15.10.2021

Apeleon: Nächster Schritt des Mödlinger Flugtaxis im Kampf um die Lüfte

Apeleon hat vor über einem Jahr erste Testflüge erfolgreich absolviert. Nun gelang dies erstmals auch mit der dritten Generation ihres Flugtaxis.
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(c) Apeleon - Der Demonstrator von Apeleon, dem Mödlinger Flugtaxi.

Das österreichische Startup Volare, mit Sitz am Stadtrand von Wien, entwickelt ein senkrecht startendes und landendes Flugzeug unter dem Namen Apeleon. Gegründet im Oktober 2017 unter Founder und CEO Andreas Fürlinger, lag dem Unternehmen stets die Vision nahe, das Fliegen in den Alltag zu integrieren und Orte schneller miteinander zu verbinden.

Neue Flugkonzepte

„Und das ohne die Hindernisse der heutigen Luftfahrt und ohne die Probleme des bodengebundenen Verkehrs“, präzisiert Fürlinger. „Hierzu braucht es neue Luftfahrzeuge.“ Es war genau dieser Wunsch und die Faszination Fliegen im Allgemeinen und der Reiz an Herausforderungen zu arbeiten, die den Gründer angetrieben haben, neue technische Lösungen, konkreter: neuartige Flugzeugkonzepte, zu erarbeiten.

„Das hat bereits vor vielen Jahren begonnen. Es ist tatsächlich so, dass mich die Luftfahrt bereits seit meiner Kindheit fasziniert, es begann mit Modellbau über Paragleiten zum Motorflug und zur Berufspilotenausbildung. Mein technisches Studium, ich habe Maschinenbau studiert, habe ich auch bzw. gerade wegen meiner Faszination für das Fliegen auf den Schwerpunkt Luftfahrt ausgerichtet. Ich bin jetzt seit gut zehn Jahren als Ingenieur in der Luftfahrt verankert und hatte die Möglichkeit an spannenden Projekten mitzuwirken“, so Fürlinger weiter.

(c) Apeleon – Gründer und CEO Andreas Fürlinger erwartet den Einsatz von Flugtaxis in den nächsten Jahren.

Apeleon hat den ersten Testflug schon einige Zeit hinter sich. Frühere Demonstratoren sind bereits vor über einem Jahr in die Lüfte abgehoben. Die letzten Monate jedoch hat das Startup intensiv an Testflügen mit dem neuesten Demonstrator der dritten Generation gearbeitet. Und, Fürlinger nach, wichtige Erkenntnisse erzielt: „Wir haben damit bereits eine gute Basis für unsere nächste Phase, die Entwicklung des vollmaßstäblichen Prototyps geschaffen. Dafür sind wir zurzeit auch auf der Suche nach Investoren“, sagt er.

Viele Variablen noch offen

Der Apeleon-Gründer, der sein Flug-Taxi als Luftfahrzeug mit Tragflächen klassifiziert und es damit von „little range“-Multikoptern abhebt, erwartet – unter Berücksichtigung verschiedenster Aspekte, wie etwa technische Entwicklung des Luftfahrzeuges, Schaffung und Erweiterung von Regularien, Infrastrukturaufbau und letztendlich auch gesellschaftliche Akzeptanz – einen Start des kommerziellen Betriebs von einzelnen Strecken ab 2025.

„Wir verfolgen ein Konzept mit Tragflächen, um einen effizienten Reiseflug und damit längere Flugstrecken, zu ermöglichen“, so Fürlinger weiter. „Diese neue Art der Luftfahrzeuge eröffnet Möglichkeiten, vor allem weil auch die Betriebskosten solcher neuen Luftfahrzeuge geringer ausfallen werden als von heutigen, speziell Helikoptern. Diese Reduktion an Betriebskosten kann an den Endkunden weitergegeben werden und führt im Beispielfall von Personenbeförderung zu leistbaren Flugtickets. Die günstigeren Tickets führen dazu, dass dieses Transportmittel von einer breiteren Gesellschaft genutzt werden kann“, so die Idee.

Der Preis soll sich anfangs zwischen dem Flug mit einem heutigen Helikopter und Taxifahrten einordnen, wobei das Potential für weitere Kostenreduktion gegeben sei. Fürlinger dazu: „So lässt auch ein in späterer Zukunft angestrebte autonomer Betrieb den Preis weiter sinken, da ein Teil der Pilotenkosten wegfallen und ein weiterer Sitzplatz durch weitere zahlenden Kund:innen belegt werden kann.“

Apeleon als Infrastruktur-Alternative

In Sachen Einsatzmöglichkeiten argumentiert der Gründer mit einer Prämisse, die sich vereinfacht so festhalten lässt: Dort wo bisher nichts ging, wird etwas gehen.

Er sagt: „Wir sehen vor allem dort Potential, wo keine aufwendige Infrastruktur geschaffen werden kann und auch keine Hochgeschwindigkeitsverbindungen, etwa Bahn oder Autobahn, vorhanden sind und auch aufgrund von Terrain oder anderen Gründen nicht geschaffen werden können. Wir können schlecht angebundene und auch abgelegene Orte sehr flexibel verbinden und eine schnelle Verbindung anbieten. Zusätzlich sehen wir aber auch bei zeitkritischen Anwendungen wie notärztliche Versorgung oder Priority-Cargo enormes Potential.“

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signteq-Gründer Simon Schnabl | © Daniel Willinger | dwphoto.at
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Digitale Identifikation, regulatorische Prüfungen (u.a. KYC und KYB) und rechtsgültige digitale Verträge – damit überzeugte das 2019 gegründete Wiener RegTech-Unternehmen schon bislang Banken wie die Raiffeisen Bankengruppe und die Bawag, Versicherungen wie Wüstenrot, Fintechs wie froots und Conda, Krypto-Unternehmen wie Cryptonow und WhiteBIT und öffentliche Institutionen wie Wiener Wohnen. Neben Österreich ist man etwa auch in Deutschland, der Schweiz und mehreren Ländern in Südost- und Osteuropa aktiv.

„Know Your Agent“ als zusätzliches Geschäftsfeld

Eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung des Angebots soll nicht nur die European Digital Identity Wallet (EUDI Wallet) spielen, die bis Ende dieses Jahrs von allen EU-Staaten bereitgestellt werden muss. Mit „Know Your Agent“ (KYA) will signteq auch ein zusätzliches Geschäftsfeld aufbauen, das den Boom-Bereich Agentic AI aus RegTech-Perspektive adressiert. „Heute müssen Unternehmen wissen, wer ihr Kunde ist. Morgen müssen sie zusätzlich wissen, welcher KI-Agent für wen handelt, wozu er berechtigt ist und wer dafür verantwortlich ist“, erläutert Simon Schnabl, Gründer und Geschäftsführer von signteq.

Steinberger, Giretzlehner, Compass-Verlag u.a. investieren

Für diese Pläne und die weitere internationale Expansion holte sich signteq nun eine nicht genau bezifferte siebenstellige Kapitalspritze. Mit OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger gewann das Unternehmen dabei nicht nur einen denkbar prominenten Investor, sondern auch eine der international zentralen Figuren im neuen Zielmarkt Agentic AI. Hinzu kommen in der aktuellen Runde der bereits seit 2024 beteiligte Compass-Verlag, Runtastic-Mitgründer René Giretzlehner, die Franz-MayrMelnhof-Saurau Beteiligungs GmbH und weitere nicht genannte Investor:innen.

Steinberger kommentiert in einem Statement: „KI-Agenten werden schon bald eigenständig für Menschen und Unternehmen handeln. Damit wird Vertrauen zur Schlüsselfrage: Wer steckt hinter einem Agenten – und was darf er? signteq baut dafür heute schon die Infrastruktur und denkt digitale Identität konsequent weiter: von Know Your Customer zu Know Your Agent. Diese Kombination aus starkem Kerngeschäft und klarer Zukunftsvision hat mich überzeugt.“

„Was wir in Österreich aufgebaut haben, skalieren wir jetzt international“

„Digitale Identität ist längst zu einer zentralen Infrastruktur für digitale Geschäftsmodelle geworden. Was wir in Österreich gemeinsam mit Banken, Versicherungen, Technologieunternehmen und der öffentlichen Hand aufgebaut haben, skalieren wir jetzt international – mit Europa als starkem Ausgangspunkt“, kommentiert Gründer Simon Schnabl. Zugute kommen sollen dem Unternehmen neben der erwähnten EUDI-Wallet, die Teil der eIDAS 2.0-Verordnung ist, noch weitere Regulierungen aus diesem Gesetzespaket sowie die kommendes Jahr anwendbare europäische Geldwäscheverordnung AMLR.

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