07.03.2023

Burger King: Österreichs erste rein vegane Filiale ist wieder Geschichte

Im Juli 2022 eröffnete am Wiener Westbahnhof Österreichs erstes Burger King Restaurant, das ausschließlich vegane Produkte im Sortiment führte. Der Standort wurde nun wieder in eine "reguläre Filiale" umgewandelt, wie der Filialleiter gegenüber brutkasten bestätigt.
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Burger King
(c) Burger King

Österreich erste rein vegane Burger King Filiale ist nach nur neun Monaten Betrieb wieder Geschichte. Das geht aus einem Social Media Posting eines Users in der Facebook Gruppe „Wien Vegan 2.0“ hervor. Auf dem Bild sind Arbeiter zu sehen, die das grüne Branding der Filiale entfernen. Zudem ziert wieder ein „klassisches Burger King Logo“ den Eingangsbereich. An der rein veganen Filiale war zuvor ein in Grün und Weiß gehaltenes Burger King Logo angebracht, das sich bewusst von der rot-gelben Farbwelt der Marke abhob.

Filialleiter bestätigt Umwandlung

Wie der Filialleiter gegenüber brutkasten in einem Telefonat bestätigt, wurde die Filiale am Wiener Westbahnhof in eine reguläre Filiale umgewandelt. „Wir bieten neben dem veganen Sortiment auch wieder Fleischburger an und haben für unsere Gäste regulär geöffnet“, so der Leiter. Zu den Gründen, warum Österreichs erste rein vegane Burger King Filiale in eine reguläre Filiale umgewandelt wird, wollte sich der Filialleiter allerdings nicht äußern. Auch eine Anfrage des brutkasten an TQSR Group, dem österreichischen Masterfranchise der Marke Burger King, blieb bislang unbeantwortet. Eine entsprechende Information an Kund:innen, z. B. über die Facebook-Seite von Burger King Österreich, gab bis am Dienstagnachmittag auch noch nicht. Auf der Facebook-Seite der Kette wird lediglich das vegane Sortiment in den regulären Filialen beworben.

Burger King Filiale war ein Test

Bereits im Zuge der Eröffnung kündigte Burger King an, dass es sich um einen Art Pilottest in Österreich handelt. So schrieb das Unternehmen in eigens angelegten FAQs: „Umso höher die Nachfrage, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Restaurant auch längerfristig 100 Prozent vegan bleibt.“ Ob schlussendlich die fehlende Nachfrage dazu führte, dass die Kette das Restaurant am Westbahnhof wieder in eine reguläre Filiale umgewandelt hat, bleibt allerdings offen.

Die Eröffnung im Juli 2022 ging mit einem großen internationalen Medienecho einher. Am Tag der Eröffnung bildete sich zudem in der U-Bahnstation eine Menschenschlange bis zum Ausgang Mariahilfer Straße. Auf positive Resonanz stoß die Eröffnung des ersten veganen Restaurants auch bei der Tierschutzorganisationen wie PETA. Zudem sprach Felix Hnat, Obmann der Veganen Gesellschaft Österreich, damals von einer „starken Signalwirkung“.


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V.l.n.r. LH Stv. Stephan Pernkopf, COO Gate Space Johannes Pammer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher | © NLK Filzwieser

Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.

Unabhängigkeit und Wertschöpfung

Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“

Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“

Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen

Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.

Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.

Der Beatconsat (Bildmitte) wurde von Gate Space im Auftrag des Verteidigungsministeriums entwickelt. | © brutkasten

Auf Space Factory folgt Ausbau von Space Hub

Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Space Region Lower Austria

In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.

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