03.01.2017

Bill Gates Lesetipps: Die lesenswertesten Bücher 2016

Wir stellen euch die Buch-Highlights des Microsoft-Gründers aus dem Jahr 2016 vor. Thematisch ist die Liste von Politik über Wissenschaft bis Sport breit gefächert. In seinem Blog hat Gates erklärt, was ihn an den durchaus recht unterschiedlichen Werken fasziniert.
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(c) gatesnotes: Bill Gates stellt seine literarischen Highlights des vergangenen Jahres vor.

String Theory von David Foster Wallace

Für Gates ist String Theory das beste Buch über Tennis, das es gibt. Es umfasst eine Sammlung von fünf Essays des US-amerikanischen Erfolgsautors David Foster Wallace, der sich 2008 das Leben nahm. Gates, der vor seiner Zeit bei Microsoft ein passionierter Tennisspieler war, schätzt vor allem Wallace‘ geschickten Umgang mit der Sprache.

Shoe Dog von Phil Knight

Aus den Memoiren des Nike-Co-Founders können die Leser einiges lernen, glaubt Gates. Shoe Dog erzählt die Geschichte eines Unternehmens das trotz herber Rückschläge zum großen Erfolg wurde. Die Erzählweise ist erfrischend ehrlich – findet zumindest Gates.

Redaktionstipps

The Gene von Siddhartha Mukherje

Siddhartha Mukherje ist nicht nur Autor sondern auch Arzt und Wissenschafter. In The Gene nimmt er die Leser mit auf eine Reise durch die Vergangenheit bis in die Zukunft der Genforschung und setzt einen Schwerpunkt auf die ethischen Fragen, die die neuartige Wissenschaft mit sich bringt. Eine Debatte, mit der wir es, so glaubt Gates, in den nächsten 20 Jahren noch häufig zu tun haben werden.

The Myth of the Strong Leader von Archie Brown

Anlässlich der diesjährigen US-Präsidentschaftswahl habe er das Buch des Politologen Archie Brown zu lesen begonnen, behauptet Gates. Die These: Politische Oberhäupter, die tatsächlich Geschichte geschrieben haben, waren selten jene, die öffentlich als besonders starke Persönlichkeiten wahrgenommen wurden. Viel eher wären wirklich einflussreiche Politiker stets um Zusammenarbeit und Vermittlung bemüht gewesen, statt ihre eigenen Vorstellungen umzusetzen.

The Grid von Gretchen Bakke

Das Buch, schreibt Gates in seinem Blog, gehöre zu einem seiner Lieblingsgenres: „Books about Mundane Stuff that are actually Fascinating“. The Grid zeige dass das Elektrizitätsnetz eines der größten technischen Wunder der Menschheitsgeschichte ist – und dennoch veraltet. Das Werk soll dabei helfen, die Komplexität des Systems zu verstehen und erklärt, warum eine Modernisierung in der Zukunft schwierig, wenngleich unumgänglich ist.

 

Quelle

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Denise Mayr, Gründerin von topergo © Denise Mayr

Jede:r, der schon einmal auf Jobsuche war, kennt die endlos scheinenden Listen der gängigen Jobportale. Seit Jahrzehnten wird im Web in dieser Form nach Stellen gesucht. Denise Mayr aus Südtirol will der Jobsuche jetzt eine neue Perspektive geben: Mit topergo stellt sie die gängige Darstellung infrage und verlegt die Stellensuche kurzerhand in ein vertrautes Interface: eine interaktive Landkarte à la Google Maps.

Visuelle Standortsuche im Fokus

Das topergo-Webinterface © topergo

Statt vager Ortsangaben markieren Pins die konkreten Arbeitsplätze in der Umgebung. Jobsuchende sollen so auf einen Blick erkennen, welche Stellen in der Nachbarschaft offen sind. „Mir persönlich war das Listen-System zu unübersichtlich. Das gibt es im Grunde seit den 2000ern unverändert“, erklärt die Gründerin im Gespräch. Die Bewerbung erfolgt mit einem Klick: Über den Button öffnet sich direkt der Mail-Client mit vordefiniertem Betreff. Registrieren müsse man sich laut Mayr nicht.

Auch die umgekehrte Richtung ist vorgesehen: Arbeitssuchende können sich als Symbole auf der Karte sichtbar machen, damit Betriebe sie direkt ansprechen. Aktuell dominieren vor allem Inserate aus der Gastronomie und der IT-Branche, wie die Gründerin uns im Gespräch schildert.

B2B-Modell soll monetarisieren

Für Jobsuchende soll das Angebot dauerhaft kostenlos bleiben. Das Geschäftsmodell richtet sich laut der Gründerin rein an Arbeitgeber: Um die Plattform zu etablieren und eine hohe Angebotsdichte zu erreichen, seien die ersten 1.000 Pins gratis. Anschließend sei geplant, dass Betriebe ein monatliches Modell pro Stellen-Pin zahlen, ergänzt durch Premium-Optionen zur optischen Hervorhebung.

Neben einer nativen App mit integriertem Job-Alert für Pendler steht laut Mayr die geografische Expansion im Fokus: Nach dem Start in Südtirol ist der Ausbau nach Österreich, Deutschland und schließlich ganz Europa geplant.

Eigeninitiative neben dem Klassenzimmer

„Mich interessiert es extrem, Dinge zu schaffen. Ich lebe dafür“, betont die 18-jährige Gründerin, die kurz vor der Matura steht. Ohne Investoren oder Team will sie die Skalierung nun aus eigener Kraft weiter vorantreiben.

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