12.01.2026
REFERENZKUNDE

Biolyz: Tullner Speicheltest-Startup holt Dreijahresvertrag mit Borussia Dortmund

Nach einem Pilotprojekt in der Saison 2024/2025 setzt der deutsche Fußball-Bundesligist BVB Borussia Dortmund nun langfristig auf die Speicheltests von Biolyz, die Belastung und Regeneration von Sportler:innen messen.
/artikel/biolyz-tullner-speicheltest-startup-holt-dreijahresvertrag-mit-borussia-dortmund
Biolyz-Gründer und CEO Marlon Millard | (c) Biolyz
Biolyz-Gründer und CEO Marlon Millard | (c) Biolyz

Was unter anderem durch den Longevity-Trend auch für Normalverbraucher:innen immer mehr zum Alltag gehört, ist für Spitzensportler:innen schon längst unumgehbar: ein konsequentes Monitoring von Körperwerten. Und im Profisport geht dieses freilich weit über das Tragen einer Smartwatch hinaus. Das BioTech-Startup Biolyz aus dem niederösterreichischen Tulln will seine Speicheltests als weitere Methode dafür etablieren.

„Unregelmäßige Bluttests und Wearables reichen nicht aus, um die innere Chemie des Menschen präzise im Zeitverlauf abzubilden. Nur mit hochfrequenten Messungen lässt sich die Frage beantworten: Wie geht es dem Spieler, dem Team heute?“, sagt Biolyz-Gründer und CEO Marlon Millard. „Unsere Methode erlaubt es, Fitness, Belastung und Regeneration von Athleten zu verstehen.“

Massenspektrometrie und KI

Konkret nutzt Biolyz hochauflösende Massenspektrometrie und ein selbst entwickeltes Analyseverfahren, um in Speichelproben Biomarker festzustellen, die Hinweise auf Stress, Belastung des Muskel- und Kreislaufsystems und Regenerationsfähigkeit geben. Dazu hat das Startup eine eigene Laborinfrastruktur, mit der man Geschwindigkeit und Datensouveränität gewährleisten will.

Zusätzlich nutzt das Unternehmen KI-basierte Verfahren, um komplexe Zusammenhänge in den Biomarkerprofilen zu erkennen. Die Modelle sollen Muster, Belastungstrends und potenzielle Risikofaktoren frühzeitig identifizieren und Vereine bei datenbasierten Entscheidungen im Trainings- und Belastungsmanagement unterstützen. „Im Ergebnis können Vereine den Einsatz ihrer Spieler besser planen, Leistungsspitzen bestmöglich nutzen, Verletzungsrisiken verringern und Ruhepausen bei physischer oder psychischer Erschöpfung verordnen“, heißt es von Biolyz.

Pilotprojekt mit Borussia Dortmund geht in langfristigen Vertrag über

2024 holte sich das Startup damit ein Millioneninvestment – brutkasten berichtete. Mittlerweile hat es rund 20 Mitarbeiter:innen und kann auf ein erfolgreiches Pilotprojekt mit dem deutschen Fußball-Bundesligisten BVB Borussia Dortmund in der Saison 2024/2025 zurückblicken, das auch von Sportmedizin-Forscher:innen der TU Dortmund begleitet wurde.

Nun wurde diese Kooperation in einen Dreijahresvertrag gegossen, wie Biolyz vermeldet. „Die Testungen haben uns gerade in der intensiven Rückrunde geholfen, die körperlichen Reaktionen auf die Beanspruchung unserer Spieler besser zu verstehen. Wir bekommen jetzt einen noch besseren Einblick darüber, was sich im Körper des Sportlers abspielt“, wird Markus Braun, Mannschaftsarzt von Borussia Dortmund, in einer Aussendung zitiert.

Die BVB-Spieler Jobe Bellingham, Julian Brandt und Karim Adeyemi mit Biolyz-Testkits | (c) Borussia Dortmund

Weitere Bundesliga- und Premier-League-Vereine in Biolyz-Pipeline

Doch bei der aktuellen Nummer 2 in der deutschen Bundesliga (Stand 12.01.2026) bleibt es nicht. Man habe bereits Projekte mit anderen deutschen Bundesliga-Clubs, mit weiteren befinde man sich in vertieften Gesprächen, heißt es von Biolyz. Um welche es sich konkret handelt, dürfe man aktuell noch nicht verraten, sagt Gründer Marlon Millard auf brutkasten-Anfrage, nur so viel: „Es handelt sich um Top-Clubs aus dem oberen Tabellenbereich.“

Und auch international streckt das Tullner Startup seine Fühler weiter aus. So soll es bald Kooperationen mit Vereinen aus der englischen Premier-League und der zweiten Liga Championship geben. „Hier werden wir mit einzelnen Vereinen über die gesamte Tabelle hinweg arbeiten“, erklärt Millard. „Die finanziellen Rahmenbedingungen in England sind deutlich andere. Das ist ein wesentlicher Grund, warum wir unsere Expansion nach England für das erste Quartal 2026 planen und Partner bereits onboarden.“

Österreichische Clubs erst bei weiterer Skalierung

Im Heimatmarkt Österreich ist Biolyz hingegen aktuell noch nicht aktiv. „Es gibt hier zwar bereits interessierte Clubs, diese werden wir jedoch erst später an Bord holen, wenn wir weiter skaliert haben. Wir verfolgen einen klaren Top-down-Ansatz. Wir arbeiten zuerst mit den Besten und mit jenen, die es werden wollen“, so der Gründer. Perspektivisch plane man aber nicht nur die Ausweitung auf weitere Spitzensportarten wie Basketball und American Football, sondern auch Anwendungen für den Amateur- und Breitensport sowie für die Präventivmedizin.

Deine ungelesenen Artikel:
30.09.2026

Austrian Tech Innovator 2026: Wiener MedTech Aurimod gewinnt KPMG-Wettbewerb und fährt zum Web Summit

Das Wiener MedTech-Unternehmen Aurimod hat den Austrian Tech Innovator 2026 gewonnen. Es setzte sich im Publikumsvoting mit einem tragbaren Neurostimulationsgerät für die medikamentenfreie Schmerztherapie durch und vertritt Österreich nun beim internationalen Finale in Lissabon.
/artikel/austrian-tech-innovator-2026-wiener-medtech-aurimod-gewinnt-kpmg-wettbewerb-und-faehrt-zum-web-summit
30.09.2026

Austrian Tech Innovator 2026: Wiener MedTech Aurimod gewinnt KPMG-Wettbewerb und fährt zum Web Summit

Das Wiener MedTech-Unternehmen Aurimod hat den Austrian Tech Innovator 2026 gewonnen. Es setzte sich im Publikumsvoting mit einem tragbaren Neurostimulationsgerät für die medikamentenfreie Schmerztherapie durch und vertritt Österreich nun beim internationalen Finale in Lissabon.
/artikel/austrian-tech-innovator-2026-wiener-medtech-aurimod-gewinnt-kpmg-wettbewerb-und-faehrt-zum-web-summit
v. l. n. r. Stefan Kampusch (AURIMOD GmbH), Leonardo Peikoff (KPMG), Daniela Haunstein, Nikolaus Futter (beide invest.austria), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus), Christian Tauber (NEOALP), André Felker (backbone.one), Lea Krebs (fibionic GmbH), Michael Reip (openmaind) und Benjamin Behr (KPMG) | Foto beigestellt von KPMG

Der Austrian Tech Innovator wird von KPMG veranstaltet und soll österreichischen Startups und Scaleups eine Bühne vor Publikum aus Wirtschaft und Investor:innen bieten. Heuer ging der Sieg an die Aurimod GmbH. Das Unternehmen entwickelt ein tragbares Gerät zur Vagusnerv-Stimulation am Ohr, mit dem Schmerzen ohne Medikamente behandelt werden sollen.

„Unser Ziel ist, Betroffenen eine wirksame Ergänzung zu herkömmlichen Schmerzbehandlungen anzubieten. Mittels Vagusnerv-Stimulation am Ohr können Schmerzen wie beispielsweise chronische Rückenschmerzen, Migräne oder akute postoperative Schmerzen nachhaltig behandelt werden“, erklärt Stefan Kampusch, CEO von Aurimod.

Seit Herbst letzten Jahres tritt das Unternehmen unter einer Doppelspitze auf: Manuel Leal Garcia, seit Mitte 2024 Head of Business Development, wurde zum Chief Commercial Officer und Co-Geschäftsführer neben Kampusch bestellt. Er verantwortet Vertrieb, Marketing und das internationale Geschäft, mit Fokus auf Deutschland, die Schweiz, Großbritannien sowie weitere europäische und nordamerikanische Märkte.

Ticket für den Global Tech Innovator

Mit dem Sieg hat sich Aurimod auch die Teilnahme am Global Tech Innovator gesichert. Dort tritt das Unternehmen gegen die Gewinner:innen der anderen teilnehmenden Länder an. Das internationale Finale findet zum sechsten Mal im Rahmen des Web Summit in Lissabon statt.

„Sichtbarkeit, ein starkes Netzwerk, professionelle Begleitung und ein klarer Blick auf den Markt können den entscheidenden Unterschied machen, um als Startup auch globale Reichweite zu erlangen“, sagt Benjamin Behr, Director im Bereich Advisory bei KPMG und Host des Abends.

Neoalp, fibionic und openmaind unter den Finalisten

Neben Aurimod standen vier weitere Unternehmen im Finale. Drei davon sind brutkasten-Leser:innen bereits bekannt:

Das Wiener Startup Neoalp entwickelt eine vendor-neutrale Operations-Plattform für industrielle humanoide Robotik. Anfang des Jahres berichtete brutkasten, wie das Startup Semperit bei der Einführung humanoider Roboter in der Fertigung unterstützt, gemeinsam mit Projektpartner Cancom.

Das Tiroler Startup fibionic aus Götzens setzt mit seinem patentierten Verfahren „fibionic fiber placement“ auf bionisch inspirierten Leichtbau: Fasern werden gezielt entlang realer Lastpfade ausgerichtet, das Vorbild sind Strukturen wie die Flügel einer Libelle. Im März holte sich das 2021 gegründete DeepTech-Startup drei Millionen Euro, angeführt von Redstone und Euregio+.

Das Grazer Startup openmaind arbeitet an einer KI-basierten Intelligence-Layer für industrielle Robotikprozesse. Die Software vernetzt autonome Transportroboter unterschiedlicher Hersteller in Produktionshallen und lässt sich per natürlicher Sprache steuern. Im Herbst 2025 stieg KaPa Ventures mit einem mittleren sechsstelligen Betrag ein. Die Mitgründer Michael Reip und Christoph Zehentner hatten 2021 bereits ihr Unternehmen Incubed IT an Verizon verkauft.

Vierter Finalist war die backbone.one GmbH, die eine digitale Infrastruktur für erneuerbare Energie entwickelt und das Konzept „Energy-as-a-Currency“ verfolgt.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Biolyz: Tullner Speicheltest-Startup holt Dreijahresvertrag mit Borussia Dortmund

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Biolyz: Tullner Speicheltest-Startup holt Dreijahresvertrag mit Borussia Dortmund

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Biolyz: Tullner Speicheltest-Startup holt Dreijahresvertrag mit Borussia Dortmund

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Biolyz: Tullner Speicheltest-Startup holt Dreijahresvertrag mit Borussia Dortmund

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Biolyz: Tullner Speicheltest-Startup holt Dreijahresvertrag mit Borussia Dortmund

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Biolyz: Tullner Speicheltest-Startup holt Dreijahresvertrag mit Borussia Dortmund

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Biolyz: Tullner Speicheltest-Startup holt Dreijahresvertrag mit Borussia Dortmund

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Biolyz: Tullner Speicheltest-Startup holt Dreijahresvertrag mit Borussia Dortmund

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Biolyz: Tullner Speicheltest-Startup holt Dreijahresvertrag mit Borussia Dortmund