28.07.2022

Bison: Deutsche Krypto-Plattform adoptiert Schönbrunner Bison

Die Gruppe "Börse Stuttgart" hat mit ihrer Krypto-Plattform Bison den österreichischen Markt betreten. Die Unterstützung des Tiergartens Schönbrunn war daher für das Unternehmen naheliegend.
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(c) Daniel Zupanc - Stefanie Möllner (l.) von Bison und Simone Haderthauer, zoologische Abteilungsleiterin im Tiergarten Schönbrunn bei der Scheckübergabe vor dem Bison-Gehege.

Bison ist eine Krypto-Trading-Plattform, hinter der mit der Gruppe „Börse Stuttgart“ eine traditionelle Wertpapierbörse steht. Nun möchte man den österreichischen Markt erobern und hat dafür als einen der ersten Schritte eine tierische Aktion vollbracht.

Bison unterstützt Bisons

Die Spende an den Tiergarten Schönbrunn war für die deutsche Plattform eine naheliegende Selbstverständlichkeit und so kamen die Wiener Bisons vor kurzem in den Genuss eines neuen Sponsors.

„Unsere tierischen Namenspaten mit einer Patenschaft zu unterstützen, war uns ein großes Anliegen und hat für uns eine starke Symbolkraft. Mit der heutigen Erweiterung unserer Bison-Herde in Österreich wollen wir zeigen: Wir sind gekommen, um zu bleiben“, sagt Stefanie Möllner, ehemalige „Global Head of PR & Communications“ bei GoStudent und nun „Head of Communications Börse Stuttgart Digital Ventures“.

Kryptospende noch nicht möglich

Eine Aktion, die bei Simone Haderthauer, zoologische Abteilungsleiterin des Tiergartens, Anklang findet: „Die Bisons im Tiergarten Schönbrunn sind Botschafter für ihre gefährdeten Artgenossen in der freien Wildbahn. Wir freuen uns, dass mit der Übernahme dieser Patenschaft unsere Tiere in dieser Funktion unterstützt werden und damit auch Aufmerksamkeit für den Artenschutz geschaffen wird.“

Tierpatenschaften wie diese seien eine wichtige Einnahme für den Zoo, der sich als eigenständige Gesellschaft finanziell komplett selbst erhält. Eine Krypto-Spende war noch nicht möglich. Daher wurde der Betrag noch traditionell überreicht: symbolisch via Scheck und per Überweisung in Euro.

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Neos und epicenter.works orten Datenschutz-Skandal rund um Härtefallfonds
(c) Adobe Stock - kwarkot

In einem Interview mit brutkasten im Februar dieses Jahres hob die Wiener Digitalstadträtin Barbara Novak (SPÖ) den Standort Wien für eine „AI Gigafactory“ noch hervor. Die Abwärme der Server sollte dabei direkt in das bestehende Fernwärmenetz eingespeist werden, so das Konzept. „Bei einer AI Gigafactory fällt sehr viel Abwärme an, mit der bis zu 200.000 Haushalte versorgt werden könnten. Das wäre ein wesentlicher Beitrag zur Dekarbonisierung der Fernwärme und stellt eine klassische Win-win-Situation dar“, so Novak im Interview.

Brief von Digitalstadträtin an EU

Die Auflagen der Förderung seien von Seiten der EU nun aber dahingehend geändert worden, dass das Projekt an keinen bestimmten Standort bzw. an keine definierten Auflagen gebunden werden dürfe, berichtet die Tageszeitung Kurier. Ein zentrales Element der Wiener Bewerbung beinhaltet jedoch die erwähnte Anknüpfung der Gigafactory an das Fernwärmenetz (brutkasten berichtete). Laut Kurier wird in einem offiziellen Brief der Digitalstadträtin an die EU nun dazu aufgerufen, die Auflagen für die Förderung nochmal zu überdenken.

„Einkaufsgemeinschaften“ nicht passend für Stadt Wien

Das Finanzierungsmodell für das 5-Milliarden-Euro-Projekt sah ursprünglich vor, dass zwei Drittel der Mittel von privaten Investoren und ein Drittel gemeinschaftlich von der Stadt Wien, dem Bund sowie der EU aufgebracht werden. Aktuelle Bestrebungen in Brüssel sehen nun jedoch die Bildung von standortungebundenen „Einkaufsgemeinschaften“ vor. Für Wien würde dies bedeuten, dass das Projekt nicht mehr zwingend an die geplante Abwärme-Integration in das Fernwärmenetz gekoppelt werden dürfte. Da diese Koppelung jedoch eine Grundvoraussetzung der Wiener Bewerbung ist, wird eine Beteiligung unter den geänderten Bedingungen derzeit hinterfragt.

Fünf Gigafactories geplant

Bis zum Jahr 2028 plant die Europäische Union den Baubeginn von bis zu fünf neuen „AI-Gigafactories“. Diese hochmodernen Rechenzentren sollen speziell auf die enormen Anforderungen zugeschnitten werden, die das Training und der laufende Betrieb fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz mit sich bringen. Dabei legt die EU besonderen Wert auf strengste Maßstäbe in den Bereichen Datensicherheit, IT-Schutz und Energieeffizienz.

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