23.07.2025
INVESTMENT

Avemoy: Spin-off der Uni Klagenfurt holt Millionen-Investment

Das DeepTech-Startup Avemoy, das als Spin-off der Universität Klagenfurt gegründet wurde, holt sich ein siebenstellige Investment. Die Finanzierungsrunde wird vom Carinthian Venture Fonds (CVF) angeführt.
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(c) Avemoy

Mit vollautomatisierten Drohnen, die ohne GPS und manuelle Eingriffe Pflanzen in Glasgewächshäusern überwachen, will Avemoy landwirtschaftliche Prozesse vereinfachen. Landwirt:innen und Betreiber:innen müssen nämlich frühzeitig abschätzen können, wie ergiebig ihre Ernte ausfallen wird, denn die erwartete Ernte muss im Voraus bereits an Abnehmer gemeldet werden. Nicht einkalkulierte Unter- oder Überproduktion kostet die Landwirt:innen daher viel Geld.

Die Drohne nimmt in regelmäßigen Abständen einen Sensorstream der Pflanzen auf. Über das KI-Modell von Avemoy werden dadurch Schnittkontrolle, Erntezeitpunkt und Schädlingsbefall erfasst. Dadurch werde laut Startup nicht nur die Prozesssicherheit optimiert, sondern auch Personalressourcen reduziert. Die Technologie von Avemoy basiert auf jahrelanger Forschung an der Universität Klagenfurt. Sie wurde durch Programme wie das FFG „Spin-off Fellowship“ oder die „aws PreSeed DeepTech“-Förderung unterstützt.

Siebenstelliges Investment

Für diese Technologie holt sich Avemoy nun ein siebenstelliges Investment. Den Lead der Finanzierungsrunde übernimmt Carinthian Venture Fonds (CVF). Zu den restlichen Investoren gehören auch Startinvest GmbH und Lakeside Technologie Privatstiftung.

„Wir investieren hier in ein Unternehmen, das nicht nur durch technologische Exzellenz überzeugt, sondern auch einen klaren Beitrag zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft leistet“, so René Ratz, Fondsmanager des Carinthian Venture Fonds. Es sei bereits die siebte Investition in ein innovatives und technologieorientiertes Unternehmen aus der Region, so Ratz.

„Diese Finanzierung erlaubt uns, die Technologie zur Marktreife zu bringen und unser Vertriebsnetz in der DACH-Region sowie in anderen Teilen der EU systematisch auszubauen“, so Avemoy-CEO Michael Gruber. Der Bedarf an automatisierten, datengestützten Lösungen im Gewächshausbau sei enorm, heißt es. Die Finanzierung in Millionenhöhe dient der weiteren Produktentwicklung, Markterweiterung sowie der Skalierung der Technologie.

Tochter der DOL Group als Pilotpartner

Die erste marktfähige Funktion hat Avemoy gemeinsam mit dem Partner und Pilotkunden Frutura entwickelt, einer Tochter der DOL Group. „Als Pilotpartner der ersten Stunde haben wir die Entwicklung von Hortiscan in der Thermal-Gemüsewelt intensiv begleitet. Das System überzeugt durch beeindruckende Praxisnähe und gibt eine direkte Antwort auf die Bedürfnisse unserer Gärtner:innen“, sagt Katrin Hohensinner-Häupl, Geschäftsführerin von Frutura und der DOL Group.

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Bitpanda-Co-CEO Christian Trummer und RBI-CEO Michael Höllerer | © Sabine Klimpt
Bitpanda-Co-CEO Christian Trummer und RBI-CEO Michael Höllerer | © Sabine Klimpt

2024 war es noch eine Pionier-Leistung: Damals integrierte die Raiffeisen Landesbank Niederösterreich-Wien das Krypto-Angebot von Bitpanda direkt in ihr Online-Banking (brutkasten berichtete) und war damit nach Unternehmensangaben die erste traditionelle Bank in der EU mit so einem Angebot.

Bitpanda gewann seitdem bekanntlich mit seiner B2B-Schiene Bitpanda Enterprise (früher Bitpanda Technology Solutions) zahlreiche bekannte Banken auf mehreren Kontinenten als Kunden für solche Integrationen. In Österreich erfolgte indessen die noch nicht abgeschlossene Erweiterung auf andere Raiffeisen-Landesbanken, zuletzt diesen August jene in Salzburg.

Mehr als 18 Millionen Kund:innen in elf Märkten

Nun gelang Bitpanda Enterprise wieder ein größerer Coup: Die Raiffeisen Bank International will das Service in ihren Tochterbanken im CEE-Raum anbieten, wo sie in elf Märkten aktiv ist. Die Banken der Gruppe haben gemeinsam mehr als 18 Millionen Kund:innen. Die Umsetzung erfolge schrittweise und werde an die jeweiligen Anforderungen und Rahmenbedingungen der lokalen Märkte angepasst, heißt es in einer Aussendung.

Höllerer: „Nachfrage nach Krypto-Assets wächst in unseren Märkten kontinuierlich“

„Die Nachfrage nach Krypto-Assets wächst in unseren Märkten kontinuierlich. Mit einem starken und etablierten Partner schaffen wir die Voraussetzungen, um diesem Bedarf zu entsprechen“, kommentiert der neue RBI-CEO Michael Höllerer. Er war bis vor Kurzem Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien und 2024 als solcher auch für die damals erste Bitpanda-Integration verantwortlich.

Neu in seiner Rolle als Co-CEO ist auch Bitpanda-Co-Founder Christian Trummer. Er meint, man schaffe eine Infrastruktur, „die über Institutionen, Märkte und Ländergrenzen hinweg“ funktioniere. „Ich bin stolz darauf, dass wir den in Österreich gemeinsam entwickelten Ansatz nun zu einer Partnerschaft ausbauen, die Millionen von Menschen in Zentral- und Osteuropa Zugang zu digitalen Assets ermöglichen kann“, so Trummer.

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