Bison: Deutsche Krypto-Plattform adoptiert Schönbrunner Bison
Die Gruppe "Börse Stuttgart" hat mit ihrer Krypto-Plattform Bison den österreichischen Markt betreten. Die Unterstützung des Tiergartens Schönbrunn war daher für das Unternehmen naheliegend.
(c) Daniel Zupanc - Stefanie Möllner (l.) von Bison und Simone Haderthauer, zoologische Abteilungsleiterin im Tiergarten Schönbrunn bei der Scheckübergabe vor dem Bison-Gehege.
Bison ist eine Krypto-Trading-Plattform, hinter der mit der Gruppe „Börse Stuttgart“ eine traditionelle Wertpapierbörse steht. Nun möchte man den österreichischen Markt erobern und hat dafür als einen der ersten Schritte eine tierische Aktion vollbracht.
Bison unterstützt Bisons
Die Spende an den Tiergarten Schönbrunn war für die deutsche Plattform eine naheliegende Selbstverständlichkeit und so kamen die Wiener Bisons vor kurzem in den Genuss eines neuen Sponsors.
„Unsere tierischen Namenspaten mit einer Patenschaft zu unterstützen, war uns ein großes Anliegen und hat für uns eine starke Symbolkraft. Mit der heutigen Erweiterung unserer Bison-Herde in Österreich wollen wir zeigen: Wir sind gekommen, um zu bleiben“, sagt Stefanie Möllner, ehemalige „Global Head of PR & Communications“ bei GoStudent und nun „Head of Communications Börse Stuttgart Digital Ventures“.
Kryptospende noch nicht möglich
Eine Aktion, die bei Simone Haderthauer, zoologische Abteilungsleiterin des Tiergartens, Anklang findet: „Die Bisons im Tiergarten Schönbrunn sind Botschafter für ihre gefährdeten Artgenossen in der freien Wildbahn. Wir freuen uns, dass mit der Übernahme dieser Patenschaft unsere Tiere in dieser Funktion unterstützt werden und damit auch Aufmerksamkeit für den Artenschutz geschaffen wird.“
Tierpatenschaften wie diese seien eine wichtige Einnahme für den Zoo, der sich als eigenständige Gesellschaft finanziell komplett selbst erhält. Eine Krypto-Spende war noch nicht möglich. Daher wurde der Betrag noch traditionell überreicht: symbolisch via Scheck und per Überweisung in Euro.
Der European Venture Sentiment Index von Venionaire für das 2. Quartal 2026 zeigt wieder einmal: Es ist anders gekommen, als erwartet. Dabei passen die harten Zahlen aktuell nicht unbedingt mit der Stimmung zusammen.
Der European Venture Sentiment Index von Venionaire für das 2. Quartal 2026 zeigt wieder einmal: Es ist anders gekommen, als erwartet. Dabei passen die harten Zahlen aktuell nicht unbedingt mit der Stimmung zusammen.
„Für das zweite Quartal könnten die Vorzeichen kaum schlechter stehen“, zitierte brutkasten Venionaire im April zur Veröffentlichung des European Venture Sentiment Index für das erste Quartal. Doch – wie so oft – kam es dann doch anders. Die im ersten Quartal durch den Angriff der USA auf den Iran hervorgerufene Krise schlug sich nämlich – anders als etwa die Krise nach Beginn des Ukraine-Kriegs – nicht auf die Risikokapital-Volumina nieder.
Die Zahlen sahen laut Venionaire-Analyse im zweiten Quartal nämlich gut aus: Die Gesamtinvestitionen am europäischen Risikokapitalmarkt nahmen weiter zu und erreichten mit 29 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord. Weiters konnte auch die reine Deal-Anzahl um rund fünf Prozent auf 965 Deals gesteigert werden.
Dennoch sind die für den quartalsweisen Index befragten Investor:innen nicht in Jubelstimmung. Der Indexwert liegt mit 4,8 knapp unter der neutralen Marke 5. Er ist damit besser als der Wert im Vorquartal und besser als der für das Quartal erwartete Wert (siehe Grafik), aber immer noch nicht positiv. Auch die Erwartung für das kommende Quartal ist mit 4,4 wieder schlechter. „Die Zahlen zeichnen ein positiveres Bild als die Stimmung. Investor:innen sind weiterhin zurückhaltend und warten mit Investments“, analysiert Berthold Baurek-Karlic, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Venionaire Capital AG.
(c) Venionaire Capital
Man erkenne eine leichte Stabilisierung, so Baurek-Karlic weiter zum Index-Wert. „Zwar erwarten Investor:innen mehr Aktivität und Wettbewerb im dritten Quartal, doch die großen Sorgen rund um geopolitische Spannungen und handelspolitische Unsicherheit sind aber weiterhin da.“ Es verwundere also nicht, dass der erwartete Index-Wert lediglich 4,4 betrage. Investor:innen würden kurzfristig ohne verlässlichen Ausblick auf die kommenden Quartale agieren, meinen die Analysten von Venionaire Capital.
DeepTech im Vorteil
Und langfristig könnte sich eine Veränderung der Investitionskriterien abzeichnen, erwarten die Analysten. Effizienz und Produktdifferenzierung würden zunehmend als Grundvoraussetzungen gelten. In den Mittelpunkt rücke stattdessen die Frage, ob ein Unternehmen über einen dauerhaft verteidigungsfähigen Wettbewerbsvorteil verfüge. „Investoren hinterfragen verstärkt, ob KI-basierte Produkte tief in Infrastruktur und Arbeitsabläufen verankert sind oder lediglich auf bestehenden Basismodellen aufsetzen. Geschäftsmodelle, deren Kernfunktion kurzfristig von einem großen KI-Anbieter in dessen Plattform integriert werden könnte, werden entsprechend kritischer bewertet“, so Baurek-Karlic.
Davon würden insbesondere Bereiche mit höheren technologischen und physischen Eintrittsbarrieren profitieren, darunter DeepTech, Biotechnologie, Hardware, Robotik und fortschrittliche Fertigung. „Vielleicht stehen wir vor einem goldenen Zeitalter der DeepTech-Unternehmen“, mutmaßt der Venionaire-Gründer.
Größte Runden und stärkste Länder
Diese Erwartungen würden sich in den Top-Investments des zweiten Quartals widerspiegeln: Mit Eurowind Energy (2,3 Mrd. US-Dollar, Energie- und Abfallwirtschaft), Isomorphic Laboratories (2,1 Mrd. US-Dollar, KI-Biotechnologie) und Stegra (1,6 Mrd. US-Dollar, erneuerbare Energien) seien die größten Finanzierungsrunden an Unternehmen gegangen, die nicht einfach vom Markt verdrängt werden können. Im europäischen Risikokapital-Länderranking führte einmal mehr das Vereinigte Königreich (12,3 Mrd. US-Dollar) überlegen vor Deutschland (3,6 Mrd. US-Dollar) und – überraschend dank Eurowind Energy – Dänemark (3 Mrd. US-Dollar).
(c) Venionaire Capital
Und wie geht es weiter? Baurek-Karlic analysiert: „Der Risikokapitalmarkt befindet sich momentan im Wandel. Investor:innen sind bereit, mehr Kapital zur Verfügung zu stellen, wollen dafür aber auch ein gewisses Maß an Sicherheit. Auch im dritten Quartal werden es etabliertere Unternehmen mit einem felsenfesten Geschäftsmodell leichter haben.“
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