11.01.2017

Stockholmer Mediengruppe Bonnier steigt bei Wiener Startup KnowledgeFox ein

Der schwedische Medienkonzern Bonnier beteiligt sich beim Wiener Startup KnowledgeFox. Über die Höhe des Investments ist bisher noch nichts bekannt.
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Karmo Kaas-Lutsberg (links) von Bonnier und Peter Bruck (rechts) von KnowledgeFox.
Karmo Kaas-Lutsberg (links) von Bonnier und Peter Bruck (rechts) von KnowledgeFox.

Am Mittwoch-Morgen erfuhren die Medien von dem Paukenschlag im eBiz: Der Medienkonzern Bonnier mit Sitz in Stockholm steigt beim Wiener Startup KnowledgeFox ein. Der Vertrag soll am Dienstag unterzeichnet worden sein. Über die Höhe des Investments wird derzeit noch geschwiegen. Nach dem Investment hält Bonnier nun laut Angaben von KnowledgeFox 51 Prozent des Unternehmens.

Der Durchbruch des Micro-Learnings

KnowledgeFox war im Jahr 2012 das erste Startup, das eine Mobile- und Micro-Learning App für nachhaltiges Lernen auf den Markt gebracht hat. „Wir sind die ersten, die ein derartiges Match um Wissen anbieten, bei dem ein messbarer Lernerfolg erzielt werden kann“, sagt Gründer und CEO von KnowledgeFox Peter A. Bruck. Nachdem der User eine Antwort einloggt, bleibt die richtige Antwort mit einer Erklärung stehen.

Redaktionstipps

Eine strategische Partnerschaft

“Mit mehr als 50 Bestandskundinnen und -kunden mit Firmensitzen in 23 Ländern der Erde war es an der Zeit, sich um einen neuen strategischen Partner für die nächsten Jahre umzusehen”, sagte Bruck am Mittwoch. Auch bei Bonnier freue man sich: “Der Erwerb von KnowledgeFox ist ein Baustein des strategischen Plans von Bonnier Business to Business, um unsere Angebote an B2B-Kunden im Bereich der Wissensentwicklung zu stärken”, sagt Kaas-Lutsberg, CEO des schwedischen Unternehmens.

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v.l. Kilian Kaminsiki und Markus Linder

Neben der Klimakrise erleben wir eine ebenso Biodiversitätskrise. Während der Fokus meist auf der Reduktion von CO₂-Emissionen liegt, gerät der rasante Verlust an Artenvielfalt oftmals in den Hintergrund. Dabei sind beide Krisen eng miteinander verwoben: Intakte Ökosysteme wie Wälder, Moore oder Korallenriffe sind nicht nur Lebensräume für unzählige Arten, sondern auch essenzielle Kohlenstoffspeicher.

Um die Biodiversitätskrise wirksam anzugehen, ist ein umfassendes Monitoring entscheidend, um den Zustand der Ökosysteme zu bewerten, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gezielte Maßnahmen ergreifen zu können. Eine Lösung dafür bietet das Münchner Startup Hula Earth.

Die Lösung von Hula Earth

Hula Earth hat sich auf das Echtzeit-Monitoring von Biodiversität spezialisiert. Durch die Kombination von Satellitendaten mit vor Ort installierten IoT-Sensoren das Unternehmen eine präzise Erfassung und Analyse von Umweltparametern. Diese Sensoren sind solarbetrieben und sammeln kontinuierlich Daten, die über ein Funknetzwerk übertragen werden, selbst in abgelegenen Waldgebieten.

Die gesammelten Daten werden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz ausgewertet und in eine benutzerfreundliche Plattform integriert. Dies ermöglicht es Unternehmen und Organisationen, ihre Auswirkungen auf die Biodiversität zu messen, zu überwachen und transparente Berichte zu erstellen. Zudem unterstützt Hula Earth laut eigenen Angaben auch die Ausstellung von Biodiversitätszertifikaten, die gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) anrechenbar sind.

Hula Earth holt bekannte Investoren an Bord

Für das weitere Wachstum konnte sich Hula Earth im Rahmen einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde ein 1,6-Millionen-Euro-Investment sichern. Die Runde wurde von Point Nine Capital angeführt, mit Beteiligung von Climate Founders, Partners in Clime, WithEarth sowie Tier Mobility Gründer. Lawrence Leuschne.

Mit Kilian Kaminski, Gründer von refurbed, und Inoqo-Gründer Markus Linder, beide bekannt für ihr Engagement in der Nachhaltigkeit, beteiligen sich auch zwei bekannte Investoren aus Österreich am Unternehmen.

Neben dem Aufbau von inoqo war Linder bereits in der Vergangenheit als Angel Investor aktiv und investiere in diverse Startups, die sich mit skalierbaren Geschäftsmodellen dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben haben. Unter anderem hat er dafür das Investment-Vehikel Triple Impact Ventures gegründet. Zum Portfolio zählen unter anderem die zwei bekannten FoodTech-Startups Arkeon und Fermify (brutkasten berichtete).


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