06.05.2020

Bitpanda startet offiziell in Frankreich

Das Wiener Scaleup Bitpanda startet mit seiner Handelsplattform für Kryptowährungen und Edelmetalle in Frankreich. Der Launch wird von einer kontroversen Werbekampagne begleitet, die COVID19 zum Thema hat.
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Bitpanda
Bitpanda CEO Eric Demuth | (c) Twitter-Account Demuth & AdobeStock

Der Wachstums- und Expansionskurs des Wiener Scaleups Bitpanda setzt sich fort: Gestern Dienstag erfolgte der offizielle Launch der Handelsplattform für Kryptowährungen und Edelmetalle in Frankreich. Nutzer aus Frankreich können somit ab sofort ein Konto einrichten. Bereits 2018 fing Bitpanda an, die internationale Expansion in Frankreich zu testen.

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Frankreich verzeichnet hohes Trading-Volumen

Zum offiziellen Launch heißt es in einem Blog-Post des Unternehmens, dass Frankreich seit dem Ausbruch von COVID-19 ein überdurchschnittliches Trading-Volumen zu verzeichnen hat. „Während der Covid-19-Krise haben wir eine steigende Nachfrage nach unseren Services beobachtet. Frankreich hat in vielerlei Hinsicht das Potenzial, einer der führenden Märkte für persönliche Investitionen zu werden.“

COVID-19-Werbekampagne

Der offizielle Launch in Frankreich wird von einer kontroversen Werbekampagne begleitet, die COVID-19 zum Thema hat und den Titel „#SocialDistanceInvestment“ trägt.

Potentielle Kunden werden dazu ermutigt, finanzielle Ausgaben, die sonst für Genussmittel und Kultur getätigt werden, in Kryptowährungen und Edelmetalle zu investieren.

Dazu heißt es im Rahmen der Kampagne: „Selbst ein bescheidener Betrag, wie zum Beispiel Drinks, die du normalerweise mit Freunden genießen würdest, ein Theaterbesuch oder ein Abendessen in einem guten Restaurant, können stattdessen zu einer Investition in die Zukunft werden.“

Bitpanda auf Wachstumskurs

Derzeit zählt Bitpanda in Europa laut Unternehmensangaben rund 1,2 Millionen Nutzer. In der Coronakrise verzeichnet Bitpanda trotz gefallener Bitcoin-Kurse Höchstwerte bei Neuregistrierungen, aktiven Nutzern und dem Trading-Volumen. Letzteres betrug im März 2020 rund 220 Millionen Euro. Mehr zu den Hintergründen könnt ihr hier lesen. Nach Frankreich sollen nun Spanien und die Türkei als nächste Märkte folgen.


=> zur Page des Scaleups

Archiv: Die Finanzwelt in der Coronakrise

Disclaimer: Die Bitpanda GmbH ist zu 3,9849 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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