22.02.2022

Bitpanda übernimmt Trustology und führt Bitpanda Custody ein

Das Wiener Fintech-Unternehmen Bitpanda verkündet mit Trustology seine erste Akquisition und launcht damit einhergehend Bitpanda Custody, was eine digitale Vermögensverwahrung ermöglichen soll.
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(c) Bitpanda - Die Bitpanda-Founder Christian Trummer, Paul Klanschek und Eric Demuth.

Beim Fintech-Unternehmen Bitpanda handelt es sich bekanntlich um Österreichs erstes Unicorn, das sich nach wie vor auf Wachstumskurs befindet. Nun gab das Krypto-Scaleup seine erste Akquisition bekannt – Bitpanda übernimmt das Fintech-Unternehmen Trustology. Die Firma mit Sitz in London ist einer der ersten FCA-registrierten (Financial Conduct Authority) Kryptoasset-Dienstleister und bietet Krypto- und DeFi-Custody-Wallets für institutionelle Kund:innen an. In Folge der Akquisition heißt es fortan „Bitpanda Custody“. Hiermit eröffne sich für Bitpanda die Möglichkeit, Verwahrungsdienstleistungen sowohl für Kund:innen innerhalb der Europäischen Union, als auch für jene im Vereinigten Königreich bereit zu stellen. Bitpanda verfolge damit weiterhin das Ziel, einer der international größten digitalen Vermögensverwahrer zu werden.

„Bitpanda-Turbo-Knopf“ wurde gedrückt

Trustology-Gründer Alex Batlin freut sich darüber, den „Bitpanda-Turbo-Knopf“ drücken zu dürfen. „Egal ob für Dienstleister, die unsere skalierbare, White-Label-Hochleistungs-Wallet-Automatisierungsplattform nutzen, institutionelle DeFi-Investoren, die maßgeschneiderten Integrationen nutzen, um auf DApps oder bahnbrechende Funktionen wie DeFi Firewall und Transaktions-Dekodierung zuzugreifen, oder Token-Emittenten, die Barrieren für den Kauf beseitigen möchte – all jene Kunden erhalten eine breitere Unterstützung für Kryptoassets, einen höheren Versicherungsschutz, eine SOC-2-Zertifizierung sowie ein Preismodell, das die Konkurrenz schlägt“, erklärt Batlin.

Auch Bitpanda freut sich über den Zuwachs in der Bitpanda-Gruppe. Co-Founder und CEO Eric Demuth betont dabei die Überzeugung des Unternehmens, dass das Finanzsystem durch digitale Vermögenswerte und Blockchain-Technologie grundlegend verändert werde und alle Menschen auf der Welt infolgedessen selbst die Macht haben würden, über ihre finanzielle Zukunft zu bestimmen. „Bitpanda Custody bringt uns dem Aufbau einer führenden, umfänglich, vollständig regulierten und sicheren digitalen Investmentplattform einen großen Schritt näher. Wir können nun Privatkunden eine erstklassige Verwahrungssicherheit auf institutionellem Niveau bieten, institutionelle Kunden werden von innovativen Vermögensverwahrungslösungen profitieren, um nicht nur die Herausforderungen zu meistern, denen sie heute gegenüberstehen, sondern auch um in den kommenden Jahren erfolgreich zu sein,“ meint Demuth.

„Großer Schritt für Bitpanda Pro“

Mit Bitpanda Custody wird das Unternehmen nicht nur seine Lizenzen erweitern, sondern auch das Dienstleistungsangebot für Partner und Kund:innen weiter ausbauen – der erste Schritt zur Einführung eines Prime-Brokerage-Angebots unter Bitpanda Pro sei damit geschafft. Des weiteren erklärt Bitpanda, dass sie sich zu einem disruptiven Gebührenmodell verpflichten würden. Die Verwahrungskosten für Kund:innen, die aktiv an dessen Exchange und dem bald startenden OTC-Desk handeln, sollen damit auf Null gesenkt werden.

Bitpanda Pro CEO Joshua Barraclough erkennt hier einen großen Schritt – sowohl für das Unternehmen, als auch speziell für Bitpanda Pro. Bitpanda Custody erklärt Barraclough dabei als Teil der Unternehmensstrategie, den Kund:innen ein umfangreiches Angebot an Dienstleistungen anzubieten. „Wir können nun eine FCA-registrierte, institutionelle Custody-Lösung mit einem führenden Handelsplatz kombinieren. In jüngster Zeit haben wir viel in die Modernisierung von Bitpanda Pro sowie in den Ausbau unserer Liquiditätspartnerschaften investiert, sodass wir mit den größten Börsen konkurrieren können. Jetzt wollen wir unsere Präsenz massiv ausbauen und viel mehr Kunden zu unseren Handelsplätzen bringen“, so der Bitpanda Pro CEO. Dabei sei besonders wichtig, dass sie sich vom klassischen Preismodell für verwahrte Vermögenswerte distanzieren würden um letztendlich im Sinne ihrer Kund:innen zu handeln.

Disclaimer: Die Bitpanda GmbH ist mit 3,9849 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

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© fonio/canva - Alexander Brix.

Das Scaleup fonio.ai von Daniel Keinrath und Matthias Gruber ist eines der aufstrebendsten Startups Österreichs. Im Juni sicherte man sich ein 14,6 Millionen Euro Seed-Investment und knackte rund zwei Monate später die 10-Mio.-ARR-Marke. Am AustrianStartups Summit verkündete CCO Alexander Brix gegenüber brutkasten die nächsten Ziele. Und die sind ambitioniert.

fonio: Globaler Rollout

Fonio.ai möchte im kommenden Jahr seine Präsenz global ausbauen. „Wir wollen 20 neue Märkte in Nord Amerika und Europa aufgreifen“, sagt Brix. „Wir streben aber auch Asien an, um auf der globalen Landkarte präsent zu bleiben und eine global führende Marke aus Wien heraus aufzubauen. Auch ein Büro in New York ist geplant. Das größte Risiko für uns ist momentan, langsamer zu werden und unsere schnelle Arbeitskultur zu verlieren.“

Mehr Arbeitskraft geplant

In diesem Sinne möchte das Wiener KI-Startup 2027 auch 300 neue Mitarbeiter:innen einstellen und schielt schon, zumindest peripher, auf einen Decacorn-Status hin. Eine genaue Timeline dafür hat das Team nicht, aber das Mindset dafür wohl bereits inhaliert, wenn Brix sagt: „Es ist kein Status, auf den man hinarbeitet, sondern man möchte einen guten Job machen und das Produkt in möglichst viele Unternehmen bringen. Dass man dann vielleicht Decacorn wird, ist ein Nebeneffekt. Einen Zeitrahmen, bis wir das schaffen, haben wir uns nicht gesetzt, aber es ist unsere Ambition einen Global Player zu bauen und sicherzustellen, dass der ‚AI Communication Layer‘ aus Europa kommt und nicht von amerikanischen oder vielleicht chinesischen Unternehmen besetzt wird. Wer die Kommunikation beherrscht, der hat sehr viel Macht. Und wir wollen diese Macht auf jeden Fall in Europa halten. Das heißt, um das zu schaffen, ist es der natürliche Weg, dass wir ein Decacorn werden.“

Series-A steht an

Auf diesem Weg habe man aktuell ein Angebot entwickelt, das mittlerweile sämtliche textbasierten Kommunikationskanäle sowie Telefonsysteme in Form von PBX umfasse. Damit könne man die gesamte „Communication Suite“ mittelständischer Unternehmen bereits vollständig abdecken, erzählt Brix von einer weiteren Neuerung. Eine andere Neuigkeit betrifft die Finanzierung. Zwar gibt sich Brix dazu etwas bedeckt, lässt aber fallen, dass man kurz vor einer Series-A-Finanzierung stehe. Details sollen im kommenden Jahr folgen.

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