06.11.2024
KRYPTO

Nach US-Wahl: Bitcoin erreicht Rekordhoch bei über 75.000 Dollar

Am Mittwoch in den frühen Morgenstunden überschritt der Bitcoin-Kurs erstmals die Marke von 75.000 Dollar. Auch an den traditionellen Finanzmärkten legten die Kurse zu, nachdem sich ein Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl abzuzeichnen begann.
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Schon in der Vorwoche war das im März 2024 erreicht Bitcoin-Rekordhoch von 73.700 Dollar in greifbare Nähe gerückt. Ganz hatte es dann aber doch nicht gereicht. Am Mittwoch in den frühen Morgenstunden war es nun aber soweit: Der Bitcoin-Kurs stieg erstmals in der Geschichte über die Schwelle von 75.000 Dollar und stand damit so hoch wie nie zuvor. In der Spitze lag er laut CoinGecko bei knapp 75.360 Dollar.

Den entscheidenden letzten Schub hatte dabei die US-Präsidentschaftswahl gebracht: Das Rekordhoch knackte Bitcoin kurz nach 4 Uhr früh mitteleuropäischer Zeit. Zu diesem Zeitpunkt begann sich ein Sieg von Donald Trump abzuzeichnen.

Gegenüber dem Vortag lag der Bitcoin-Kurs am Mittwoch in der Früh mehr als acht Prozent im Plus. Auch die Kurse anderer großer Kryptowährungen zogen an: Ether (ETH) legte zuletzt sieben Prozent zu, für Solana (SOL) ging es 15 Prozent aufwärts und Dogecoin sprang sogar 23 Prozent nach nach oben.

US-Kryptobranche hofft auf Politikwechsel

Die US-Kryptobranche hatte sich bereits früh im Wahlkampf überwiegend auf die Seite des republikanischen Ex-Präsidenten Trump geschlagen (siehe brutkasten Crypto Weekly #150). Dieser hatte sich im Frühjahr in der Deutlichkeit durchaus überraschend explizit als Pro-Krypto- und Pro-Bitcoin-Kandidat positioniert. Unter anderem hatte Trump angekündigt, als Präsident eine „strategische Bitcoin-Reserve“ anlegen zu wollen.

Die Branche erhofft sich von Trump einen Kurswechsel, was die Krypto-Politik der US-Regierung angeht. Die US-Börsenaufsicht rund um den vom amtierenden Präsidenten Joe Biden eingesetzten Gary Gensler war insbesondere in den vergangenen beiden Jahren teilweise scharf gegen Krypto-Unternehmen vorgegangen, weil es diese in Konflikt mit dem US-Wertpapiergesetz sah.

Auch US-Aktienmarkt steigt

Die Kursgewinne am Dienstagmorgen waren jedoch nicht kryptospezifisch: Auch die traditionellen Finanzmärkte reagierten auf die Entwicklungen in den USA. Der US-Aktienmarkt verzeichnete vorbörsliche deutliche Kursgewinne. Die Futures auf die wichtigsten US-Aktienindizes wie S&P-500, Dow Jones oder Nasdaq-100 lagen zuletzt zwischen eineinhalb und zwei Prozent im Plus. Der Goldpreis wiederum gab nach. Dies deutet auf eine generell gestiegene Risikolaune der Anleger:innen hin.

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Lebensstimmen
Der Fabertar | © Lebensstimmen/Screenshot

Vor rund einem Monat gab das Grazer Startup Lebensstimmen den Einstieg von Motorsportlegende Helmut Marko als Investor bekannt – brutkasten berichtete. Nun präsentierte man seine KI-basierte Plattform und hat dabei weitere prominente Unterstützung.

Lebensstimmen als Vorsorge

Das von Markus Pinter, Philipp Berkessy und Lukas Stern gegründete Startup versteht sich als ein Vorsorgeprodukt, das zu Lebzeiten abgeschlossen wird und für den Tod und darüber hinaus wirkt. Menschen können zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können.

Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“.

Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell. Die rechtliche Architektur der Plattform wurde gemeinsam mit Scherbaum Seebacher Rechtsanwälte entwickelt. Technologiepartner ist BLCKs AI.

Fabertar schenkt Worte her

Neben Marko unterstützt nun auch Dompfarrer von St. Stephan, Toni Faber, Lebensstimmen in Fragen von Trauer und Abschied mit einem neuartigen Angebot. Mit dem „Fabertar“ präsentiert das Startup einen gemeinsam mit ihm entwickelten und klar als KI gekennzeichneten Trauerredner. Dieser soll keine Seelsorge ersetzen, sondern Worte schenken, wo sie gewünscht werden oder wo kein Redner verfügbar ist.

„Ich begleite viele Menschen im Abschied. Oft ist das, was ungesagt bleibt, am schwersten. Wenn Technik hilft, liebevolle Worte zu bewahren, dient sie dem Menschen und dem Trost. Genau das ist der Gedanke hinter dem ‚Fabertar‘. Er soll niemanden ersetzen“, sagt Faber.

Marktstart Anfang 2027

Und Lebensstimmen-Geschäftsführer Berkessy ergänzt: „Jeder Mensch hat Worte, die bleiben sollen. Mit Lebensstimmen machen wir Vorsorge erstmals persönlich, digital und rechtssicher. Heute beginnt eine neue Abschiedskultur, und sie beginnt in Österreich.“

Nach der offiziellen Vorstellung der Plattform, der dazugehörigen Lebensstimmen-Produkte und dem aktuellen Launch der Website erfolgt in einem nächsten Schritt. Der Marktstart ist für Q1 2027 geplant und soll sowohl österreichweit als auch global erfolgen.

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