Schon zu Beginn der Coronakrise vor einem Jahr weckte ein Medikament des Wiener BioTechs Apeiron große Hoffnungen. Das Unternehmen des bekannten Virologen Josef Penninger hatte bereits aufgrund früherer Coronavirus-Ausbrüche (SARS, MERS) daran zu forschen begonnen. Nun wollte man den Beweis antreten, dass es sich auch bei Covid-19 anwenden lässt.
Apeiron: Corona-Medikament „gut verträglich“ und wirksam
In diesem Prozess ist Apeiron nun einen Schritt weiter. Eine Phase 2 Studie, die in in Österreich, Deutschland, Dänemark und Russland durchgeführt wurde, habe gute Ergebnisse geliefert, heißt es vom Unternehmen in einer Aussendung. Das Medikament APN01 habe sich als sicher und gut verträglich erwiesen. Es seien keine „therapie-bezogenen schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse“ beobachtet worden. Beobachten habe man auch eine signifikante Reduktion der Tage mit mechanischer Beatmung und der viralen RNA-Last können.
Peter Llewellyn-Davies, Vorstandsvorsitzender der Apeiron Biologics AG spricht von „ermutigenden Ergebnissen“. „Wir werden jetzt die nächsten Schritte in der weiteren Entwicklung von APN01 mit den Studienärzten, Beratern und den Regulierungsbehörden besprechen, um eine Therapieoption für diese tödliche Krankheit realisieren zu können“, erklärt er.
Virus-Mutationen: Bedarf für APN01 trotz Durchimpfung
Josef Penninger sieht trotz steigender Durchimpfungsrate einen Bedarf für das Medikament: „Die jüngst aufgetretenen Virusvarianten, die gegen Antikörper-Medikamente oder sogar gegen Impfstoffe resistent sein könnten, benötigen weiterhin ACE2 als Rezeptor und Eintrittspforte in die Zelle. APN01 könnte damit zu einem essenziellen Bestandteil eines globalen Therapie-Repertoires gegen diese Varianten werden sowie gegen Varianten, die in Zukunft auftreten“. Der Virologe hatte erst kürzlich die Hoffnung geäußert, das Medikament noch vor dem Sommer auf den Markt bringen zu können.
Ein Startup im Scaleup: Wie sich Wise Platform als Sub-Brand von Wise etablierte und was Firmen davon lernen können
Nikki Godley, Design Director bei Wise, ist mitverantwortlich für die Design- und Markenbildungsstrategie bei Wise Platform, einem Zweig der Wise-Gruppe. Mit brutkasten sprach sie über ihre Erfahrungen.
Ein Startup im Scaleup: Wie sich Wise Platform als Sub-Brand von Wise etablierte und was Firmen davon lernen können
Nikki Godley, Design Director bei Wise, ist mitverantwortlich für die Design- und Markenbildungsstrategie bei Wise Platform, einem Zweig der Wise-Gruppe. Mit brutkasten sprach sie über ihre Erfahrungen.
Begonnen hat alles als Geldwechsel-Startup, mittlerweile ist es weitaus mehr. Vor zehn Jahren gründete Wise den Zweig Wise Platform, wodurch das Scaleup seine Zahlungsinfrastruktur auch Banken und Finanzinstituten zur Verfügung stellte. Dabei soll die Plattform in der Wise-Gruppe wie ein Startup agieren: wendig, agil und schnell. Der brutkasten sprach im Zuge der uxcon Vienna mit Design Director Nikki Godley, die maßgeblich für die Strategie hinter der Marken- und Designbildung von Wise Platform verantwortlich ist.
Eine eigene Marke in der Wise-Gruppe
Wise, gegründet für private Personen, ermöglicht es seinen Kunden, Geld in andere Währungen zu wechseln. Wise Platform stellt dieses Netzwerk nun im B2B-Bereich u. a. Banken zur Verfügung. Eine der größten Herausforderungen bei der Markenbildung und im Design von Wise Platform sei gewesen, sich im B2B-Segment etablieren zu können, ohne zu nahe am Kernprodukt aus dem B2C-Bereich zu stehen und trotzdem die Zugehörigkeit zum Wise-Universum zu verkörpern, erklärt Godley. „Wir haben uns Inspiration von Wise geholt, nämlich ‚the world’s money‘. Damit meine ich z.B. den 3D-Stil für Custom-Animations. Wir haben dann versucht, das Ganze etwas anspruchsvoller und erwachsener darzustellen.“
Dabei war es Wise wichtig, nicht zu präsent aufzutreten. Im Gegensatz zum B2C-Bereich möchten Banken und Finanzdienstleister einen unsichtbaren Partner haben, erklärt die Expertin. Die Frage, die sich daher für Wise Platform stellte, war: „Wie brandet man das Unsichtbare?“ Godley und ihr Team setzen daher auf ein durchsichtiges, glasartiges Grafik-Element, das den Anschein erweckt, sich unscheinbar und nahtlos in bestehende Systeme einzufügen.
Für Godley liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Geschwindigkeit. „Designer verkriechen sich gerne in einer Höhle für zwei Jahre und arbeiten an ihrer perfekten Vision. Aber so arbeiten wir bei Wise nicht. Wir haben bei Wise Platform mehr Deadlines als jeder andere in der Firma.“ Wichtig sei, dass Kunden ein Produkt in der Hand hielten, denn je länger an einem Tool gearbeitet werde, desto länger werde man dem Kunden den Nutzen des Produkts vorenthalten. Es gehe aber nicht darum, ein Produkt einfach nur der Schnelligkeit wegen möglichst rasch auf den Markt zu bringen. Im Zentrum stehe immer der Kunde.
Godley setzte mit Wise Platform auf schlanke Strukturen, dafür auf qualifizierte Entscheidungsträger:innen. „Wir waren zwar nur etwa zwölf Leute, die am Rebrand gearbeitet haben. Wir haben das Team bewusst klein gehalten und schnell gehandelt“, erklärt Godley.
Der richtige Zeitpunkt
Timing ist laut Godley sehr entscheidend. „Du musst den richtigen Zeitpunkt finden, wenn sie dich brauchen. Du musst warten, bis es einen Appetit auf dein Produkt gibt“, erklärt die gebürtige US-Amerikanerin. Im Falle von Wise Platform dürfte es nicht schwierig gewesen sein, den optimalen Zeitpunkt zu finden: „Das Wise-Platform-Management-Team ist auf uns zugekommen mit der Bitte ‚Wir brauchen Hilfe‘. Sie wollten wirklich mit uns als Design-Team zusammenarbeiten.“
Schwieriger gestalteten sich für Wise Platform die Nutzerbefragungen. „Man kann eben nicht einfach den Chef einer großen Bank anrufen und sagen: ‚Hey, hast du Lust, bei einer Studie mitzumachen, um zu schauen, wie unsere Marke bei dir ankommt'“, erklärt Godley. Ihr Team habe daher mit dem Wise-Platform-Sales-Team zusammengearbeitet, um sich dort Input zu holen. Godley beschreibt die Vorgehensweise als „Trial and Error“, die immer noch laufe.
Die Wise-Gruppe im Rücken
Wise Platform kann nicht als klassisches Startup beschrieben werden, schließlich ist der B2B-Zweig Teil einer Gruppe, die ihm sowohl finanziell als auch mit Expertise zur Seite steht. „Die großen Vorteile sind die Erfahrung, die Talente, die Skalierung und das Budget, das man mitnutzen kann“, sagt Godley, die aber auch Herausforderungen in großen Strukturen sieht. „In großen Firmen gibt es viele Meinungen. Du musst dann herausfinden, wessen Meinung zählt, damit du weiterhin schnell handeln kannst“, erklärt die Design Director.
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