24.11.2017

Bitpanda und Symvaro gewinnen bei Central Europe Startup Awards

Die Central Europe Startup Awards sind der regionale Ableger der Global Startup Awards für die CEE-Region. 13 Awards wurden vergeben. Bitpanda aus Wien gewann in der Kategorie FinTech, Symvaro aus Kärnten in der Kategorie Smart City.
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(c) CESA

Gestern fand in Bulgariens Hauptstadt Sofia das große Finale statt: Die Central Europe Startup Awards in 12 Kategorien und ein Publikumspreis wurden vergeben. Tausende Nominierungen hatte es ursprünglich gegeben. Rund 1400 Bewerbungen hatten es in die zehn nationalen Vorausscheidungen der mitteleuropäischen Länder geschafft. Noch immer über 100 Startups, die sich national durchgesetzt hatten, kamen in die finale Ausscheidung.

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Symvaro und Bitpanda als Österreichische Kategorie-Sieger

Das Kärntner Smart City-Startup Symvaro, das in Österreich die Gesamtwertung gewonnen hatte, konnte sich CEE-weit in seiner Kategorie „Best Smart City Solution“ durchsetzen. Mit seiner Technologie hilft es, die Kosten im Wasser-Management drastisch zu reduzieren. Ein weiterer österreichsicher Sieger ist Bitpanda: Das Wiener Krypto-Exchange-Startup konnte sich in der Kategorie „Best FinTech Startup“ durchsetzen. Das Unternehmen betreibt eine Online-Plattform für Krypto-Währungs-Kauf und -Tausch. Im Sommer machte es auch mit einer Vertriebs-Kooperation mit der österreichischen Post auf sich aufmerksam.

turbine.ai aus Ungarn räumt ab

Größter Sieger des Abends war das ungarische Startup turbine.ai, das mit AI die Krebsforschung revolutionieren will. Es konnte sich in den zwei Kategorien „Best AI Startup“ und „Best BioTech Startup“ durchsetzen und holte sich zusätzlich den Hauptpreis als „Startup of the Year“. Preise wurden etwa auch für den besten Investor (Launchub Ventures / Bulgarien) und das beste Startup-Programm (ABC Accelerator / Slowenien) vergeben. Die Centrel Europe Startup Awards sind der regionale Ableger der Global Startup Awards. Diese werden in vier Regionen mit insgesamt 25 Ländern vergeben.

+++ Die Sieger der österreichischen Vorausscheidung +++

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Reploid-CEO Philip Pauer (r.) und -CBO Jonas Finck läuteten heute die Börsenglocke | (c) Wiener Börse AG / Alexander Felten
Reploid-CEO Philip Pauer (r.) und -CBO Jonas Finck läuteten im Juli 2025 die Börsenglocke | (c) Wiener Börse AG / Alexander Felten

Im Juli 2025 ging das Welser Insektenzucht-Scaleup Reploid in einem durchaus ungewöhnlichen Schritt nur vier Jahre nach der Gründung am Direct Market Plus an die Wiener Börse. Ein Run auf die Aktie blieb damals aus – es gab keinen Trade am ersten Tag, wie brutkasten berichtete.

Große Meilensteine, aber noch immer wenig Handelsvolumen

Seitdem hat sich bei Reploid viel getan: Millionenfinanzierungen, geografische Expansion, neue große Kunden, zahlreiche Personalien und eine Steigerung auf rund neun Millionen Euro Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr (brutkasten berichtete). Einzig: Die Liquidität der Aktie, die aktuell bei 1.700 Euro pro Stück steht, hält sich nach wie vor in Grenzen, wie ein Blick auf Daten der Wiener Börse verrät. Oft gibt es mehrere Tage lang keine Trades, nur an wenigen Handelstagen werden zweistellige Stückzahlen erreicht.

Aktiensplit geht mit Erhöhung des Grundkapitals einher

Doch das soll sich jetzt ändern. Denn wie Reploid per Aussendung bekanntgibt, plant man einen Aktiensplit im Verhältnis 1:15 – der Preis einer Aktie reduziert sich damit also auf ein Fünfzehntel des aktuellen Werts. Damit erhöht sich die Anzahl der Aktien von 110.881 auf 1.663.215, wobei auf jede Stückaktie weiterhin ein anteiliger Betrag am Grundkapital von einem Euro entfällt.

Das bedeutet auch: Das Grundkapital muss dafür von derzeit 110.881 Euro auf 1.663.215 Euro erhöht werden. Das soll ohne die Ausgabe neuer Aktien, sondern „durch Umwandlung eines Teilbetrags der nicht gebundenen Kapitalrücklagen, die sich aus dem im Geschäftsjahr 2025 gesteigerten Eigenkapital speisen“, erfolgen. Der Beschlussvorschlag dafür werde der ordentlichen Hauptversammlung am 14. September 2026 vorgelegt, heißt es von Reploid.

„Wollen die Reploid-Aktie speziell für Retail-Investoren leichter handelbar und attraktiver machen“

„Die Reploid-Aktie notierte zuletzt bei 1.700 Euro. Würden wir heute splitten, läge der Kurs bei etwa 113 Euro. Genau das ist unser Ziel: Wir wollen die Reploid-Aktie speziell für Retail-Investoren leichter handelbar und attraktiver machen“, kommentiert Gründer und CEO Philip Pauer.

Ob die gewünschte Wirkung erzielt wird, bleibt freilich abzuwarten. Die Liquidität im Direct Market Plus der Wiener Börse ist generell niedrig. Wohl aber zeigt ein Blick auf die Daten: Titel mit geringeren Stückkosten kommen tendenziell auf mehr Trades.

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