24.03.2020

Bioblo: Tullner Spielzeug-Startup mit ambitioniertem Ziel

Das Spielzeug-Startup Bioblo will von Tulln aus die Welt erobern. Das Unternehmen gibt es bereits länger. Nun soll ein Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen - begleitet von einer Rabatt-Aktion im Online-Shop - einen weiteren Push bringen.
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(c) Bioblo - Die Bausteine von Bioblo bestehen aus 60 Prozent nachwachsendem Material und 40 Prozent wiederverwerteten Stoffen.

Die Idee zu Bioblo ist bereits mehr als zehn Jahre alt. Die bunten Bausteine des gleichnamigen Tullner Startups bestehen zu 60 Prozent aus Holzspänen, die aus der heimischen Forstwirtschaft stammen, und zu 40 Prozent aus Recyclingkunststoff (Upcycling von Mehrwegtrinkbechern, wie sie bei Festivals verwendet werden). Mitgründer und Bio-Kunststofftechniker Hannes Frech hat die Bausteine für seine Tochter erfunden und startete dann 2015 gemeinsam mit zwei Co-Foundern Stefan Friedrich und Dietmar Kreil. Nun soll ein Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen einen Push für das Startup bringen.

+++ 2 Minuten 2 Millionen: Updates, Hintergründe, Live Stream +++

Ambitioniertes Ziel bei Bioblo

Denn das Ziel der Gründer ist alles andere als bescheiden: „Wir haben Bioblo nie als Nischenprodukt geplant. Wir wollen mit den Bausteinen in alle Kinderzimmer weltweit. Wir wollen Mainstream werden“, erklärte Co-Founder Friedrich vor einiger Zeit gegenüber dem brutkasten. Überzeugen will man dabei vor allem mit Einfachheit und Kreativität. Das Spielzeug sei „pädagogisch wertvoll“. Denn die Bausteine, die auch mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet wurden, haben zwar viele unterschiedliche Farben, aber alle die selbe Form (außer in Spezialsets mit einigen Steinen mit kleineren Größen). Auf der Website schreiben die Gründer: „Wer aus 2000 Bioblos einen Turm baut, hat Geduld. Wer aus 200 Bioblos eine Brücke baut, hat Geschick. Wer aus 20 Bioblos eine Stadt baut, hat Selbstvertrauen. Wer aus 2 Bioblos ein Flugzeug baut, hat Fantasie“.

2 Minuten 2 Millionen-Auftritt: Preisreduktion im Online-Shop

Anlässlich des Auftritts bei 2 Minuten 2 Millionen bietet man Kunden nun auch eine Preisreduktion im Online-Shop, der laut Startup nicht von der Coronakrise beeinträchtigt ist. Für die ganz kleinen Bioblo-Boxen mit je 40 Spielsteinen in je drei Farben zahlt man derzeit etwa 15 Euro. Für die nächste Größe mit je 100 Spielsteinen in je fünf Farben sind nun rund 30 Euro zu zahlen. Die große Box mit 340 Steinen in zehn Farben ist derzeit für knapp 70 Euro zu haben. Zudem sind auch Sets mit freier Farbwahl in unterschiedlichen Größen erhältlich.

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Elias und Matthias Bohun von Traivelling bei der Prämierung der besten Geschäftsidee Niederösterreichs 2019
Elias und Matthias Bohun von Traivelling bei der Prämierung der besten Geschäftsidee Niederösterreichs 2019 (c) Daniela Matejschek

Interkontinentale Zugreisen einfach und nachhaltig zu ermöglichen, dafür wurde Traivelling vor gut fünf Jahren gegründet. Ursprünglich war das Unternehmen im B2C-Bereich tätig. Privatpersonen sollten ohne großartige Recherche weite Strecken mit dem Zug zurücklegen können. Zuletzt wollte man sich im B2B-Bereich verstärken, doch nun ist das Unternehmen insolvent. Ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien wurde eröffnet.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich“

Zuletzt arbeitete Traivelling daran, eine Softwareschnittstelle im B2B-Bereich anzubieten, über die Tickets weitervermittelt werden sollten. Das Wiener Startup hätte dafür monatliche Fees von B2B-Partnern und eine Provision von Bahnfirmen erhalten. Aus einer Aussendung des Kreditschutzverbands KSV1870 geht hervor, dass Traivelling dadurch Umsätze in einer Größenordnung generieren wollte, die für einen langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend sein sollten. Im Endeffekt war laut KSV 1870 eben diese Softwareschnittstelle für die Nutzung durch Unternehmenskunden, also der B2B-Bereich, die Ursache für die Insolvenz.

Die Entwicklung dieser Schnittstelle konnte nämlich bis dato nicht fertiggestellt werden. Auch ein Rettungsversuch durch Verhandlungen mit Investoren scheiterte. „Es waren unüberbrückbare vertragliche Differenzen zwischen den Investoren und uns“, erklärt Geschäftsführer Elias Bohun, der die Namen der Investoren nicht nennen möchte.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich. Am Ende ist uns leider das Geld ausgegangen, obwohl wir jeden Tag Buchungen hatten. Wir hätten aber ein Vielfaches gebraucht“, sagt Bohun. Bereits gebuchte Tickets würden ihre Gültigkeit behalten. Das Unternehmen hatte zwei Mitarbeiter.

Die Verbindlichkeiten betragen laut Kreditschutzverband 435.000 Euro, rund 200 Gläubiger seien betroffen. Die Zahl der Gläubiger sei so groß, weil Traivelling sich unter anderem mittels Crowdfunding finanzierte.

Crowdfunding und FFG-Förderung

Das Startup konnte im Jahr 2025 über eine Crowdfunding-Aktion 200.000 Euro einsammeln (brutkasten berichtete). Um diese Summe zu erreichen, habe es laut Geschäftsführer Elias Bohun nur zehn Tage gebraucht. Zusätzlich erhielt das Wiener Startup eine FFG-Basisförderung. Insgesamt konnten man eine Finanzierung in Höhe von rund 600.000 Euro aufstellen.

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Bioblo: Tullner Spielzeug-Startup mit ambitioniertem Ziel

  • Die Idee zu Bioblo ist bereits mehr als zehn Jahre alt.
  • Die bunten Bausteine des gleichnamigen Tullner Startups bestehen zu 60 Prozent aus Holzspänen, die aus der heimischen Forstwirtschaft stammen, und zu 40 Prozent aus Recyclingkunststoff.
  • Mitgründer und Bio-Kunststofftechniker Hannes Frech hat die Bausteine für seine Tochter erfunden und startete dann 2015 gemeinsam mit zwei Co-Foundern Stefan Friedrich und Dietmar Kreil.
  • Anlässlich des Auftritts bei 2 Minuten 2 Millionen bietet man Kunden nun auch eine Preisreduktion im Online-Shop, der laut Startup nicht von der Coronakrise beeinträchtigt ist.

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