13.09.2018

Bits & Pretzels 2018: Startup trifft Jan Böhmermann und #MeToo

Bereits zum 4. Mal findet von 30. September bis 2. Oktober das größte deutsche Founders Festival Bits & Pretzels in München statt. Die Besucher erwarten dieses Jahr spannende Vorträge von internationalen Branchen-Stars und Diskussionen rund um die Themenschwerpunkte Diversity, #Metoo und soziale Gleichstellung in der Tech-Industrie.
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Bits & Pretzels 2018
(c) Bits & Pretzels
kooperation

Über 100 internationale Top-Speaker auf sieben Bühnen und das auf drei Tage verteilt: Das Münchner Founders Festival Bits & Pretzels lädt auch heuer wieder zum Netzwerken der Superlative. 5000 Gründer und Startup-Begeisterte treffen beim Bits & Pretzels 2018 auf Investoren, Branchen-Stars, Opinion Leader und Entscheidungsträger. Ziel ist der gemeinsame Austausch über Startup-relevante und innovationsträchtige Themen, durch den alle Teilnehmer bestmöglich profitieren sollen.

Rosberg, Böhmermann und Kodak-Chef auf der Bühne

Besonders für angehende Gründer bietet das Bits & Pretzels Festival am Münchner ICM-Gelände die Gelegenheit, sich nicht nur für ihre künftige Startup-Karriere inspirieren zu lassen, sondern auch von einigen der weltweit erfolgreichsten Tech-Unternehmer zu lernen und mit ihnen in Kontakt zu treten. An den ersten beiden Tagen des Events finden Vorträge von Top-Speakern wie Formel-1-Superstar Nico Rosberg, Statiriker und Moderator Jan Böhmermann, Kodak-CEO Jeff Clarke, Vodafone-CEO Hannes Ametsreiter und vielen weiteren renommierten Persönlichkeiten aus dem Startup- und Wirtschaftsumfeld statt.

+++ Bits & Pretzels: Philipp Lahm über seinen Einstieg als Startup-Investor +++

Networking im Dirndl

Der dritte und letzte Tag des Bits & Pretzels 2018 steht dann ganz im Zeichen des mittlerweile zur Tradition gewordenen Netzwerkens im berühmt-berüchtigten Schottenhamel-Festzelt am Münchner Oktoberfest – die ideale Gelegenheit um in Lederhose oder Dirndl beim ein oder anderen Maß Bier neue interessante Kontakte zu knüpfen und vielleicht sogar den nächsten lukrativen Deal abzuschliessen.

Gleichberechtigung, soziale Gerechtigkeit und Rassismus als Themen

Neben zahlreichen Workshops, Panels und einer exklusiven Matchmaking-Area wird es auch heuer einen Pitch-Wettbewerb geben, bei dem ambitionierte Gründer um die „goldene Pretzel“ wetteifern können. Das diesjährige Thema der Veranstaltung lautet „Diversity in our Workforce“. Tarana Burke, Gründerin der #MeToo-Bewegung, die weltweit zu Beginn des Jahres für große Aufregung sorgte, ist Stargast der Veranstaltung. Viele der Speaker werden in ihren Vorträgen über ihre eigenen Erfahrungen zu Themen wie Gleichberechtigung, soziale Gerechtigkeit und Rassismus sprechen. Es sind Themen, die auch die Tech-Industrie in zunehmendem Maße betreffen.

Bits & Pretzels 2018: Noch gibt es Tickets

Die Tickets zur Bits & Pretzels sind auch dieses Jahr wieder auf maximal 5000 Teilnehmer limitiert. Noch kann man sich für eines der begehrten Tickets über die Homepage der Veranstaltung anmelden. Die Preise der Tickets bewegen sich zwischen 399€ und 1699€ – der Preis ist abhängig davon, ob man als Gründer, Investor, Corporate oder Agentur am größten Founders Festival Deutschlands teilnehmen möchte.

⇒ Offizielle Bits & Pretzels-Homepage mit Anmeldung

Video-Interview mit Florian Gschwandtner beim Bits & Pretzels 2017

Florian Gschwandtner, der CEO von Runtastic, im Live Gespräch von der Bits & Pretzels

Gepostet von DerBrutkasten am Montag, 25. September 2017

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Cyberhsell-CEO Mario Curvelo Carvalho | (c) Cybershell Technologies

Es ist das Zukunftsszenario schlechthin: Menschenleere Produktionshallen, gefüllt mit humanoiden Robotern, die unermüdlich arbeiten. Cybershell arbeitet daran, dass diese Vision einmal Realität wird. Das Deeptech-Startup entwickelt eine Außenschicht für humanoide Industrieroboter, die sie im Arbeitsalltag vor externen Einflüssen wie extremer Hitze, Stößen oder Chemikalien schützen soll. „Aktuell schauen die Roboter nicht so aus, als könnten sie z. B. neben einem Hochofen arbeiten“, sagt Gründer Mario Curvelo Carvalho. Cybershell soll das nun ändern. Die Idee wurde zuletzt beim Riz-up-Preis des Landes Niederösterreich in der Kategorie „Innovativ genial“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet (brutkasten berichtete).

Cybershell ist ein „First of a kind“

Laut Curvelo Carvalho gibt es ein Produkt wie Cybershell noch nicht auf dem Markt. „Cybershell ist ein First of a Kind. Es gibt Hersteller, die Abdeckungen und so für Roboter machen. Aber es gibt unseres Wissens nach noch keinen Hersteller, der das im humanoiden Bereich macht“, sagt der Niederösterreicher. Dementsprechend schwierig seien manche Schritte für Cybershell, da es noch keine Referenzbeispiele gebe. „Ich komme mir manchmal vor wie wenn ich vor einem Dschungel mit einer Planierraupe stehe und mir dort erst meinen Weg ebnen muss“, sagt Curvelo Carvalho.

Erstmalige Versicherung einer Flotte

Laut dem Gründer ergibt sich durch seine Technik ein entscheidender Vorteil: Durch Schadensreduktion, Austauschbarkeit und standardisierte Betriebs- und Wartungsdaten gebe es eine bessere Grundlage für die Versicherbarkeit von humanoiden Robotern. „Die Versicherung hat das erste Mal die Möglichkeit, auf Daten zurückzugreifen und damit zu arbeiten. Damit können Versicherer Risiken, Schadenwahrscheinlichkeiten und mögliche Prämiengrundlagen besser bewerten“, erklärt der Founder und ergänzt: „Die Versicherungen sagen aktuell ‚Wir haben keine Werte, wir können hier nicht berechnen, wie hoch die Ausfallsrate ist und wie viel Schaden da wirklich auf uns zukommt.“ Doch bevor eine Flotte versichert werden kann, braucht Cybershell die notwendigen Zertifikate. An diesen werde gerade gearbeitet.

Modularer Aufbau

Das Startup setzt auf einen modularen Aufbau. Die Protektoren für z. B. Schultern, Arme und Beine sind getrennt abnehmbar und greifen nicht in Antrieb, Steuerungssoftware oder Sicherheitslogistik ein. „Es geht darum, die Downtime zu reduzieren. Wenn ein Roboter beschädigt wurde, dann wollen wir nicht, dass der ganze Roboter getauscht wird. Es soll einfach das beschädigte Modul werkzeuglos abgenommen werden und das neue Modul eingesetzt werden und nach 20 Minuten soll die Downtime vorbei sein“, erklärt Curvelo Carvalho. Die Außenschicht besteht aus fünf Layern, wobei jeder eine eigene Funktion hat und unterschiedlich anpassbar ist, je nachdem, wo der Roboter zum Einsatz kommt.

Das Patent als nächster Milestone

Das Unternehmen befindet sich aktuell noch vor der Gründungsphase und ist gebootstrappt. Gründen und die Suche nach Investoren machen laut Curvelo Carvalho erst dann Sinn, wenn die Firma das entsprechende Patent habe. Dafür müsse zuvor noch die Firma gegründet werden. Es läuft somit alles auf das Patent hinaus, noch im Herbst soll der Antrag gestellt werden. Förderungen hat Cybershell noch keine erhalten, jedoch hat das Startup bereits einen FFG-Patenscheck, also einen ersten Schritt in Richtung FFG-Förderung.

Eine Auswanderung in die USA stellt für Curvelo Carvalho aktuell keine Option dar. In Europa dauert zwar der Aufbau eines Unternehmens länger als in den USA, doch Cybershell habe hierzulande alles, was es für den Aufbau benötige. „Wir können hier vom Ökosystem, von den Inkubatoren und von den Förderungen profitieren. Cybershell muss ein niederösterreichisches Unternehmen werden. Das steht ganz groß auf unserer Flagge drauf“, sagt Curvelo Carvalho.

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