24.07.2020

ATB: Elektromotoren-Erzeuger streicht 360 Stellen in der Steiermark

Der Wiener Elektromotoren-Erzeuger ATB, der zum chinesischen Wolong-Konzern gehört, streicht 360 von 410 Arbeitsplätze am Standort Spielberg (Steiermark). Als Grund wird die Coronakrise angegeben.
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ATB - Elektromotoren-Produzent streicht 360 Stellen in Spielberg
(c) ATB: Das Werk in Spielberg

Elektroantriebe für Frachtschiffe, Generatoren für Wind- und Wasserturbinen und Motoren-Lösungen für die Ölförderung auf Bohrinseln – wer denkt, diese Bereiche seien von der Coronakrise wenig beeinträchtigt, der irrt. Zumindest wenn es nach den Angaben des in Wien ansässigen Konzerns ATB geht, der seit der Insolvenz der vormaligen Muttergesellschaft A-Tec Industries im Jahr 2011 zur chinesischen Wolong-Gruppe gehört.

ATB: 360 Stellen in Spielberg gestrichen – Produktion wird verlagert

Dort führt man Coronavirus-bedingte Auftragsausfälle ins Treffen, um den Abbau von 360 Stellen im Werk in Spielberg in der Steiermark zu erklären. 410 Personen waren bislang am Standort beschäftigt gewesen. Ein Großteil der Mitarbeiter war bereits seit April in Kurzarbeit. Die 360 betroffenen wurden laut Medienberichten heute bei einer Versammlung über die Entscheidung des Konzerns informiert, nachdem sie beim Frühwarnsystem des AMS zur Kündigung angemeldet worden waren.

Die Produktion, die bislang am Standort Spielberg stattfand soll jedoch nicht beendet, sondern an einen anderen Standort verlagert werden. In der Steiermark sollen Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Logistik verblieben. ATB verfügt über zehn weitere Produktionsstandorte – drei in Deutschland, drei in Großbritannien, zwei in Serbien und je einer in Polen und China. In Österreich ist sonst nur der Sitz der Holding in Wien angesiedelt.

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Das Gründerteam von Theradocx. (v.l.) Petronel Liciu, Selin Matun, Jan Hoppel | © Theradocx

Theradocx möchte den Arbeitsalltag von Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen erleichtern. Eine eigens entwickelte KI-Anwendung erstellt Protokolle und Zusammenfassungen, indem sie Sitzungen aufnimmt und analysiert, wie brutkasten berichtete. Kürzlich erhielt Theradocx ein FFG-Förderprojekt mit einem Projektvolumen von 580.000 Euro.

Verbesserung der KI

Im Zuge dieses Projekts will das 2025 gegründete Unternehmen seine KI weiterentwickeln. Das heißt: Die Transkription soll präziser werden, unterschiedliche Sprecher besser erkannt und die Erstellung von Protokollen sowie thematischen und emotionalen Analysen verbessert werden. „Ein großer Teil der Projektmittel fließt in den Ausbau unseres Entwicklungs- und Forschungsteams und damit direkt in die technologische Weiterentwicklung von Theradocx“, erklärt Co-Founderin Selin Matun.

Zudem wird laut Matun die Plattform auch rechtlich und regulatorisch weiterentwickelt. Stichwort: Datenschutz und EU AI Act.

Kooperation mit Sigmund Freud Privatuniversität

Im Zuge des geförderten Projekts ging Theradocx eine Kooperation mit der Sigmund Freud Privatuniversität ein, durch die seine KI-Systeme validiert werden sollen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Spracherkennung. Unterschiedliche Dialekte, Sprecher:innen und akustische Bedingungen sollen getestet werden, wodurch Schwachstellen identifiziert werden können. Zudem sollen die psychotherapeutischen Dokumentationen und Analysen durch Fachpersonal der Sigmund Freud Privatuniversität verbessert werden.

„Für uns ist diese Kooperation besonders wichtig, weil wir nicht nur technisch leistungsfähige KI entwickeln möchten. Wir wollen auch wissenschaftlich überprüfen, ob die Ergebnisse psychotherapeutischen Qualitätsstandards entsprechen und in der Praxis tatsächlich einen Mehrwert schaffen“, sagt Matun und ergänzt: „Gemeinsam möchten wir einen wissenschaftlich fundierten Evaluationsprozess etablieren, durch den die Qualität unserer KI-Ergebnisse nicht nur technisch, sondern auch anhand psychotherapeutischer Kriterien beurteilt und kontinuierlich verbessert werden kann.“

Etablierung im DACH-Raum

Neben der qualitativen Verbesserung der KI möchte Theradocx in Zukunft weiter skalieren und sich noch stärker im DACH-Raum festigen. Das Ziel sei laut Matun, zu einer „zentralen digitalen Arbeitsplattform für Psychotherapeut:innen“ zu werden. Anschließend möchte das Startup weitere europäische Märkte erschließen.

Brigitte-Hamann-Preis 2026

Kürzlich wurde das Projekt mit dem  Brigitte-Hamann-Preis 2026 in der Kategorie „Startup“ ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt herausragende Leistungen von Studierenden und Absolvent:innen österreichischer Privatuniversitäten in den Bereichen Forschung, Startups und Kunst. Eine Fachjury zeichnet pro Kategorie eine Person aus.

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AI Summaries

ATB: Elektromotoren-Erzeuger streicht 360 Stellen in der Steiermark

  • Elektroantriebe für Frachtschiffe, Generatoren für Wind- und Wasserturbinen und Motoren-Lösungen für die Ölförderung auf Bohrinseln – wer denkt, diese Bereiche seien von der Coronakrise wenig beeinträchtigt, der irrt.
  • Zumindest wenn es nach den Angaben des in Wien ansässigen Konzerns ATB geht, der seit der Insolvenz der vormaligen Muttergesellschaft A-Tec Industries im Jahr 2011 zur chinesischen Wolong-Gruppe gehört.
  • Dort führt man Coronavirus-bedingte Auftragsausfälle ins Treffen, um den Abbau von 360 Stellen im Werk in Spielberg in der Steiermark zu erklären.
  • Die 360 betroffenen wurden laut Medienberichten heute bei einer Versammlung über die Entscheidung des Konzerns informiert, nachdem sie beim Frühwarnsystem des AMS zur Kündigung angemeldet worden waren.
  • Die Produktion, die bislang am Standort Spielberg stattfand soll jedoch nicht beendet, sondern an einen anderen Standort verlagert werden.
  • In Österreich ist sonst nur der Sitz der Holding in Wien angesiedelt.

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