10.02.2026
CRAFT

Arbeitsschutz: ElephantSkin weitet mit neuem Produkt Geschäftsfeld aus

Das Wiener Scaleup ElephantSkin erweitert sein Geschäftsmodell und steigt mit dem neuen Handschuh-Modell „Craft“ in den technischen Arbeitsschutz ein. Das 2020 gegründete Unternehmen adressiert damit erstmals Branchen wie Lebensmittelindustrie, verarbeitende Industrie und Sicherheitsdienste und positioniert sich jenseits der reinen Alltags- und Hygieneanwendungen.
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Raphael Reifeltshammer (CEO) und Mario Greis (General Manager) | Foto: ElephantSkin

Das Wiener Scaleup ElephantSkin vollzieht einen Ausbau seines Geschäftsmodells. Mit der Vorstellung des Modells Craft adressiert das 2020 gegründete Unternehmen nun auch die Lebensmittelindustrie, verarbeitende Industrie sowie einen breitgefächerten Dienstleistungssektor (u. a. Flughäfen & Security) und bewegt sich damit weg von der reinen Alltags-Hygiene hin zum technischen Arbeitsschutz.

ElephantSkin: Patentierte Schnittschutzfaser

Während die bisherigen Produkte primär für die nachhaltige Nutzung im Alltag konzipiert waren, unterscheidet sich der Craft-Handschuh durch die Materialarchitektur. Der WetnDry etwa als „Allrounder“ bezeichnet, war primär durch seine wasserabweisende Oberfläche und die antivirale Beschichtung geprägt, während das neue Produkt auf eine patentierte Schnittschutzfaser zurückgreift.

© ElephantSkin

Während mehrere der bisherigen Handschuhe auf TENCEL-Fasern für Tragekomfort und Feuchtigkeitsmanagement setzen, ist der Craft mit seiner 44-Prozent-TENCEL-Faser der Lenzing AG explizit für die Lebensmittelindustrie und Sicherheitsdienste zertifiziert. Bei Bedarf kann der Handschuh bei bis zu 60 °C gewaschen werden, ohne seine gesamten Schutzeigenschaften oder Passform zu verlieren, so der Claim.

Industrielle Abfalloptimierung

Für das Scaleup unter der Leitung von Raphael Reifeltshammer ist dieser Schritt eine Reaktion auf den enormen Bedarf an Plastikmüllvermeidung in der Industrie. Während im privaten Bereich die Vermeidung von Einweghandschuhen das Hauptthema ist, stehen im B2B-Bereich Kosten- und Abfalloptimierung im Vordergrund. Als ökonomische Alternative zu tonnenweisen Einweg-Nitrilhandschuhen scheint ElephantSkin den Weg eingeschlagen zu haben, die Lücke zwischen den leichten Montagehandschuhen und reinen Hygiene-Lösungen schließen zu wollen.

Mario Greis, Geschäftsführer ElephantSkin dazu: „Mit unserem über die letzten zwei Jahre entwickelten und zertifizierten Modell Craft bringen wir Nachhaltigkeit, Schutz, Hygiene und Komfort in Einklang. Gemeinsam mit der Lenzing AG zeigen wir einmal mehr, dass verantwortungsvolle Materialien und High-Performance-Handschuhe perfekt zusammenpassen.“

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Raimund Ortner | (c) Coinfinity
Raimund Ortner | (c) Coinfinity

Er ist bereits seit 2023 im Unternehmen – bislang als „Head of Business & Wealth“. Als solcher war Raimund Ortner vergangenes Jahr auch zu Gast im brutkasten-Video-Talk. Nun wird er Co-Geschäftsführer des 2014 gegründeten Grazer Bitcoin-Brokers Coinfinity, der seit Dezember 2025 eine MiCAR-Lizenz hält, wie brutkasten berichtete.

Doppelspitze mit Stefan Grill

Ortner ersetzt damit Gründer Max Tertinegg in der Doppelspitze mit Stefan Grill. Tertinegg bleibt aber im Unternehmen, wo er „künftig das Thema Künstliche Intelligenz vorantreiben“ soll. „Ich freue mich, die Geschäftsführung in die Hände von Raimund zu legen. Er ist Bitcoiner, kennt unsere Kundinnen und Kunden und lebt unsere Werte. Und er wird Coinfinity mit seinem eigenen Stil weiterführen“, kommentiert Tertinegg.

Ortner als Gesicht nach außen

Konkret soll Ortner fortan das Unternehmen nach außen vertreten und den Kundenbereich verantworten, wie er es auch schon bisher vielfach gemacht hat. „In den vergangenen Jahren war es häufig er, der Coinfinity in Podcasts, auf Konferenzen und in unzähligen Kundenterminen ein Gesicht gegeben hat. Diese Nähe zum Kunden bringt er nun in die Geschäftsführung ein“, heißt es dazu vom Unternehmen. Grill sei indes für den Betrieb im Inneren zuständig.

B2B- und Vermögensanlagegeschäft sollen ausgebaut werden

Ortner habe das Geschäft mit Firmenkunden und vermögenden Privatpersonen aufgebaut und geprägt, heißt es weiter. Dieses Angebot wolle man konsequent vorantreiben. „In meiner bisherigen Funktion als Head of Business & Wealth konnte ich wertvolle Perspektiven sammeln, die ich nun als Geschäftsführer mit voller Dynamik einbringen werde“, kommentiert er. Er wolle „Bitcoin seinen berechtigten Platz in der breiten Anlegerschaft verschaffen“.

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