22.03.2020

anna-kauft.at: Neue regionale Suchmaschine hilft Ö-Shops in Coronakrise

Innerhalb kürzester Zeit baute die Wiener MoonHolding nun mit anna-kauft.at eine regionale Suchmaschine nur für österreichische Betriebe. Diese soll auch über die Coronakrise hinaus die regionale Wirtschaft stärken.
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anna-kauft.at - Regionale Suchmaschine des Moonvision-Teams in Zeiten der Coronakrise - Anna Kauft
(c) Adobe Stock - weyo

Die Oberfläche von anna-kauft.at unterscheidet sich nicht von jener anderer Suchmaschinen – die Ergebnisse jedoch sehr wohl. Denn Anna Kauft findet als „Regionale Suchmaschine“ ausschließlich österreichische Betriebe und deren Online- und Offline-Angebot. „Ziel der Suchmaschine ist es, wieder Regionalität in die Online-Welt zu bringen. Gerade in Zeiten, wo Mitbürger zuhause bleiben gilt es die Personen und Unternehmen zu stärken, die nicht auf Google gefunden werden können“, heißt es von den Betreibern, die das Projekt nun in der Coronakrise in  kürzester Zeit auf die Beine stellten.

+++ Hintergründe und News zum Coronavirus +++

Moonvision-Team hinter Anna Kauft

Hinter der Suchmaschine steht die MoonHolding, zu der auch das Startup Moonvision gehört, das auch das Projektteam von Anna Kauft stellt. Moonvision ist als eines der bekanntesten AI-Startups des Landes auf Bilderkennung (inzwischen in der Industrie) spezialisiert – der brutkasten berichtete schon mehrmals.

Mehrere Quellen – auch selbst eintragen möglich

anna-kauft.at speist sich aus unterschiedlichen Quellen, derzeit unter anderem Unternehmens-Verzeichnissen der Wirtschaftskammer und der Bundesländer Kärnten und Tirol, aus dem Falter-Onlineshop sowie aus den Portalen onlineshop-austria.at und nunukaller.com. Zudem läuft ein eigener Crawling-Algorithmus und es können manuell Betriebe eingetragen werden. Rund 5000 Betriebe sind derzeit bereits über die Seite auffindbar. Die Zahl steigt momentan rapide an.

anna-kauft.at: „Technologisch die stärkste Suchmaschine in Österreich“

Die Betreiber unterstreichen, dass man mit der Suchmaschine auch über die Coronakrise hinaus ein attraktives Angebot bieten will. Dabei führt man auch die technologische Stärke – man nutze einen Elastic Search Cluster – ins Treffen: „Technologisch und von der Benutzerfreundlichkeit gesehen, ist die Suchmaschine die stärkste in Österreich und ist durch den Themen-Fokus schneller als Google. Sobald man zu tippen beginnt, werden die ersten Ergebnisse geliefert“, heißt es gegenüber dem brutkasten.

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Anton Osika, Gründer und CEO von Lovable, bei der Slush 2025 in Helsinki | (c) brutkasten / Martin Pacher

Lovable hat am Mittwoch eine Series C über 400 Mio. US-Dollar bekanntgegeben. Die Bewertung des schwedischen Unternehmens liegt damit bei 13,3 Mrd. US-Dollar. Lead-Investor ist Menlo Ventures, co-angeführt wird die Runde vom Scaleup Europe Fund, der von EQT gemanagt wird.

Neu an Bord kommen laut Aussendung Balderton Capital und Carmignac aus Europa, Kaszek Ventures und LTS Growth aus Lateinamerika, Tencent und World Innovation Lab aus Asien sowie Regent aus den USA. Von den bestehenden Investoren gehen unter anderem Accel, Antler, CapitalG, DST Global, Evantic Capital, HubSpot Ventures und Salesforce Ventures mit.

60 Millionen Projekte seit dem Start

Lovable lässt Nutzer:innen Software per Chat bauen, ohne Programmierkenntnisse. Seit dem Start im November 2024 wurden nach Unternehmensangaben mehr als 60 Millionen Projekte angelegt. Die damit gebauten Apps kommen demnach zusammen auf über 900 Millionen Besuche pro Monat.

Innerhalb des ersten Jahres erreichte Lovable eigenen Angaben zufolge Mitarbeiter:innen bei der Hälfte der Fortune-500-Konzerne, mittlerweile seien es knapp zwei Drittel. Als Referenzkund:innen nennt das Unternehmen unter anderem Adidas, Nvidia und die Deutsche Telekom sowie Zendesk, Handshake und Checkr.

Laut einer Nutzer:innenbefragung, auf die sich Lovable beruft, bauen fast acht von zehn Nutzer:innen ein Unternehmen oder ein Nebenprojekt, das sie monetarisieren wollen. Mehr als ein Drittel davon erwirtschafte bereits Umsatz.

Vom App-Baukasten zur Betriebssoftware

Die Positionierung verschiebt sich mit der Runde: Lovable will nicht mehr nur das Werkzeug sein, mit dem Software entsteht, sondern jenes, mit dem Unternehmen laufen. Seit der Series B im Dezember 2025 hat das Unternehmen Payment-Funktionen, SEO- und AI-Search-Tools sowie Integrationen zu Google Workspace, Microsoft 365, Salesforce, Stripe und ElevenLabs ergänzt. Dazu kamen automatisierte Security-Scans, Governance-Funktionen und die AIUC-1-Zertifizierung für KI-Agenten.

Drei Prioritäten nennt Lovable für die kommenden Monate. Erstens soll das Produkt proaktiver werden und Aufgaben erkennen und übernehmen, ohne dass Nutzer:innen sie anstoßen müssen. Zweitens will das Unternehmen sein System darauf trainieren, welche Bauentscheidungen zu erfolgreichen Produkten führen, gemessen an Umsatz, verbesserten Workflows und Unternehmenswachstum. Modellseitig bleibt Lovable bei einem Multi-Model-Ansatz und will weiter offene Modelle nachtrainieren. Drittens soll das Team heuer auf rund 450 Personen wachsen, vor allem in Machine Learning, Produkt, Infrastruktur und Security. Der Hauptsitz bleibt Stockholm, ausgebaut wird in London, Boston, San Francisco und New York.

Wie weit der Anspruch reicht, zeigt ein Kundenbeispiel aus der Aussendung: Beim US-Unternehmen Nursa baute ein Produktverantwortlicher ein neues Enterprise-Produkt an einem Wochenende, danach wurde Lovable auf über 200 Mitarbeiter:innen ausgerollt. Aktuell ersetze das Unternehmen zehn SaaS-Systeme durch selbst gebaute Tools.

Testfall für den europäischen Wachstumsfonds

Für Europa ist vor allem der Co-Lead relevant. Der Scaleup Europe Fund wurde von der Europäischen Kommission gemeinsam mit europäischen Investoren aufgesetzt und im Juni beim European Innovation Council Summit in Brüssel präsentiert. Der Fonds hat ein Zielvolumen von fünf Milliarden Euro, wird von EQT unabhängig und marktbasiert gemanagt und soll die Lücke bei großvolumigen Wachstumsfinanzierungen schließen, wegen der europäische Tech-Unternehmen bislang häufig auf US-Kapital angewiesen waren. Zu den Zielbranchen zählen neben Quanten- und Halbleitertechnologien, Robotik, Energie- und Weltraumtechnologien auch Künstliche Intelligenz.

Bemerkenswert ist das Tempo. Bei der Präsentation im Juni hieß es noch, die ersten Investments seien für Herbst 2026 geplant. Lovable zählt laut Aussendung nun zu den ersten Beteiligungen des Fonds, das allererste Investment war es allerdings nicht.

Victor Englesson, Partner bei EQT und Co-Head des Scaleup Europe Fund, verweist in der Aussendung darauf, dass Anton Osika, Fabian Hedin und ihr Team eines der ambitioniertesten und am schnellsten wachsenden KI-Unternehmen aufgebaut hätten. Genau dafür sei der Fonds geschaffen worden. Matt Murphy, Partner bei Menlo Ventures, argumentiert, Lovable adressiere jene Milliarden Menschen, die Ideen hätten, aber bislang an der technischen Umsetzung scheiterten.

Osika selbst hatte diese Europa-Perspektive bereits im vergangenen November auf der Slush in Helsinki betont. „Europa ist in vielerlei Hinsicht ein besserer Ort, um ein KI- oder Tech-Unternehmen aufzubauen“, sagte er dort auf der Hauptbühne.

Bemerkenswert bleibt dabei ein Detail der Investorenliste: Mit Tencent steigt zeitgleich ein chinesischer Konzern ein. Der Anspruch, ein europäisches Tech-Unternehmen mit europäischem Kapital zu skalieren, trifft damit in derselben Runde auf globale Beteiligungsstrukturen.

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AI Summaries

anna-kauft.at: Neue regionale Suchmaschine hilft Ö-Shops in Coronakrise

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  • Denn Anna Kauft findet als „Regionale Suchmaschine“ ausschließlich österreichische Betriebe und deren Online- und Offline-Angebot.
  • Hinter der Suchmaschine steht die MoonHolding und damit das Startup Moonvision, das auch das Projektteam von Anna Kauft stellt.
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  • Zudem läuft ein eigener Crawling-Algorithmus und es können manuell Betriebe eingetragen werden.
  • Rund 5000 Betriebe sind derzeit bereits über Anna Kauft auffindbar.

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