23.07.2018

Austria’s Next Top Startup 2018: 30.000 Euro in Cash und Leistungen

Bereits zum sechsten Mal suchen A1 und Futurezone Austria's Next Top Startup. Es geht wieder um ein Preisgeld von 10.000 Euro. Dazu kommen weitere Leistungen im Wert von 20.000 Euro. Die Bewerbung läuft noch bis zum 27. Juli.
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Austria's Next Top Startup 2018 - Bewerbung läuft
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Gegründet haben muss man noch nicht, um bei der Wahl zu Austria’s Next Top Startup 2018 teilzunehmen. Angehende GründerInnen, die aus ihrer Idee ein funktionierendes Geschäftsmodell entwickeln möchten, seien genau so willkommen, wie Startups, die nun so richtig durchstarten wollen, heißt es in einer Aussendung dazu. Bereits zum sechsten Mal findet der Wettbewerb statt. Auch dieses Jahr will man mit einem ansehnlichen Preisgeld locken: 10.000 Euro in Cash, 10.000 Euro Cloud-Leistungen und 10.000 Euro Medienvolumen bei Kurier und Futurezone winken dem Sieger-Startup.

+++ Archiv: Insider Navigation ist „Austria’s Next Top Startup“ +++

3 Jahre Unterstützung durch A1 – mit Chance auf Beteiligung

Noch spannender könnte für TeilnehmerInnen allerdings die Aussicht auf eine Kooperation mit A1 sein. Das Telekom-Unternehmen bietet dem Gewinner-Startup als Mitveranstalter die Option, in den A1 Start Up Campus einzuziehen. „Der Sieger kann auf Büroräumlichkeiten und Unterstützung von A1 für bis zu drei Jahre bauen und vom Know-how des Konzerns bei Vertrieb, Marketing sowie in rechtlichen Fragen profitieren“ heißt es vom Telekom-Riesen. Für „besonders innovative Startups“ stellt A1 sogar die Möglichkeit einer Beteiligung in Aussicht.

Grausam: „Wirtschaftsstandort Österreich weitergebracht“

„Wir freuen uns darüber, vielversprechende Startups kennenzulernen und Gründerpersönlichkeiten zu unterstützen. Dass am A1 Start Up Campus mit den dort vertretenden Startups 150 Arbeitsplätze geschaffen wurden und ein Jahresumsatz von rund sechs Millionen Euro erwirtschaftet werden wird, ist eine tolle Sache. Der Wettbewerb hat in den vergangenen Jahren viel dazu beigetragen, den Wirtschaftsstandort Österreich weiterzubringen“, wird A1 CEO Marcus Grausam zitiert.

Insider Navigation: Millioneninvestment Monate nach Titel

Vergangenes Jahr holte sich das Wiener Startup Insider Navigation den Titel – der Brutkasten berichtete. Die Expertenjury führte damals hohe technische Innovationskraft und die Skalierbarkeit des Modells ins treffen. Das Unternehmen ist auf Navigation innerhalb von Gebäuden spezialisiert und nutzt dazu einen Augmented Reality-Ansatz. Im Frühling diesen Jahres holte es sich ein Millioneninvestment durch den Venture-Arm des deutschen Energie-Konzerns Innogy.

Die Bewerbungsphase für Austria’s Next Top Startup 2018 läuft noch bis 27. Juli.

⇒ Details und Bewerbung 

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Fünf der RBI Global FinTech Scouts gaben uns Einblicke in die aktuellen globalen FinTech-Trends (vl.): Vel Vasic, Aditi Subbarao, Ken Thomas, Scarlett Sieber und Nnanna Ijezie | (c) brutkasten / Dervisevic
Fünf der RBI Global FinTech Scouts gaben uns Einblicke in die aktuellen globalen FinTech-Trends (vl.): Vel Vasic, Aditi Subbarao, Ken Thomas, Scarlett Sieber und Nnanna Ijezie | (c) brutkasten / Dervisevic

„Die große Stärke des Programms ist Neugier. Es geht darum, das Beste aus der ganzen Welt zusammenzutragen und dann zu nutzen“, sagt Aditi Subbarao, Enterprise Account Director beim US-AI-Data-Cloud-Anbieter Snowflake, im Gespräch mit brutkasten. Sie spricht über das Global FinTech-Scouts Program der Raiffeisen Bank International (RBI), für das sie seit dem Start vergangenes Jahr als Expertin fungiert. Ziel ist es, die wichtigsten Erkenntnisse im FinTech-Bereich von globalen Top-Expert:innen zusammenzutragen und für die gesamte RBI-Gruppe – und damit im ganzen CEE-Raum – nutzbar zu machen.

Im Mai holte die RBI ihre „Scouts“ wieder nach Wien. Brutkasten war vor Ort und bat fünf der Expert:innen, darunter auch Subbarao um ihre Einschätzung zu den aktuell wichtigsten FinTech-Trends.

1. KI-Agenten und die notwendige Datenstrategie

KI-Agenten seien aktuell wenig überraschend das dominierende Thema in den Führungsetagen der Finanzwelt, erklärt Aditi Subbarao. Dabei gehe es um die effiziente und sichere Umsetzung. Und diese sei an strenge technologische Voraussetzungen geknüpft: „Ohne eine solide Datenstrategie gibt es keine KI-Strategie. Unternehmen werden von KI-Agenten nicht profitieren, solange ihre zugrunde liegenden Daten nicht robust und KI-fähig sind“.

Zusätzlich zur Datenqualität sei die Sicherheit der Systeme entscheidend. Subbarao warnt vor unregulierten Modellen: „Selbst bei einer optimalen Datenbasis können ohne sichere, regulierte KI-Agenten mit angemessenen Leitplanken nicht die zuverlässigen und richtlinienkonformen Ergebnisse erzielt werden, die man für seine Kunden will“.

2. Web3 und Payments wachsen zusammen

Ein grundlegender Wandel vollzieht sich auch in der Infrastruktur digitaler Transaktionen, erklärt Vel Vasic, CEO des in Singapur ansässigen FinTech-Venture-Studios OTLRS. Er beobachtet eine zunehmende Verschmelzung etablierter Systeme: „Wir erleben derzeit, wie der traditionelle Zahlungsverkehr und Web3, die früher völlig getrennte Welten waren, konvergieren“.

Die Integration gehe dabei in beide Richtungen. „Zahlreiche Anbieter digitaler Vermögenswerte betrachten den Zahlungsverkehr mittlerweile als zentralen Bestandteil der Customer Journey“, führt Vasic aus. Er prognostiziert für die Branche eine weitreichende Veränderung: „In den kommenden zehn Jahren wird sich dies in Kombination mit künstlicher Intelligenz zu einem nahtlosen Omnichannel-Erlebnis für digitale Zahlungen entwickeln“.

3. Identitätsprüfung im Zeitalter von KI-Betrug

Die schnelle Verbreitung von künstlicher Intelligenz bringt auch neue Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit mit sich. Für Scarlett Sieber, Chief Strategy and Growth Officer beim New Yorker FinTech-Konferenzveranstalter Money20/20, rücken defensive Strategien in den Fokus. „Mein Hauptinteresse gilt der Rolle von Betrug und Identitätsprüfung im Kontext von künstlicher Intelligenz“, erklärt Sieber.

Sie sieht dabei einen direkten Zusammenhang zwischen technologischer Entwicklung und Cyber-Kriminalität: „Mit dem Aufstieg der KI verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg von Betrugsfällen. Infolgedessen spielt die eindeutige Identitätsfeststellung eine wichtigere Rolle als jemals zuvor“.

4. Hyperpersonalisierung durch „Context Pulling“

Im Bereich der Kundenbindung verändert sich die Art und Weise, wie Finanzprodukte angeboten werden, erklärt Ken Thomas, Principal beim Londoner VC BackFuture. Er identifiziert einen Wandel in der Kundenansprache: „Der übergreifende Trend, den ich derzeit beobachte, ist die Hyperpersonalisierung und deren Wechselwirkung mit Banking“.

Die Strategie wandelt sich von traditionellen Marketingmethoden hin zu einer situativen Ansprache: „Wir nennen das ‚Context Pulling‘ anstelle von ‚Product Push‘. Anstatt eine statische Menge an Rewards anzubieten, geht es nun vielmehr darum, den Kunden die richtigen Rewards zur exakt richtigen Zeit zukommen zu lassen, um so die Interaktion und das Engagement zu steigern“.

5. Besserer Zugang zum US-Dollar

Nnanna Ijezie, Product Manager bei Booking.com in Amsterdam, sieht eine starke Nachfrage im Fremdwährungsbereich: „Wir beobachten weltweit einen wachsenden Zugang zum US-Dollar“.
Dieser Trend wird maßgeblich von neuen Marktteilnehmern getrieben. „Startups, FinTechs und Banken arbeiten daran, immer mehr Menschen einen einfacheren, schnelleren und kostengünstigeren Zugang zu dieser Währung zu ermöglichen“, so Ijezie.

Dabei kommen auch neue Technologien zum Einsatz: „Eine der populärsten Methoden, über die derzeit alle sprechen, sind Stablecoins, doch das zugrunde liegende Bedürfnis bleibt, der breiten Masse einen effizienteren Zugang zum US-Dollar zu verschaffen“.

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