23.02.2023

Artifact: Instagram-Co-Founder erweitern personalisierte News App mit neuen Features

Die KI-gesteuerte News App hat ein Update erhalten. Ab sofort steht die erweiterte Version allen Nutzer:innen zur Verfügung.
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Artifact screenshot via The Verge

Die News App Artifact der beiden Instagram-Co-Founder Kevin Systrom und Mike Krieger ist nach einer Testphase ab sofort für alle verfügbar und erhält neue Features. Die App bietet einen personalisierten Newsfeed, der auf künstlicher Intelligenz (KI) basiert.

Algorithmus gegen Fake News

Der Algorithmus von Artifact soll dabei ausschließlich qualitativ hochwertige Medien vorschlagen, die sich an redaktionelle Qualitätsstandards halten wie beispielsweise Fact-Checking und eine transparente Finanzierungslage. Das soll bei der Vorbeugung von Fake News helfen.

Laut einem TechCrunch-Bericht soll Artifact außerdem ein ausgewogenes, objektives Nachrichtenangebot, das alle politischen Richtungen abdeckt, bieten. Das Angebot reicht von großen etablierten Medienhäusern bis hin zu kleinen autonomen Blogger:innen. Wenn Nutzer:innen also Artikel zu einem speziellen Thema lesen, schlägt ihnen die App ähnliche Schlagzeilen von anderen Anbietern vor. Dadurch sollen die Leser:innen auch andere Blickwinkel erfahren und die persönliche Filterblase erweitern.

Neue soziale Features

Ein wichtiges neues Feature bei Artifact ist die Möglichkeit, sich mit seinen Freund:innen zu vernetzen. Durch die „Invite Friends“-Funktion kann man Kontakte zum eigenen Netzwerk hinzufügen. Daraufhin zeigt einem Artifact an, was diese Freund:innen lesen und was im eigenen Netzwerk gerade trendet. Die entsprechenden Artikel werden markiert, wenn eine gewisse Anzahl an Freund:innen ihn gelesen haben. Wer genau welchen Artikel gelesen hat, bleibt jedoch anonym.

Eine zweite neue Funktion ist die Visualisierung des eigenen Leseverhaltens. Die App zeigt einem Statistiken über den eigenen Medienkonsum an, nachdem man eine gewisse Anzahl an Artikeln gelesen hat. Um bestimmte Artikel oder Medien aus dem personalisierten Feed auszuschließen, markiert man diese mit einem „Thumbs Down“-Emoticon.

Künstliche Intelligenz ermittelt persönliche Favoriten

All dies wird von einer künstlichen Intelligenz gesteuert. Mittels Machine-Learning-Technologie lernt die KI auf Basis der gelesenen, gelikten, geklickten oder geteilten Artikel die persönlichen Interessen der Nutzer:innen. Somit wird der Feed mit der Zeit immer individueller.

In Zukunft möchten die Artifact-Gründer Systrom und Krieger die soziale Funktion ihrer App noch weiter ausbauen. Nutzer:innen sollen sich in einer Art News-Forum austauschen können. Das dafür benötigte Community Management würde die Kapazitäten des siebenköpfigen Entwickler:innenteams jedoch derzeit noch übersteigen.

Textbasierte News wieder im Blick

Im Kernteam befinden sich fünf ehemalige Mitarbeiter:innen von Instagram. Statt Bildern wollen sich diese nun wieder Text widmen – und zur Verbreitung von hochqualitativen Nachrichten und Informationen beitragen. Die soziale Nachrichten-App soll in Zukunft vor allem den Diskurs zwischen Nutzer:innen anregen. Derzeit beinhaltet die App nur englischsprachige Nachrichtenquellen.

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Empovver,
(v.l.) Clemens Otto, Sofia Surma und Marlene Frauscher von Empovver © Isabella Simon

Bevor die Schließung offiziell verkündet wurde, griff Sofia Surma von Empovver persönlich zum Hörer. Die Mitgründerin der Online-Plattform wollte den „Women Creators“, also den Partnerinnen auf der Plattform, die Nachricht persönlich überbringen. Es folgten intensive Telefonate, die die Mitgründerin als „bittersweet“ beschreibt. „Man merkt einfach, was man für eine Verantwortung hat“, reflektiert die Gründerin im brutkasten-Interview. Für Surma wurde der tatsächliche Impact von Empovver in diesem Moment noch einmal deutlich spürbar: „Man generiert Geld für die Women Creators. Für die Person ist das einfach ein regelmäßiges Einkommen, auf das sie sich verlassen hat.“

Bewusste Entscheidung im Team

Das Aus zum 30. Juni 2026 ist jedoch keine Folge einer akuten Notsituation. Vielmehr traf das Gründer:innenteam – bestehend aus Sofia Surma, Marlene Frauscher und Clemens Otto – die Entscheidung im Übergang zum aktuellen Jahr ganz bewusst und strategisch. Trotz des besten ersten Quartals der Unternehmensgeschichte zeigten sich die Grenzen des Modells.

„Wir hätten das Business jetzt nur sage ich mal das ganze Jahr und dann noch vielleicht das nächste Jahr weitermachen können“, erklärt Surma im brutkasten-Interview. „Aber irgendwann ist die Frage nicht nur können wir weitermachen, sondern wollen wir so wie wir es machen, weitermachen“, so die Gründerin weiter. Das Team entschied sich jedoch dagegen, eine Lösung, die „offensichtlich nicht gut skalierbar ist“, künstlich weiterzupushen. „Das hätte so in der Konstellation, wie wir sie jetzt haben nicht funktioniert“, ergänzt Co-Founderin Marlene Frauscher.

Als gebootstrapptes Unternehmen wäre die Weiterführung allein langfristig nicht stemmbar gewesen. Zwar profitierte das Startup stark von der österreichischen Förderlandschaft – insbesondere durch die Unterstützung der aws (Austria Wirtschaftsservice), doch für den nächsten großen Wachstumsschritt reichte es nicht aus. Kurzzeitig war man laut eigenen Angaben auch mit Investor:innen in Kontakt und hatte sogar Zusagen erhalten, allerdings nicht in einem Ausmaß, das die Gründer:innen dazu bewogen hätte „diese Runde wirklich zu closen“.

Fokus und Resilienz als Learnings

Rückwirkend blickt das E-Commerce-Startup, das sich über die Jahre eine starke Community aufgebaut hat, kritisch auf die zu breite Produktpalette zu Beginn. Surma reflektiert im Interview, sie hätten sich „am Anfang mehr fokussieren müssen und nicht direkt in die Breite gehen“. Das Learning lautet daher: „Fokus, Fokus, Fokus – identifizieren, was gut läuft und da dann lieber voll drauf setzen“.

Zudem nimmt sich das Team für die Zukunft mit, selektiv mit oft widersprüchlichen Ratschlägen umzugehen: „Man kann nicht von allen gemocht werden und man kann nicht alle glücklich machen und muss wirklich, und da geht’s wieder um Fokus, selektiv sein, von wem nehme ich Feedback an?“. Frauscher hebt in diesem volatilen Umfeld den Wert von Resilienz und „Gelassenheit“ hervor. Es gelte, sich bei Rückschlägen nicht in die Situation hineinzusteigern, sondern „schnell in die Problemlösung zu gehen“.

Trotz des operativen Endes des Marktplatzes blicken die Gründer:innen mit erhobenem Haupt auf das Erreichte zurück. „Wir sind wirklich stolz darauf, was wir in den letzten Jahren erreicht haben. Wir haben einen Impact gemacht“, betont Frauscher. Für das Team ist das Aus des Online-Marktplatzes daher keineswegs ein absolutes Scheitern. Während der spezifische geschäftliche Pfad nun an sein Ende gelangt, bleibt das übergeordnete gesellschaftliche Ziel intakt. Für Surma steht fest: „Nur der Weg, den wir jetzt verfolgt haben, ist der der zu Ende geht. Aber die Mission und die Vision, die bleibt auf jeden Fall bestehen“.

Vom Nischen-Shop zur Plattform

Empovver blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Das Projekt startete ursprünglich unter dem Namen „Vulva Shop“, bevor ein umfassendes Rebranding im Jahr 2022 schließlich den heutigen Namen einläutete. Was anfangs noch als spezialisierter Onlineshop begann, entwickelte sich in der Folgezeit jedoch rasch zu einer breiteren E-Commerce-Plattform mit starkem Community-Netzwerk weiter.

Unterstützt durch prominente Expertise im Advisory Board, wie etwa von der bekannten Designerin Marina Hoermanseder, expandierte das Wiener Unternehmen schließlich sogar in die Schweiz. Durch diese verschiedenen strategischen Entwicklungsschritte gelang es dem Startup, über die Jahre hinweg insgesamt einen sechsstelligen Betrag an frauengeführte Unternehmen zurückzuspielen.

Letzter Sale im Juni

Bis zum Stichtag Ende Juni bleibt der Marktplatz für einen finalen Abverkauf geöffnet. Wie es mit der Community und dem Podcast weitergeht, lässt das Team noch offen, um eine geordnete Abwicklung zu priorisieren.

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