25.03.2021

Bitcoin & Co stürzen ab – doch der Bitpanda-Token trotzt dem Abverkauf

Die großen Kryptowährungen wie BTC, ETH und BNB verzeichneten am Donnerstagnachmittag Kursrückgänge im zweistelligen Prozentbereich. Doch der Bitpanda-Token schießt weiter nach oben.
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Kryptowährungen
Foto: Dan Eady/Adobe Stock

Massiv nach unten ging es am Donnerstagnachmittag fast am gesamten Kryptomarkt – und zwar nicht nur bei kleineren Coins, sondern auch bei den großen Namen: Der Bitcoin-Kurs etwa rasselte zuletzt um mehr als 10 Prozent nach unten. Er stand damit nur mehr bei knapp über 51.200 US-Dollar.

Auch andere großte Kryptowährungen gerieten massiv unter Druck. Der Kurs der Ethereum-Währung Ether brach um fast 12 Prozent ein und fiel unter 1.600 Dollar. Die Binance Coin (BNB) verlor noch etwas stärker um 13 Prozent und stand am Nachmittag bei rund 230 Dollar.

Polkadot und Uniswap besonders unter Druck

Unter den zehn – nach Marktkapitalisierung – größten Kryptowährungen brach der Kurs von Polkadot (DOT) mit einem Minus von 17 Prozent besonders stark ein. Auch der Token der dezentralen Kryptobörse Uniswap (UNI) gehörte mit einem Rückgang von über 15 Prozent zu den größten Verlierern unter den Top-10-Coins.

Theta und XRP auf 7-Tage-Sicht trotzdem noch im Plus

Die zuletzt massiv gestiegene Kryptowährung des Streaming-Netzwerks Theta verlor am Donnerstagnachmittag 10 Prozent. Allerdings: Auf 7-Tage-Sicht steht sie trotz des Kursrückgangs weiter bei einem Plus von 56 Prozent. Sie gehört mittlerweile ebenfalls zu den zehn größten Coins.

Unter den Top-Ten-Krypto-Assets liegt daneben nur mehr XRP auf 7-Tage-Sicht im grünen Bereich – allerdings deutlich bescheidener mit 2 Prozent. Im Tagesvergleich lag XRP 10 Prozent im Minus. Zuletzt war die Coin von Hoffnungen auf einen günstigen Ausgang im Rechtsstreit der XRP-Firma Ripple mit der US-Börsenaufsicht angetrieben worden.

Einen unmittelbaren Auslöser für den heutigen Abverkauf am Krypto-Markt gab es nicht. Bereits in den vergangenen Tagen hatte er sich eher schwach präsentiert. Schon die Meldung vom Vortag, dass Tesla in den USA nun Bitcoin beim Kauf seiner Elektroautos akzeptiert, hatte den Markt kaum gestützt. Zur allgemein schlechten Marktstimmung kamen unter anderem nun auch noch Aussagen des einflussreichen Hedgefonds-Manager Ray Dalio, wonach er ein Bitcoin-Verbot in den USA unter gewissen Umständen für „sehr wahrscheinlich“ halte.

Bitpanda-Token schießt trotzdem nach oben

Völlig unbeeindruckt vom Abverkauf am Markt zeigte sich dagegen der Bitpanda Ecosystem Token (BEST). Er gehörte zu den wenigen Krypto-Assets, die sich dem schwachen Marktumfeld entziehen konnten. Nachdem der Token des Wiener Krypto-Fintechs am Vortag erstmals in seiner Geschichte die Marke von 1,00 Euro durchbrochen hatte, gab es nun kein Halten mehr. Der Kurs schoss am Donnerstag zwischenzeitlich bis auf 1,19 Euro nach oben. Damit lag er gegenüber dem letzten Kurs des Vortages rund 15 Prozent im Plus – und das in diesem Umfeld.

Speziell seit Bitpanda bei der jüngsten Finanzierungsrunde Mitte März offiziell den Unicorn-Status erreicht hatte, hatte der BEST-Kurs seine Ende des Vorjahres gestartete Aufwärtsbewegung noch einmal intensiviert.

Disclaimer: Dieser Text sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Steuerberatung, Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Sie dienen lediglich der persönlichen Information. Es wird keine Empfehlung für eine bestimmte Anlagestrategie abgegeben. Die Inhalte von brutkasten.com richten sich ausschließlich an natürliche Personen.

Disclaimer: Die Bitpanda GmbH ist mit 3,9849 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

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Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce
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Es gibt für sie unzählige Einsatzmöglichkeiten, in den vergangenen Jahren dominieren sie aber vor allem eines: die Kriegsberichterstattung. Drohnen sind nicht nur zum Sinnbild für moderne Kriegsführung geworden, sondern auch zu einer Produktkategorie, die europäischen Scaleups mitunter Milliardeninvestments einbringt. Von dieser Kategorie ist das Wiener Startup DropForce aktuell noch weit entfernt, das Konzept, mit dem es antritt, ist aber durchaus ambitioniert und vor allem neu.

Drohne aus dem 3D-Drucker im Van oder Container

„Alle anderen Drohnen-Anbieter haben eine zentrale Fabrik und brauchen für den Bau einer Drohne meistens viel länger als nötig. Wir haben unsere Drohne so konzipiert, dass man sie von überall aus bauen kann”, sagt Jakub Hamdard. Er hat DropForce gemeinsam mit Christian Mühl gegründet. Beide bringen dabei Berufserfahrung aus dem Aerospace-Bereich mit.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Anbietern: „Bei anderen Drohnen sind die Teile zusammengelötet. Daraus ergeben sich viele Fehlerquellen. Außerdem sind sie stark auf chinesische Bauteile angewiesen, die oft nicht halten, was sie versprechen”, so Hamdard. Die DropForce-Drohne kommt dagegen ohne Löten aus. Die Strukturteile und Module, etwa Kamera-Aufsätze, kommen aus dem 3D-Drucker; Platinen, Motoren und Propeller werden in Europa produziert und vom Startup als Bausatz dazugeliefert. „Man kann die Teile im 3D-Drucker aktuell in ca. 20 Minuten drucken und braucht dann zehn bis 15 Minuten, um die Drohne zusammenzubauen”, sagt der Gründer.

Und dieser Vorgang soll künftig eben nicht in einer einzelnen Fabrik, sondern in kompakten Einheiten direkt beim Kunden passieren, in einem Van oder Container, so die Vision. Denkt man an den DefenseTech-Bereich, heißt das: direkt an der Front. Die Vans bzw. Container sollen dann verkauft, die Produktion lizenziert werden. „Mit dem Van wäre man komplett mobil. Er kann direkt am Einsatzort innerhalb von Minuten Drohnen produzieren, die dann gleich losstarten können”, skizziert Hamdard.

So ein Einsatzort könnte etwa auch der Schauplatz einer Naturkatastrophe sein. In der Kundenansprache fokussiere man aber aktuell primär auf den Verteidigungsbereich. Dort will man, wenn alles nach Plan läuft, um den Jahreswechsel in die ersten Pilotprojekte starten.

Sechsstelliges Investment von BarnVentures und deutscher LNX GmbH

Bereits im Sommer holte sich DropForce für seine Expansionspläne auch ein Investment. BarnVentures rund um Filip Zganjer und die deutsche LNX GmbH stiegen mit einem sechsstelligen Betrag ein und sicherten sich jeweils 20 Prozent am Unternehmen. „Die Idee von einer dezentralen Massenproduktion im Baukasten-System hat mir so gut gefallen. Eine zentrale Produktionsstätte ist in Zeiten wie diesen gefährlich”, kommentiert Zganjer im Gespräch mit brutkasten. Das Startup unterstütze man nun nicht nur mit Geld, sondern auch durch Beratung.

Das Kapital sei bislang vor allem in die Weiterentwicklung, aber auch in Personalkosten geflossen, sagt Hamdard. Zudem sei man aktuell auch im Prozess der Patentanmeldung. Und auch an weiteren Drohnen-Modellen arbeite man bereits. Denn, so die Vision: „Kunden können sich später dann aus einem Portfolio genau die Drohnen aussuchen, die sie gerade brauchen. Wir haben schon einige Ideen, was man machen kann.”

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