02.05.2019

Beiersdorf wird Partner von Online-Pitching-Competition „Global Pitch 3“

Das Wiener Startup DealMatrix ist mit dem Ziel angetreten, die größte Online-Pitching-Competition weltweit auf die Beine zu stellen. Für die mittlerweile dritte Ausgabe der Competition ist das Startup eine Partnerschaft mit dem internationalen Hautpflege-Unternehmen Beiersdorf eingegangen.
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Global Pitch
(c) Dealmatrix

Das Startup DealMatrix hat sich mit dem Pitching-Format „Global Pitch“ zum Ziel gesetzt, die weltweit größte Online-Pitching-Competition ins Leben zu rufen (der brutkasten berichtete). Durch den virtuellen Ansatz sollen die Teilnehmer laut DealMatrix Reisekosten und Zeit sparen. Zudem möchte das Startup über die reine Onlineveranstaltung Startup-Ökosysteme aus der ganzen Welt miteinander verbinden und durch strukturierte Fragestellungen eine hohe Effizienz im Analysieren und Bewerten der Unternehmensdaten erzielen. Wie das Startup betont, nutzen mittlerweile international tätige Investmentgesellschaften den „Global Pitch“ für das Scouting von innovativen Ideen. Für die dritte Ausgabe der Competition ist das Startup eine Partnerschaft mit dem internationalen Hautpflegeunternehmen Beiersdorf eingegangen.

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Partnerschaft mit Beiersdorf

Mit der Bewerbung bekommen die Startups laut DealMatrix die Chance, ihre Lösungen online vorzustellen. Dabei wählen Experten jene Ideen und Unternehmen aus, bei denen sie entsprechendes Potential sehen und unterstützen diese mit ihrem Know-how. Im Fall von Beiersdorf bietet das Unternehmen beispielsweise Zugang zu seinem globalen Netzwerk, einem Portfolio führender Marken, sowie Erfahrungen über die Bedürfnisse der Kunden.

„Das innovative Format von Global Pitch, ist ein neuer Ansatz um entscheidungsrelevante Informationen am Punkt zu präsentieren und kollaborativ mit seinen Peers zu bewerten“, sagt Christoph Drescher, CEO und Gründer von DealMatrix. „Beiersdorf erhält aus erster Hand Zugang zu vielversprechenden Ideen und Unternehmen um gemeinsam mit den Startups an den Lösungen von morgen zu arbeiten.“

Im Rahmen der Competition werden Auszeichnung in verschiedenen Kategorien vergeben, die vom Thema Nachhaltigkeit über Gesundheitswesen bis hin zu E-Government reichen (mehr über die Kategorien). Laut DealMatrix wird Beiersdorf Partner in den drei Kategorien „Our Body“, „Our Planet“ und „Our Information“. Die Bewerbung für „Global Pitch 3“ ist noch bis 12. Mai möglich.


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Die Gründer Rafael Schwarz und Philipp Linsbichler vor einem Sammelmodul | © Social Cycle

Jeder kennt es: Der Softdrink ist getrunken und übrig bleibt nur die leere Plastikflasche. Was soll man mit ihr machen? Wegwerfen und so Pfandsammlern die Arbeit erschweren oder doch bis zum nächsten Supermarkt gehen und dort die Flasche ordnungsgemäß retournieren? Genau diesem Problem nehmen sich die beiden Gründer von Social Cycle, Rafael Schwarz und Philipp Linsbichler, an. Sie haben ein System zum Pfandsammeln entwickelt, das herkömmliche Pfandringe ersetzen soll. Laut den Gründern ist es u.a. flexibler einsetzbar, sauberer und billiger.

Sammeln mit einer Röhre

Social Cycle setzt auf eine röhrenartige Konstruktion, in die leere Flaschen und Dosen gesteckt werden können. Ihr Sammelsystem ist wesentlich günstiger als herkömmliche Pfandringe. „Unser System kostet zwischen 79 und 99 Euro. Die Pfandringe kosten alleine in der Produktion schon 300 Euro, mit genau der gleichen Kapazität an Flaschen. Außerdem spart man sich die Montage“, sagt der Unternehmensberater. Die Sammelkonstruktionen von Social Cycle werden nämlich nur mit Schellen fixiert, was für zusätzliche Flexibilität sorge. „Du kannst dann einfach die Module z.B. vom Bahnhof abmontieren und dann bei einem Fest montieren“, erklärt Schwarz.

Zudem sei die Reinigung wesentlich einfacher als bei allen anderen Systemen am Markt. Weiters passen die Module laut dem Co-Founder besser ins Stadtbild als bisherige Sammelsysteme. „Wir haben auch das Feedback bekommen, dass es einfach viel besser im öffentlichen Raum ausschaut, was natürlich eins der größten Probleme bei den Pfandringen ist“, erklärt Schwarz.

So sehen die Sammelmodule von Social Cycle aus. | © Social Cycle

Wien als nächstes Ziel

Social Cycle ist bereits an über 150 Standorten in Österreich und Deutschland vertreten, unter anderem in Bregenz, Steyr und Kahl am Main. Nur in Wien fehlen noch jegliche Pfandsammelsysteme. Auf brutkasten-Anfrage erklärt das Büro des Wiener Klimastadtrats Jürgen Czernohorszky (SPÖ), dass Pfandsammelsysteme auch zur „Ablagerung sonstiger Abfälle“ verwendet würden, was zu höheren Reinigungskosten führe.

„Dabei haben wir eben unser System genau so entwickelt, dass es dieses Problem nicht gibt“, erklärt Schwarz. Ab September gebe es erneut Gespräche mit der SPÖ, den NEOS und den Grünen. Der 25-Jährige ergänzt: „Wir rechnen zu 100 Prozent mit einem positiven Ausgang. Wir sind wirklich überzeugt, dass es einfach eine perfekte Lösung auch für Wien ist.“

Dem Büro des Klimastadtrats sind Gespräche im Herbst nicht bekannt. Es erklärt, dass das Einwegpfand u. a. das Ziel verfolge, Getränkeverpackungen in den Recyclingkreislauf zurückzuführen. „Die Einführung von Pfandsammelbehältnissen würde diesem Grundgedanken entgegenstehen, da dadurch ein Anreiz entstehen kann, Pfandgebinde bewusst im öffentlichen Raum zurückzulassen und deren Rückführung auf Dritte zu verlagern“, ergänzt das Büro.

Präsenz in ganz Europa

Das im März 2026 gegründete Unternehmen finanziert sich mittels Bootstrapping. Investoren soll es keine geben. Als Kunden kommen für Social Cycle Städte, Gemeinden und Abfallverbände in Frage. Die Gründer wollen ihr Produkt durch konstantes Feedback verbessern und sich so gegenüber ihrer Konkurrenz durchsetzen. Dabei setzen sie auf Mundpropaganda, Medienberichte und die eigene Kommunikation z.B. mittels Mails. Schwarz und Linsbichler denken trotz langsamen Wachstums bereits an die nächsten großen Schritte. Das Startup soll u.a. nach Holland und Irland expandieren und seine Präsenz in Deutschland verstärken. Schwarz möchte mit dem Pfandsammelsystem auch in Hamburg und Berlin vertreten sein. „Unser Ziel ist es wirklich, dass unsere Module in die Infrastruktur eingebunden sind wie Mistkübel, in ganz Europa“, stellt der Co-Founder fest.

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