07.06.2021

B’n’Tree: Ein Karitalismus-Startup zum Bäume pflanzen

B'n'Tree ist eine Vermittlungsplattform, die mit verschiedenen Reisebuchungsportalen zusammenarbeitet und für jede Buchung einen Baum pflanzt.
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B'n'Tree, Click a Tree, Baum pflanzen, Baum Höhle der Löwen,
(c) B'n'Tree - B'n'Tree-Founder Chris Kaiser macht das Bäumepflanzen zum Business.

Als Nachhaltigkeitstrend zeigt sich in letzter Zeit, dass einige Startups versprechen pro verkauftem Produkt einen Baum zu pflanzen. Meist über diverse Initiativen und Kooperationspartner. B’n’Tree ist eines jener Unternehmen, das mit verschiedenen Reisebuchungsportalen zusammenarbeitet, dabei aber selbst pro Buchung einen Baum entstehen lässt.

B’n’Tree-Gründer Kaiser: „Pro Minute verlieren wir 30 Fußballfelder an Regenwald“

Gründer Chris Kaiser ist als Sohn eines Tropenarztes unter anderem in Kamerun und Tansania aufgewachsen. Er hat mittlerweile in fünf Kontinenten gelebt und gearbeitet: „Besonders beeindruckend waren die fünf Jahre in Thailand, weil ich dort im engsten Kontakt mit Elefanten war”, sagt der 33-Jährige. „Für mich sind Elefanten die wundervollsten Geschöpfe auf diesem Planeten. Aber sie haben ein riesengroßes Problem: der Verlust von Lebensraum. Pro Minute verlieren wir 30 Fußballfelder an Regenwald.“

Über 100.000 Bäume in 13 Ländern

Und genau hier setzt sein Startup an. B’n’Tree, bei dem auch der Österreicher Paul Blazek, CVO von Combeenation, als Co-Founder mit dabei ist, möchte mit seinem Geschäftsmodell den Ausgleich der Emissionen unterstützen, Arbeit für lokale Kommunen sowie Lebensraum für bedrohte Tierarten schaffen. Seit dem Start konnten mit der Marke „Click a Tree“ über 100.000 Bäume in 13 verschiedenen Ländern gepflanzt werden. Darunter Aufforstungsprojekte in Ghana, Thailand und auf den Philippinen.

Karitativ & kapitalistisch

Mit dem Ziel ‚Bäume pflanzen‘ fest im Alltag zu integrieren und die Erde gesünder, fairer und besser zu machen, geht Click a Tree den Weg des Karitalismus (karitative Arbeit + Kapitalismus). Dabei seien Kooperationen mit Unternehmen ein wichtiger Schritt, um die Unternehmensvision umzusetzen. „So wird es Endverbrauchern ermöglicht, ohne Mehraufwand beim Konsumieren selbst Bäume zu pflanzen und aktiv gegen Klimawandel, Armut und Tiersterben zu werden“, lautet das Firmenangebot an potentielle Kundschaft.

Auch für Privatpersonen möglich

Konkret: B’n’Tree ist eine Affiliate-Reisetool, das Buchungsportale integriert. Finanziert werden die Bäume durch das Werbebudget der Touristikpartner, sodass für User keine Mehrkosten entstehen. Mit einem Zusatz-Mausklick sollen Reisende so nicht nur ihre Emissionen reduzieren, sondern zusätzlich Einkommen für lokale Kommunen und Lebensraum für bedrohte Tierarten schaffen. Auch Privatpersonen und Firmen aus jeglichen Branchen können über die Plattform Bäume finanzieren, denn das bisherige Affiliate-Programm wurde mittlerweile erweitert.

(c) B’n’Tree – Chris Kaiser ist am Montag in der „Höhle der Löwen“.

Mit dem Baum-Abo, das 12,49 kostet, gibt man als Kunde den Auftrag einen Baum pro Monat (auch mehrere möglich) zu pflanzen. Kündigt man, so werden bis dahin gepflanzten Bäume vom Startup weiterhin gehegt und gepflegt. Am Ende jeden Jahres schickt B’n’Tree per E-Mail jedem Käufer ein persönliches Zertifikat über all die gepflanzten Bäume zu. Angesprochen werden Firmen, von Startups über Konzernen bis hin zu Restaurants oder Onlineshops, und eben auch Privatpersonen.

Unberührte Natur als Ziel von B’n’Tree

Die karitative Plattform möchte sich mit seiner Art gegenüber der Mehrheit anderer Anbieter dadurch absetzen, dass diversifizierte Mischwälder gepflanzt werden, die zuvor in Baumschulen herangezüchtet und dann ausgepflanzt werden. Da keine Nutzpflanzen wie Obstbäume in diese Kategorie fallen, entstehe mit dieser Vision Natur, die unberührt vom Menschen den Tieren einen neuen Lebensraum geben kann und zugleich aufgrund der Pflanzplanung auf den Klimawandel vorbereitet sei. Für Firmenkunden bietet das Startup auch individuell abgestimmtes Bildmaterial, welches fürs Marketing verwendet werden kann.

Wer Kaiser und B’n’Tree näher durchleuchten möchte, hat montagabends in der „Höhle der Löwen“ Gelegenheit dazu. Weiters dabei: miss.pinny, FitOaty, Mary’s Dream Coffee und Routago.

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Rainer Haude und Piotr Ciski | (c) Daniel Willinger
Rainer Haude und Piotr Ciski | (c) Daniel Willinger

Bereits 1967 gegründet, nutzen heute nach Unternehmensangaben rund 4.000 Anwender:innen in Österreich die Steuerberatungssoftware des Wiener Anbieters dvo Software. Die Lösung unterstützt Steuerberater:innen bei Kanzleimanagement, Honorarabrechnung, automatisierten Workflows, sicherer Kommunikation und Dokumentenmanagement sowie bei Finanzbuchhaltung, Steuern und Anlagenverzeichnis. Dabei kommt auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz, der Fokus liege auf Automatisierung, heißt es vom Unternehmen.

Marke, Team und Geschäftsführer bleiben

Nun gab die Firma die Übernahme durch den erheblich größeren polnischen Mitbewerber Symfonia Group bekannt. Ein Kaufpreis wurde dabei nicht genannt. Marke, Team und Ausrichtung auf den österreichischen Steuerberatungsmarkt sollen unverändert bleiben. Auch die Geschäftsführer Rainer Haude und Richard Theiß bleiben in ihren Positionen und halten künftig Anteile an der Muttergesellschaft.

DACH-Einstieg für Symfonia

Symfonia hat mehr als 55.000 Kunden, darunter 6.700 Steuerberatungskanzleien. „Mit dvo Software betritt Symfonia erstmals den DACH-Raum, und wir beabsichtigen, hier weiter zu wachsen“, kommentiert Piotr Ciski, CEO der Symfonia Group. „Dvo kennt die Anforderungen österreichischer Steuerberatungskanzleien genau. Wir bringen Know-how im Bereich Technologie sowie der Einhaltung regulatorischer und gesetzlicher Rahmenbedingungen mit.“

„Interessante Chancen“ im österreichischen Markt

Und Rainer Haude, Geschäftsführer von dvo Software, sagt: „Wir teilen Symfonias Fokus auf die Steuerberatungsbranche und das Ziel, die Produktivität in Steuerberatungskanzleien durch intelligente Software erheblich zu steigern. Wir können nun unser ohnehin schon ehrgeiziges KI-Investitionsprogramm bei dvo Software mit noch größerer Dynamik vorantreiben.“ Der österreichische Markt befinde sich derzeit in einer teilweise durch den Rückzug des deutschen Anbieters Datev hervorgerufenen Umbruchsphase und biete daher „interessante Chancen“.

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