12.03.2021

Apeiron: Corona-Medikament von Wiener BioTech überzeugte in Tests

Das Corona-Medikament von Apeiron, dem BioTech-Scaleup des Virologen Josef Penninger, lieferte in einer Phase 2 Studie gute Ergebnisse.
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Screenshot: Apeiron-Gründer Penninger im Talk bei Agenda Austria
Screenshot: Apeiron-Gründer Penninger im Talk bei Agenda Austria

Schon zu Beginn der Coronakrise vor einem Jahr weckte ein Medikament des Wiener BioTechs Apeiron große Hoffnungen. Das Unternehmen des bekannten Virologen Josef Penninger hatte bereits aufgrund früherer Coronavirus-Ausbrüche (SARS, MERS) daran zu forschen begonnen. Nun wollte man den Beweis antreten, dass es sich auch bei Covid-19 anwenden lässt.

Apeiron: Corona-Medikament „gut verträglich“ und wirksam

In diesem Prozess ist Apeiron nun einen Schritt weiter. Eine Phase 2 Studie, die in in Österreich, Deutschland, Dänemark und Russland durchgeführt wurde, habe gute Ergebnisse geliefert, heißt es vom Unternehmen in einer Aussendung. Das Medikament APN01 habe sich als sicher und gut verträglich erwiesen. Es seien keine „therapie-bezogenen schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse“ beobachtet worden. Beobachten habe man auch eine signifikante Reduktion der Tage mit mechanischer Beatmung und der viralen RNA-Last können.

Peter Llewellyn-Davies, Vorstandsvorsitzender der Apeiron Biologics AG spricht von „ermutigenden Ergebnissen“. „Wir werden jetzt die nächsten Schritte in der weiteren Entwicklung von APN01 mit den Studienärzten, Beratern und den Regulierungsbehörden besprechen, um eine Therapieoption für diese tödliche Krankheit realisieren zu können“, erklärt er.

Virus-Mutationen: Bedarf für APN01 trotz Durchimpfung

Josef Penninger sieht trotz steigender Durchimpfungsrate einen Bedarf für das Medikament: „Die jüngst aufgetretenen Virusvarianten, die gegen Antikörper-Medikamente oder sogar gegen Impfstoffe resistent sein könnten, benötigen weiterhin ACE2 als Rezeptor und Eintrittspforte in die Zelle. APN01 könnte damit zu einem essenziellen Bestandteil eines globalen Therapie-Repertoires gegen diese Varianten werden sowie gegen Varianten, die in Zukunft auftreten“. Der Virologe hatte erst kürzlich die Hoffnung geäußert, das Medikament noch vor dem Sommer auf den Markt bringen zu können.

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Am Wochenende wurde Europas Weltraumgeschichte um ein Stück reicher. Mit Isar Aerospace, das u. a. den Transport von kleinen und mittelgroßen Satelliten anbietet, beförderte erstmals ein europäisches Raumfahrtunternehmen erfolgreich Satelliten vom europäischen Festland aus in den Orbit. Es war der zweite Flug der Trägerrakete „Spectrum“, die am Samstag Kundennutzlasten, darunter fünf CubeSats und eine experimentelle Mission, ins All beförderte. Eine entscheidende Rolle in der gesamten Mission spielt der gebürtige Österreicher Daniel Metzler, CEO und Mitgründer von Isar Aerospace.

„Wir haben innerhalb weniger Jahre erreicht, wofür die europäische Raumfahrtindustrie Jahrzehnte gebraucht hatte. Europa hat nun souveränen Zugang zum Weltraum. Wir haben ein neues Kapitel für die europäische Raumfahrt aufgeschlagen“, sagte Metzler, der am Samstag weiter ergänzte: „Der Start ist nach wie vor der größte Engpass für die globale Raumfahrtindustrie, und ab heute gibt es eine echte Alternative für kommerzielle und institutionelle Kunden.“ Diese Kunden verfügen laut Isar Aerospace nun über eine unabhängige Startoption.

Die Auswirkungen für Europa

Für Europa bedeutet der erfolgreiche Start vor allem eines: mehr Unabhängigkeit. „Die Mission markiert einen wichtigen Schritt für Europas autonomen Zugang zum Weltraum“, heißt es von der Generaldirektion für Verteidigungsindustrie und Weltraum, einer Fachabteilung der Europäischen Kommission, die weiter ergänzt: “ Ein autonomer, resilienter und wettbewerbsfähiger Zugang zum Weltraum ist ein strategischer Faktor für Europas Wirtschaft und Sicherheit und bildet die Grundlage für Anwendungen wie Navigation, Telekommunikation und Erdbeobachtung, auf die Bürger und Unternehmen täglich angewiesen sind.“ Bei Isar Aerospace ist man der Meinung, dass der Start “ Europas strategische, wirtschaftliche und technologische Zukunft prägen wird“.

Der erste Flug: 30 Sekunden

Im März 2025 flog die „Spectrum“-Trägerrakete ihren ersten Testflug, nach 30 Sekunden war dieser aber auch schon wieder vorbei. „Unser erster Testflug hat alle unsere Erwartungen erfüllt und war ein voller Erfolg. Wir hatten einen reibungslosen Start, 30 Sekunden Flugzeit und konnten sogar unser Flugabbruchsystem validieren“, erklärte Metzler damals kurz nach dem Test. Finanzielle Unterstützung erhielt Isar Aerospace u. a. von der Europäischen Weltraumorganisation ESA durch das Boost!-Programm.

Die CubeSat Mission der TU Wien

Am Samstag schaffte es mit der Sepctrum-Rakete auch ein Mini-Satellit der TU Wien, ein sogenannter CubeSat, ins All. Das Space Team der Hochschule arbeitete seit 2020 an der CubeSat Mission. Ziel war es, einen Satelliten für Ausbildungszwecke zu entwickeln und nun im Orbit zu betreiben. Dadurch sollen Schüler:innen aus AHS und BHS die Möglichkeit haben, selbst entwickelte Software auf dem Satelliten auszuführen.

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