31.05.2022

Bitcoin steigt vorerst – Aufatmen am Kryptomarkt?

Den diesjährigen Tiefpunkt erreichte Bitcoin noch Anfang des Monats, zum Wochenstart hat er wieder die 30.000 Dollar-Grenze überschritten.
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Der Bitcoinkurs steigt wieder © Open Studie /AdobeStock

Nach wochenlanger Talfahrt hat sich der Bitcoinkurs zum Wochenstart erstmals wieder um 7,93 Prozent nach oben bewegt. Die älteste Kryptowährung der Welt ist dabei über die 30.000-Dollar Marke geklettert und war zumindest zwischenzeitlich um 25,1 Prozent vom diesjährigen Tiefpunkt von 25.400 Dollar am 12. Mai entfernt. Ein Aufatmen für Bitcoin-Investor:innen?

„Der Bitcoin-Preis ist jetzt neun Wochen am Stück nur gefallen. Das hat es so noch nie gegeben. Dass da irgendwann eine Gegenbewegung nach oben kommen muss, ist klar. Genauso wie diese Korrektur kommen musste – immerhin ist der Preis von unter 5000 auf fast 70.000 Dollar geklettert!“, erklärt Bitcoin-Experte Niko Jilch zur aktuellen Entwicklung.

Die Situation der Finanzmärkte macht dementsprechend auch vor Bitcoin keinen Halt. Solange die Notenbanken die Inflation bekämpfen und die Zinsen heben, würde auch der Preis unter Druck bleiben – sowohl bei Bitcoin, als auch bei Aktien und anderen Assets. Der Finanzexperte beschreibt aber mit Blick auf den Kryptomarkt eine für ihn markante Unterscheidung. Der Kollaps des Altcoins Luna habe zwar den Kryptomarkt erschüttert, seiner Meinung nach habe er aber auch gezeigt, dass Bitcoin im Grunde alleine stehe. „Ich kann es nur immer wieder betonen: Finger weg von Altcoins“, meint Jilch.

Bei Preisprognosen hält er sich allerdings zurück. Zwar reiht er sich bei anderen Expert:innen-Meinungen, wie auch jenen von Chris Obereder mit ein, dass wir in diesem Jahr noch eine Kapitulation sehen werden – dies könne allerdings noch einige Monate dauern.

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Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger
Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger

In einigen US-amerikanischen und chinesischen Städten gehören Robotaxis bekanntlich längst zum Stadtbild. In Österreich verläuft die Verbreitung des autonomen Fahrens, wie so viele andere Dinge, langsamer. Bereits seit 2017 etwa arbeitet die Initiative SURAAA im Kärntner Pörtschach mit autonomen Kleinbussen (brutkasten berichtete). 2019 starteten die Wiener Linien einen mehrjährigen Testbetrieb autonomer Kleinbusse in der Seestadt Aspern (brutkasten berichtete), beendeten das Projekt aber nach der Testphase. Zu einem größeren Rollout kam es bislang nicht.

100 autonome Busse in zwei Jahren

Doch das soll sich jetzt ändern. Bei einem Termin am Westbahnhof, über den mehrere Medien berichteten, legten unter anderem Infrastrukturminister Peter Hanke, ÖBB-Chef Andreas Matthä und Kerem Erman vom türkischen Mobilitäts-Unternehmen Otokar einen Rollout-Plan dar, der erstmals über Testphasen bzw. stark eingegrenzte Projekte hinausgeht.

Demnach sollen bereits in zwei Jahren bis zu 100 autonom fahrende Busse von Otokar für ÖBB Postbus etwa im Vorarlberger Rheintal oder im oberösterreichischen Zentralraum unterwegs sein. In der spanischen Hauptstadt Madrid befinden sich die „e-Centro“-Busse des türkischen Anbieters, die Platz für bis zu 32 Fahrgäste bieten, bereits im regulären Einsatz.

Gesetze müssen erst angepasst werden

Begleitend soll die heimische Gesetzeslage ab September schrittweise angepasst werden, damit in zwei Jahren dann auch Fahrten ohne die aktuell noch obligatorischen Sicherheitsfahrer:innen (Anm. d. Red.: die das Konzept ad absurdum führen) rechtlich möglich sind. Dabei räumt Minister Hanke, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, ein: „Es wird dauern, bis die Bevölkerung diesen Fahrzeugen vertraut. Aber wir wollen zum Regelbetrieb, und nicht nur mit einem Bus, sondern mit einer Flotte.“

Vom ersten Test in Alpbach in den Rollout

Doch nun wird – wie sollte es anders sein – zuerst einmal getestet. Und der erste Test erfolgt in ländlicher, aber durchaus prominenter Umgebung: beim Europäischen Forum Alpbach. Dort wird der Testbetrieb in kleinem Ausmaß auf einer definierten Strecke stattfinden. Unter Bedingungen, die den später geplanten Einsatzbedingungen deutlich näher kommen, findet dann der nächste Testlauf statt. Nach dem Forum Alpbach zieht der Bus weiter in den Industriepark „Campus Wolfurt“ im Bezirk Bregenz in Vorarlberg. Dort wird er dann Campus und S-Bahn verbinden.

Die langfristige Vision ist auch bereits skizziert. Verläuft der oben beschriebene Rollout in den kommenden zwei Jahren nach Plan, soll eine flächendeckende Ausbreitung folgen. Letztlich will man Öffi-unterversorgte ländliche Regionen, wo, wie Hanke es ausdrückt, „keine U-Bahn mehr hinkommt, wo der Bus nicht mehr so groß sein muss“ in ganz Österreich abdecken.

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