17.07.2019

Bitcoin rutscht unter die 10.000-US-Dollar-Marke

Die Talfahrt des Bitcoin-Kurses setzt sich fort. Die Kryptowährung fiel am Mittwoch auf 9163 US-Dollar (Stand: CET 13:50) und somit unter die magische 10.000-Dollar-Marke. Analysten führen die aktuelle Talfahrt auf die Kritik aus dem US-Senat an der geplanten Facebook-Kryptowährung Libra zurück.
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bitpanda-stablecoin - ist gold das neue bitcoin?
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Der Bitcoin-Kurs ist am Mittwoch auf 9163 US-Dollar gefallen (Stand: CET 13:50) und hat somit innerhalb von 24 Stunden rund 1500 US-Dollar eingebüßt. Der Grund für den Kursrückgang liegt laut Analysten in der Ankündigung der USA künftig eine härtere Gangart gegenüber Kryptowährungen einlegen zu wollen.

+++ Gegen Geldwäsche und Terrorismus: Neue Regeln für die Krypto-Branche +++

Am Dienstag hat der US-Finanzminister Steve Mnuchin die geplante Facebook-Kryptowährung Libra als ein nationales Sicherheitsrisiko bezeichnet. Diese könnte für Geldwäsche oder die Finanzierung von Terrorismus missbraucht werden. Mnuchins Kritik steht nicht alleine: Erst letzte Woche hat der US-Präsident Donald Trump mit einer Serie an Tweets massiv gegen Libra gewettert (der brutkasten berichtete).

Aber auch europäische Politiker zeigen sich skeptisch: „Die Herausgabe einer Währung gehört nicht in die Hände eines Privatunternehmens, denn sie ist ein Kernelement staatlicher Souveränität“, so Deutschlands Finanzminister Olaf Scholz am Dienstag.

Kritik aus dem US-Senat

Neben der Kritik von Trump, Mnuchin und Scholz wurde die aktuelle Diskussion von einer weiteren Thematik befeuert. So hat der Bankenausschuss des US-Senats David Marcus, der bei Facebook das Projekt Libra leitet, während einer Anhörung massiv in die Mangel genommen.

Facebooks Pläne zu Libra wurden von den am Ausschuss teilnehmenden Parlamentariern als „verrückt“ bezeichnet. Zudem sei es eine „wahnhafte Idee“, dass Facebook aufgrund der zahlreichen Datenskandale glaube, dass die Politik dem Unternehmen erlauben wird, das Geld seiner Kunden alleinig zu verwalten. Dem entgegnete Marcus, dass sein Unternehmen das Projekt nur mit der Zustimmung der staatlichen Aufsichtsbehörden starten wird.

CoinMarketCap: Kurse von Kryptowährungen

Die folgende Tabelle von CoinMarketCap zeigt Preis, Marktkapitalisierung und Handelsvolumen der wichtigsten Kryptowährungen (Stand: 17.07.2019, 13:50)

Name Marktkapitalisierung Preis Volumen (24 Std)
BTC
Bitcoin
$163,310,993,473 $9163.13 $26,119,468,092
ETH
Ethereum
$20,744,393,832 $193.99 $9,831,811,859
XRP
XRP
$12,631,788,788 $0.296754 $1,698,893,428
BCH
Bitcoin Cash
$4,954,939,979 $276.87 $2,284,693,470
LTC
Litecoin
$4,873,839,759 $77.73 $3,824,881,682
USDT
Tether
$3,936,313,133 $0.995884 $28,445,347,646
EOS
EOS
$3,309,086,594 $3.58 $3,219,381,924
BNB
Binance Coin
$2,737,300,393 $25.07 $453,887,477
BSV
Bitcoin SV
$1,991,966,471 $111.56 $438,356,724
XLM
Stellar
$1,491,507,961 $0.076080 $400,928,950
TRX
TRON
$1,368,719,782 $0.020526 $551,938,653
LEO
UNUS SED LEO
$1,322,729,965 $1.32 $15,045,411
ADA
Cardano
$1,307,886,636 $0.050445 $102,902,068
XMR
Monero
$1,238,056,312 $72.39 $119,564,192

 

DerBrutkasten: #rooftop-talks #2: Blockchain Special:

#rooftop.talks #2: Blockchain Special

Der Live Rooftop Talk #2 über die aktuelle rechtliche Situation rund um Libra, die Gefahr für die Weltordnung, die Umverteilung nach oben, Krypto-Visa uvm mit Oliver Völkel, Co-Founder von Stadler Völkel Rechtsanwälte, @Christian Piska, (disruptiver) Prof. für Öffentliches Rech am Juridicum – Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien und Andreas Petersson, dem Founder von Capacity.

Gepostet von DerBrutkasten am Dienstag, 16. Juli 2019

 

 

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Prewave
Harald Nitschinger, Gründer von Prewave | (c) Prewave

Es nennt sich Quantified Resilience und soll zeigen, was Lieferkettenrisiken tatsächlich kosten. Das neue Portfolio des Wiener Startups adressiert die Risikolandschaft für globale Lieferketten, die sich seit Covid, der Chipknappheit sowie dem Krieg im Iran und in Russland verändert hat. Unternehmen haben in den vergangenen Jahren darauf reagiert und auf mehr Transparenz gesetzt, mehr Lieferanten überwacht und mehr Signale und Warnmeldungen verfolgt. Doch Einkaufsteams wollen nicht mehr Informationen, meint Co-Founder und seit Jänner alleiniger CEO Harald Nitschinger. „Sie wollen eine belastbare Entscheidungsgrundlage“, sagt er und bezieht sich auf eine Gartner-Studie aus 2026 mit dem Titel: „Market Overview for Supplier Risk Management Solutions.“ Teams, die ihre Zeit damit verbringen, schwer fassbare Risiken bei Sub-Tier-Lieferanten zu recherchieren und zu bewerten, hätten kaum Kapazitäten, um langfristige Resilienz aufzubauen.

Prewave: KI-Agenten übernehmen Recherche

Hier soll Quantified Resilience helfen, die globalen Risikodaten von Prewave mit den eigenen Daten eines Unternehmens zu verbinden, darunter Stücklisten, Lagerbestände, alternative Bezugsquellen und Umsatzzahlen. Spezialisierte KI-Agenten würden dann die Recherche übernehmen, Risiken priorisieren und deren mögliche finanzielle Auswirkungen auf das Unternehmen bewerten.

Ein Bestandteil des neuen KI-Portfolios heißt Prewave Respond und beinhaltet KI-Agenten, die Signale aus der gesamten Plattform bündeln und Risikosituationen danach ordnen, wie dringend Handlungsbedarf besteht. Risikomanager würden so auf einen Blick sehen, welche Situationen jetzt Aufmerksamkeit erfordern und welche warten können. Die Agenten lassen sich an die eigenen Prozesse und Prioritäten des jeweiligen Unternehmens anpassen.

Plattform zeigt Betroffenheit

„Die Bewertung einer Störung hat unser Risikoteam früher einen halben Tag gekostet, plus Abstimmung mit den Konzerneinkäufern, um die Auswirkungen auf die Lieferanten zu verifizieren“, erklärt Verena Rausch, Group Risk Manager bei der Vaillant Group, wie Prewave den Aufwand bei der Bewertung einzelner Störungen reduziert. „Beim Erdbeben von Kumamoto hat Prewave rund 50 aufgezeigte Lieferanten auf 11 eingegrenzt, die geprüft werden mussten, und einen unmittelbaren Produktionsstopp aufgezeigt. Das verkürzt den Zeitaufwand für jede Bewertung.“

Der Schlüssel zu dieser Priorisierung liege darin zu verstehen, was eine Störung für das Geschäft bedeutet. Die Prewave-Plattform kombiniert Informationen zu globalen Ereignissen, Lieferantenstandorten, Tier-n-Beziehungen und Rohstoffabhängigkeiten mit den eigenen Lieferketten- und ERP-Daten des Unternehmens. Sie zeige so, welche Lieferanten, Materialien oder Produkte tatsächlich betroffen sind.

Für Nitschinger ist Quantified Resilience der nächste Schritt im Umgang mit zunehmend komplexen Lieferkettenrisiken: „Unseren Kunden fehlt es nicht an Informationen. Im Gegenteil, sie werden mit Warnmeldungen, Ratings und Lieferanten-Updates überflutet. Wir geben ihnen jetzt Werkzeuge an die Hand, die diese Signale in eine konkrete Entscheidungsgrundlage verwandeln: Was verdient meine Aufmerksamkeit? Wo bin ich tatsächlich exponiert? Was steht finanziell auf dem Spiel? Und wo sollten wir Resilienz aufbauen, um die größte Wirkung zu erzielen? Quantified Resilience macht diese Zusammenhänge messbar und damit steuerbar.“

Resilienz von Kostenfaktor soll zur Investitionsentscheidung werden

Über die Priorisierung hinaus berechnet Prewave die finanziellen Auswirkungen einer Störung anhand von Daten wie Lagerbeständen, Stücklisten und Umsatz, heißt es. Damit soll die Resilienz von einem Kostenfaktor zu einer Investitionsentscheidung werden. Unternehmen könnten Ausgaben dorthin lenken, wo sie am meisten bewirken, und sie gegenüber Geschäftsführung und Vorstand mit belastbaren Zahlen untermauern.

Künftig will Prewave diesen Ansatz nutzen, um die Lieferketten seiner Kunden ganzheitlich und proaktiv zu optimieren. Prewave Optimise, ein weiteres Tool aus der „Quantified Resilience“-Strategie, das sich derzeit in der Beta-Phase befindet, soll zeigen, wo Absicherungen über das notwendige Maß hinausgehen und wo gefährliche Lücken bestehen. Ziel ist ein Lieferantennetzwerk, das Kosten und Resilienz entsprechend der individuellen Risikobereitschaft eines Unternehmens ausbalanciert.

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