17.03.2026
ECOSYSTEM

AustrianStartups startet Founder Membership mit Peer Circles

Mit einer neuen Founder Membership baut AustrianStartups sein Angebot für Gründer:innen in Österreich aus.
/artikel/austrianstartups-startet-founder-membership-mit-peer-circles
Das Launch-Event am Dienstagabend an der TU Wien | (c)Tobias Gärtner

AustrianStartups startet eine neue Founder Membership für Startup-Gründer:innen in Österreich. Die Initiative setzt auf kuratierte Peer Circles für den regelmäßigen Austausch unter Foundern, mehr Zugang zu Netzwerken und Community-Formaten sowie eine stärkere Einbindung von Gründer:innen in die Weiterentwicklung des Startup-Ökosystems.

AustrianStartups: Membership in drei Stufen

Die Founder Membership richtet sich an Gründer:innen in unterschiedlichen Unternehmensphasen und ist in drei Stufen aufgebaut: Start, Grow und Scale.

Start richtet sich an Startups in der frühen Phase. Die Stufe Grow fokussiert auf wachstumsstarke Startups mit aufgenommenem Kapital oder Umsatz. Scale indes adressiert späterphasige Startups mit größeren Finanzierungsrunden oder entsprechendem Umsatz.

Mit der neuen Struktur möchte AustrianStartups seine Community weiterentwickeln, von offenen Formaten hin zu einer langfristigen und verbindlichen Einbindung von Gründer:innen. Ziel sei es, Founder nicht nur über einzelne Events zu erreichen, sondern sie kontinuierlich in Austausch und Netzwerke einzubinden.

Peer Circles zentral

Dabei sind kuratierte Peer Circles ein zentraler Bestandteil der Membership. In diesen Gruppen treffen sich fünf bis acht Founder mehrmals im Jahr in einem vertraulichen Rahmen, um Erfahrungen auszutauschen und aktuelle Herausforderungen zu diskutieren, so der Plan.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der stärkeren Beteiligung von Gründer:innen an politischen Diskussionen rund um Startup-Politik und Regulatorik, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene. Über regelmäßige Policy Briefings sollen Member erfahren, wie politische Entwicklungen das Ökosystem beeinflussen und hier ihre Perspektiven direkt einbringen. AustrianStartups bündelt dann diese Stimmen und versteht sich als Sprachrohr der österreichischen Gründer:innen, auch über nationale Grenzen hinaus.

Vernetzungsfokus

Gerade in einem vergleichsweise kleinen Ökosystem wie Österreich spiele der Austausch zwischen Gründer:innen eine zentrale Rolle. Gleichzeitig stünden viele Startups vor der Frage, unter welchen Rahmenbedingungen sie wachsen und skalieren können. Mit der neuen Membership möchte AustrianStartups Founder schlicht stärker vernetzen und ihnen eine Plattform bieten, um Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam zur Weiterentwicklung des Startup-Standorts Österreich beizutragen.

„Österreich hat viele beeindruckende Gründer:innen. Was oft fehlt, sind Möglichkeiten für einen offenen Austausch unter Foundern, jenseits von klassischen Networking-Events„, sagt Hannah Wundsam, Geschäftsführerin von AustrianStartups. „Mit der Founder Membership wollen wir genau solche Räume schaffen und gleichzeitig die Stimme der Startup-Community stärker bündeln.“

Deine ungelesenen Artikel:
16.06.2026

Wenn Städte überhitzen: Wie infrared.city Klimasimulationen zugänglich macht

Wenn Städte immer heißer werden, braucht es neue Werkzeuge, um urbane Räume lebenswert zu halten. Angelos Chronis erklärt im Interview mit brutkasten, wie er komplexe Klimasimulationen mit seinem Wiener KI-Startup infrared.city zugänglich machen will.
/artikel/wenn-staedte-ueberhitzen-wie-infrared-city-klimasimulationen-zugaenglich-macht
16.06.2026

Wenn Städte überhitzen: Wie infrared.city Klimasimulationen zugänglich macht

Wenn Städte immer heißer werden, braucht es neue Werkzeuge, um urbane Räume lebenswert zu halten. Angelos Chronis erklärt im Interview mit brutkasten, wie er komplexe Klimasimulationen mit seinem Wiener KI-Startup infrared.city zugänglich machen will.
/artikel/wenn-staedte-ueberhitzen-wie-infrared-city-klimasimulationen-zugaenglich-macht
Angelos Chronis, CEO und Co-Founder von infrared.city | (c) infrared.city

Wer schon einmal durch Wien gegangen ist, kennt das Dilemma: Ein sonniger Platz ist schnell gefunden. Aber einer, der zugleich windgeschützt und angenehm temperiert ist, schon deutlich schwerer. Genau hier setzt das Wiener Startup infrared.city an. Mit Echtzeit-Mikroklimasimulationen, trainiert auf über 500.000 Datenpunkten aus mehr als 100 Städten weltweit, will das Unternehmen diese komplexen Zusammenhänge für alle verständlich und nutzbar machen – bald auch per App.

Doch hinter dem praktischen Nutzen steckt ein größeres Anliegen. Klimaanpassung ist längst keine Zukunftsvision mehr, sondern akute Realität. Bisher waren Architekturbüros, Stadtplaner:innen und Kommunen auf aufwendige Tools angewiesen, die viel Zeit, Expertise und Budget erfordern. Das Startup will diese Hürde deutlich senken.

Aus dem Forschungslabor in die Praxis

Die Geschichte von infrared.city beginnt nicht mit einer Geschäftsidee. „Wir sind nicht von Natur aus Unternehmer“, sagt CEO und Co-Founder Angelos Chronis im Interview mit brutkasten. „Wir kommen alle aus einem Forschungs- und Architektur-Background. Das war keine Business-Idee, um Geld zu verdienen. Es war ein Problem, das wir selbst hatten.“

Chronis leitete eine Forschungsgruppe am Austrian Institute of Technology (AIT), die sich mit KI, Stadtentwicklung und Klimaresilienz beschäftigte. Dort entstand, was heute infrared.city ist: ein KI-gestütztes Simulationsmodell, das komplexe Klimaanalysen in Sekunden berechnet, statt in Tagen.

Gemeinsam mit Co-Founderin und CPO Oana Taut, CSO Theodoros Galanos und CTO Serjoscha Duering baute Chronis das Forschungsprojekt zur Plattform aus. Die Idee dahinter: „Die Möglichkeit, etwas, das wir entwickelt haben, wirklich vielen Menschen zugänglich zu machen, war der eigentliche Antrieb, daraus ein Unternehmen zu machen“, so der CEO.

Bäume pflanzen in Riad

Was infrared.city in der Praxis bedeutet, lässt sich an folgendem Projekt illustrieren. In Riad, Saudi-Arabien, arbeitete das Team mit der Stadt daran, Begrünungsmaßnahmen zu planen. „Workshop-Teilnehmer konnten einfach Bäume irgendwo hinpflanzen und sofort sehen, welchen Effekt das auf den thermischen Komfort der Menschen hat“, erklärt Chronis. „Auf welcher Straßenseite bringt ein Baum mehr? Das könnte man mit einem Experten herausfinden, aber es dauert sehr lange. Bei uns sieht man es sofort.“

Das Produkt richtet sich heute an Stadtplaner:innen, Architekturbüros, Nachhaltigkeitsberater:innen und Kommunen. Über 1.300 Projekte wurden laut Unternehmensangaben bereits auf der Plattform optimiert.

Warum Österreich?

Dass infrared.city in Wien gegründet wurde, war eine bewusste Entscheidung. „Ehrlich gesagt war die Bürokratie am Anfang enorm“, sagt Chronis. „In Großbritannien kann ich ein Unternehmen an einem Nachmittag gründen. In den USA genauso. In Österreich war das damals wirklich aufwendig.“ Trotzdem blieb das Team in Wien.

„Was mich in Österreich gehalten hat, war die Work-Life-Balance und das Wissen, dass man als Arbeitgeber und Mensch gewisse Sicherheiten hat. Das war wahrscheinlich der wichtigste Faktor für mich“, sagt Chronis.

Hinzu kommt, was er als besondere Offenheit des österreichischen Ökosystems beschreibt: „Es ist ein kleines Land, aber das macht manche Dinge einfacher. Die Menschen sind offen, man kann auf Englisch sprechen, das Businessmodell wird verstanden. Das schafft echte Verbindungen.“

Austria Wirtschaftsservice (aws): Mehr als Förderung

Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hatte die Austria Wirtschaftsservice (aws). Unterstützt wurde infrared.city im Rahmen von aws Seedfinancing – Innovative Solutions. Das Programm setzt genau dort an, wo das Startup damals stand: Es richtet sich an impactorientierte Jungunternehmen, die bereits einen Proof of Concept vorweisen können und den Schritt zur Marktreife gehen wollen.

„Das Programm selbst ist sehr wichtig. Die Finanzierung hilft dir, deinen Weg zu finden“, sagt Chronis. Was er besonders hervorhebt, sind jedoch nicht die Mittel, sondern die Türen, die aws geöffnet hat. „aws ist ein sehr guter Partner“, sagt Chronis. „Viel Unterstützung – persönlich und natürlich auch finanziell.“ Nebenbei bereitet sich infrared.city derzeit auf eine erneute Fundraising-Runde vor.

Das nächste Kapitel: KI-Infrastruktur für das Klima

Die Vision geht weit über das heutige Produkt hinaus. „Wir bauen eine KI-Schicht, eine Foundation, die es erlaubt, alles rund um das Klima in Städten abzufragen“, erklärt Chronis. Das Ziel: infrared.city als das zu positionieren, was OpenAI oder Anthropic für Sprache sind – bloß für Klimasimulationen.

Aktuell umfasst die Plattform bereits mehr als 20 verschiedene Simulationsmodelle und Analytics-Workflows. In der nächsten Phase soll diese Grundlagentechnologie für externe Entwickler:innen geöffnet werden. Über eine API können dann auf deren Basis neue Anwendungen entstehen. „Klimawandel wird die Art, wie wir in Städten leben, tiefgreifend verändern. Man kann das Klima nicht mehr ignorieren. Je extremer es wird, desto mehr muss man damit planen“, sagt Chronis.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

AustrianStartups startet Founder Membership mit Peer Circles

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

AustrianStartups startet Founder Membership mit Peer Circles

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

AustrianStartups startet Founder Membership mit Peer Circles

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

AustrianStartups startet Founder Membership mit Peer Circles

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

AustrianStartups startet Founder Membership mit Peer Circles

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

AustrianStartups startet Founder Membership mit Peer Circles

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

AustrianStartups startet Founder Membership mit Peer Circles

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

AustrianStartups startet Founder Membership mit Peer Circles

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

AustrianStartups startet Founder Membership mit Peer Circles