26.06.2023

Biome Diagnostics: NÖ-Startup gewinnt große Werbefläche am Times Square in New York

Das MedTech-Startup Biome Diagnostics holte sich zuletzt mehrere Preise. Einer davon bringt einen prominenten Werbeplatz mit sich.
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Biome Diagnostics: Barbara Sladek und Nikolaus Gasche
(c) Biome Diagnostics: Barbara Sladek und Nikolaus Gasche

Die überdimensionalen Werbeflächen auf mehreren Gebäuden des Times Square in New York sind weltberühmt. Bald wird auf einer dieser Flächen auch die Werbung eines niederösterreichischen Startups zu sehen sein: Biome Diagnostics. Das auf Angebote rund um das menschliche Mikrobiom spezialisierte MedTech-Unternehmen von Barbara Sladek und Nikolaus Gasche muss für den denkbar prominenten Werbeplatz am Nasdaq Tower jedoch nicht selbst bezahlen. Er ist Teil des Preises bei einem Wettbewerb, den das Startup vergangene Woche gewonnen hat.

Publikumspreis bringt Werbefläche am Nasdaq Tower am Times Square

Dabei handelt es sich um den im Rahmen des EIT Health Catapult [Programm des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie] vergebenen Alex Casta Audience Award, dessen Preisträger vom Publikum bestimmt wird. Diesen erhielt Biome Diagnostics bei der Bits & Pretzels HealthTech Conference vergangene Woche. Zudem holte sich das Startup den zweiten Platz in der HealthTech-Kategorie der von EIT Health Catapult vergebenen Awards. Das brachte dem Unternehmen unter anderem einen Geldpreis ein.

Biome Diagnostics - Der Nasdaq Tower vor ca. einem Jahr mit einer Werbung für das James Webb Telescope | (c) Nasdaq
Der Nasdaq Tower vor ca. einem Jahr mit einer Werbung für das James Webb Telescope | (c) Nasdaq

„Nur so ist es möglich, personalisierte Medizin voranzubringen“

„Als Finalist vom EIT Health Catapult vor tausenden Besuchern auftreten zu dürfen und dabei den zweiten Platz zu erreichen, bedeutet uns sehr viel“, kommentiert Co-Founder und Co-Geschäftsführer Nikolaus Gasche in einer Aussendung. „Es ist ein besonderer Meilenstein, Biome Diagnostics vor Millionen Menschen am Times Square zeigen und so die Vision erstklassiger Mikrobiom-Diagnostik teilen zu dürfen. Nur so ist es möglich, personalisierte Medizin voranzubringen.“

Biome Diagnostics erst kürzlich als Born Global Champion gekürt

Erst kürzlich war das MedTech beim Exporttag der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mit dem „Born Global Champion“ Award ausgezeichnet worden. Der Born Global Champion-Preis ist eine Bestätigung unserer fortlaufenden Bemühungen,  innovative Mikrobiom-Lösungen auf internationaler Ebene zu entwickeln, die einen  positiven Einfluss auf die Gesundheitsversorgung haben“, kommentiert Co-Founderin und Co-Geschäftsführerin Barbara Sladek.

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(v.l.) Peter Hajek, Monika Köppl-Turyna, Lisa-Marie Fassl und Markus Raunig © Tobias Gärtner

Wie steht es um das Interesse an der Selbstständigkeit in Österreich? Eine Online-Befragung von Peter Hajek Public Opinion Strategies im Auftrag der Stiftung Unternehmerische Zukunft liefert dazu aktuelle Daten. Im Befragungszeitraum vom 22. Mai bis 8. Juni 2026 wurden insgesamt rund 1.500 Personen der österreichischen Wohnbevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 16 und 69 Jahren befragt. Die Zahlen zeigen, wie stark das direkte Umfeld die Neigung zum Unternehmertum in Österreich prägt.

Der „Eltern-Effekt“ als zentraler Einflussfaktor

Der zentralste Befund der Untersuchung liegt in der familiären Prägung: Der Wunsch und die konkrete Absicht zu gründen gehen laut den Studiendaten maßgeblich mit der unternehmerischen Tätigkeit der eigenen Eltern einher. Insgesamt geben 20 Prozent der Befragten an, mindestens einen selbstständigen oder unternehmerischen Elternteil zu haben. Laut Umfrage verändert diese Erfahrung die Haltung grundlegend: Während sich ohne unternehmerischen Hintergrund lediglich 27 Prozent der Befragten eine Gründung grundsätzlich vorstellen können, steigt dieser Wert bei Personen mit unternehmerischem Elternhaus auf 47 Prozent.

Noch drastischer unterscheidet sich die konkrete Planung: Bei Befragten ohne unternehmerische Eltern geben derzeit nur 7 Prozent an, innerhalb der nächsten zwölf Monate konkret eine Gründung zu planen. Hat mindestens ein Elternteil ein Unternehmen geführt oder gegründet, springt diese Gründungsabsicht auf 18 Prozent, also mehr als das Doppelte. Das Elternhaus senkt somit laut Studie die subjektiven Hürden von der bloßen Vorstellung hin zur konkreten Absicht.

Eklatanter Mangel an sichtbaren Vorbildern im Alltag

Dass die familiäre Herkunft in den Daten eine so dominante Rolle spielt, deckt sich mit einem deutlichen Mangel an sichtbaren Alternativen im öffentlichen Raum. Laut Umfrage fällt fast der Hälfte der Gesamtbevölkerung (49 Prozent) spontan kein einziger Name einer Unternehmerin oder eines Unternehmers ein.

Unter den Befragten zwischen 16 und 29 Jahren geben sogar 60 Prozent an, niemanden nennen zu können. Werden überhaupt Namen genannt, handelt es sich meist um prominente Großunternehmer wie Mateschitz (13 Prozent), Haselsteiner (5 Prozent), Benko (3 Prozent), Swarovski (3 Prozent) oder Elon Musk (2 Prozent). Greifbare Vorbilder aus dem alltäglichen Leben fehlen in der Wahrnehmung vieler Befragter.

Gleichzeitig zeigt die Erhebung: Wer im unternehmerischen Umfeld aufwächst oder entsprechende Kontakte hat, würde im Falle eines Gründungsvorhabens eine nahestehende Person laut Eigenangabe mit 37 Prozent mehr als doppelt so oft aktiv bestärken wie Personen ohne dieses Umfeld (17 Prozent).

Breiter Ruf nach Wirtschaftsbildung an Schulen

Unterstützung aus dem Elternhaus ist ein wichtiger Faktor, doch soll er laut den Befragten nicht der einzige sein, der über die berufliche Zukunft entscheidet, wie sich aus weiteren Ergebnissen ablesen lässt. 80 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Jugendliche bereits in der Schule stärker lernen sollten, wie man Unternehmen gründet oder führt. Zudem hätten sich 75 Prozent selbst mehr praktische Wirtschaftsbildung gewünscht.

Für Markus Raunig, Vorstand der Stiftung Unternehmerische Zukunft, liefern die Befragungsergebnisse deshalb einen klaren Auftrag an die Bildungspolitik. Seine zentrale These formuliert Raunig bei der heutigen Pressekonferenz als Kernversprechen der Stiftungsarbeit: „Unsere Überzeugung als Stiftung lautet: Es darf nicht davon abhängen, was für Eltern oder welches Umfeld man hat, ob man unternehmerisch tätig wird oder nicht.“

Durch praxisnahe Schulprogramme, den Aufbau eigener Medienkanäle zur Veranschaulichung des unternehmerischen Alltags und die gezielte Sichtbarmachung nahbarer Vorbilder soll dieses Herkunfts-Delta geschlossen werden.

Wachstumsorientierte Startups als echter Jobmotor

Aus volkswirtschaftlicher Sicht kommt es jedoch nicht bloß auf die reine Anzahl an Gründungen an, sondern auf deren Qualität, das betont Monika Köppl-Turyna, Direktorin von EcoAustria. Die auch als Vorstandsmitglied der Stiftung agierende Wirtschaftsforscherin hebt hervor, dass vor allem junge, wachstumsstarke Unternehmen als entscheidender Motor für Beschäftigung und Innovation wirken und überproportional viele neue Arbeitsplätze schaffen.

Auf der Pressekonferenz spitzte Investorin und Stiftungs-Vorstandsmitglied Lisa-Marie Fassl die Notwendigkeit einer gesamtgesellschaftlichen Haltungswende zu: „Das einzige, was uns hilft wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben als Standort, ist Innovation. […] Es muss gesamtgesellschaftlich gesehen einfach wieder sexy sein, einen Beitrag zu leisten. Wir leben in einem Land mit einer massiven Vollkaskomentalität, wo man darauf wartet, dass irgendwer etwas für einen richtet.“

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Als Investor:in könnte dieser Artikel für Sie von Interesse sein, da er über Biome Diagnostics berichtet, ein niederösterreichisches Startup, das auf Angebote rund um das menschliche Mikrobiom spezialisiert ist. Das Unternehmen gewann den Publikumspreis beim EIT Health Catapult Wettbewerb und erhielt eine große Werbefläche am Times Square in New York. Dies zeigt, dass das Unternehmen Anerkennung und Aufmerksamkeit in der Branche erhält und es könnte ein Hinweis auf das disruptive Potenzial ihrer Technologie sein. Es könnte sich lohnen, das Unternehmen weiter zu beobachten und möglicherweise in Erwägung zu ziehen, in dieses vielversprechende MedTech-Unternehmen zu investieren.

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Als Politiker:in ist es wichtig, über aktuelle Entwicklungen und Erfolge von Unternehmen in Ihrer Region informiert zu sein. Der Artikel beschreibt den Gewinn eines niederösterreichischen Startups, Biome Diagnostics, bei einem internationalen Wettbewerb und die darauf folgende Werbefläche am Times Square in New York. Dies zeigt, dass Ihr Wahlbezirk oder Ihre Region technologisch innovative Unternehmen hervorbringt, die auf internationaler Ebene erfolgreich sind. Dies könnte ein positives Bild für Ihre politische Arbeit geben und Möglichkeiten für Kooperationen oder Fördermaßnahmen aufzeigen, um weiteres Wachstum und Erfolg für Unternehmen in Ihrer Region zu gewährleisten.

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