02.11.2021

Build & Putt: Minigolf für den Küchentisch 

Der Niederösterreicher Klaus Endres entwickelte mit Build & Putt ein neues Gesellschaftsspiel, das vielfältige Variationen bietet.
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Gesellschaftsspiel, Spiele, Schule, Kindergarten, Freizeit, Minigolf, Golf
(c) Build & Putt: Das Spiel gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen.

Pullunder-tragende ältere Männer, die über weitläufige Grünflächen schlendern. Golf als Sport ist mit vielen Vorurteilen behaftet. Minigolf hingegen ist für viele Menschen hingegen eine Freizeitbeschäftigung für Familien, Jugendliche und Ältere. Das Grundprinzip hinter dem Sport wandelte Klaus Endres in ein Gesellschaftsspiel um und nannte es Build & Putt.

Bis zu vier Personen können die Bahnen aus einzelnen Holzbausteinen zusammensetzen. Im Anschluss geht es darum, wer die färbigen Kugeln (Golfbälle) mit möglichst wenigen Schlägen in das Ziel bringt. Neben einem kleinen Holz-Putter funktioniert das auch mit der eigenen Puste oder den Fingern.

Dabei sind nicht nur Schwierigkeitsgrads-Variationen bei der Gestaltung der Bahn, sondern auch bei den Größen der Kugeln möglich. Das Spiel kann also an viele Zielgruppen angepasst werden. Dennoch richtet sich das Unternehmen an Kinder, die mit „Build and Putt“ ihre motorischen Fähigkeiten, Hand-Augen-Koordination und Kreativität vertiefen und üben sollen.

Faire Produktionsbedingungen

Die einzelnen Bausteine und Teile bestünden aus Holz, das ausschließlich heimisch sei. Das Unternehmen achte bei der Herstellung außerdem auf faire Produktionsbedingungen für Mitarbeitende. Durch die Verwendung des Rohstoffes Holz sei das Spiel auch einfach recyclebar.

Erweiterungsmodule sollen dafür sorgen, dass das Spiel auch noch nach längerer Zeit interessant bleibt. Laut der Homepage des Unternehmens, gäbe es auch schon weitere Ideen, wie Build & Putt spielerisch Wissen aus Geschichte und Kunst vermitteln könnte.

Klaus Endres hatte zuvor Erfahrungen als Projektleiter im Bereich Maschinenbau, Forschung und Entwicklung und Produktsicherheit gesammelt. Der Niederösterreicher entwickelte zwei Produktreihen. Während er sich mit der einen direkt an Familien, Vereine oder Senior:innen richtet, stehen bei der „Pedagogic Edition“ Kindergärten, Horte und Schulen im Vordergrund.

Promo-Video Build & Putt

In der nächsten Folge von „2 Minunten 2 Millionen“ stellt Klaus Endres sein Produkt den Investor:innen vor. Außerdem in dieser Sendung: ecolodge, Bitter & Friends, Trinkhanf und Revo foods.

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KI-Pionier Sepp Hochreiter ist Co-Founder und Chief Scientist von NXAI | (c) NXAI
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Das Linzer KI-Startup NXAI hat sein neuestes Modell TiRex-2 veröffentlicht. Die Entwicklung des sogenannten „Time Series Foundation Models“ (Zeitreihen-Basismodell) stand unter der wissenschaftlichen Leitung von KI-Pionier Sepp Hochreiter, der Mitgründer ist und als Chief Scientist des Startups fungiert.

Das Modell wurde auch als Open-Source-Software frei zugänglich gemacht. Es ist darauf spezialisiert, historische Datenreihen aus der Industrie zu analysieren, um zukünftige Entwicklungen vorherzusagen. In der Presseaussendung zum Release zeigt sich das Startup selbstbewusst: „Europa kann doch SOTA-Modelle“ (Anm. State of the Art). Laut Hochreiter teilt sich das neue Modell in den offiziellen Bestenlisten „die Spitzenplätze mit AWS“.

Mehrere Signale gleichzeitig im Blick

Die wesentliche technische Neuerung des Modells liegt in der Verarbeitung multivariater Zeitreihen. Während herkömmliche Vorhersagesysteme oft nur eine einzelne Datenreihe anhand ihrer eigenen Vergangenheit analysieren, bezieht TiRex-2 zusätzliche Einflussfaktoren – in der Fachsprache Kovariaten genannt – mit ein. Für Industrieunternehmen soll das zum entscheidenden Vorteil werden, da Maschinen und Prozesse selten nur ein isoliertes Signal erzeugen. In der Praxis bedeutet dies: Will ein Logistik- oder Energiebetrieb den künftigen Verbrauch prognostizieren, kann das Modell neben den historischen Verbrauchsdaten auch begleitende Faktoren wie das Wetter, Kalenderdaten oder Produktionspläne auswerten. Das macht die Vorhersagen präziser und aussagekräftiger.

xLSTM soll Effizienz-Boost bringen

Im Gegensatz zu bekannten KI-Systemen wie ChatGPT, die auf der speicherintensiven Transformer-Architektur basieren, nutzt TiRex-2 das von Hochreiter mitentwickelte xLSTM-Verfahren. Das soll ein zentrales Problem industrieller Live-Anwendungen lösen: Bei kontinuierlich einlaufenden Datenströmen (Streaming) explodiere bei herkömmlichen Systemen nämlich der Rechen- und Speicheraufwand, argumentiert man beim Startup. TiRex-2 hingegen verarbeitet Daten sequenziell und aktualisiert fortlaufend einen internen Zustand. Dadurch würden der Speicherbedarf und die Rechenkosten auch bei unbegrenzten Datenströmen konstant niedrig bleiben. Lukas Fischer, Head of Applied Research bei NXAI, erklärt dazu: „Mit TiRex-2 können wir kontinuierliche Datenströme in Echtzeit analysieren, ohne Einbußen bei der Modellperformance.“ Dies prädestiniert das Modell für den direkten Einsatz an Maschinen vor Ort (Edge-Anwendungen).

„Kunden müssen für unterschiedliche Maschinen nicht immer ein neues KI-Modell trainieren“

Die Leistungsfähigkeit des Modells wird durch das begleitende wissenschaftliche Paper des Forscherteams untermauert. Darin zeigen die Wissenschaftler, dass sich TiRex-2 besonders gut für das sogenannte Zero-Shot-Forecasting eignet. Das bedeutet, dass das Modell ohne vorheriges, spezielles Training präzise Vorhersagen für völlig neue Maschinentypen oder Datensätze treffen kann.

Laut dem CEO von NXAI, Albert Ortig, bringt diese Generalisierungsfähigkeit handfeste wirtschaftliche Vorteile im Betrieb: „Die Kunden müssen für unterschiedliche Maschinen nicht immer ein neues KI-Modell trainieren.“ Ein weiterer Vorzug des vergleichsweise kompakten Modells mit 82 Millionen Parametern ist, dass es auf Wunsch direkt auf den eigenen Servern der Kunden (On-Prem) betrieben werden kann, was die Datensicherheit für sensible Industrie-Prozesse erhöht.

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