10.01.2022

Biogen: Wearables und Apps verwischen die Grenzen zwischen Medizin und Technologie

Digitale Services machen Prävention, Diagnose und Behandlung von Erkrankungen in Zukunft noch genauer und individueller. Biogen ist Vorreiter in der Behandlung neurologischer Erkrankungen und arbeitet bei der Digitalisierung unter anderem mit Apple zusammen.
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Apple Watch, Wearable
© Unsplash
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Die Corona-Pandemie hat einen Boom für Health-Apps gebracht. Die Angebote reichen von Plattformen für virtuelle Arztbesuche über das Tracking von Vitaldaten bis hin zu Rehabilitations-Programmen. 2020 wurden laut Deloitte mehr als 90.000 neue Anwendungen aus diesem Bereich in App Stores geladen. Dabei handelt es sich keineswegs um Spielereien – viele dieser Angebote werden wissenschaftlich begleitet als Medizinprodukte entwickelt. Apple arbeitet beispielsweise direkt mit dem Biotech-Unternehmen Biogen zusammen, um digitale Biomarker für die Demenz-Früherkennung zu entwickeln.

Wenn die Smartwatch Demenz frühzeitig erkennt

“Das Beste der Neurowissenschaften mit dem Besten der Technologie zu verbinden, ermöglicht eine wunderbare Perspektive für Patient:innen und die Gesundheit der gesamten Gesellschaft”, sagt Biogen- Österreich Geschäftsführer Michael Kreppel-Friedbichler über die Zusammenarbeit mit Apple. Die Unternehmen haben eine Studie gestartet, die dabei helfen soll, anhand von Daten, die Smartphone und Smartwatch sammeln, Depressionen und kognitive Beeinträchtigungen als Vorzeichen bestimmter Formen von Demenz frühzeitig zu erkennen. Dafür werden im Rahmen einer mehrjährigen Studie digitale Biomarker entwickelt, mit denen die kognitive Leistungsfähigkeit gemessen werden kann. Für die Studie wurde eine eigene App entwickelt, mit der Nutzer:innen in den USA teilnehmen können.

“Die erfolgreiche Entwicklung digitaler Biomarker im Bereich der Hirngesundheit würde dazu beitragen, den erheblichen Bedarf an schnelleren Diagnosen zu decken und Ärzte und Betroffene in die Lage versetzen, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen“, soKreppel-Friedbichler . Bei digitalen Angeboten geht es Biogen aber nicht nur um die wichtige Prävention sondern auch um die Begleitung von Patient:innen während des gesamten Krankheitsverlaufs.

Cleo unterstützt MS-Patient:innen im Alltag

Biogen ist Weltmarktführer bei der Behandlung von Multipler Sklerose und bietet seit 2019 auch eine App an, die Patient:innen und deren Angehörige mit digitalen Services begleitet. Die App “Cleo” bietet ein persönliches Tagebuch, mit dem der Krankheitsverlauf individuell dokumentiert, Erinnerungen gesetzt und Berichte erstellt werden können, um sich auf einen Arzttermin vorzubereiten oder die Daten mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen.

Gleichzeitig bietet die App für iOS und Android digitalen Zugang zu einem Gesundheitscoach und liefert Informationen und Tipps rund um die Erkrankung. MS-Coaches können über die App jederzeit via Chat kontaktiert werden. „Allein in Österreich leben 12.500 an MS erkrankte Menschen, weltweit wird die Zahl auf bis zu 2,5 Millionen geschätzt. „Cleo“ kann Menschen mit MS in ihrem Alltag individuell unterstützen. So wie die MS sich nicht bei jedem gleich äußert, liefert auch „Cleo“ für jede:n Nutzer:in ein personalisiertes Angebot”, erklärt Astrid Kaltenböck, Medical Director bei Biogen Austria.

Wissenschaftliche Informationen für Mediziner:innen

Als Experte für neurologische Erkrankungen entwickelt Biogen auch für Mediziner:innen digitale Services. Eines davon ist die Plattform Neurodiem. „Mit dem Start von Neurodiem ermöglicht Biogen medizinischen Fachkreisen, die sich auf die Behandlung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen spezialisiert haben, einen einfachen Zugriff auf relevante, unabhängige und wissenschaftlich validierte Inhalte aus allen neurologischen Fachgebieten“, so Kaltenböck.

Gerade in der frühen Diagnose und der Prävention sieht Michael Kreppel-Friedbichler noch viel Potenzial in Apps und digitalen Services. “In den kommenden Jahren wird es nicht mehr nur der Blick auf das Medikament sein. Wir wollen Alzheimer heilen, aber auch in der Prävention und frühen Diagnose besser werden und da kommen digitale Tools ins Spiel”. Die Grenzen zwischen Medizin und Technologie würden weiter verschwimmen und Wearables und Sensoren eine noch größere Rolle spielen, ist sich der Experte sicher.

Biogen-148825, Stand der Information Dezember 2021

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Es war im Mai 2022 eine der letzten richtig großen Startup-Kapitalrunden in Österreich, bevor die Ukraine-Krieg bedingte Krise dem damaligen Finanzierungsboom ein Ende bereitete: Das Wiener Logistik-Scaleup byrd holte damals in seiner Series-C-Kapitalrunde 50 Millionen Euro und Mitgründerin Petra Dobrocka sah das Scaleup „auf einem guten Weg zum Unicorn“, wie brutkasten damals berichtete.

Medial wurde es danach eher leise um byrd. Ausschließlich steil bergauf ging es vermutlich nicht – die Entwicklungen des Startup-Ökosystems und der Logistik-Branche in den Folgejahren boten definitiv keine optimalen Bedingungen. Zum Jahreswechsel 2025/2026 ging Dobrocka gegenüber brutkasten für dieses Jahr von „weiter anhaltenden Kostenerhöhungen, die unsere Margen unter Druck setzen“, aus.

Neuerliche Finanzierungsrunde – kein Kommentar zur Summe

Wie mehrere Medien heute berichteten, holte sich byrd nun erneut Kapital von seinen Bestandsinvestoren. Dobrocka bestätigt das auf brutkasten-Anfrage. Den Lead habe dabei Mouro Capital, der VC-Arm des Bankenriesen Santander, übernommen. Über die investierte Summe wurde dabei Stillschweigen vereinbart. „Das ist kein Thema, das ich kommentieren kann“, sagt Dobrocka.

KI-Connector und neuer Polen-Standort im Fokus

Deutlich gesprächiger zeigt sich die Gründerin dafür über die nächsten Pläne des Scaleups. Konkret nennt sie zwei Schritte: „Erstens haben wir einen KI-Connector released. Unsere Kunden verbinden Tools wie Claude und ChatGPT mit dem Connector und können dort ihre Logistik-Daten direkt bearbeiten“, erklärt Dobrocka. Man reagiere damit auf die sich ändernde Arbeitsweise durch KI. „Sie nutzen die Tools bereits in vielen anderen Bereichen und können so, ohne zusätzlichen Login, etwa direkt Lagerbestände und -prognosen einbeziehen, wenn sie eine Marketing-Kampagne machen“, so die Gründerin.

Zweitens habe man ein internationales Logistik-Unternehmen als Partner mit einer Logistik-Zentrale in Polen gewonnen und damit einen weiteren Standort gestartet. Der Hintergrund: „Online-Shops stehen aktuell unter einem enormen Kostendruck. Der Trend geht Richtung gute Customer Experience zu guten Kosten und Fulfillment in Deutschland ist vielen zu teuer. Mit dem Polen-Standort können wir Deutschland in der selben Geschwindigkeit, aber günstiger beliefern. Hier sehen wir viel Marktpotenzial“, sagt Dobrocka.

Mit dem Partner arbeite man bereits länger zusammen. „Wie an allen anderen Standorten liefern wir Software und Kunden und sie machen das Operative. Sie fahren bereits bislang jeden Tag nach Deutschland zu DHL und Co. und kennen die Abläufe.“

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