23.05.2015

Avatar Airlines lässt sich von Passagieren via Crowdfunding finanzieren

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Avatar Airlines bittet via Crowdfunding um Starthilfe.

Avatar Airlines hebt ab. Im wahrsten Sinne des Wortes: Die US-Fluggesellschaft sucht via Crowdfunding Startkapital. „Man stelle sich vor: Eine Fluggesellschaft, die keine Gepäckkosten verlangt, keine Sitzplatzgebühr beansprucht, kostenloses Wi-fi bereit stellt und einen Standardticketpreis in der Höhe von 19 US-Dollar veranschlagt“ Mit diesem Spruch wirbt Avatar Airlines für ihr skurriles Vorhaben: Die Airline sammelt unter dem Aufruf „Help Avatar Fly“ 5 Millionen US-Dollar von der Masse zum Abheben ein.

Die niedrigen Flugkosten möglich machen, soll die Boeing 747-400s – ein Flugzeug, das durch seine Größe und Belastbarkeit mehr Gästen Platz bietet und trotz seines Tankvolumens niedrige Ticketpreise anbieten kann. „Die 747-400 kann die günstigsten Sitzpreise aller existierenden Verkehrsflugzeuge garantieren“, liest man auf der Website. Und: „Du kannst dabei helfen, das Luftfahrt-Business zu verändern, indem du heute Avatar Airlines unterstützt“

Sehr kurios sind die „Dankeschöns“, die man erhält, wenn man die Airline unterstützt. So sollen potentielle Piloten ein Job-Interview bekommen, wenn sie 5000 US-Dollar spenden. Immerhin verspricht die Fluglinie keine fixe Anstellung.

Seit 1990 hat die Flugzeuggesellschaft mehrmals versucht durchzustarten – geklappt hat es bis jetzt nicht. Nach einer Namensänderung versuchen sie nun in den nächsten 30 Tagen einen Betrag in der Höhe von mindestens 5 Millionen US-Dollar einzusammeln. 22 Tage sind noch übrig.

https://www.youtube.com/watch?v=Th4Y80nMX50#t=11

Quelle

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Invisible-Light Labs
@ Romana Maalouf Photography - (v.l.) Hajrudin Besic, Silvan Schmid, Josiane P. Lafleur und Niklas Luhmann.

Invisible-Light Labs (ILL), ein Spin-off der TU Wien, das Infrarot-Analysetechnologie für Nanomaterialien entwickelt, hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 1,5 Millionen Euro abgeschlossen.

Die Runde wurde gemeinsam von XISTA Science Ventures und dem aws Gründungsfonds angeführt, unter Beteiligung von Fund F.

Invisible-Light Labs ermöglicht chemische Analyse von Nanomaterialien

Das Kapital soll die internationale Kommerzialisierung des Flaggschiffprodukts des Unternehmens, das Analyse-Tool EMILIE, beschleunigen und die Entwicklung neuer Produkte für die Umweltüberwachung, die pharmazeutische Analyse und Nanotechnologie-Anwendungen unterstützen.

Gegründet von Silvan Schmid, Josiane P. Lafleur, Niklas Luhmann und Hajrudin Bešić, kombiniert Invisible-Light Labs nanoelektromechanische Sensortechnologie mit Fourier-Transformations-Infrarotspektroskopie (FTIR). Dies ermöglicht die chemische Analyse von Nanomaterialien und Substanzen, die nur in extrem geringen Mengen zur Verfügung stehen – und das über verschiedene Branchen hinweg, von der Pharmazie bis zur Umweltüberwachung, heißt es per Aussendung.

EU-Grant 2022

Bereits im Jahr 2022 zeichnete der Europäische Innovationsrat (EIC) Invisible-Light Labs mit einem EIC Transition Grant in Höhe von 2,22 Millionen Euro für das Projekt NEMILIES aus, um deren NEMS-Technologie aus dem Labor auf den Markt zu bringen. EMILIE wurde schließlich 2024 kommerziell eingeführt und vom Fachmagazin „The Analytical Scientist“ sogar zur Innovation des Jahres 2024 ernannt. Im Jahr 2025 ging Invisible-Light Labs eine strategische Partnerschaft mit Bruker Optics ein, um die weltweite Verfügbarkeit des gemeinsam gebrandeten EMILIE-Systems auszubauen.

Wissenschaftlich bestätigt

Die technologische Leistungsfähigkeit der Plattform wurde im April 2026 durch zwei Peer-Review-Publikationen wissenschaftlich bestätigt:

Im Fachjournal ACS Nano (Timarac-Popović et al. 2026) dokumentierte das Forschungsteam die präzise chemische Identifizierung von Nanoplastik im Pikogrammbereich. Die Validierung erfolgte unter anderem anhand des Nachweises von Nanoplastikpartikeln, die von einem einzelnen Nylon-Teebeutel freigesetzt wurden.

Eine weitere Studie in Science Advances (Surdu et al. 2026) belegt, dass die Plattform in der Lage sei, die chemische Zusammensetzung atmosphärischer Aerosole im Submikrometerbereich quantitativ zu bestimmen. Die Nachweisgrenzen liegen hierbei um das rund 1.000-Fache unter denen herkömmlicher Analyseverfahren.

Rollout geplant

„EMILIE verbindet die hohe Empfindlichkeit nanomechanischer Sensorik mit der breiten Verfügbarkeit von Infrarotspektrometern. Diese Finanzierung wird es uns ermöglichen, diese neue Technologie mehr Anwendern zugänglich zu machen – von Forschern, die neue medikamentöse Nanopartikel und Nanomaterialien entwickeln, bis hin zu Atmosphärenwissenschaftlern, die an den Polen der Erde arbeiten“, sagt CEO und CO-Founderin Josiane P. Lafleur.

Und Alexander Schwartz, Partner bei XISTA Science Ventures, kommentiert: „Wir sind zutiefst beeindruckt davon, wie das Gründerteam von ILL fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse in eine außergewöhnliche Technologie und ein hervorragendes Produkt übersetzt hat, das nun gemeinsam mit Bruker, dem Marktführer auf diesem Gebiet, vertrieben wird. Dies mit begrenzten Ressourcen zu erreichen, spricht für die Fähigkeiten, den Fokus und die Entschlossenheit des Teams.“

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