06.05.2020

Apple WWDC 2020: Entwicklerkonferenz ist dieses Jahr gratis

Die Entwicklerkonferenz Apple WWDC findet dieses Jahr wegen des Coronavirus komplett im virtuellen Raum statt und ist für Entwickler gratis.
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Die Apple WWDC 2020 ist virtuell und gratis.
Die Apple WWDC 2020 ist virtuell und gratis. (c) Apple

Die Apple World Wide Developer Conference (WWDC) ist für Apple-Fans so etwas wie Weihnachten und Ostern zusammegerechnet. Denn hier werden nicht nur diverse Möglichkeiten für Entwickler rund um die Apple-Software, sondern auch so manches neue Ticket präsentiert. Die Teilnahmerzahl war jedoch bisher stets begrenzt, und der Preis für ein Ticket war nicht unbedingt billig: Knapp 1600 Dollar (1400 Euro) muss man dafür normalerweise zahlen. Nun kündigt Apple an, dass die WWDC 2020 für alle Entwickler gratis sein wird. Die Entwicklerkonferenz findet wegen des Coronavirus komplett im virtuellen Raum statt. Abrufbar ist die Konferenz am 22. Juni in der Apple Developer App und auf der Apple Developer Website.

Apple WWDC 2020 wegen Corona im virtuellen Raum

Die WWDC findet 2020 bereits im 31. Jahr statt, der Termin für die Entwicklerkonferenz ist der 22. Juni. „Wir führen die WWDC 2020 diesen Juni auf innovative Weise für Millionen von Entwicklern auf der ganzen Welt durch und beim Zusammenbringen der gesamte Entwickler-Community werden wir ganz neue Erfahrungen machen“, sagt Phil Schiller, Senior Vice President of Worldwide Marketing von Apple: „Die aktuelle gesundheitliche Lage hat es erforderlich gemacht, dass wir 2020 ein neues Format für die WWDC entwickeln, das ein vollständiges Programm mit einer Online-Keynote und Sessions umfasst, die eine großartige Lernerfahrung für unsere gesamte Entwickler-Community auf der ganzen Welt bietet. Wir werden in den kommenden Wochen alle weiteren Details mitteilen.“

Apple hatte bereits zuvor angekündigt, dass die WWDC 2020 ausschließlich im virtuellen Raum stattfinden werde. Bis zum 18. Mai, 8.59 Uhr, können studentische Entwickler aus der ganzen Welt außerdem an einer Studenten-Challenge, der „Swift Student Challenge“, teilnehmen, indem sie eine interaktive Szene mit einem Swift Playground erstellen. Weitere Informationen findet man unter developer.apple.com/wwdc20/swift-student-challenge.

Video-Bericht von CNET über die WWDC 2020

Details WWDC 2020 werden bis Juni bekannt gegeben

Das WWDC 2020-Programm soll sowohl der gesamten weltweiten Entwicklergemeinschaft von Apple – zu der mehr als 23 Millionen registrierte Entwickler in über 155 Ländern und Regionen gehören – als auch der nächsten Generation von App-Entwicklern bei der Verwirklichung ihrer Ideen helfen, heißt es seitens Apple. Zusätzliche Informationen zum Programm werden bis Juni per E-Mail, über die Apple Developer App und auf der Apple Developer Website zur Verfügung gestellt.
Apple hat außerdem in der Presseaussendung angekündigt, dass es regional ansässigen Unternehmen in San Jose eine Million US-Dollar bereitstellen wird, um damit verbundene Einnahmeverluste infolge des neuen Online-Formats der WWDC 2020 auszugleichen.
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Junior Developer
(c) True Agency via Unsplash

„Wer glaubt, mit Künstlicher Intelligenz ließen sich Einstiegspositionen einfach streichen, verwechselt das Werkzeug mit der Person, die es sinnvoll einsetzt“, warnt André Holhozinskyj, CEO der europäischen Cloudflight Group. Die Warnung des Branchenexperten stützt sich auf eine aktuelle Befragung, die das Unternehmen durchgeführt hat. Unter den 1.119 Teilnehmenden – mehrheitlich Studierende und Berufseinsteiger:innen aus Deutschland, Österreich und Rumänien – zeigt sich eine weite Verbreitung, aber auch eine spürbare Reglementierung von KI-Tools im Arbeitsalltag.

Während 99 Prozent der befragten Nachwuchskräfte angeben, KI-Werkzeuge regelmäßig zu nutzen, stoßen sie in der Praxis häufig an organisatorische Grenzen. Rund zwei Drittel der Befragten berichten von Einschränkungen bei der Nutzung, die überwiegend organisatorischer Natur sind. Als Haupthindernis nennen 46 Prozent regulatorische Vorgaben wie Richtlinien von Schulen, Universitäten oder Unternehmen. Weit dahinter folgen Kosten und Lizenzgebühren mit 24 Prozent sowie ethische, rechtliche und datenschutzrechtliche Bedenken mit 23 Prozent. Mangelndes Interesse spielt mit nur zwei Prozent praktisch keine Rolle.

Risiko durch Schatten-IT und Compliance-Verstöße

Die restriktive Haltung in vielen Organisationen birgt nach Einschätzung der Studienautor:innen jedoch Risiken: Wird die Nutzung im Unternehmen untersagt oder komplett eingeschränkt, weichen Mitarbeiter:innen häufig auf private Geräte und nicht freigegebene Consumer-Tools aus – ohne Wissen oder Zustimmung der IT-Abteilung.

Gernot Molin, CTO der Cloudflight Group, warnt vor den unmittelbaren Gefahren für die Datensicherheit: „Tools wie ChatGPT, Gemini oder Claude sind nicht für Unternehmenssicherheit oder Compliance konzipiert, sondern für einfachen Zugang, und das schafft unmittelbare Risiken.“ So könnten etwa proprietäre Algorithmen durch das Einfügen von Code-Schnipseln abfließen, oder Entwickler:innen könnten unbeabsichtigt Kundendaten bei der Analyse von Log-Dateien offenlegen. Unternehmen, die an Richtlinien wie DSGVO, HIPAA oder SOC 2 gebunden sind, riskieren laut Molin bei der Verwendung nicht autorisierter Dienste empfindliche Verstöße. Er plädiert daher für eine kontrollierte Freigabe von KI-Werkzeugen, die direkt in bestehende Entwicklungsumgebungen integriert und durch Sicherheitskontrollen sowie Audit-Trails abgesichert sind.

Vielseitige Nutzung abseits von reinem Code

Die Befragung räumt zudem mit dem Vorurteil auf, KI diene primär dem Schreiben von neuem Programmcode. Der Einsatz zur reinen Code-Generierung liegt bei 18 Prozent und ist damit fast gleichauf mit dem Debugging und Code-Reviews (19 Prozent), administrativen und organisatorischen Aufgaben wie Recherche (19 Prozent) sowie der Code-Optimierung (17 Prozent). Dokumentation (12 Prozent) und Testautomatisierung (10 Prozent) folgen mit etwas Abstand.

Den größten Nutzen sehen die Befragten in der Entlastung bei Routinearbeiten. Fast jede:r Zweite (48 Prozent) nutzt KI vor allem zur Bewältigung repetitiver, zeitaufwändiger Aufgaben wie dem Erstellen von Boilerplate-Code oder dem automatisierten Organisieren von Daten. Ziel sei es, so heißt es aus den offenen Antworten der Teilnehmenden, sich dank der KI auf die interessanten Teile der Arbeit konzentrieren zu können. Zudem schätzen 42 Prozent die Tools als eine Art rund um die Uhr verfügbaren Tutor, der komplexe Konzepte erklären kann. Dieser Effekt könnte nach Einschätzung der Studienautoren vor allem in Regionen mit schwächerer Bildungsinfrastruktur den Zugang zu hochwertiger Programmierausbildung demokratisieren.

Zukunftssorgen und die Rolle der Nachwuchskräfte

Trotz der intensiven Nutzung blickt die junge Generation keineswegs sorgenfrei in die Zukunft. Lediglich 12 Prozent der Befragten geben an, keinerlei Sorge hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf ihre eigene Karriere zu haben. Die überwiegende Mehrheit von 88 Prozent äußert leichte bis extreme Besorgnis. Neben der allgemeinen Karriereentwicklung sorgt sich ein Teil der Entwickler:innen auch um den eigenen Lernfortschritt: Es besteht die Befürchtung, durch eine zu starke Abhängigkeit von der KI das eigene Weiterkommen zu bremsen und durch die automatisierten Lösungen „dümmer“ zu werden. Viele wünschen sich daher Erklärungen anstelle von fertigen Antworten.

Für Cloudflight-CEO Holhozinskyj zeigt die Untersuchung, dass Unternehmen umdenken müssen. Künstliche Intelligenz müsse wie eine „virtuelle Mitarbeiterin“ verstanden werden, die ein geregeltes Onboarding benötigt. Wer Juniorstellen aus Gründen der kurzfristigen Kostenersparnis streicht, begehe laut Holhozinskyj einen strategischen Fehler: „Urteilsvermögen entsteht nicht am Reißbrett, sondern über Jahre praktischer Erfahrung, auch aus eigenen Fehlern, und genau diese Erfahrung bauen Unternehmen gerade systematisch ab, wenn sie ihre Juniorstellen kürzen.“ Langfristig drohe den Unternehmen dadurch der Verlust der „Senior-Kompetenz von morgen“ an die Konkurrenz, was sich schnell zum mittelfristigen Wettbewerbsnachteil entwickeln könne.

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AI Summaries

Apple WWDC 2020: Entwicklerkonferenz ist dieses Jahr gratis

  • Die Apple World Wide Developer Conference (WWDC) ist für Apple-Fans so etwas wie Weihnachten und Ostern zusammegerechnet.
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