05.06.2020

brutkasten Magazin #10 „Re-Startup nach der Coronakrise“ gratis online lesen

Wirtschaft hochfahren, Learnings nutzen, anders denken: Das druckfrische brutkasten Magazin #10 ist da - und beleuchtet, wie auch diese Krise eine Chance sein kann.
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Liebe Leserinnen und Leser,

Die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben Mitte März in Abwehr gegen die Coronavirus-Pandemie „herunterzufahren“, ging ausgesprochen schnell. Das „Wiederhochfahren“, der „Restart“, wird uns Jahre lang beschäftigen. Erstens, weil viele Maßnahmen, durch die einige Branchen massiv beeinträchtigt werden, nur durch einen Impfstoff obsolet werden können. Zweitens, weil innerhalb der wenigen Wochen nach dem „Herunterfahren“, dem „Shutdown“, ein in der jüngeren Geschichte beispielloser wirtschaftlicher Schaden entstanden ist. Die außergewöhnliche Dynamik, die sich in dieser Krise schon bislang gezeigt hat und die Frage, wie der Restart – vor allem für die Startups des Landes – von statten gehen kann, ist Gegenstand unserer Coverstory „Die Welt nach dem Lockdown“ sowie eines Interviews mit IHS-Chef Martin Kocher in der aktuellen Ausgabe unseres Print-Magazins.

Klima und Corona: Zwei Krisen mit einer Klappe?

Auch haben wir in diesem Heft die Frage nach möglichen – auch politisch forcierten – „Updates“ im Zuge des Wiederhochfahrens gestellt: Kann es etwa gelingen, mit einem „grünen“ Restart „Zwei Krisen mit einer Klappe“ zu schlagen und im Rahmen der Konjunkturpakete Klima- und Biodiversitätsschutz zu priorisieren? Über ein dafür notwendiges gesellschaftliches Umdenken haben wir unter anderem auch mit Impact-Investor Martin Rohla im Interview gesprochen.

Ein zweites derzeit viel diskutiertes Update ist „Die neue Regionalität“ – ein Thema, das wir anhand eines konkreten Startup-Beispiels beleuchtet haben. Passend dazu stellen wir Homeoffice Tools aus Österreich vor.

Neue Technologien während und nach der Coronakrise

Großteils nicht heruntergefahren wurde im Lockdown die Arbeit mit neuen Technologien. Im Gegenteil: Es gab einen noch nie dagewesenen Digitalisierungs-Schub, der – wie eine anhaltende Datenschutz-Debatte zum „Virus-Überwachungsstaat“ zeigt – schon bislang nicht ganz friktionsfrei abgelaufen ist. Genauer haben wir uns auch die Bereiche Artificial Intelligence, Blockchain, FinTech, 5G und Biohacking angesehen – natürlich ebenfalls im Hinblick auf die Chancen, die diese Technologien im Rahmen des Restart bieten.

+++Rückblick: der brutkasten Magazin #9 – Vom Startup zum Scaleup+++

In unserem Leitartikel geht es übrigens unter anderem darum, wie in der Coronakrise – nicht ganz so wie in Hollywood-Filmen – Nerds zu Helden wurden. Denn freilich lässt sich der Restart nicht mit Technologie allein bewerkstelligen – es braucht die richtigen Menschen. Wie man sich selbst auf die neuen Herausforderungen einstellen und das Beste daraus machen kann, zeigen wir in unserem Ratgeber-Teil: Etwa zu den Themen Marketing, Web-Auftritt und Investorensuche.

Abgerundet wird auch dieses Heft durch unsere Standards. Die „Startup Faces“ haben wir diesmal gefragt, was es braucht, damit Österreichs Startups die Coronakrise überwinden können. Für unsere Erfolgsportraits haben wir uns drei Personen aus sehr unterschiedlichen Ecken vom sehr jungen Gründer bis zur erfahrenen Top-Managerin ausgesucht.

Wo Ihr das neue brutkasten-Magazin lesen könnt

Die aktuelle Ausgabe des brutkasten-Printmagazins lag am 31. Mai der „Presse am Sonntag“ bei und ist nun unter anderem in diversen Coworking Spaces zu finden. Falls Ihr euch aber nach wie vor im Home-Office-Modus befindet, könnt Ihr das Magazin in voller Länge gratis unter diesem Link lesen.

Möge euch, liebe Leser, der Restart gelingen und möget ihr dabei die richtigen Updates installieren! Die richtige Lektüre dazu habt ihr nun schon einmal.

Eure brutkasten-Redaktion

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Manuel Prohaska ist Gründer von MPC² | (c) LA-Cinematics / MPC²

Es ist eines dieser Themen, mit denen sich Normalverbraucher:innen im Alltag zwar nicht beschäftigen, die aber letztlich indirekt alle betreffen: Korrosionsprüfung. Oder sehr vereinfacht gesagt: Rohre müssen leckagefrei sein und bleiben, vor allem dort, wo nicht nur sinnbildlich mit Hochdruck gearbeitet wird.

Doch die Überprüfung der Korrosionsbeständigkeit kritischer Komponenten bei bestehenden Anlagen ist mit dem derzeitigen Standard-Prozedere schwierig bis schlicht unmöglich. „Die regelmäßige Korrosionsprüfung ist in manchen Märkten und Anwendungen verpflichtend, kann jedoch verlässlich nur im Labor durchgeführt werden. Dazu müssen Bauteile ausgebaut werden, was teilweise einfach nicht möglich ist. Daher behilft man sich oft mit separaten ‚Qualifizierungsstücken‘, vor allem während der Fertigung der Komponenten. Und dann dauert die Überprüfung im Labor mindestens eine, oftmals bis zu sechs Wochen“, sagt Manuel Prohaska, Gründer des steirischen Startups MPC².

Korrosionsprüfung direkt vor Ort in Stunden statt Wochen

Mit dem patentierten System „Corrosion Ray“ arbeiten er und sein Team an einer Lösung. „Wir versuchen, die Korrosionsprüfung zu revolutionieren, indem wir sie zum Kunden bringen, anstatt der Kunde die Proben zu uns ins Labor“, sagt Prohaska. Mit dem mobilen Gerät lassen sich Rohre und insbesondere deren Schweißnähte ohne Beschädigung direkt vor Ort prüfen. „Wir nutzen dazu elektrochemische Methoden und liefern Ergebnisse, die qualitativ und vor allem quantitativ Laborergebnissen entsprechen“, so der Gründer.

Nicht nur die Überprüfungszeit lasse sich damit von Wochen auf Stunden reduzieren. „Auch der Umweltaspekt ist nicht zu vernachlässigen. Wir sparen mit der Methode im Vergleich zur konventionellen Auslagerungsprüfung 99 Prozent der Energie, brauchen kaum Chemikalien und deutlich weniger Wasser“, sagt Prohaska. Für Kunden sei aber der finanzielle Aspekt am entscheidendsten. „Bei großen Anlagen bedeutet ein Tag Ausfall sechs- bis siebenstellige Einbußen“.

„Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit“

Prohaska weiß sehr genau, wovon er spricht. In seinen früheren beruflichen Stationen baute der studierte Werkstoff- und Korrosionswissenschaftler nicht nur genau die fachliche Expertise auf, die er jetzt mit MPC² umsetzt. Als Geschäftsführer von Betrieben mit mehreren Hundert Mitarbeiter:innen lernte er auch die betriebswirtschaftliche Seite genau kennen.

(c) LA-Cinematics / MPC²

Aktuell befindet sich „Corrosion Ray“ aber noch im fortgeschrittenen Prototypen-Stadium. Die Technologie dahinter nicht: Schon jetzt setzen mehrere Stahlkonzerne, Komponenten-Hersteller und Chemie-Riesen, die auch die Zielgruppe für das neue System sind, auf die bestehenden Korrosionsprüfungs-Angebote von MPC² – teilweise mit sechsstelligen Auftragseingängen. „Wir haben einen speziellen Prüfstand, mit dem wir unsere Methode auch mit konventionellen Korrosionsprüfungen vergleichen. Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit, als mit den alten Methoden, die lange dauern und gleichzeitig relativ ungenau sind“, so Prohaska.

Mit Predictive Maintenance auf den Weltmarkt

Momentan ist das Angebot mit diesem Prüfstand noch der lukrativste Geschäftsbereich des Unternehmens. In den kommenden Jahren soll sich das ändern. Bis 2035 will MPC² auf 60 Millionen Euro Jahresumsatz anwachsen. Davon soll „Corrosion Ray“ laut Plan 65 bis 70 Prozent bringen. Technologisch soll dann der Bereich Predictive Maintenance im Zentrum stehen. „Wir können Kunden schon jetzt sehr genau sagen, wo es in ein paar Jahren Probleme beim Material geben wird. Mit den Daten, die wir jetzt dazu sammeln, wollen wir diese Lebensdauer-Vorhersage mit Hilfe von KI künftig noch deutlich präziser machen“, erklärt Prohaska.

Um diese Ziele umzusetzen, will das vierköpfige Team in einem ersten Schritt 600.000 Euro Investment-Kapital aufnehmen, mit dem die Kleinserienfertigung von „Corrosion Ray“ aufgebaut werden soll. „Wir halten schon jetzt Ausschau nach strategischen Investoren. Noch wichtiger werden die, wenn es in einigen Jahren an die große Produktion geht“, sagt der Gründer. Dann sei auch eine größere Kapitalrunde geplant.

aws als größter Fördergeber – „sonst wären wir nicht so weit gekommen“

Bislang finanziert sich das Unternehmen aus den eigenen Umsätzen und aus Förderungen. Dank der hohen Auftragseingänge werden kommendes Jahr die Unternehmenseinnahmen erstmals den Förderbetrag übersteigen. Dennoch sei man noch auf die Fördergelder angewiesen. „Den mit Abstand größten Anteil beim Fördervolumen hatten die Programme aws Preseed und aws Seedfinancing – Deep Tech“, erzählt Prohaska. „Das war extrem wichtig, sonst wären wir nicht so weit gekommen.“ Dabei betont der Gründer auch das Service: „Wenn man etwas gebraucht hat, waren sie immer da.“


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

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brutkasten Magazin #10 „Re-Startup nach der Coronakrise“ gratis online lesen

  • Coverstory: Wie wir nach dem Corona-Lockdown die Wirtschaft wieder hochfahren
  • Schwerpunkt EcoTech: Zwei Krisen mit einer Klappe
  • Gründen am Land – am Beispiel Wohnwaggon
  • Tech-Schwerpunkte: AI, Blockchain, FinTech,  5G und der Mensch der Zukunft.

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