesem Dilemma auf den Zahn gefühlt. Mit dabei: Geschäftsführerin von WoMentor, Desiree Jonek.


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Context64.ai CEO & Founder Marko Lah (r.) mit COO Jan Bernasch (l.)

Das steirische Startup Context64.ai, gegründet von Marko Lah, hat sich auf die Bereitstellung horizontaler und industrieagnostischer KI-Infrastruktur spezialisiert. Erst Anfang des Jahres ging das Unternehmen mit der deutschen 3DSE Management Consultants GmbH eine strategische Allianz ein – brutkasten berichtete. Nun stellen die Grazer die technologische Plattform für die neue „Data2AI“-Produktlinie des deutschen Softwareentwicklers Emposo bereit.

Klare Rollenverteilung

Die Rollenverteilung bei der Kooperation ist klar: Context64 stellt die Plattform, Emposo baut daraus fertige Kundenlösungen. Emposo ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Hays Holding. Während der Mutterkonzern Hays primär als weltweit agierender Personaldienstleister im Recruiting-Bereich bekannt ist, konzentriert sich Emposo als spezialisierter Lösungsanbieter auf IT- und Engineering-Dienstleistungen sowie die Abwicklung von Werk- und Serviceverträgen. Nach einer einjährigen Pilotphase wurde die Zusammenarbeit mit dem Grazer Startup nun fest verankert.

Strukturierte Daten statt KI-Halluzinationen

Der Software-Stack von Context64.ai setzt beim sogenannten Kontextproblem herkömmlicher Sprachmodelle an. Über den „Data Context Hub“ werden verteilte Unternehmensdaten – darunter Anforderungen, Stücklisten und Qualitätsdaten – in einem Knowledge Graph miteinander vernetzt.

Die ergänzende Komponente „M4AI“ (Memory for AI) ermöglicht KI-Agenten den gezielten Zugriff auf dieses strukturierte Wissen. Dadurch navigieren die Agenten entlang der realen Unternehmensstruktur, anstatt isolierte Dokumente zu durchsuchen. Das soll Verarbeitungszeiten verkürzen, Fehlantworten (Halluzinationen) minimieren und den Ressourceneinsatz senken.

Pilotprojekt im Automobil-Sektor

Als ersten produktiven Anwendungsfall nennen die Unternehmen ein Projekt aus dem Automobil-Engineering, bei dem ausführbare Testfälle automatisiert aus Spezifikationen und Signaldaten erzeugt werden. Laut Aussendung führte der Einsatz der Software in dem langjährigen Kundenprogramm zu einer siebenfachen Produktivitätssteigerung gegenüber der zuvor wochenlangen manuellen Erstellung.

Context64.ai-Gründer Marko Lah sieht in dem Projekt ein übergeordnetes Muster für den Markt: „KI selbst wird zur Commodity – entscheidend ist, was darunter liegt: die saubere Vernetzung von Daten über Systemgrenzen hinweg, Präzision, effizienter Token-Einsatz.“, argumentiert er. „Die Domänenexperten sitzen bereits in den Unternehmen. Was fehlt, ist die Infrastruktur, dieses Wissen mit KI zu verbinden – die liefern wir als Plattform.“

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